Radfahrer #4: Jaime, 28, Madrid-Carabanchel

Freitag, 12.03.2010

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 Was für ein Fahrrad fährst Du?

Ich fahre ein schwarzes, wunderschönes Fahrrad, das mir ein Freund ausgeliehen hat.

Was bedeutet Dir Dein Fahrrad?

Für mich bedeutet fahrradfahren Freiheit und Vergnügen.

Wie benutzt Du Dein Fahrrad?

Ich fahre immer, wenn ich mich bewegen muss. Ich fahre zur Arbeit, wenn ich welche habe, und wenn ich eine längere Strecke, mehr als fünf Minuten zu Fuß, gehen muss.

Wie pflegst Du Dein Fahrrad?

Wie soll ich das beantworten…. mit schlecht? Eigentlich schlecht. Ich kümmere mich nur um die Platten, die Bremsen und den Lenker.

Den Lenker?

Naja, wenn er ungerade ist, mache ich ihn gerade.

Was könnte die Situtation für FahrradfahrerInnen in Madrid verbessern?

Es wäre schön, wenn die Autos nicht in der Innenstadt fahren dürften. Auch, dass das Tempolimit niedriger wird, so dreißig km/h, maximal. In Madrid gibt es kaum Fahrradwege, das sollte sich auch ändern.

Freiburger Polizei ohne Video-Fahrrad

Donnerstag, 11.03.2010

Im Herbst 2006 kündigte die Polizei in Freiburg an, sie werde ab sofort ein Video-Fahrrad einsetzen, um radfahrende Verkehrssünder zu überführen. Nun berichtet die Badensche Zeitung, dass das Fahrrad nicht mehr im Einsatz ist. Seit der Einführung dieser Technik sind etwa 200 Verkehrsverstöße von Radfahrern dokumentiert worden. Die Polizisten meinen, dass der Aufwand für die Auswertung zu groß ist und dass ein durchschlagender Erfolg nicht gegeben war.

Der Hauptgrund für das Ende des Video-Fahrrads liegt nach Angaben der Polizei aber im Fehlen einer gesetzlichen Regelung. Da die Kamera permanent lief, wurden neben Verkehrssündern auch Menschen aufgenommen, die sich regelkonform verhalten. Die Badensche Zeitung: “Dies verletze das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (jeder bestimmt selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner Daten), erklärt der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Jörg Klingbeil.”

Wie die Zeitung berichtet, werden auch in Köln und Münster keine Video-Fahrräder eingesetzt.
Badensche Zeitung: Die Freiburger Polizei mottet ihr Video-Fahrrad ein

5000. Kommentar im Rad-Spannerei Blog

Mittwoch, 10.03.2010

Heute wurde von Alexander im Beitrag “Google Maps mit Fahrradrouting” der 5000. Kommentar geschrieben, darüber freuen wir uns sehr. Nach dem 1000. Kommentar vor knapp zwei Jahren ist die Zahl der Leute, die sich hier inhaltlich einbringen, deutlich gestiegen. Vielen Dank Alexander und vielen Dank an die vielen anderen konstruktiven und bereichernden Kommentierer. Ohne euch wäre das hier eine ziemlich öde Veranstaltung.

Wir wollen das zum Anlass nehmen und einen Überblick über die Fahrradbloggerszene versuchen, denn auch die Zahl der Blogs, die sich mit dem Radfahren beschäftigen, ist größer geworden. Diese Liste ist ganz sicher unvollständig. Wer weitere Seiten kennt, postet den Link bitte als Kommentar.

ADFC Bremen, Alltag eines Radfahrers, Bakfiets totaal, Berlin Fixed, berlinradler, Bike-Blog, clitical ass, Critical Mass Austria, Critical Mass Berlin, Critical Mass Leipzig, Cycleride-Blog, da isser …, Die Blog Oma, ein blog vom radler für radler, Ein Fahrrad namens Montezuma, Eisenschweinkader, Elektrofahrrad Blog, er sie andere, Fahrradportal Nationaler Radverkehrsplan, Fahrradreparatur und Fahrradwerkstatt, Highner, Bikes & Cologne, Holgers Blog, Interessengemeinschaft Fahrrad, Jakobs Blog, Johannes Hampels Blog, Johanns Fahrradblog, Keirin Berlin, Kinderfahrrad-Blog, ksued, les lanternes rouges, Liegeradtouren und Photographie, Medienecken und wasmirindensinnkommt, Mein Senf, Mit dem Fahrrad in und um Köln, Mountainbike Blog, Münchenierung, NavikiOhneAutounterwegs, People Powered, phil’s velo blog, Quis custodiet ipsos custodes?, r2-bike, Radfahren in Rendsburg, Radfahrers Lust & Frust, Radgaragen, Radgefahren, RadLE, Radlust im Siegerlandradpropaganda, Rauhe Sitten, Robin Feder, Rund ums Rad, Schwerlasttransport on Tour, Speak Louder, Spoony’s Bike Blog, Svenies Welt, Tessarakt, Toursprung, Umsatteln, velosophie, velowahnsinn, Veteranum Fahrradblog, Weser Radweg, Yeahpope.

Google Maps mit Fahrradrouting

Mittwoch, 10.03.2010

In der letzten Nacht hat Google Maps die neue Funktion Bike there freigeschaltet. Vorher war es bereits möglich, sich in der amerikanischen Version von Google Maps ein Routing für Kraftfahrzeugführer und Fußgänger anzeigen zu lassen. Darüber hinaus wird in einigen Städten in den USA die günstigste Nahverkehrsverbindung präsentiert. Neu ist nun ein Routing für Radfahrer, das heute auf dem Jahrestreffen der League of American Bicyclists von einem Google-Sprecher verkündet werden wird.

Hier ein Screenshot einer Fahrradverbindung innerhalb von Santa Cruz in Kalifornien, gemacht von Cyclelicious und hier der direkte Link zur Google Map mit der Fahrradverbindung. In den ersten Berichten wird die neue Funktion positiv bewertet. Jonathan Maus von BikePortland schreibt: “Ich habe das neue Feature in meiner Heimatstadt Portland ausprobiert und es scheint gut zu sein. Wenn ich das Bike-there-Häkchen setze, findet Google Maps automatisch Fahrradwege abseits großer Straßen wie am Waterfront Park Path oder auf dem Springwater Corridor Trail.”

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BikePortland: League confirms: Google Maps now has biking directions
Cyclelicious: Google Maps “Bike There” Is Now Live!

Freiwilliges Ökologisches Jahr beim ADFC

Mittwoch, 10.03.2010

Zum 1. September bietet der ADFC Baden-Württemberg zwei Plätze im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) an. Das FÖJ wird koordiniert von der Landeszentrale für politische Bildung. Die Teilnahme dauert genau 12 Monate, also bis zum 30.08.2011. Für Bewerber, die von weiter her kommen, bietet der ADFC Unterkunft in einer eigenen Dienstwohnung in Stuttgart an. Seit Februar 2010 läuft das Bewerbungsverfahren im Internet, Ende April finden Bewerbungsgespräche beim ADFC statt.

Wer beim ADFC in Stuttgart ein FÖJ macht, erfährt eine ganze Menge über das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel, über Radreisen (und deren Organisation), über Kommunikation (mit den ADFC-Aktiven in den Orts- und Kreisgruppen im Land - aber auch am Messestand im Gespräch mit dem interessierten Publikum) und sogar über politische Einflussnahme.

ADFC Baden-Württemberg: Freiwilliges Ökologisches Jahr - jetzt bewerben!

Autounfall: Kollateralschaden für Radlerin

Dienstag, 09.03.2010

Einigermaßen glimpflich verlief ein Autounfall für eine eigentlich unbeteiligte Radfahrerin gestern in Prenzlauer Berg. Wie die Polizei mitteilt, stießen gegen 17:15 Uhr zwei Autos an der Kreuzung Schönhauser Allee und Danziger Straße zusammen. Durch den Aufprall wurde das eine Auto auf die Seite gekippt und berührte hierbei eine im Kreuzungsbereich wartende 30-jährige Radfahrerin. Während die Radlerin die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte, waren die Verletzungen einer am Unfall beteiligten Autofahrerin so schwerwiegend, dass sie im Krankenhaus stationär aufgenommen wurde.

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 0633 vom 09.03.2010 - 10:25 Uhr

Rad statt ratlos - Diakonie sucht alte Räder

Dienstag, 09.03.2010

Unter dem Motto Rad statt Ratlos will das Diakonische Werk Berlin und Brandenburg Menschen mit geringem Einkommen kostenlos mobil machen. Viele können auch die 33,50 Euro für ein BVG-Sozialticket nicht bezahlen. Deshalb sammelt das Diakonische Werk von sofort an alte Fahrräder, die in sozialen Werkstätten aufgearbeitet werden sollen. Ab April 2010 werden diese “generalüberholten Fahrräder” an Menschen abgegeben, die bis dahin kein Geld für andere Fortbewegungsmöglichkeiten hatten. Wer mitmachen möchte, kann sich unter der Servicenummer 030 / 68 08 11 05 melden, die immer Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr zu erreichen ist.

Rad statt radlos

Fahrrad abstellen verboten!

Dienstag, 09.03.2010

Gesehen in der Fahrradstadt Erlangen.
Originaltitel: Verboten?
Fotograf: Stanley Goodspeed
Stanley Goodspeed – Fotografie aus Schwabach

Radwegräumung: BSR kündigte Firmen

Montag, 08.03.2010

Die Berliner Stadtreinigung BSR hat seit dem Jahr 2006 zwei Winterdienstfirmen mit insgesamt sieben Verträgen gekündigt. Die Firmen waren beauftragt worden, Radwege zu räumen, hatten das aber nicht geschafft. Das wurde vom Senat auf Anfrage der Grünen erklärt. In diesem Winter wurden bis Ende Januar aus dem gleichen Grund insgesamt 34 000 Euro Vertragsstrafen verhängt. Die Grünen hatten beklagt, dass Radwege schlechter geräumt werden als Straßen. Im Abgeordnetenhaus mussten sich die Grünen daraufhin den Spott anderer Parteien anhören. Der Senat vertritt die Haltung, dass man so lange eher Straßen als Radwege räumt, solange wie Polizei und Feuerwehr nicht mit dem Fahrrad kommen können.
Berliner Kurier: BSR schmeißt Pfuscher raus

Fahrradfähren in Amsterdam

Montag, 08.03.2010

Gleich hinter dem Hauptbahnhof von Amsterdam legen die Fahrradfähren ab, die das Zentrum der Stadt mit Amsterdam Nord verbinden. Die Fähren über den einige hundert Meter breiten Nordseekanal dürfen nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden. Der folgende kleine Film von einem Freitagnachmittag im Februar 2010 zeigt, wie rege die Fähren von Radlern genutzt werden.

Fahrradunfall in Berlin-Biesdorf

Montag, 08.03.2010

In der Köpenicker Straße in Berlin-Biesdorf hat es heute morgen einen Fahrradunfall gegeben. Ein BVG-Bus fuhr eine 16-jährige Radfahrerin an, als sie gerade einen Zebrastreifen überquerte. Bei der Polizei kann man noch nichts erfahren, bisher war nur in der BZ etwas zu finden. Der Unfall dürfte etwa hier oder hier stattgefunden haben. Die Radfahrerin erlitt schwere Kopfverletzungen.

Mit 15 km/h bis ans Ende der Welt

Montag, 08.03.2010

Der Münchener Maximilian Semsch bricht Anfang Mai 2008 auf ins Abenteuer seines Lebens. Sein Ziel ist es, auf seinem Fahrrad das Ende der Welt zu erreichen, das sind geschätzte 18.000 Kilometer bis Singapur durch insgesamt 12 Länder. Untrainiert macht er sich mit über 50 kg Gepäck und einer Videokamera auf den Weg. Nach 211 Tagen erreicht er sieben Kilo leichter sein Ziel. Maximilian hat von seiner Reise einen Film gedreht. Sein filmisches Tagebuch What a trip wird am 18. April 2010 im Kino Moviemento am Kottbusser Damm 22 um 12:00 Uhr (Sonntagsmatinee) zu sehen sein. Maximilian Semsch wird selbst anwesend sein.
What a trip
Kino Moviemento

Diamant-Stadtrad - liebevoll restauriert

Freitag, 05.03.2010

Ein Stadtrad (Diamant, Baujahr geschätzt Anfang der 90er Jahre) wurde stilvoll aufgemöbelt. Der originale gemuffte Stahlrahmen wurde für 100,- Euro pulverlackiert und weitere 360,- Euro für neue Teile investiert. Hier ein Detail des Gepäckträgers mit Standrücklicht von Busch und Müller und Stahlschutzblech mit Rockschützer. Viele weitere Fotos des schönen Fahrrads im
Flickr-Set: Diamant Stadtrad
Fotograf: HydaspisChaos

Strike Bike - Die Doku

Donnerstag, 04.03.2010

Am 10. Juli 2007 besetzten die Kollegen der Fahrradfabrik Bike Systems aus Nordhausen in Thüringen ihren Betrieb, nachdem man ihnen gekündigt hatte und mitteilte, dass ausstehende Löhne nicht bezahlt werden könnten. Der Protest dauerte 115 Tage, als Höhepunkt produzierten die Streikenden 1800 Strike Bikes.

Im Zentrum der Dokumentation „Strike Bike – Eine Belegschaft wird rebellisch“ stehen die Arbeiterinnen und Arbeiter von Bike Systems. Sie kommen selbst zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Sie berichten über die Schwierigkeit, eine Betriebsbesetzung zu organisieren und wie die Idee geboren wurde, das Strike Bike zu produzieren. Die Dokumentation von Robert Pritzkow, Laines Rumpff und Jan Weiser hatte im Mai 2008 Premiere. Hier kommt sie in voller Länge.

Strike Bike
Laufzeit: 45:08 Minuten
Die DVD Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch kann man zum Preis von 12,80 Euro je Stück inklusive Porto und Verpackung über die Homepage des Neuen ISP Verlages bestellen.

Quelle: kanalB

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Papergirl sucht deine rollbare Kunst

Donnerstag, 04.03.2010

Der Name des Kunstprojekts Papergirl leitet sich ab von den Paperboys, jenen amerikanischen Jungs, die in den Fünfzigern auf Rädern die Zeitung in den Vorstädten verteilten und die Presseerzeugnisse mit elegantem Schwung in den Briefkästen versenkten oder auf die Terasse warfen. Statt Zeitungen bringt Papergirl Kunst unter die Leute. Die Bilder werden gerollt und von einer großen, klingelnden Fahrradkarawane durch die Stadt ahnungslosen Passanten in die Arme geworfen. Es ist dem Zufall überlassen, wer Empfänger einer Papergirl-Rolle wird.

Papergirl ruft Künstler auf, Beiträge für die fünfte Aktion im kommenden Sommer einzureichen. Absolute Deadline für alle Beiträge ist der 19. Mai. Die Kunst kann an Papergirl  geschickt werden, oder ihr bringt eure Sachen persönlich vorbei in der Neurotitan-Galerie in der Rosenthaler Straße. Details dazu bei:
Papergirl
[via]

papergirl-5.jpg

Fahrradlicht

Mittwoch, 03.03.2010

Fahrradlicht bleibt ein Dauerthema. Anfang Dezember hatten wir hier gemeldet, dass eine batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung ab dem 1. Januar 2010 legal sei. Wie aus den Kommentaren zu dem Beitrag bereits hervorgeht, war die Meldung falsch. Der Gesetzgeber hat Anfang des Jahres alles beim schlechten alten belassen.

Um das Kuddelmuddel bei der Fahrradbeleuchtungsfrage geht es auch in einem Beitrag von Holger Dambeck bei SpiegelOnline: Erleuchtung auf zwei Rädern gesucht. Dambeck beschreibt anschaulich, wie antiquierte gesetzliche Vorschriften gepaart mit maroder Technik zu einer katastrophal niedrigen Beleuchtungsquote bei Fahrrädern führt. Nicht immer zielführend aber interessant sind auch die mehr als hundert Kommentare.

SpiegelOnline: Erleuchtung auf zwei Rädern gesucht

Mit dem Rad zur Arbeit

Mittwoch, 03.03.2010

Wie in jedem Jahr wird 2010 die Kampagne Mit dem Rad zur Arbeit durchgeführt. Die von der AOK, dem ADFC und einschlägigen Bundesministerien getragene Aktion will die Bundesbüprger animieren, von Juni bis August das Fahrrad für den Weg zur Arbeit zu nutzen.

Auch in anderen Ländern wird für das Fahrrad als Verkehrsmittel geworben. Locker und positiv kommt die ungarische Werbung herüber: “Mindenki járhat biciklivel dolgozni. Bringázz a munkába te is!” Auf deutsch: “Jeder kann mit dem Rad zur Arbeit fahren! Du auch!”
[via]

Der Winter ist vorbei, es wird wieder eng überholt

Dienstag, 02.03.2010

“Allerdings die Dosenfahrer hat auch irgendwie der Wetterumschwung gebissen. Mehrmals angehupt und geschnitten worden. So schlimm war es lange nicht mehr.”

“Kann ich voll und ganz bestätigen, heute morgen nur Brötchen geholt (1km einfache Strecke)… Auf dem Hinweg von einer S-Klasse 2 mal angehupt und dann trotz Gegenverkehr mit ca. 10 cm Abstand zwischen Spiegel und Lenker überholt worden und auf dem Rückweg von nen Fiesta ähnlich knapp geschnitten… ”

“In Berlin seit ca. Donnerstag. Einer mit so ‘nem historischen, zugegeben hübsch in Schuß gehaltenen Teuerwagen hat mich auch prompt gestreift. Zwei oder drei Ampeln später beim Vorbeischlängeln dann gesehen, dass er sich dabei ‘ne hübsche Schramme einmal längs lang vom Bügelschloß geholt hat. Tja, so kann’s kommen… ”

“Bei mir waren es am Samstag schätzungsweise 20 cm, dafür auf einer Landstraße mit gut und gerne 50 km/h Geschwindigkeitsdifferenz. Gegenverkehr, durchgezogene Mittellinie, und ich klebte nicht am Fahrbahnrand. Trotz des Schocks konnte ich mir das Kennzeichen merken – lohnt sich da eine Anzeige?”

(aus: de.rec.fahrrad)

Fahrradkonzert in Potsdam

Dienstag, 02.03.2010

Eine Reise auf dem Fahrrad um die Welt an einem Tag, an 22 Orten, mit 13 Konzerten, diversen Schloss-, Museums- und Gartenbesichtigungen in und um ganz Potsdam kann man im kommenden Sommmer erleben. Am Sonntag, dem 20. Juni 2010 ab 11:30 Uhr wird in der brandenburgischen Landeshauptstadt an vielen Orten musiziert. Die Radfahrer stellen sich aus der Fülle von Angeboten eine eigene Konzertroute zusammen. Alle Programme dauern etwa 30 Minuten und werden regelmäßig wiederholt. Die Tickets kosten 20,- Euro, für Kids bis 14 Jahren nur 2,- Euro.
Musikfestspiele Potsdam: Fahrradkonzert

Reisefahrradversicherung

Dienstag, 02.03.2010

Das Versicherungsunternehmen MDT bietet ab dem 1. März 2010 eine Versicherungslösung für Fahrräder auf Reisen an. Im Basispaket wird ein Rad bei Diebstahl maximal bis zu einem Kaufpreis von 4000,- Euro ersetzt, aber auch notwendige Reparaturen am Fahrrad werden ersetzt. Eine Premium-Variante schließt darüber hinaus das Gepäck des Fahrradtouristen sowie die entsprechende Unfall- und Haftpflichtversicherung ein. Man kann wählen, ob man für eine begrenzte Zeit (21 Tage) oder ganzjährig (bis zu 42 Tagen pro Reise) versichert ist. Die günstigste Fahrradversicherungsvariante kostet 38,- Euro für den Kunden bei einer Vermittlung über Reisebüros.
MDT: Fahrradversicherung (pdf-Dokument)

Radfahrerin schwer verletzt

Dienstag, 02.03.2010

Die Kreuzung Blücherstraße Ecke Zossener Straße in Kreuzberg wird sehr stark von Radfahrern frequentiert. Mehrere hundert Radler werden hier pro Stunde gezählt. Am Montagabend kam es an diesem Knotenpunkt zu einem folgenschweren Unfall zwischen einem Autofahrer und einer Radfahrerin. Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist noch ungeklärt. Die Meldung der Polizei im Wortlaut:

“Eine Radfahrerin erlitt gestern Abend bei einem Verkehrsunfall in Kreuzberg schwere Verletzungen. Ein 37-jähriger „VW“-Fahrer befuhr die Blücher- in Richtung Urbanstraße. An der Kreuzung Blücher- Ecke Zossener Straße erfasste er die 29-jährige Radlerin, die den Kreuzungsbereich passierte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Frau mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Sie kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand der Ermittlungen, die der Verkehrsdienst der Polizeidirektion 6 übernommen hat.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 0557 vom 02.03.2010 - 09:20 Uhr

Berliner Zeitung: Radfahrerin angefahren und verletzt
B.Z.: Radfahrerin angefahren und verletzt


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Autoairbags für Radfahrer

Montag, 01.03.2010

Das schwedisch-amerikanische Unternehmen Autoliv will in diesem Jahr in den Niederlanden ein Airbagsystem für Fahrradfahrer testen. Wenn alle Autos in Europa mit Airbags an der Außenseite des Fahrzeugs ausgestattet wären, könnte man Hunderten von Radfahrern das Leben retten. Die Firma hofft, dass man ab 2015 einen solchen Airbag zur Produktionsreife bringen kann. Das Airbag-System soll selbständig erkennen können, wann eine Kollision mit einem Radfahrer unvermeidlich ist.

Zur Entwicklung des Airbags für Radfahrer wurden Aufprallversuche zwischen Radfahrern und Autos ohne ein solches System durchgeführt. Insgesamt sechs der tausendfach verlangsamten Videos wurden gerade bei Youtube ins Netz gestellt. Im folgenden die Kollision zwischen einem Radfahrer und einem Auto, das mit 45 Kilometer pro Stunde unterwegs ist. De Radler fährt 11 kmh.  Der Kopf des Radfahrers zerbrach im Test die Windschutzscheibe. Hier die weiteren Videos der Aufprallversuche mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Aufprallwinkeln und unterschiedlicher Perspektive.

Quelle: Fietsnieuws: Proef met airbag voor fietsers

Update 03.03.2010: Die sechs Videos bei Youtube wurden ebenso wie der Benutzername wieder gelöscht.

Die Frühjahrskur fürs Fahrrad

Montag, 01.03.2010

Vom 15. - 19. März 2010, bietet das Bündnis Stadtvertrag Klimaschutz kostenlose und öffentlich zugängliche Fahrradreparaturen an. Mit diesem Geschenk möchte der Stadtvertrag Klimaschutz die Fahrradsaison möglichst früh im Jahr einläuten. Ziel der Aktion ist es, möglichst viele BerlinerInnen dazu zu bewegen, nach diesem harten Winter wieder auf das klimaverträgliche Verkehrsmittel Fahrrad umzusteigen. Jeweils zwei Fahrradmechaniker kümmern sich kostenlos um die Fahrräder der KlimaschützerInnen und reparieren bei Bedarf zum Beispiel Bremsen und Schaltung. Fehlende Kleinteile werden gratis ersetzt. Unterstützt wird die Aktion von qualifizierten Fahrradmechanikern.

Hier die Fahrradreparaturtermine jeweils in der Zeit von 9:00 bis 17:00 Uhr:

15. März: Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Berlin,  Mehringdamm 14, 10961 Berlin
16. März: Hauptgebäude der TU, Straße des 17.Juni 135, 10623 Berlin
17. März: DGB-Bundesvorstand, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin!
18. März: IHK Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
19. März: BUND Berlin, Crellestraße 35, 10827 Berlin

Stadtvertrag Klimaschutz

Berliner Fahrrad Schau

Montag, 01.03.2010

Die wirklich wichtige Messe für Fahrradinteressierte findet in jedem Herbst am anderen Ende der Republik in Friedrichshafen statt. Für Berliner ist das ein weiter Weg. Deshalb wird am kommenden Sonnabend und Sonntag zum ersten Mal die Berliner Fahrrad Schau im Veranstaltungszentrum Station-Berlin am Gleisdreieck in Kreuzberg durchgeführt. Einerseits soll das eine Fahrradmesse sein, auf der die Fahrradtrends von den wichtigen Herstellern präsentiert werden. Auf der anderen Seite will die Berliner Fahrrad Schau auch eine Art Lifestyleshow bieten, mit zahlreichen Events rund um das Fahrrad.
Berliner Fahrrad Schau
Samstag, 6. März von 10:00 bis 19:00 Uhr
Sonntag, 7. März von 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: 6,- Euro (ermäßigt: 3,- Euro)

Charlottenburg-Wilmersdorf per Rad erkunden

Montag, 01.03.2010

charlottenburg-wilmersdorf-per-rad-erkunden.jpgEin Radtourenführer speziell für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wurde vom Bezirksamt herausgegeben. In ihm werden drei Fahrradtouren durch den Bezirk vorgestellt. Jede Tour ist als praktische Rundtour gestaltet und hat eine Länge von 12 bis 15 Kilometern. Neben einer Karte zur jeweiligen Route findet man eine reich bebilderte, ausführliche Beschreibung interessanter Orte, die auch zum Besichtigen oder Verweilen einladen. Durch das handliche Format passt der Radführer bequem in Rucksack, Handtasche oder Fahrradkorb.

Das Handbuch Charlottenburg-Wilmersdorf per Rad erkunden hat einen Umfang von 45 Seiten und ist auf solidem Papier durchgehend farbig gedruckt. Der Radführer ist zum Preis von einem Euro bei den Bürgerämtern Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, Hohenzollerndamm 174-177, 10713 Berlin, Heerstr. 12 – 14, 14052 Berlin, erhältlich. Im Bürgeramt im Rathaus Charlottenburg war der Tourenführer zwar vorhanden, aber er wurde erst bei Nachfrage aus einer Schublade gezogen und gegen die Schutzgebühr über den Tresen gereicht. So hält man die Zahl der Leser klein. Und wer hofft, den Tourenführer jedenfalls im Netz zu finden, der wird enttäuscht. Dort gibt es nur einen winzigen Teaser, der die Hälfte der ersten Tour zeigt. Gps-Dateien der Touren werden nicht angeboten.

Unangenehm fällt ebenfalls auf, dass der Radführer als Imagebroschüre für die Bezirksstadträtin Martina Schmiedhofer (Grüne) gestaltet ist. Im Grußwort auf der Seite drei wird sie groß ins Bild gerückt und  auf vier weiteren Bildern werden die Taten der Bezirksstadträtin Martina Schmiedhofer gepriesen. Peinlich. Ein Euro ist dennoch gut investiert für Leute, die kürzere Radtouren durch das alte Westberlin machen möchten und sich für Architektur, Kunst und Gartenbau am Rande der Strecke interessieren.

Charlottenburg-Wilmersdorf per Rad erkunden (Leseprobe) (pdf-Datei)

Radfahrerin #3: Bärbel, 30, Berlin-Kreuzberg

Donnerstag, 25.02.2010

mini-right-barbel-30-berlin-kreuzberg.JPG

Was für ein Rad fährst Du?

Ein Münster. Ein sogenanntes “Sorglos-Fahrrad”

Was bedeutet Dir dein Fahrrad?

Ich habe mein Fahrrad sehr lieb. Es ist mir ein treuer Begleiter. Ich mochte Fahrräder schon immer und ich fahre gerne Fahrrad.

Wie benutzt Du Dein Fahrrad?

Ich setze mich drauf und radel los. Dahin, wo ich will, immer im Alltag.

Wie pflegst Du Dein Fahrrad?

Ehrlich gesagt…. gebe ich ihm viel Liebe, hauptsächlich, und sage ihm, dass es ein gutes Fahrrad ist.

Und manchmal Öl!

Was könnte die Situation für FahrradfahrerInnen verbessern?

Dass der Schnee weggeht. Und dass die abbiegenden Autos in den Rückspiegel gucken, ehe sie abbiegen.

Fahrrad-Touren-Kalender NRW

Mittwoch, 24.02.2010

Den deutschlandweit größten Internet-Kalender für geführte Radtouren hat jetzt der ADFC Nordrhein-Westfalen ins Netz gestellt. Täglich wird der Radtourenkalender erweitert, heute sind es 2028 Touren, von denen mehr als 2000 bis zum 31. Dezember diesen Jahres angeboten werden. Wer mitradeln will, kann aus 158 Startpunkten im Lande wählen, pro Tag stehen bis zu 19 unterschiedliche Touren zur Verfügung, immer mehr davon mit GPS-Daten fürs Fahrrad-Navi. Die kürzeste Strecke zählt 15 Kilometer, die längste 160. Für die längste Mehrtagestour muss man sich schon Zeit nehmen und Puste haben. Sie führt von Enger (Herford) an 15 Tagen über 1.100 km bis nach Wien.

Mit Ausnahme der mehrtägigen Fahrten, die eine verbindliche Anmeldung erfordern, ist die Teilnahme für ADFC-Mitglieder in der Regel kostenlos, Nicht-Mitglieder zahlen wenige Euro.

ADFC: Geführte Radtouren in NRW

Bikepoloschläger

Mittwoch, 24.02.2010

Designer Philipp Drexler hat einen Bikepoloschläger zur Produktreife entwickelt und wird ihn ab April 2010 zum Preis von 27 Euro vertreiben. Der Kopf des Schlägers besteht aus extrem zähem, hartem und abriebfestem Polyamid. Der Stock ist ein klassischer Skistock aus hochwertigem Aluminium und damit leicht und stabil. Verschraubt werden Kopf und Stock mit gebogenen Speichen und Speichennippeln. Die Speichen werden bei der Montage angezogen, durch die Vorspannung kann sich die Verschraubung nicht von selbst lockern. Es entsteht ähnlich wie bei Laufrädern eine elastische aber steife Verbindung. Da jeder seine bevorzugte Schlägerlänge hat, werden die Schläger in Einheitslänge hergestellt und können dann selbst abgelängt werden.
Poloschläger
[via]

bikepoloschlaeger.jpg

Naviki - Wege verbinden

Dienstag, 23.02.2010

Naviki ist ein neuer Fahrrad-Routenplaner für Deutschland. Einerseits können Radfahrer bei Naviki selbst empfehlenswerte Strecken veröffentlichen und eine Sammlung ihrer Fahrrad-Aktivitäten erstellen. Andererseits bezieht Naviki Radrouten öffentlicher Träger (z.B. Kommunen, Regionen, Touristiker) ein. Naviki nutzt innovative, speziell für das System entwickelte Technologien und will das Radfahren noch attraktiver machen!

Das Prinzip von Naviki ist einfach: Start- und Zielpunkt eingeben und schon errechnet die Software daraus eine zum Radfahren besonders attraktive Route. In einem kleinen Kasten rechts neben der Routenübersicht werden weitere Infos zur gewünschten Fahrradroute eingeblendet, etwa die Länge der Strecke, die voraussichtliche Fahrzeit (bei einer Geschwindigkeit von 15 kmh), die zu bewältigenden Höhenmeter so wie ein Höhenprofil. Darüber hinaus kann man die Route als gps-Datei in unterschiedlichen Formaten herunterladen und eine Wegbeschreibung ausdrucken. Später soll es auch möglich sein, verschiedene Punkte zu einer Wunschroute zu verbinden. Bei mir hat das auf dem Firefox noch nicht geklappt, aber Naviki ist ja auch noch eine Betaversion und wird weiterentwickelt.

Auf der Technologiemesse CeBIT wird Niviki ein kostenloses iPhone-App vorstellen, mit dem es möglich ist, von unterwegs eine Fahrradroute abzurufen. Nach und nach soll das Programm auch für andere Betriebssysteme erscheinen.

Mir selbst ist nicht ganz klar, aufgrund welcher Datenbasis Naviki Wegstrecken errechnet. Gibt man zum Beispiel die Orte Oranienburg und Zehdenick als Start und Ziel ein, errechnet das System eine reativ kurze Streke abseits der Hauptverkehrsstraßen. Die parallele und nur geringfügig längere Route zwischen den beiden Orten auf dem Radweg Berlin Kopenhagen ignoriert das System jedoch.

Nawiki
Naviki-Blog

Auto-Reporter ärgert sich über Fahrradkongress

Dienstag, 23.02.2010

Gestern wurde in Berlin der Fahrradbranchenkongress vivavelo eröffnet. Zur Eröffnung sprach der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesverkehrsminister Jan Mücke und sagte: “Radverkehr ist ein wichtiger Bestandteil der städtischen Mobilität. Die Bedeutung des Fahrrades steigt. Deshalb werden wir den Nationalen Radverkehrsplan konsequent weiterentwickeln.”

Diese eher unspekatulären Sätze bringen den Auto-Reporter auf die Palme. Nach seiner Meinung ist es Zeit, die Legenden, die sich um das Fahrrad ranken, endlich einzureißen:

“Die Verkünder neuer Fahrradfreiheiten wollen partout nicht zur Kenntnis nehmen, dass das Rad einen Nachteil immer behalten wird: Sein Einsatz – wenn er denn vernünftig bleiben soll – bleibt wetterabhängig. Davon ist in den Lobpreisungen des Rades nie die Rede. Auch nicht davon, dass ein Drahtesel nur sehr eingeschränkt als Transportgefährt taugt. Kurzsichtige Nachhaltigkeitsfanatiker scheinen etwa die meist vollen Einkaufswagen nicht wahrzunehmen, die heutzutage aus Supermärkten geschoben werden. In der Stadt, auf dem Land, überall.

Der Eindruck verstärkt sich, als säßen diejenigen, die ganze Regierungsprogramme für die „nationale Förderung des Radverkehrs“ entwerfen, persönlich bestenfalls in der Freizeit oder im Urlaub mal im Fahrradsattel, haben aber keine Ahnung vom Fahrradalltag, der politisch motivierten Mobilitätsplanern vorschwebt.”

Das musste mal gesagt werden.

Auto-Reporter: Kommentar: Radfahren! – Prima „vivavelo“-Empfehlung

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