Radfahrer #4: Jaime, 28, Madrid-Carabanchel

Freitag, 12.03.2010

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 Was für ein Fahrrad fährst Du?

Ich fahre ein schwarzes, wunderschönes Fahrrad, das mir ein Freund ausgeliehen hat.

Was bedeutet Dir Dein Fahrrad?

Für mich bedeutet fahrradfahren Freiheit und Vergnügen.

Wie benutzt Du Dein Fahrrad?

Ich fahre immer, wenn ich mich bewegen muss. Ich fahre zur Arbeit, wenn ich welche habe, und wenn ich eine längere Strecke, mehr als fünf Minuten zu Fuß, gehen muss.

Wie pflegst Du Dein Fahrrad?

Wie soll ich das beantworten…. mit schlecht? Eigentlich schlecht. Ich kümmere mich nur um die Platten, die Bremsen und den Lenker.

Den Lenker?

Naja, wenn er ungerade ist, mache ich ihn gerade.

Was könnte die Situtation für FahrradfahrerInnen in Madrid verbessern?

Es wäre schön, wenn die Autos nicht in der Innenstadt fahren dürften. Auch, dass das Tempolimit niedriger wird, so dreißig km/h, maximal. In Madrid gibt es kaum Fahrradwege, das sollte sich auch ändern.

Freiburger Polizei ohne Video-Fahrrad

Donnerstag, 11.03.2010

Im Herbst 2006 kündigte die Polizei in Freiburg an, sie werde ab sofort ein Video-Fahrrad einsetzen, um radfahrende Verkehrssünder zu überführen. Nun berichtet die Badensche Zeitung, dass das Fahrrad nicht mehr im Einsatz ist. Seit der Einführung dieser Technik sind etwa 200 Verkehrsverstöße von Radfahrern dokumentiert worden. Die Polizisten meinen, dass der Aufwand für die Auswertung zu groß ist und dass ein durchschlagender Erfolg nicht gegeben war.

Der Hauptgrund für das Ende des Video-Fahrrads liegt nach Angaben der Polizei aber im Fehlen einer gesetzlichen Regelung. Da die Kamera permanent lief, wurden neben Verkehrssündern auch Menschen aufgenommen, die sich regelkonform verhalten. Die Badensche Zeitung: “Dies verletze das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (jeder bestimmt selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner Daten), erklärt der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Jörg Klingbeil.”

Wie die Zeitung berichtet, werden auch in Köln und Münster keine Video-Fahrräder eingesetzt.
Badensche Zeitung: Die Freiburger Polizei mottet ihr Video-Fahrrad ein

5000. Kommentar im Rad-Spannerei Blog

Mittwoch, 10.03.2010

Heute wurde von Alexander im Beitrag “Google Maps mit Fahrradrouting” der 5000. Kommentar geschrieben, darüber freuen wir uns sehr. Nach dem 1000. Kommentar vor knapp zwei Jahren ist die Zahl der Leute, die sich hier inhaltlich einbringen, deutlich gestiegen. Vielen Dank Alexander und vielen Dank an die vielen anderen konstruktiven und bereichernden Kommentierer. Ohne euch wäre das hier eine ziemlich öde Veranstaltung.

Wir wollen das zum Anlass nehmen und einen Überblick über die Fahrradbloggerszene versuchen, denn auch die Zahl der Blogs, die sich mit dem Radfahren beschäftigen, ist größer geworden. Diese Liste ist ganz sicher unvollständig. Wer weitere Seiten kennt, postet den Link bitte als Kommentar.

ADFC Bremen, Alltag eines Radfahrers, Bakfiets totaal, Berlin Fixed, berlinradler, Bike-Blog, clitical ass, Critical Mass Austria, Critical Mass Berlin, Critical Mass Leipzig, Cycleride-Blog, da isser …, Die Blog Oma, ein blog vom radler für radler, Ein Fahrrad namens Montezuma, Eisenschweinkader, Elektrofahrrad Blog, er sie andere, Fahrradportal Nationaler Radverkehrsplan, Fahrradreparatur und Fahrradwerkstatt, Highner, Bikes & Cologne, Holgers Blog, Interessengemeinschaft Fahrrad, Jakobs Blog, Johannes Hampels Blog, Johanns Fahrradblog, Keirin Berlin, Kinderfahrrad-Blog, ksued, les lanternes rouges, Liegeradtouren und Photographie, Medienecken und wasmirindensinnkommt, Mein Senf, Mit dem Fahrrad in und um Köln, Mountainbike Blog, Münchenierung, NavikiOhneAutounterwegs, People Powered, phil’s velo blog, Quis custodiet ipsos custodes?, r2-bike, Radfahren in Rendsburg, Radfahrers Lust & Frust, Radgaragen, Radgefahren, RadLE, Radlust im Siegerlandradpropaganda, Rauhe Sitten, Robin Feder, Rund ums Rad, Schwerlasttransport on Tour, Speak Louder, Spoony’s Bike Blog, Svenies Welt, Tessarakt, Toursprung, Umsatteln, velosophie, velowahnsinn, Veteranum Fahrradblog, Weser Radweg, Yeahpope.

Google Maps mit Fahrradrouting

Mittwoch, 10.03.2010

In der letzten Nacht hat Google Maps die neue Funktion Bike there freigeschaltet. Vorher war es bereits möglich, sich in der amerikanischen Version von Google Maps ein Routing für Kraftfahrzeugführer und Fußgänger anzeigen zu lassen. Darüber hinaus wird in einigen Städten in den USA die günstigste Nahverkehrsverbindung präsentiert. Neu ist nun ein Routing für Radfahrer, das heute auf dem Jahrestreffen der League of American Bicyclists von einem Google-Sprecher verkündet werden wird.

Hier ein Screenshot einer Fahrradverbindung innerhalb von Santa Cruz in Kalifornien, gemacht von Cyclelicious und hier der direkte Link zur Google Map mit der Fahrradverbindung. In den ersten Berichten wird die neue Funktion positiv bewertet. Jonathan Maus von BikePortland schreibt: “Ich habe das neue Feature in meiner Heimatstadt Portland ausprobiert und es scheint gut zu sein. Wenn ich das Bike-there-Häkchen setze, findet Google Maps automatisch Fahrradwege abseits großer Straßen wie am Waterfront Park Path oder auf dem Springwater Corridor Trail.”

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BikePortland: League confirms: Google Maps now has biking directions
Cyclelicious: Google Maps “Bike There” Is Now Live!

Freiwilliges Ökologisches Jahr beim ADFC

Mittwoch, 10.03.2010

Zum 1. September bietet der ADFC Baden-Württemberg zwei Plätze im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) an. Das FÖJ wird koordiniert von der Landeszentrale für politische Bildung. Die Teilnahme dauert genau 12 Monate, also bis zum 30.08.2011. Für Bewerber, die von weiter her kommen, bietet der ADFC Unterkunft in einer eigenen Dienstwohnung in Stuttgart an. Seit Februar 2010 läuft das Bewerbungsverfahren im Internet, Ende April finden Bewerbungsgespräche beim ADFC statt.

Wer beim ADFC in Stuttgart ein FÖJ macht, erfährt eine ganze Menge über das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel, über Radreisen (und deren Organisation), über Kommunikation (mit den ADFC-Aktiven in den Orts- und Kreisgruppen im Land - aber auch am Messestand im Gespräch mit dem interessierten Publikum) und sogar über politische Einflussnahme.

ADFC Baden-Württemberg: Freiwilliges Ökologisches Jahr - jetzt bewerben!

Fahrrad abstellen verboten!

Dienstag, 09.03.2010

Gesehen in der Fahrradstadt Erlangen.
Originaltitel: Verboten?
Fotograf: Stanley Goodspeed
Stanley Goodspeed – Fotografie aus Schwabach

Fahrradfähren in Amsterdam

Montag, 08.03.2010

Gleich hinter dem Hauptbahnhof von Amsterdam legen die Fahrradfähren ab, die das Zentrum der Stadt mit Amsterdam Nord verbinden. Die Fähren über den einige hundert Meter breiten Nordseekanal dürfen nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden. Der folgende kleine Film von einem Freitagnachmittag im Februar 2010 zeigt, wie rege die Fähren von Radlern genutzt werden.

Diamant-Stadtrad - liebevoll restauriert

Freitag, 05.03.2010

Ein Stadtrad (Diamant, Baujahr geschätzt Anfang der 90er Jahre) wurde stilvoll aufgemöbelt. Der originale gemuffte Stahlrahmen wurde für 100,- Euro pulverlackiert und weitere 360,- Euro für neue Teile investiert. Hier ein Detail des Gepäckträgers mit Standrücklicht von Busch und Müller und Stahlschutzblech mit Rockschützer. Viele weitere Fotos des schönen Fahrrads im
Flickr-Set: Diamant Stadtrad
Fotograf: HydaspisChaos

Strike Bike - Die Doku

Donnerstag, 04.03.2010

Am 10. Juli 2007 besetzten die Kollegen der Fahrradfabrik Bike Systems aus Nordhausen in Thüringen ihren Betrieb, nachdem man ihnen gekündigt hatte und mitteilte, dass ausstehende Löhne nicht bezahlt werden könnten. Der Protest dauerte 115 Tage, als Höhepunkt produzierten die Streikenden 1800 Strike Bikes.

Im Zentrum der Dokumentation „Strike Bike – Eine Belegschaft wird rebellisch“ stehen die Arbeiterinnen und Arbeiter von Bike Systems. Sie kommen selbst zu Wort und erzählen ihre Geschichte. Sie berichten über die Schwierigkeit, eine Betriebsbesetzung zu organisieren und wie die Idee geboren wurde, das Strike Bike zu produzieren. Die Dokumentation von Robert Pritzkow, Laines Rumpff und Jan Weiser hatte im Mai 2008 Premiere. Hier kommt sie in voller Länge.

Strike Bike
Laufzeit: 45:08 Minuten
Die DVD Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch kann man zum Preis von 12,80 Euro je Stück inklusive Porto und Verpackung über die Homepage des Neuen ISP Verlages bestellen.

Quelle: kanalB

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Fahrradlicht

Mittwoch, 03.03.2010

Fahrradlicht bleibt ein Dauerthema. Anfang Dezember hatten wir hier gemeldet, dass eine batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung ab dem 1. Januar 2010 legal sei. Wie aus den Kommentaren zu dem Beitrag bereits hervorgeht, war die Meldung falsch. Der Gesetzgeber hat Anfang des Jahres alles beim schlechten alten belassen.

Um das Kuddelmuddel bei der Fahrradbeleuchtungsfrage geht es auch in einem Beitrag von Holger Dambeck bei SpiegelOnline: Erleuchtung auf zwei Rädern gesucht. Dambeck beschreibt anschaulich, wie antiquierte gesetzliche Vorschriften gepaart mit maroder Technik zu einer katastrophal niedrigen Beleuchtungsquote bei Fahrrädern führt. Nicht immer zielführend aber interessant sind auch die mehr als hundert Kommentare.

SpiegelOnline: Erleuchtung auf zwei Rädern gesucht

Mit dem Rad zur Arbeit

Mittwoch, 03.03.2010

Wie in jedem Jahr wird 2010 die Kampagne Mit dem Rad zur Arbeit durchgeführt. Die von der AOK, dem ADFC und einschlägigen Bundesministerien getragene Aktion will die Bundesbüprger animieren, von Juni bis August das Fahrrad für den Weg zur Arbeit zu nutzen.

Auch in anderen Ländern wird für das Fahrrad als Verkehrsmittel geworben. Locker und positiv kommt die ungarische Werbung herüber: “Mindenki járhat biciklivel dolgozni. Bringázz a munkába te is!” Auf deutsch: “Jeder kann mit dem Rad zur Arbeit fahren! Du auch!”
[via]

Der Winter ist vorbei, es wird wieder eng überholt

Dienstag, 02.03.2010

“Allerdings die Dosenfahrer hat auch irgendwie der Wetterumschwung gebissen. Mehrmals angehupt und geschnitten worden. So schlimm war es lange nicht mehr.”

“Kann ich voll und ganz bestätigen, heute morgen nur Brötchen geholt (1km einfache Strecke)… Auf dem Hinweg von einer S-Klasse 2 mal angehupt und dann trotz Gegenverkehr mit ca. 10 cm Abstand zwischen Spiegel und Lenker überholt worden und auf dem Rückweg von nen Fiesta ähnlich knapp geschnitten… ”

“In Berlin seit ca. Donnerstag. Einer mit so ‘nem historischen, zugegeben hübsch in Schuß gehaltenen Teuerwagen hat mich auch prompt gestreift. Zwei oder drei Ampeln später beim Vorbeischlängeln dann gesehen, dass er sich dabei ‘ne hübsche Schramme einmal längs lang vom Bügelschloß geholt hat. Tja, so kann’s kommen… ”

“Bei mir waren es am Samstag schätzungsweise 20 cm, dafür auf einer Landstraße mit gut und gerne 50 km/h Geschwindigkeitsdifferenz. Gegenverkehr, durchgezogene Mittellinie, und ich klebte nicht am Fahrbahnrand. Trotz des Schocks konnte ich mir das Kennzeichen merken – lohnt sich da eine Anzeige?”

(aus: de.rec.fahrrad)

Fahrradkonzert in Potsdam

Dienstag, 02.03.2010

Eine Reise auf dem Fahrrad um die Welt an einem Tag, an 22 Orten, mit 13 Konzerten, diversen Schloss-, Museums- und Gartenbesichtigungen in und um ganz Potsdam kann man im kommenden Sommmer erleben. Am Sonntag, dem 20. Juni 2010 ab 11:30 Uhr wird in der brandenburgischen Landeshauptstadt an vielen Orten musiziert. Die Radfahrer stellen sich aus der Fülle von Angeboten eine eigene Konzertroute zusammen. Alle Programme dauern etwa 30 Minuten und werden regelmäßig wiederholt. Die Tickets kosten 20,- Euro, für Kids bis 14 Jahren nur 2,- Euro.
Musikfestspiele Potsdam: Fahrradkonzert

Reisefahrradversicherung

Dienstag, 02.03.2010

Das Versicherungsunternehmen MDT bietet ab dem 1. März 2010 eine Versicherungslösung für Fahrräder auf Reisen an. Im Basispaket wird ein Rad bei Diebstahl maximal bis zu einem Kaufpreis von 4000,- Euro ersetzt, aber auch notwendige Reparaturen am Fahrrad werden ersetzt. Eine Premium-Variante schließt darüber hinaus das Gepäck des Fahrradtouristen sowie die entsprechende Unfall- und Haftpflichtversicherung ein. Man kann wählen, ob man für eine begrenzte Zeit (21 Tage) oder ganzjährig (bis zu 42 Tagen pro Reise) versichert ist. Die günstigste Fahrradversicherungsvariante kostet 38,- Euro für den Kunden bei einer Vermittlung über Reisebüros.
MDT: Fahrradversicherung (pdf-Dokument)

Autoairbags für Radfahrer

Montag, 01.03.2010

Das schwedisch-amerikanische Unternehmen Autoliv will in diesem Jahr in den Niederlanden ein Airbagsystem für Fahrradfahrer testen. Wenn alle Autos in Europa mit Airbags an der Außenseite des Fahrzeugs ausgestattet wären, könnte man Hunderten von Radfahrern das Leben retten. Die Firma hofft, dass man ab 2015 einen solchen Airbag zur Produktionsreife bringen kann. Das Airbag-System soll selbständig erkennen können, wann eine Kollision mit einem Radfahrer unvermeidlich ist.

Zur Entwicklung des Airbags für Radfahrer wurden Aufprallversuche zwischen Radfahrern und Autos ohne ein solches System durchgeführt. Insgesamt sechs der tausendfach verlangsamten Videos wurden gerade bei Youtube ins Netz gestellt. Im folgenden die Kollision zwischen einem Radfahrer und einem Auto, das mit 45 Kilometer pro Stunde unterwegs ist. De Radler fährt 11 kmh.  Der Kopf des Radfahrers zerbrach im Test die Windschutzscheibe. Hier die weiteren Videos der Aufprallversuche mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Aufprallwinkeln und unterschiedlicher Perspektive.

Quelle: Fietsnieuws: Proef met airbag voor fietsers

Update 03.03.2010: Die sechs Videos bei Youtube wurden ebenso wie der Benutzername wieder gelöscht.

Radfahrerin #3: Bärbel, 30, Berlin-Kreuzberg

Donnerstag, 25.02.2010

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Was für ein Rad fährst Du?

Ein Münster. Ein sogenanntes “Sorglos-Fahrrad”

Was bedeutet Dir dein Fahrrad?

Ich habe mein Fahrrad sehr lieb. Es ist mir ein treuer Begleiter. Ich mochte Fahrräder schon immer und ich fahre gerne Fahrrad.

Wie benutzt Du Dein Fahrrad?

Ich setze mich drauf und radel los. Dahin, wo ich will, immer im Alltag.

Wie pflegst Du Dein Fahrrad?

Ehrlich gesagt…. gebe ich ihm viel Liebe, hauptsächlich, und sage ihm, dass es ein gutes Fahrrad ist.

Und manchmal Öl!

Was könnte die Situation für FahrradfahrerInnen verbessern?

Dass der Schnee weggeht. Und dass die abbiegenden Autos in den Rückspiegel gucken, ehe sie abbiegen.

Bikepoloschläger

Mittwoch, 24.02.2010

Designer Philipp Drexler hat einen Bikepoloschläger zur Produktreife entwickelt und wird ihn ab April 2010 zum Preis von 27 Euro vertreiben. Der Kopf des Schlägers besteht aus extrem zähem, hartem und abriebfestem Polyamid. Der Stock ist ein klassischer Skistock aus hochwertigem Aluminium und damit leicht und stabil. Verschraubt werden Kopf und Stock mit gebogenen Speichen und Speichennippeln. Die Speichen werden bei der Montage angezogen, durch die Vorspannung kann sich die Verschraubung nicht von selbst lockern. Es entsteht ähnlich wie bei Laufrädern eine elastische aber steife Verbindung. Da jeder seine bevorzugte Schlägerlänge hat, werden die Schläger in Einheitslänge hergestellt und können dann selbst abgelängt werden.
Poloschläger
[via]

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Naviki - Wege verbinden

Dienstag, 23.02.2010

Naviki ist ein neuer Fahrrad-Routenplaner für Deutschland. Einerseits können Radfahrer bei Naviki selbst empfehlenswerte Strecken veröffentlichen und eine Sammlung ihrer Fahrrad-Aktivitäten erstellen. Andererseits bezieht Naviki Radrouten öffentlicher Träger (z.B. Kommunen, Regionen, Touristiker) ein. Naviki nutzt innovative, speziell für das System entwickelte Technologien und will das Radfahren noch attraktiver machen!

Das Prinzip von Naviki ist einfach: Start- und Zielpunkt eingeben und schon errechnet die Software daraus eine zum Radfahren besonders attraktive Route. In einem kleinen Kasten rechts neben der Routenübersicht werden weitere Infos zur gewünschten Fahrradroute eingeblendet, etwa die Länge der Strecke, die voraussichtliche Fahrzeit (bei einer Geschwindigkeit von 15 kmh), die zu bewältigenden Höhenmeter so wie ein Höhenprofil. Darüber hinaus kann man die Route als gps-Datei in unterschiedlichen Formaten herunterladen und eine Wegbeschreibung ausdrucken. Später soll es auch möglich sein, verschiedene Punkte zu einer Wunschroute zu verbinden. Bei mir hat das auf dem Firefox noch nicht geklappt, aber Naviki ist ja auch noch eine Betaversion und wird weiterentwickelt.

Auf der Technologiemesse CeBIT wird Niviki ein kostenloses iPhone-App vorstellen, mit dem es möglich ist, von unterwegs eine Fahrradroute abzurufen. Nach und nach soll das Programm auch für andere Betriebssysteme erscheinen.

Mir selbst ist nicht ganz klar, aufgrund welcher Datenbasis Naviki Wegstrecken errechnet. Gibt man zum Beispiel die Orte Oranienburg und Zehdenick als Start und Ziel ein, errechnet das System eine reativ kurze Streke abseits der Hauptverkehrsstraßen. Die parallele und nur geringfügig längere Route zwischen den beiden Orten auf dem Radweg Berlin Kopenhagen ignoriert das System jedoch.

Nawiki
Naviki-Blog

Helmpflicht für Fahrradkuriere durch die Hintertür?

Dienstag, 23.02.2010

In letzter Zeit behaupten einige Juristen, dass Fahrradfahrer bei einem Unfall ein Mitverschulden an ihren Verletzungen tragen, wenn sie keinen Helm tragen - jedenfalls dann, wenn sie zu einer angeblich besonders gefährdeten Gruppe unter den Radfahrern gehören. Dazu zählt man bisher Kinder und Rennradfahrer.

Nun ist gerade die 21. Neuauflage eines Kommentars zum Straßenverkehrsrecht von den Autoren Burmann, Heß, Jahnke und Janker erschienen. Darin behauptet Helmut Janker, Professor für Strafrecht, Verkehrsrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht, dass auch Fahrradkuriere “einem besonderen Risiko” unterlägen und sie müssten deshalb im Falle des Unfalls ein Mitverschulden tragen, wenn sie keinen Helm aufhatten. Wörtlich heißt es: “Auch Fahrradkuriere unterliegen idR einem besonderen Risiko und sind deshalb einem Mitverschuldensvorwurf ausgesetzt.”

Belege? Fehlanzeige, das wird einfach unterstellt. Wenn beim nächsten Prozess ein Urteil unter Verweis auf Jankers Kommentar gesprochen wird, schließt sich der Kreis.

Quelle: Janker in Burmann Heß Jahnke Janker, Straßenverkehrsrecht , 21. Auflage, § 21a StVO, Randnummer 7a, Seite 348

Jeder kann Fahrräder zeichnen

Montag, 22.02.2010

Zu meinen liebsten Fahrradzeichnern gehört Mawil, dessen Comics regelmäßig in der Sonntagausgabe des Tagesspiegel gedruckt erscheinen. Gestern konnte man die traurige Geschichte vom poor lonesome Cowboy lesen, der sein Pferd / Fahrrad erschießen muss.
Hier gibt uns Mawil einen Schnellkurs im Fahrradzeichnen, in 13 einfachen Schritten zum hundertprozentigen Erfolg. Inklusive Bonuscomic: How to draw a Mädchenfahrrad. Ein Klick auf das Bild macht den Fahrradcomic groß.

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Homepage Mawil

70.000 km…

Samstag, 20.02.2010

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Obwohl erst nach einem Verlust eines Drittels der Zähne die Kette durchrutsche, wollte der Besitzer (ein Fahrradkurier) dieses Kettenblatt ‘vorzeitig’ tauschen lassen.

Jour de fête

Donnerstag, 18.02.2010

Ausschnitt aus dem Spielfilm Jour de fête des französischen Regisseurs Jacques Tati.

Marktanteile des Fahrrads in Europa

Donnerstag, 18.02.2010

In den Niederlanden beträgt der Fahrradanteil am Modal Split etwa 26%. In Hollands Top-Städten liegt der Radleranteil zwischen 35 und 40%, Städte mit der geringsten Radfahrdichte erreichen zwischen 15 und 20 Prozent.

In Dänemark ist der Fahrradanteil 15 bis 20%, in Städten liegt der Modal Split durchweg bei 20%. Größere Fahrradanteile gibt es nur in Odense (26%) und Kopenhagen (32%).

In Deutschland werden etwa 10% aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die westlichen Bundesländer, speziell Nordrhein-Westfalen, erreichen höhere Anteile als der Bundesdurchschnitt. Nach Münster und Freiburg gibt es eine Reihe von Städten mit einem Radfahreranteil zwischen 20 und 30 Prozent. In anderen Bundesländern ist der Radverkehr keinesfalls abwesend, in Berlin zum Beispiel werden annähernd zehn Prozent aller Fahrten mit dem Rad gemacht.

In Belgien liegt der Radleranteil bei nicht mehr als 8 Prozent. In vielen Städten in Flandern kommt der Anteil der Biker dem in Ghent nahe, der bei 15 Prozent liegt.

In Schweden liegt die Fahrradnutzung bei durchschnittlich 7% aller Fahrten, in Städten bei etwa 10% aller Trips. In der kleinen Stadt Västerås mit 115.000 Einwohnern fahren 33% mit dem Rad.

Großbritannien kommt auf einen Fahrradanteil von nur 2%, in London liegt er sogar geringfügig darunter. Allerdings gibt es ebenfalls Orte mit einem höheren Fahrradgebrauch. York und Hull liegen bei 11% und Oxford und insbesondere Cambridge werden Werte nahe 20% erreicht.

Irland liegt bei drei bis 4% ohne Außreißer nach oben und unten, Dublin zum Beispiel hat höchstens 5% Fahrradverkehr.

In der Tschechischen Republik gibt es ebenso wie in anderen osteuropäischen Ländern wenige Städte mit nennenswertem Radverkehr, allerdings kommen Ostrava, Olomouc und Ceské Budejovice auf Werte zwischen 5 und 10%.

Österreich hat einen durchschnittlichen Fahrradanteil von 9% mit den Topstädten Graz (14%) und Salzburg (19%).

In der Schweiz liegt der Fahrradanteil durchschnittlich bei 11%, die aktivsten Radfahrer wohnen in Bern (15%), Basel (17%) und besonders in Winterthur (etwa 20%).

In Frankreich fahren nur 5% aller Menschen Rad, am höchsten ist der Fahrradgebrauch noch in Straßburg (12%) und Avignon (10%).

Obwohl in Italien ebenfalls nur durchschnittlich 5% aller Fahrten mit dem Fahrrad durchgeführt werden, können einige Orte deutlich bessere Werte vorweisen. Parma hat 15%, Ferrara sogar 30% und in Florenz fahren mehr als 20 Prozent mit dem Fahrrad.

Mehr oder weniger direkte Übersetzung aus der Fietsberaad-Publikation Bicycle policies of the European principals: continuous and integral (pdf-Dokument) von Dezember 2009, Seite 11f

Fahrrad als Werbeträger

Donnerstag, 18.02.2010

Die Firma Wheelposter verkauft Plakatträger speziell für die Montage auf Fahrrädern. Durch verschiedene Befestigungsmöglichkeiten auf dem Gepäckträger ist der Werbeträger fest am Fahrrad montiert. Die Bodenplatte des Wheel-Posters läßt sich mit Kabelbindern sicher am Gepäckträger montieren und wahlweise zusätzlich oder anstelle mit einer Gegenplatte samt 3 diebstahlhemmenden Sicherheitsschrauben befestigen. Die mobilen Werbeflächen haben die Größe A4, A3 sowie A2 und kosten zwischen 149,- und 189,- Euro.

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Wheelposter

Radfahrerin mit übernatürlichen Kräften

Mittwoch, 17.02.2010

Der General-Anzeiger ist eine regionale Tageszeitung  im Großraum Bonn. Eigentlich scheint der Schwerpunkt der Zeitung die solide Lokalberichterstattung zu sein. Gestern war allerdings eine geradezu unglaubliche Meldung zu lesen.

Unter der Überschrift “Filmreifer Stunt: Radfahrerin wird beinahe von Lieferwagen überrollt” berichtet das Blatt von einem Unfall zwischen einer Radfahrerin und einem Lieferwagen. Eine 46-jährige Frau war in der Berrenrather Straße in Köln-Sülz mit dem Rad unterwegs, verlor die Kontrolle über ihr Fahrrad und stürzte zu Boden. Ihr Pech: direkt darauf folgte der Lastwagen.

“Ich habe gesehen, wie der Lieferwagen mein Fahrrad überrollte. Meine letzte Chance nicht überrollt zu werden, sah ich darin, meine Beine in die Luft zu heben und mich mit voller Kraft gegen die Stoßstange des Lastwagens zu stemmen”, sagte die Frau laut General-Anzeiger.

In dieser Haltung sei sie auf dem Rücken liegend noch mehrere Meter über den Asphalt gerutscht, bis der erschrockene 25-jährige Fahrer sein Fahrzeug endlich stoppen konnte. Wie durch ein Wunder sei die Radfahrerin bei dem Unfall unverletzt geblieben.

General-Anzeiger online: Filmreifer Stunt: Radfahrerin wird beinahe von Lieferwagen überrollt

Fahrradpostkarten

Dienstag, 16.02.2010

Ungefähr einmal im Jahr legt die Rad-Spannerei eine kleine Serie von Fahrradpostkarten auf. Für die neue Reihe haben Ella, Natalie Kronen, Magnús Pálsson, Silke Schmidt, Tigrowna und andere ein Motiv beigesteuert. Im Bild der Fahrradgott von Natalie Kronen.

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Wer den gesamten Satz von acht Fahrradpostkarten umsonst und frei Haus möchte, schreibt einen Kommentar. Bitte im Kommentar keine Anschrift nennen, sondern nur darauf achten, dass ihr eine funktionierende Mailadresse angebt, damit wir euch erreichen können. An die ersten zehn geht morgen ein Brief raus. Alle anderen bekommen die Karten gratis bei uns in der Werkstatt und im Laden, solange der Vorrat reicht.

Radfahrer #2: Till, 32, Berlin-Neukölln

Freitag, 12.02.2010

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Was für ein Rad fährst Du?

Oh, ein sehr spezielles Rad, Marke Eigenbau. Es fährt sich sehr gut. „Single-Speed“ - also ich habe keine Gänge, die braucht man ja hier in Berlin auch nicht. Eine Sparversion, was die Technik angeht, aber dafür leichtgängig.

Was bedeutet Dir dein Fahrrad?

Sehr viel! Eigentlich bewege ich mich mehr mit dem Fahrrad als zu Fuß. So ab 200 Metern bereue ich es schon, das Fahrrad nicht dabei zu haben. Und darum muss das Fahrrad dann auch fahren. Wenn das Fahrrad nicht fährt, dann fängt der Tag schlecht an.

Wie benutzt Du Dein Fahrrad?

Hauptsächlich fahre ich damit. Bei Angriffen kann man es auch zur Abwehr nehmen aber ich bin ja Pazifist, also dann doch mehr zum Radfahren.

Wie pflegst Du Dein Fahrrad?

Ich habe es kürzlich erst geputzt, weil jetzt ja so viel Salz auf der Straße liegt. Und sonst: Unterschiedlich. Je nach Gemütszustand mal mehr und mal weniger.

Was könnte die Situation für FahrradfahrerInnen verbessern?

Naja, weniger Autos natürlich!

Ed van der Elsken: Fietsen

Donnerstag, 11.02.2010

Ed van der Elsken (* 10. März 1925  in Amsterdam; † 28. Dezember 1990 in Edam) war ein holländischer Photograph und Filmemacher.

In den frühen 1950er Jahren wurde er mit Ausstellungen im Museum of Modern Art, New York, dem Art Institute of Chicago, dem Walker Art Centre, Minneapolis, dem Stedelijk Museum, Amsterdam oder der Bibliothèque Nationale de France, Paris bekannt. Zeit seines Lebens nutzte er die Stadt und Straße als seine Bühne und fotografierte das sich dort abspielende Leben. Er interessierte sich für das Zusammenspiel von Mensch und Umgebung. Seine professionelle Ausbildung begann er als Bildhauer, die er jedoch abbrach. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich dann der Fotografie zu.

Der Schwarz-Weiß-Film Fietsen aus dem Jahr 1965 zeigt Radfahrer aus Amsterdam.
Homepage Ed van der Elsken
Wikipedia über Ed van der Elsken
[via]

Das Stuttgarter Fahrradwegenetz

Donnerstag, 11.02.2010

Mehrere Millionen Euro, so heißt es, stehen im Stuttgarter Stadthaushalt trotz Wirtschaftskrise und massiver Steuereinbußen bereit, um das weitreichende Stuttgarter Radwegnetz noch weiter auszubauen. Vermutlich soll das ohnehin schon viel zu groß geratene und den Autoverkehr in seiner Freiheit beschneidende Angebot an Radwegen überflüssigerweise mit Seitenleitplanken, Ampeln und Fußbodenheizung ausgestattet werden. Dieser erschütternde Film zeigt, wie gut es den Fahrradfahrern in Stuttgart bisher bereits geht und lässt den Betrachter mit der Frage zurück, ob die vielen Millionen nicht an anderen Stellen sinnvoller eingesetzt werden könnten…

Ein Video des Kabarettisten Nils Heinrich.
[via]

Witz des Tages

Mittwoch, 10.02.2010

Linkskurve, Gegenverkehr nicht einsehbar, leichtes Schneetreiben knapp 40km/h.
Hinter mir ein Auto mit geringem Abstand, als die Fahrbahn wieder einsehbar ist gebe ich kurz Handzeichen, dass er überholen kann. Er setzt an zum Überholen, fährt neben mir im Gegenverkehr (unter 1m Abstand), lässt die Scheibe runter, schaut zu mir und brüllt: ”Das ist lebensgefährlich, was Sie machen!”. Gibt Gas und ist weg.

Ich glaube so etwas würde ich Chuzpe nennen…
Na immerhin hat er mich gesiezt.

aus: OhneAutounterwegs

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