Eurobike 2010

Donnerstag, 02.09.2010

Seit gestern findet in Friedrichshafen am Bodensee die 19. Eurobike statt, Europas führende Messe für alles, was man aus Stahl, Alu und Carbon bauen kann und mit zwei Rädern ohne Benzinmotor fährt. Auf der Messe sind 1100 Aussteller aus 42 Ländern auf mehr als zehn Hektar Ausstellungsfläche vertreten. Es werden mehr als 35.000 Fachbesucher aus 69 Ländern erwartet.

Angesichts von tausenden Neuvorstellungen ist es fast willkürlich, Trends auszumachen. Uns fiel aber auf, dass das Design von Rädern sich immer stärker am klassischen Fahrraddesign der 40er und 50er Jahre orientiert, kombiniert mit aktuellen Komponenten und vielen bunten bobonmäßigen Farben. Verglichen mit der letzten Eurobike zeigen die Hersteller in diesem Jahr deutlich mehr Räder aus Stahl, was uns als Stahlrahmenfreunde natürlich freut. Besonders italienische Rennradbauer werden 2011 eine ganze Serie von Stahlbikes im Angebot haben, wo  es bisher außer Carbon- und Aluvelos meist nur ein Alibirad aus Stahl gegeben hat. Ebenfalls ein Trend sind riemengetriebene Fahrräder. Waren im letzten Jahr die Riemenantriebe noch die Exoten, so sind es nun Dutzende von Fahrradbauern, die ein oder mehrere Modelle mit Riemenantrieb präsentieren. Die dazugehörenden Fahrradrahmen orientieren sich an gewöhnlichen Fahrradrahmen für Kettenantrieb, haben aber natürlich eine Möglichkeit, den Rahmen zu öffnen. Nahezu jeder Hersteller zeigt dafür eine Eigenentwicklung, entweder lässt sich der Rahmen am Ausfallende öffnen oder an der Hinterbaustrebe.

Ob die Kettenschaltung über kurz oder lang ausstirbt, bleibt die Frage, sicher aber sind Nabenschaltungen im Vormarsch. Shimano zeigt die 11-Gangnabe, kleinere Hersteller haben sogar Nabenschaltungen mit bis zu 18 Gängen im Angebot.

Wir stürzen uns nun wieder ins Messegetümmel, am ersten Tag haben wir nur zwei von elf Messehallen geschafft.

Werbung für Radfahren

Freitag, 27.08.2010

Transport of London macht wieder positive Werbung für die innerstädtische Fortbewegung via Fahrrad, nicht ideologisch, nicht mit dem Zeigefinger.

via de.rec.fahrrad

Street View Trike in der Lüneburger Heide

Donnerstag, 26.08.2010

Die Aufregung um Street View scheint sich ein wenig zu legen. Derweil ist Google weiter dabei, Straßen zu scannen. Parks, Zoos, Fußgängerzonen, Unicampus und andere Orte, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind, werden mit einem Google-Dreirad absolviert, wie hier im Vergügungszentrum Heidepark. Die ganze Dreiradkonstruktion samt Kamera wiegt 114 Kilogramm, da braucht es schon kräftige Oberschenkel.
Google Watch Blog: Street View Trike in Deutschland (…) gesichtet

google-dreirad.jpg

Trend zum Zweitfahrrad

Dienstag, 24.08.2010

Johannes Hampel entdeckt den Trend zum Neuntfahrrad und macht das an Restaurantleiter Andreas Lindner (42) aus Friedrichshain fest, der in der Bildzeitung bekennt, dass er einen Fuhrpark von neun Fahrrädern besitzt, darunter ein Cannondale-Rennrad zum Preis von 3800 Euro. Hampel zählt bei sich im Hof nach und kommt auf vier Fahrräder. Ich selbst bin jahrzehntelang mit einem Fahrrad für alle Zwecke ausgekommen, seit letztem Winter habe ich neben meiner Kiezgurke ein Reiserad. Ist es wirklich so, dass mensch mehrere Räder benötigt?
Johannes Hampel: Trend zum Neuntfahrrad bereits eindeutig erkennbar?

Ai WeiWei: Forever Bicycles

Montag, 23.08.2010

Ai WeiWei ist einer der bekanntesten chinesischen Künstler. Im Jahr 2003 hat Ai WeiWei die Installation Forever Bicycles geschaffen, die er aus 42 Fahrrädern zusammensetzte. Forever Bicycles ist ebenfalls der Name einer chinesischen Fahrradmarke, die im Jahre 1940 in Shanghai gegründet wurde und noch heute zu den wichtigsten Fahrradherstellern des Landes zählt. Fahrräder der Marke Forever Bicycles waren ein Prestigeobjekt in China. Wer ein fahrendes Statussymbol besitzen wollte, der kaufte sich im China der 60er und 70er ein Forever Bicycles. Das neue Statussymbol in China ist ein Auto. Ai WeiWeis Installation als Abgesang der Fahrradkultur in China.

chineast: Forever Bicycles, Bicycles Forever

Foto: Forever Bicycles
Fotograf: Peter Bellars

Dienstrad statt Dienstauto

Montag, 23.08.2010

dienstrad-winterthur.jpg

Der Stadtpräsident von Winterthur in der Schweiz besitzt zwar ein Dienstauto, benutzt hat er es aber zuletzt im Jahre 2004. Gefahren wird das Auto vor allem von der Polizei. Nun erhält der Stadtpräsident ein Dienstfahrrad. Bei dem Zweirad handelt es sich um ein Fundstück ohne ermittelbaren Besitzer, das ihm die Stadtpolizei überlassen konnte.
[via]

Fahrrad-Sound-Ereignis FLOOD durch Hamburg

Donnerstag, 19.08.2010

Am kommenden Sonntag (22. August) wird es zwischen 19 und 22 Uhr ein Fahrrad-Sound-Ereignis in Hamburg geben:

“Wir übernehmen die Straßen von Hamburg. Inspiriert von Schwärmen und ihrer kollektiven Intelligenz wollen wir uns auf dem Fahrrad den städtischen Raum wieder aneignen - so ungreifbar wie eine Schallwelle.Mit Lautsprechern, Ghettoblastern und tragbaren Radios, Fahrrädern, einem mobilen Radio-Sender und Sounds, die sich je nach Umgebung ändern.

Die Route verbindet verschiedene Orte aktueller politischer Auseinandersetzungen. Orte, an denen sich die sozialen und ökologischen Auswirkungen einer von oben durchgedrückten Stadtplanung und der Widerstand dagegen zeigen.”

Probeläufe für Choreographie, Soundcheck und das Ausschwärmen mit dem Fahrrad finden am Freitag (20. August) und Sonnabend (21. August) jeweils ab 19 Uhr auf Kampnagel statt, bevor dann am Sonntag (22. August) Hamburg geflutet wird.

Kampnagel
Jarrestr. 20
Hamburg, 22303

“Schreberspacken”: FLOOD - das Fahrrad-Sound-Ereignis mit dem ‘Lab of ii’ durch Hamburg

Radverkehr auf Rekordniveau, in Berlin und anderswo

Mittwoch, 18.08.2010

Ein großer Hemmschuh für den Aufbau einer korrekten Radverkehrsinfrastruktur sind die völlig realitätsfremden Szenarien der Verkehrspolitiker. So erwartet die Gesamtverkehrsprognose Berlin 2025 für den Radverkehr eine lächerlich kleine Steigerung von 12,1% auf 15,7%, bezogen auf das Jahr 2006. In Wirklichkeit hat der Radverkehr in Berlin in den letzten vier Jahren so stark zugelegt, dass bereits heute der Anteil der Radler am Modal Split nahe an 16 Prozent liegt. Wenn man also den Prognostikern in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung glauben will, dann dürfte es in den nächsten 15 Jahren keine nennenswerte Steigerung mehr geben. Die Sache mit den 16 Prozent kann ich nicht mit Zahlen belegen, aber der Augenschein lehrt, dass der Radverkehr in diesem Sommer noch einmal gut zugelegt hat.

Dass es sich dabei um einen bundesweiten Trend handelt, zeigt eine Radverkehrsmessung der Stadt Köln. Die hatte im Oktober 2008 an vier Stellen in Köln Dauerzählstellen für Radfahrer eingerichtet. Die Zählpunkte befinden sich auf der Hohenzollernbrücke, der Deutzer Brücke, am Neumarkt und auf der Zülpicher Straße. Durch diese Zählstellen lassen sich Tageswerte, Wochenwerte und Monatswerte für den Radverkehr in Köln ermitteln.

Die Ergebnisse belegen einen starken Anstieg des Radverkehrs innerhalb von nur zwei Jahren. “Der bisherige Spitzenwert des Radverkehrs in Köln stammt aus dem August 2009. Dieser Höchstwert ist nun im Juni und Juli 2010 gleich zweimal hintereinander übertroffen worden. Waren es im August 2009 insgesamt 530.000 Radfahrerinnen und Radfahrer in einem Monat, so sind im Juni 2010 580.000 und im Juli 2010 sogar 610.000 Radfahrerinnen und Radfahrer an den vier Zählstellen erfasst worden.”

Stadt Köln: Radverkehr auf Rekordniveau

“Schwarzer Montag” auf Polens Strassen

Dienstag, 17.08.2010

Gestern kamen in Polen 21 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Darunter waren 6 mit dem Fahrrad unterwegs.

“Der Pressesprecher des Polizeihauptamtes in Warschau, Sokolowski, nannte als Hauptursache für die zahlreichen Unfälle überhöhte Geschwindigkeit, Nichtbeachtung der Vorfahrt und Überholen trotz Gegenverkehrs. Die Nichtbeachtung der Vorfahrt durch Kfz-Lenker wird vor allem häufig Fahrradfahrern zum Verhängnis. Überholen trotz Gegenverkehr ist ein Phänomen, dem man gerade im dichten Urlaubsverkehr auf den breiten aber zweispurigen Nationalstrassen begegnet.

Sokolowski sieht auch weiterhin im Fahren unter Alkoholeinfluss ein grosses Problem. Gestern wurden 553 alkoholisierte Kfz-Lenker ermittelt.”

aus Infoseite-Polen: “Schwarzer Montag” auf Polens Strassen

Neue BUMM-Lampen pushen Tagfahrlicht

Montag, 16.08.2010

Die neuen Lampen der Lumotec IQ Serie von Busch & Müller kommen mit Tagfahrlicht. Zusätzlich zum Hauptscheinwerfer haben die Fahrradlampen superhelle Signal-LEDs. Im Tagmodus leuchten die LEDs maximal hell, während der Hauptscheinwerfer nur gedimmt leuchtet. Anders im Nachtmodus: hier leuchtet der Hauptscheinwerfer mit voller und die LEDs mit verminderter Kraft. Zwei LEDs übernehmen zusätzlich die Standlichtfunktion.
Busch & Müller

100 Tage Meldeplattform Radverkehr in Frankfurt

Montag, 16.08.2010

Im Rahmen ihrer Radverkehrsoffensive hat das Fahrradbüro des Rhein-Main-Gebietes eine Meldeplattform Radverkehr eingerichtet. Ziel war es, Problemstellen und Qualitätsmängel im Radwegenetz aufzudecken und zu lösen. Nach den ersten hundert Tagen wurde Bilanz gezogen. Zwischen dem 29. April und 28. Juli waren 398 Meldungen eingegangen, also fast vier pro Tag. In der folgenden Grafik wird gezeigt, worauf sich die Meldungen bezogen:

meldeplattform-frankfurt-torte.gif

In einem großen Teil der Meldungen werden Oberflächenprobleme von Radwegen angeführt, wuchernde Pflanzen, Wurzelschäden, Pfützenbildung, Schlaglöcher usw. Weiterhin wurden Behinderungen und Probleme bei der Verkehrsführung genannt.

Auf einem Dutzend Fotos werden die Erfolge des Meldesystems dokumentiert. Dabei liegt es auf der Hand, dass sich einzelne eher marginale Probleme schneller und leichter lösen lassen, ein einzelnes Schlagloch etwa und das Geraderücken einen Spiegels. Andere, vor allem die Verkehrsführung betreffende Probleme wiederum machen den Mitarbeitern des Fahrradbüros “noch eine Weile Kopfzerbrechen”.

Bei de.rec.fahrrad kommt die Meldeplattform nicht gut weg: “Ich finde es mutig, wie die Stadt hier an ein paar nachrangigen Symptomen herumdoktort und das Ergebnis als Verbesserung präsentiert.”

Fahrradportal Frankfurt Main: Unsere Etappensiege
Meldeplattform Radverkehr Frankfurt

Apple-Patentantrag zur Fahrrad-Datenerfassung

Montag, 16.08.2010

Die Firma Apple hat letzte Woche einen Patentantrag für ein Smart Bicycle System gestellt. Das Patent hat den Titel Systems and Methods for Integrating a Portable Electronic Device with a Bicycle und beinhaltet, dass sich an verschiedenen Stellen des Fahrrades Sensoren befinden, die Daten via Kabel oder über drahtlose Systeme zum iPhone gesendet. Zusammen mit den Daten, die im iPhone selbst anfallen (GPS, Bewegungssensoren oder das Gyroskop)  ergibt sich ein vielfältiges Datenbild des Radfahrers: “speed, distance, time, altitude, elevation, incline, decline, heart rate, power, derailleur setting, cadence, wind speed, path completed, expected future path,  and pace”. Natürlich hilft die App auch bei der Navigation, Video- und Audio-Aufnahmen können ebenfalls möglich sein.

Möglich ist auch die Verknüpfung mit anderen iPhones. So können Gruppen von Radfahrern über die App und das Smartphone miteinander kommunizieren, wenn es Schwierigkeiten gibt. Gesteuert wird das Smart Bicycle System über Touchscreen oder über Sprachbefehle.
Patently Apple: Apple Introduces us to the Smart Bike

Wie man in Antwerpen ein Fahrrad ohne Werkzeug stehlen kann

Samstag, 14.08.2010

“Nachdem mir das dritte Rad gestohlen wurde, entdeckte ich, wie leicht man ein Fahrrad in Antwerpen klauen kann”, sagt pieterdefietser und fügt hinzu: “In diesem Video stehle ich als Beipiel mein eigenes Rad”.

UPS-Paketboten mit Lastenrädern unterwegs

Freitag, 13.08.2010

Der Paketdienst UPS will den Einsatz von Fahrrädern zur Paketzustellung leicht erhöhen. Bisher ist bundesweit ein ein Lastenfahrrad mit dem braunem Design und dem UPS-Emblem unterwegs, und zwar in der Kölner Innenstadt. Jetzt sollen vier Paketfahrräder in Hamburg, Bremen, Hannover und Bochum und ein Zweitfahrrad in Köln hinzukommen. Damit steigt der Bestand auf bundesweit sechs Lastendreiräder, die übrigens in Berlin gefertigt werden.

Ein Stück kehrt der Paketdienst damit zu seinen Anfängen zurück. UPS wurde 1907 in Seattle gegründet und lieferte in den ersten Jahren ausschließlich per Rad oder zu Fuß aus.

Posttip: UPS-Paketboten müssen Rad fahren lernen

Victoria Pendleton gegen Dieb auf dem Fahrrad

Donnerstag, 12.08.2010

Victoria Pendleton ist eine britische Radrennfahrerin, Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin im Bahnradsport. In diesem Werbespot für ein Erfrischungsgetränk tritt sie gegen den Trial Biker Ali Clarkson an.

Christian Smolik gestorben

Dienstag, 03.08.2010

Christian Smolik, der wichtigste Verfasser deutschsprachiger Literatur zum Thema Fahrrad-Technik, ist gestern im Alter von 66 Jahren gestorben. Smolik war ursprünglich Langstreckenläufer und stieg verletzungsbedingt auf ein Rennrad um. Seitdem beschäftigte er sich mit Fahrradtechnik.
Smolik Velotech

Nachttischlampe im Kettendesign

Dienstag, 03.08.2010

Wer auch im Schlaf nicht vom Radfahren loskommt, der kann es sich mit der Nachttischlampe des Designers Cho Hyung Suk bequem machen. Die B-Chain Lamp verwandelt die Idee der Kette in ein neues Objekt, starr genug, um die Lampe in verschiedene Positionen zu bewegen.
My Modern Met: Bicycle Chain Lamps [via]

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Kindertransporter von Hudson Urban Bicycles

Montag, 02.08.2010

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Die Firma Hudson Urban Bicycles in New York baut coole Kindertaxis. Der abgebildete Kindertransporter nimmt zwei Kids auf und wird für knapp 3000 Dollar verkauft. Okay, eine flotte Kurvenfahrt sollte man mit diesem Dreirad mit Starrachse nicht machen, aber sonst scheint der Transporter einschließlich Überrollbügel recht gut konstruiert. Und wenn sogar Kate Winslet das Rad promotet, dann braucht man sich um den Absatz keine Sorgen zu machen.

Hudson Urban Bicycles
[via]

hudson-urban-bicycles-katewinslet.jpg

Helmtragequote kaum verändert

Montag, 02.08.2010

Nach einer Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) trugen im vergangenen Jahr elf Prozent aller Fahrradfahrer einen Helm, das ist ein Prozentpunkt mehr als 2008.

fahrradhelmtragequote.jpg

Höher liegt die Quote bei Kindern: von allen Kindern bis zu zehn Jahren auf dem Rad hatten 56 Prozent einen Schutzhelm auf. Schon bei der nächsten Alterssufe (11 bis 16 Jahre) ging die Helmtragequote auf 23 Prozent zurück. Bei Erwachsenen schwankt sie je nach Alter zwischen drei und zehn Prozent.

bast: Gurte, Kindersitze, Helme und Schutzkleidung - 2009
Grafik: Bundesanstalt für Straßenwesen

Radfahren als Papier-Stopmotion

Dienstag, 27.07.2010

[via]

Radsportmuseum in Wünsdorf nahe Zossen

Dienstag, 27.07.2010

In der Bücherstadt Wünsdorf bei Zossen hat sich unter dem Dach des Gutenberghauses ein Radsportmuseum etabliert. Das Museum ist das Lebenswerk des Radsportenthusiasten Werner Ruttkus und seiner Freunde. Es zeigt die Geschichte des Klassikers Rund um Berlin und die Entwicklung des Radsports in Berlin und Brandenburg. Eine Sonderschau widmet sich der Radsportlegende Täve Schur. Ruttkus über die Museumsfahrräder: „Es handelt sich unter anderem um die Zeitfahrmaschine von Jan Schur, mit der er im Mannschaftsfahren 1988 in Seoul Olympiasieger wurde, um das Straßenrennrad, mit dem Falk Boden 1983 bei der Friedensfahrt siegte, und um ein Rennrad von Roger Kluge, das er in diesem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Manchester gefahren hat. Diese Maschine ist so ziemlich das Modernste, was es gibt.“ Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr der Ausstellungsbereich Retro 1960, in dem an die Radsport-Weltmeisterschaften 1960 in der DDR in Leipzig, Chemnitz und auf dem Sachsenring erinnert wird.

Radsport-Museum Wünsdorf
Gutenbergstraße 1:

Montag - Freitag 10:00 bis 18:00 Uhr (Anmeldung im Büro Haus Oskar)
Samstag und Sonntag von 11:00 bis 17.00 Uhr
Vereins- und Gruppenführungen nach Voranmeldung
Tel: 033702 - 9600

Wie hast du Radfahren gelernt?

Dienstag, 27.07.2010

Im Projekt “My First Ride” werden Teilnehmer der Konferenz Velocity im Juni 2010 befragt, wie sie Radfahren gelernt haben. Hier erzählt Jan Gehl, Chefarchitekt von Kopenhagen, dass er im zweiten Weltkrieg als Sechsjähriger mit seinem Vater eine Strecke von 100 Kilometern auf dem Fahrrad fuhr, um den Nachstellungen der deutschen Nazis zu entgehen, die die Stadt besetzt hatten.

Ich selbst habe das Radfahren ebenfalls mit fünf oder sechs Jahren gelernt. Die ersten Übungen wurden mit Stützrädern gemacht, wie es in den fünfziger Jahren üblich war. Meine Trainingsstrecke war  ein leicht abschüssiger Feldweg, der auf die ungeteerte Dorfstraße führte. Nach einigen Stunden wurden die Hilfsräder abgeschraubt. Im ersten Versuch ohne Hilfsräder wurde mein Kinderrad so schnell, dass ich mit einer Frau kollidierte, die auf ihrem Rad auf der Hauptstraße des Ortes unterwegs war. Hätte mich der Unfall nicht aufgehalten, wäre ich geradewegs im Dorfteich gelandet.

My first Ride

Reifenpanne? Mehr als die Hälfte der Radfahrer kennt das nicht

Montag, 26.07.2010

Die Angst vor einer Reifenpanne fährt immer mit. Die niederländische Fahrradlobby fietsen123 wollte wissen, ob diese Angst berechtigt ist. In einer Umfrage wurde ermittelt, wie häufig Radler eine Reifenpanne im letzten Jahr erlitten haben. Die letzte Untersuchung mit der gleichen Fragestellung wurde 2005 gemacht (siehe Ergebnisse in Klammern). Fietsen123 hat angekündigt, in fünf Jahren die Untersuchung das nächste Mal durchzuführen.

Kein platter Reifen: 53% (2005: 43%)
Eine Reifenpanne: 24% (2005: 26%)
2 platte Reifen: 14% (2005: 17%)
3 oder mehr Reifenpannen: 9% (2005: 14%)

fietsen123: Is de vrees voor een lekke band wel terecht?

Fahrradproduktion in Deutschland nimmt leicht zu

Donnerstag, 22.07.2010

Seit 2005 befindet sich die Fahrradproduktion in Deutschland auf dem absteigenden Ast. Waren es vor fünf Jahren noch 2,1 Millionen Räder, so wurden im vergangenen jahr lediglich 1,3 Millionen Velos hier hergestellt. Die stetige Abwärtsbewegung wurde in den ersten drei Monaten dieses Jahres jedoch gestoppt. Die Produktion von Fahrrädern ist im ersten Quartal 2010 auf 424 000 Stück angestiegen, was einer Steigerung von 5,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009 entspricht.

Die einzelnen Segmente der Fahrradproduktion:

Mountainbikes: 148 000 Stück (+ 18,5%)
Tourenrädern: 120 000 Stück (- 12,0%)
Sporträdern: 28 000 Stück (- 29,1%)
Andere Räder (unter anderem BMX- und Klappräder): 124 000 Stück (+ 20,0%)

Destatis: Wieder mehr Fahrräder „Made in Germany“

Fahrrad im Treppenhaus. Zulässig oder nicht?

Dienstag, 20.07.2010

Eine im Mietvertrag vereinbarte Klausel, die das Abstellen von Gegenständen im Treppenhaus von der Zustimmung des Vermieters abhängig macht, ist unwirksam. Diese Klausel schränkt den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache unzulässigerweise pauschal ein, so das Landgericht Berlin.

Dem Mieter ist gestattet seinen Kinderwagen oder Fahrrad  im Treppenhaus abzustellen, allerdings nur dann, wenn der Vermieter keine geeignete Abstellmöglichkeit zur Verfügung stellt und wenn keine Brandschutzbestimmungen verletzt werden.

LG Berlin, Az.: 63 S 487/08 Urteil vom 15.09.2009

[via]

Fahrradstencil

Dienstag, 20.07.2010

fahrrad-stencil-quedlinburg.jpg

… in Quedlinburg
[via]

Sponsoring für Fahrradwege in London

Dienstag, 20.07.2010

Gestern wurden in London die ersten beiden 1,5 Meter breiten Fahrradwege eröffnet. Sie sind Teil eines sternförmigen Netzes von Radfahrwegen, die innerhalb der nächsten Jahre eröffnet werden soll. Insgesamt 37 Knotenpunkte an beiden jetzt freigegegebenen Strecken wurden mit Spiegeln ausgestattet, um LKW-Abbiegeunfälle zu vermeiden.

Die neuen Wege heißen unbescheiden “Barclays Cycle Superhighways”, benannt nach einer Bank in London. Wäre das auch ein Modell für Berlin? Nehmen wir an, ein deutscher Softwarehersteller finanziert eine glatte, breite und kreuzungsfreie Fahrradverbindung zwischen Mitte und der FU und darf sie dafür “SAP Karriereschnellweg” nennen.

Europäisches Fahrradlexikon, Version 2.0

Montag, 19.07.2010

Du möchtest dich in einem Fahrradladen in Litauen verständigen? Du willst in Griechenland nach einem Fahrradweg fragen? Wie heißt Flickzeug auf polnisch? Das ist kein Problem mit dem Europäischen Fahrrad-Lexikon, das gerade in einer zweiten verbesserten Auflage erschienen ist. Das kleine Bildwörterbuch im Reiseformat gibt Antwort auf all diese Fragen. Es listet in insgesamt 27 Sprachen (darunter den 23 EU-Amtsprachen) nützliche Begriffe rund ums Fahrradfahren und verschiedene Radtypen auf. Die Neuauflage zeichnet sich durch eine Reihe von Verbesserungen aus:

  • Vier zusätzliche Sprachen in der gedruckten Fassung (Russisch, Japanisch, Chinesisch, Arabisch) und sechs zusätzliche Sprachen in der Online-Version (Kroatisch, Türkisch, Isländisch, Mazedonisch, Montenegrinisch, Albanisch), um Europäer ebenso wie Europa-Touristen zu erreichen.
  • Ein Kapitel über EU-Finanzierungsmöglichkeiten für Fahrrad-Projekte und Infrastruktur, erstmals in dieser Zusammenstellung.
  • Ein Kapitel mit Statistiken und Informationen rund um das Radfahren und seinen wirtschaftlichen, ökologischen und gesundheitlichen Nutzen.
  • Mehr Beispiele für modernste Fahrrad-Infrastruktur (z.B. ” grüne Welle für Radfahrer” oder Kreisverkehr mit Vorfahrt für Radfahrer).
  • Eine Wiki-Version des Lexikons auf der EWSA-Website, in der die Benutzer selbst Begriffe und Übersetzungen hinzufügen können (ab Herbst 2010).

Die Online-Version des Europäischen Fahrrad-Lexikons findest du unter:
http://www.eesc.europa.eu/sections/ten/european-cycling-lexicon.

Dein kostenloses Exemplar forderst du bitte bei folgender E-Mail-Adresse an:
ten@eesc.europa.eu

Bleibt  nur noch die Frage: Wer macht daraus eine App für das Smartphone?

GPS-Kunst mit dem Fahrrad

Montag, 19.07.2010

Wenn man auf dem Rad einen Weg fährt und dabei sein GPS-Gerät anweist, die Strecke zu protokollieren, dann entsteht gewisermaßen eine Linie auf einer Landkarte. Diesen Umstand machen sich Künstler zunutze und “malen” auf der Karte. Im Juni gab es in Portland in den USA einen GPS Art by Bike Ride. Dabei entstand zum Beispiel die “Zeichnung” des pissenden Hundes von Ken Southerland.

bikeportland-gpsridewinner.jpg[via]

Still-Leben auf dem Ruhrschnellweg

Sonntag, 18.07.2010

Der ADFC in Nordrhein-Westfalen erwartet heute bis zu einer halben Million Radfahrer auf dem größtem Fahrradfestival der Welt zwischen Duisburg und Dortmund. Dazu wird der Ruhrschnellweg, die Hauptverkehrsader der Region, zwischen 11 Uhr und 17 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt und bietet auf einer Strecke von fast 60 Kilometern Platz für ein Fahrradmuseum. Es sollen an sieben Museumsständen Fahrradgeschichte(n) erzählt werden. Neben Information und Kultur können die Besucher auf Aktionsflächen die Welt des Fahrrades “erfahren”. Hochräder, Liegeräder, Pedelecs und Juxräder laden zum Ausprobieren ein. Zusätzlich wird die längste Tafel der Welt zur Bühne kultureller Vielfalt der Metropole Ruhr.

Still-Leben Ruhrschnellweg
ADFC präsentiert das längste Fahrradmuseum der Welt

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