Lastenrad-Bauworkshops am Moritzplatz

Mittwoch, 11.01.2012

In der OpenDesignCity am Moritzplatz werden auch in diesem Jahr wieder mindestens vier Workshops zum Lastenradbau angeboten. Die Grundidee ist, an einem langen Wochenende ein Lastenrad aus Alt-Rädern, Schrott und Restmaterialien zu bauen. Die Workshops werden in frei zugänglichen Videos, Fotos, Texten und Zeichnungen dokumentiert. Die im letzten Jahr durchgeführten Workshops in Berlin und anderswo geben einen breiten Einblick, was alles im Lastenradbau möglich ist: ob Schubkarren-Tieflader, dreirädriger Frontlader, Fahrrad mit Seitenwagen, Einkaufswagen-Lastenrad, Hecklader oder Lastenfahrad auf Long-John-Basis, allein die Vielzahl der Lastenradkonzepte ist beindruckend.

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Der nächste Workshop findet von Freitagmorgen bis Sonntagabend (20. bis 22. Januar 2012) statt. Gebaut wird ein Vorderlader mit drei Laufrädern für schwere Lasten. Infos zum Workshop gibt es bei Christophe Vaillant von der Open Design City (cvail101@gmail.com).

Zusätzlich findet an jedem ersten Dienstag im Monat von 19:00 bis 21:00 Uhr ein Jour Fixe zum Lastenfahrradbau statt. Alle, die die Themen rund um urbane, pedale Mobilität interessant finden und mehr dazu erfahren wollen, sind eingeladen.

Zweites Arbeitsfeld ist der Aufbau einer Lastenrad-Verleihplattform im deutschsprachigen Raum. Auf eine Google-Maps-Karte sollen die Transporträder samt Beschreibung, Bildern und Kontaktdaten eingetragen werden. Die Plattform will das Ausborgen von Transporträdern von privat zu privat erleichtern und fördern. Jede/r wird hier bald Lastenräder einstellen können oder ein geeignetes Lasti zum Ausleihen finden können.

Open Design City
Prinzessinnenstr. 19-20
10969 Berlin Kreuzberg

Lastenrad-Bauworkshop Postfossile Mobilität

Diavorträge im ADFC-Buchladen in der Brunnenstraße

Dienstag, 10.01.2012

Immer wieder freitags um 19:00 Uhr werden im ADFC-Buchladen in der Brunnenstraße in Berlin Mitte Diavorträge zu spannenden Radreisen präsentiert.

Kommenden Freitag (13.01.2012) zeigt Jan Schaller Bilder einer Spätsommerreise durch Weinberge, Karstlandschaften und Auenwälder in Südostmähren in Tschechien. Zu entdecken sind Parklandschaften, idyllische Altstädte, Schloss- und Gartenanlagen und Weinkeller.

Am Freitag, dem 20.01.2012 führt Christian Walter auf eine Radreise mit dem Tandem quer durch Frankreich von der Mosel bis an die Dordogne.

Einen Freitag (27.01.2012) später erzählen Alexander Jung und Sabine Spieß von einer Andenüberquerung von Lima an der Pazifikküste nach Rurrenabaque im Djungel des Amazonasbeckens.Diavortrag zu einer Fahrradtour durch den Süden Perus und dem Norden Boliviens entlang atemraubender Landschaften.

Am ersten Freitag im Februar (03.02.2012) geht es in den nordrussischen Winter bei Temperaturen bis minus 50 Grad. Richard Löwenherz (!) machte sich 2008 auf eine Radtour entlang des gefrorenen Ob-Flusses in Sibirien. Dieser Teil von Russland ist wie die meisten Gebiete Nordsibiriens im Sommer nicht mit dem Fahrrad erreichbar, weil zwischen den endlosen Wäldern und Sümpfen nur Fragmente eines Wegenetzes existieren.

Weitere Diavorträge werden am 17.02.2012, 24.02.2012, 02.03.2012 und 09.03.2012 angeboten.

Veranstaltungsort:
ADFC Buch- und Infoladen
Brunnenstraße 28
10119 Berlin-Mitte

Beginn:
Freitag 19:00 Uhr

Eintritt:
EUR 3,00 (ADFC-Mitglieder)
EUR 6,00 (Nichtmitglieder)
EUR 4,50 (Ermäßigt)

Anmeldung unter 030 448 47 24 oder buchladen@adfc-berlin.de

ADFC Berlin: Diavorträge Winter 2012

Dieb räumt 920 Fahrraddiebstähle ein

Freitag, 06.01.2012

Unter der Überschrift “Rad auf Rad – „Fleißiger“ Dieb festgenommen” berichtet die Berliner Polizei heute von einem ungewöhnlichen Fahrraddiebstahl. Nach dem Zugriff der Beamten plauderte der ertappte Fahrraddieb, er habe schon 920 Räder gezockt:

“Beamte der 22. Einsatzhundertschaft nahmen gestern Abend in Tiergarten einen Fahrraddieb fest. Gegen 18 Uhr 30 wurden die Beamten auf den sehr nervös wirkenden Radler in der Straße An der Putlitzbrücke aufmerksam, der auf seinem Rad ein Weiteres mitführte und schlagartig die Fahrtrichtung änderte, nachdem er die Beamten entdeckt hatte. Während der Verfolgung durch die Polizisten warf der 29-Jährige vor Betreten des S-Bahnhofs Wedding den mitgeführten Drahtesel weg, was ihm auch nichts nutzte, da er kurz darauf festgenommen wurde. Bei seiner Befragung räumte der mutmaßliche Dieb ein, insgesamt 920 Fahrräder gestohlen zu haben. Bei einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Polizisten drei weitere Räder, diverse Fahrradcomputer, Fahrradsättel und Werkzeug. Der 29-Jährige gab an, mit den Diebstählen seine BTM-Sucht finanziert zu haben. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung kam der Mann wieder auf freien Fuß. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 prüft derzeit die Angaben des Tatverdächtigen.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 0074 vom 06.01.2012 - 12:20 Uhr

Berliner Fahrradmessen 2012

Donnerstag, 05.01.2012

Nachdem Berlin lange Zeit ein schwieriges Pflaster für Fahrradmessen war, gingen im vergangenen Jahr gleich zwei Fahrradausstellungen an den Start. Beide Messen hatten eine erfolgreichen Premiere, sodass die Berliner Fahrradinteressierten auch in diesem Jahr die Auswahl zwischen zwei Velomessen innerhalb kurzer Zeit an unterschiedlichen Standorten und mit unterschiedlicher Gewichtung haben.

Am ersten Märzwochenende zieht es die Fahrradliebhaber in die Station-Berlin in der Nähe des U-Bahnhofs Gleisdreieck zur Berliner Fahrrad Schau. Nach dem Selbstverständnis der Messemacher ist das Fahrrad nicht mehr nur Fortbewegungsmittel oder Sportgerät, es ist vielmehr Ausdruck individuellen Lebensstils geworden, ein Designobjekt, welches mit höchstem technischen Anspruch und in modernsten Designs produziert wird. Die Schau will einen umfassenden Einblick in Trend und Entwicklungen in Sachen Rad bieten. Abgerundet wird die Messe mit Live Shows, In- und Outdoor Testparcours, Modenschauen und weitreichenden Informationsmöglichkeiten.

Berliner Fahrrad Schau
Datum: 3. und 4. März 2012
Ort: STATION-Berlin
Luckenwalder Str. 4-6
10963 Berlin-Kreuzberg
Öffnungszeiten:
Samstag, 3. März 2012, 10-19 Uhr
Sonntag, 4. März 2012, 11-18 Uhr
Eintritt:
Erwachsene 6,- € (1 Tag) / 10,- € (2 Tage)
Ermäßigt 4,- € (1 Tag) / 6,- € (2 Tage)
Kinder bis 6 Jahren haben freien Eintritt.
www.berlinerfahrradschau.de

Ende März lädt die VeloBerlin zu einem Besuch der Messehallen am Funkturm ein. Veranstaltet wird diese Fahrradmesse von einem Berliner Think-Tank für die Fahrradbranche sowie von der Messe Friedrichshafen, bekannt durch die Eurobike, eine der weltweit führenden Messen im Fahrradbereich. Darüberhinaus haben sich die Messemacher eine Reihe von Partnern ins Boot geholt. Auch hier finden die Besucher zahlreiche Angebote rund um das Fahrrad und um die urbane Mobilität. Neben den Ständen der Aussteller wird die Messe ergänzt durch den Fachkongress “Metromobile – Mensch und Mobilität im urbanen Raum”.

VeloBerlin
Datum: 24. und 25. März 2012
Ort: Messe Berlin
Eingang Ost (Messedamm)
14057 Berlin
Öffnungszeiten:
Sonnabend und Sonntag: 10.00-18.00 Uhr
Eintritt:
Tageskarte: 9,- € , (ermäßigt: 7,- € für Schüler, Studierende, ADFC-Mitglieder)
Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt
www.veloberlin .com

Fahrtwind Berlin

Mittwoch, 04.01.2012

Fahrtwind Berlin

Ausstellung im Felleshus in den Nordischen Botschaften: Eine Stadt fährt Rad

Dienstag, 03.01.2012

“Hat Kopenhagen eine besondere Radkultur? Oder fahren einfach nur sehr viele Menschen Fahrrad? Können andere Städte von Kopenhagen lernen?” Diese Fragen versucht eine Ausstelllung zu klären, die ab nächster Woche im Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften im Tiergarten gezeigt wird. Zu Wort kommen Politiker, Stadtplaner, Architekten, Blogger und Fahrradaktivisten. Die Ausstellung ist eine Koproduktion zwischen der Dänischen Botschaft in Berlin, dem Verkehrszentrum Kopenhagen und dem Dänischen Fahrradverband mit der Cycling Embassy sowie Cecilia Vanman, Autorin von »City of Bicycles« und Mikael Colville-Andersen/Copenhagenize Consulting.

Am Donnerstag, dem 9. Februar wird eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung stattfinden. Folgende Teilnehmer debattieren im Felleshus zur Zukunft der urbanen Mobilität :
Michael Cramer (MdEP Grüne)
Burkhard Horn (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin)
Michael Colville-Andersen (Copenhagenize Consulting)
Jesper Pørksen (Dänischer Fahrradverband)
Tina Saaby (Stadtarchitektin Kopenhagen)
Niels Tørslev (Leiter Verkehrszentrum Kopenhagen)

Ausstellung: Eine Stadt fährt Rad
Zeit: 11. Januar 2012 bis  29. Februar 2012
Ort: Nordische Botschaften Felleshus / Gemeinschaftshaus
Rauchstraße 1
10787 Berlin
Nordische Botschaften: Eine Stadt fährt Rad

Berlin: Zahl der Verkehrstoten gestiegen

Dienstag, 03.01.2012

Im Jahr 2011 sind auf den Straßen Berlins 54 Menschen tödlich verunglückt. In den zwölf Monaten zuvor war mit 44 Opfern die Zahl der Verkehrstoten auf ihren niedrigsten Stand gefallen, wohl auch deshalb, weil 2010 mit vier schneereichen Monaten ein besonders kaltes Jahr war.  Auch die Zahl der getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer stieg von sechs auf elf im vergangenen Jahr an.

  1. 8. Februar 2011: Ein 46-jähriger Radfahrer wird beim Queren des Mittelstreifens auf dem Fußgängerüberweg von einer Tram erfasst und erliegt seinen schweren Verletzungen.
  2. 4. April 2011: Eine 21-jährige Radfahrerin wird von einem rechtsabbiegenden LKW überfahren und verstirbt noch am Unfallort.
  3. 9. April 2011: Eine 70-jährige Radfahrerin wird von einem linksabbiegenden PKW erfasst, erleidet schwere Kopfverletzungen und verstirbt am folgenden Tag im Krankenhaus.
  4. 21. Juni 2011: Es kommt zum Zusammenstoß zwischen einem linksabbiegenden PKW und einen 52-jährigen Radfahrer. Der Radfahrer erleidet schwere Kopfverletzungen und verstirbt am 06. Juli 2011 im Krankenhaus.
  5. 2. August 2011: Ein PKW kollidiert mit einem im selben Fahrstreifen fahrenden 37-jährigen Radfahrer. Der Radfahrer erleidet schwere Kopfverletzungen und verstirbt am 3. August 2011 im Krankenhaus.
  6. 28. September 2011: Eine 61-jähriger Radfahrer wird von einem rechtsabbiegenden LKW überfahren und verstirbt noch am Unfallort.
  7. 29. September 2011: Es kommt zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einem 23-jährigen Radfahrer. Der Radfahrer erleidet schwere Kopfverletzungen und verstirbt am 30. September 2011 im Krankenhaus.
  8. 15. Oktober 2011: Ein 29-jähriger Radfahrer wird von einer Straßenbahn erfasst und verstirbt noch am Unfallort.
  9. 28. Oktober 2011: Ein 21-jähriger Radfahrer kommt aus ungeklärter Ursache an einem Mast einer Lichtzeichenanlage zu Fall und zieht sich so schwere Kopfverletzungen zu, dass er am 31. Oktober 2011 im Krankenhaus verstirbt.
  10. 1. November 2011: Eine 60-jährige Radfahrerin überquert an einem Fußgängerüberweg die Fahrbahn. Es kommt zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw, bei dem die Radfahrerin tödlich verletzt wird.
  11. 19. Dezember 2011: Ein rechtsabbiegender LKW-Fahrer übersieht eine in gleicher Richtung geradeaus fahrende 68-jährige Radfahrerin. Die Radfahrerin wird von dem Betonmischer überrollt und verstirbt noch am Unfallort.

Bernd Z hat vor einigen Tagen die umgekommenen Radfahrerinnen und Radfahrer so zusammengefasst:

“Drei wurden von rechtsabbiegenden Lkw überfahren.
Drei von linksabbiegenden Pkw!
Ein Radfahrer wurde von einem Pkw-Raser überrollt.
Zwei Radfahrer haben eine Tram nicht beachtet.
Ein Radfahrer fuhr gegen einen Ampelmast.
Eine Radfahrerin querte einen Fußgängerüberweg.

Jeder Verkehrstote ist einer zuviel!”

ADFC Berlin: Verkehrssicherheit

Tegel: Sechserbrücke wird fahrradfreundlicher

Montag, 02.01.2012

Die Tegeler Hafenbrücke - im Volksmund Sechserbrücke genannt - überspannt als Fußgängerbrücke die Einfahrt des Tegeler Hafens und die Mündung des Tegeler Fließes. Über sie erreicht man von der Greenwichpromenade in Alt-Tegel den Freizeitpark und den Tegeler Forst. Früher musste man einen Sechser (5 Pfennig) zahlen, um die Brücke zu passieren. Heute ist die Passage zwar kostenlos aber beschwerlich für Radfahrer, weil man sein Fahrrad die Stufen der Sechserbrücke hochtragen muss.

In Zukunft gibt es zumindest eine kleine Erleichterung für Radfahrer. Der für Stadtentwicklung zuständige Bezirksstadtrat Martin Lambert teilt mit, dass die Fußgängertreppe der Sechserbrücke noch in diesem Jahr Fahrradschienen erhält, auf denen man sein Rad hoch- und herunterschieben kann. Damit wird das Überqueren des 91 Meter langen Bauwerks mit dem Velo etwas kraftsparender. Für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen und Behinderte bleibt die Sechserbrücke aber unüberwindlich.

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Foto: Andreas Steinhoff

Berlin Magazin: Erleichterung bei der Sechserbrücke am Tegeler Hafen
Wikipedia: Tegeler Hafenbrücke

Öffnungszeiten zwischen den Jahren

Freitag, 30.12.2011

Am 30. und 31. Dezember 2012 erlauben wir uns nur unsere Werkstatt in der Admiralstraße geöffnet zu halten. Natürlich könnt ihr dort auch Ersatzteile erwerben. Im neuen Jahr haben wir wieder regulär geöffnet.

Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch!

Kurz-Vor-Silvester Critical Mass in Berlin

Freitag, 23.12.2011

Am Tag vor Silvester findet die letzte Critical Mass des Jahres in Berlin statt. Am Freitag, dem 30. Dezember 2011 trifft sich die kritische Masse gegen 20:00 Uhr am Heinrichplatz in Kreuzberg an der Ecke Mariannen- und Oranienstraße, um von dort aus gemeinsam durch die Stadt zu fahren:

“Wenn genug Leute mitmachen, werden wir die kritische Masse erreichen, die was bewegen kann.

Verhaltensregeln bei der Critical Mass:

Die Gruppe fährt auf der Fahrbahn auf einer Spur und hält sich an die Verkehrsregeln. Die Gruppe bleibt kompakt und beisammen um durch den motorisierten Verkehr nicht zerrissen zu werden.

Alles bleibt friedlich und lässt sich durch aggressive Autofahrer nicht provozieren. Der Verkehr wird nicht absichtlich gestört, es geht nicht um Verkehrsbehinderung anderer, sondern darum, sich als unmotorisierter Verkehrsteilnehmer ein Stück öffentlichen Lebensraumes, die Straße, zumindest zeitweilig zurückzuerobern.

Jeder der mitfährt ist natürlich für sich selbst verantwortlich.

Geschwindigkeit: Antwort auf diese häufig gestellte Frage – wir fahren 10 – 15 km/h

Das Motto lautet: Wir behindern nicht den Verkehr, sondern sind Verkehr!

Vorschlag für die Silvester CM – bringt ein wenig Feuerwerk mit!”

Critical Mass Berlin

Kona Unit gestohlen!

Donnerstag, 22.12.2011

Eine Meldung in eigener Sache: Heute, am 22.12.2011 ist uns gegen Mittag ein Kona Unit in 18 Zoll, Modell 2012 aus unserem Laden in der Kottbusser Str. gestohlen worden. Wer hat dieses Fahrrad gesehen?kona unit

Wieder schwerer Rechtsabbieger-Unfall

Donnerstag, 22.12.2011

Nachdem vor 3 Tagen eine 57-Jährige Radfahrerin von einem rechtsabbiegenden Betonmischer überfahren und dabei getötet wurde, ist es erneut zu einem schweren Unfall dieser Art gekommen. Diesmal in der Landsberger Allee/Petersburger Straße/Danziger Straße, also nur 3 Straßenkreuzungen weiter. Der Lkw kam von der Petersburger Straße und wollte nach rechts abbiegen, dabei überfuhr er die 27-Jährige Radfahrerin, die schwere Beinverletzungen erlitt.

Die baulichen Bedingungen sind denen beim tödlichen Unfall ähnlich, wieder verläuft auf dem Bürgersteig ein Radweg, wieder ist die Haltelinie nicht weit vorgezogen.

Die Polizei bittet Unfallzeugen, sich zu melden. Zur Pressemitteilung der Berliner Polizei.

Rigoletti über Radwege in der Pappelallee

Dienstag, 20.12.2011

In der Reihe “Phänomene des Alltags” hat sich Rigoletti.tv die Radwege in der Pappelalle in Prenzlauer Berg angesehen. Die Pappelallee ist ein krasses Beispiel dafür, wie man mit viel Geld eine drastische Verschlechterung der Fahrradverkehrsbedingungen bauen kann. In der Straße wurden 2010 drei Haltestellencaps für die Straßenbahn errichtet. Dadurch werden die Radfahrer gezwungen, immer wieder die Straßenbahngleise zu überqueren.

Zuletzt stürzte eine 31-jährige Frau am 20. Oktober ins Straßenbahngleis. Als sie versuchte, das dabei verloren gegangene Fahrradschloss zu bergen, gerieten ihre Beine zwischen den Bordstein und eine einfahrende Bahn. Die Frau wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Laut Vor Ort,  Zeitschrift für Stadterneuerung in Prenzlauer Berg und Pankow, fehlen dem Bezirk die Mittel für eine Umgestaltung der Straße: “Einschließlich Stahlheimer Straße umfasst der Abschnitt 1,5 Kilomer, das würde zwei Millionen Euro kosten. Das Geld haben wir nicht” erklärt der Stadtrat für Stadtentwicklung Jens-Holger Kirchner kürzlich im Sanierungsbeirat  (Vor Ort, Dezember 2011, Seite 8).

Rigoletti
[via Michael S]

Radfahrerin von Betonmischfahrzeug überfahren und verstorben

Montag, 19.12.2011

“Bei einem Verkehrsunfall in Prenzlauer Berg kam heute Morgen eine 68-jährige Radfahrerin ums Leben. Gegen 9 Uhr bog der 57-jährige Fahrer eines Betonmischfahrzeuges von der Landsberger Allee nach rechts in die Storkower Straße ab und übersah hierbei die Radfahrerin, die auf dem Radweg der Landsberger Allee in Richtung stadteinwärts fuhr. Die Frau wurde von dem Lkw erfasst und zog sich Verletzungen zu, denen sie noch am Unfallort erlag. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock und musste ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Die 68-Jährige ist das 53. Verkehrsunfallopfer in diesem Jahr.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 4605 vom 19.12.2011 - 16:50 Uhr

15 Jahre Rad-Spannerei

Samstag, 17.12.2011

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Fahrradstraße besser sichtbar

Dienstag, 13.12.2011

Auf der Choriner Fahrradstraße nahe der Kreuzung zur Schönhauser Allee wurde vor kurzem eine große Markierung auf der gesamten Breite der Fahrbahn angebracht. Das weiße Fahrradsymbol auf blauem Grund wird umrahmt von einem großen weißen Feld mit der schwer zu übersehenden Beschriftung “Fahrradstraße”. Auch dem unaufmerksamsten Kraftfahrzeugfahrer müsste nun klar sein, dass er sich auf einer Straße befindet, auf der Radfahrer Vorrang besitzen.

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Rollapaluza am Schlesischen Tor

Montag, 05.12.2011

Was ist Rollapaluza? Zwei Teilnehmer fahren ein Rennen über 500 Meter auf von Rollapaluza speziell dafür entwickelten fest installierten Rennrädern. Ihre Zeiten werden während des Rennens auf einer riesigen Anzeigetafeln sekundengenau digital angezeigt. Die Fahrer werden angefeuert von einer einer begeisterten Menge von Zuschauern und unterstützt von fetziger Musik.

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Kommenden Freitag, dem 9. Dezember ab 20:00 Uhr hat Rollapaluza in Berlin Premiere. Auf zu Keirin in der Oberbaumstraße 5, Bier ist genug da.

Keirin Berlin: Next Friday Rollapaluza
Rollapaluza Channel bei Youtube: Rollapaluza-Videos bis zum Abwinken

Michael Cramer: Europa-Radweg Iron Curtain Trail

Donnerstag, 01.12.2011

Nach dem Ende der hermetischen Teilung Europas in Ost und West vor zwanzig Jahren ist entlang der ehemaligen Grenze ein Radweg von der Barentsee bis zum Schwarzen Meer entstanden. Er führt über insgesamt 7000 Kilometer und verbindet europäische Kultur und Geschichte mit nachhaltigem Tourismus und leistet so einen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas. Seit 2011 ist der Iron Curtain Trail der Europaradweg Nummer 13. Über die Entstehung und den Ausbau des Radweges berichtet morgen der Berliner Europa-Abgeordnete Michael Cramer im ADFC Buchladen in der Brunnenstraße.

Vortrag: Europa-Radweg Eiserner Vorhang
Freitag, den 02.12.2011 um 19:00 Uhr
ADFC Buch- und Infoladen
Brunnenstraße 28
10119 Berlin-Mitte

Eintritt:
EUR 3,00 (ADFC-Mitglieder)
EUR 6,00 (Nichtmitglieder)
EUR 4,50 (Ermäßigt)
ADFC Berlin: Diavorträge 2011/2012 

Weniger Blech in der Linienstraße?

Mittwoch, 30.11.2011

Die Linienstraße ist von Bordstein zu Bordstein gemessen etwa sieben Meter breit. Nach Ansicht der Verkehrsplaner ist das Platz genug für zwei Parkstreifen sowie eine Fahrspur als kombinierte Autospur in beide Richtungen beziehungsweise als Fahrradstraße. Kfz-Lenker befahren die Linienstraße meist exakt mittig und geben in der Regel keinen Millimeter Platz, wenn ihnen Radfahrer entgegenkommen. Als Radler muss man sich zwischen den Autos hindurchzwängen, für Sicherheitsabstände bleibt kein Platz. Besonders misslich ist es für Radfahrer, wenn sich zwei Autos begegnen. Für die Autofahrer ist das Millimeterarbeit, sie tasten sich Zentimeter für Zentimeter voran, für die Radfahrer bedeutet das: absteigen und warten, bis die Autos endlich aneinander vorbei gekommen sind. Für eine Fahrradstraße ist dieser Zustand nicht zumutbar.

Die westlichsten hundert Meter der Linienstraße wurden gerade umgestaltet. Statt zweier Parkstreifen gibt es hier nur noch einen mit schräg geparkten Autos. Zusätzlich ist die Linienstraße zwischen Tucholksky- und Oranienburger Straße nun Einbahnstraße. Es wäre ein Gewinn für die Linienstraße als Fahrradstraße, wenn diese Regelung in der ganzen Straße eingeführt würde.

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Piraten-Aktion “Fahrrad statt Dienstwagen” spart 370 000 Euro

Montag, 21.11.2011

In einem Brief an den Innensenator erklärten die Berliner Piraten heute, dass sie auf den ihnen zustehenden Dienstwagen verzichten möchten. Stattdessen bitten sie um die “einmalige Anschaffung von 15 Fahrrädern im Wert von je maximal 2000 Euro sowie die jährliche Anschaffung von 15 VBB-Umweltkarten Berlin ABC”.

Dienstwagen mit Fahrer hätten das Land 93 028 Euro im Jahr gekostet, das sind 465 190 Euro in der fünfjährigen Legislaturperiode. Die Fahrräder sollen dagegen nur 30 000 Euro und die Jahreskarten für Bahnen und Busse jährlich 13 125 Euro kosten, also 65 625 Euro für fünf Jahre. Gesamtersparnis: 369 565 Euro.

Die Morgenpost berichtet, dass die Grünen noch nie einen ihnen zustehenden Dienstwagen beansprucht hat. Stattdessen können sie in bestimmten Fällen Taxirechnungen einreichen, fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln und besitzen zwei Fraktionsräder.

Berliner Morgenpost: Piraten wollen durch Dienstfahrräder 370 000 Euro sparen

Bürgerbegehren Kastanienallee gescheitert

Freitag, 18.11.2011

Die “Initiative Stoppt K21″ gab gestern bekannt, dass sie “nur” 6.874 Unterschriften für das Bürgerbegehren für einen Baustopp in der Kastanienallee im Bezirk Pankow gesammelt hat. Für einen Erfolg wären 8.837 Unterschriften nötig gewesen. Damit endet der letzte Versuch, die Umbaupläne des Bezirksamtes für einen 650 Meter langen Abschnitt der Kastanienallee zwischen der Schwedter Straße und der Schönhauser Allee zu Fall zu bringen.

Seit April 2011 wird die Kastanienalle umgebaut. Wo bisher noch Autos parkten, entstehen neben den Straßenbahngleisen Fahrradstreifen, die Zahl der Parkplätze wird etwa halbiert, sie werden in Einbuchtungen auf dem Bürgersteig gebaut, der für Fußgänger ein wenig schmaler wird.

Der Umbau endet an der Bezirksgrenze zwischen Pankow und Mitte, südlich der Schwedter Straße bleiben Kastanienalle und Weinbergsweg unverändert. Für Radfahrer ist der Weinbergsweg gefährlicher, weil er abschüssig ist und Radler dort nicht selten hohe Geschwindigkeiten erreichen. Vor zwei Tagen erlitt dort eine Radfahrerin lebensgefährliche Verletzungen:

“Eine 42-jährige Radfahrerin erlitt heute Vormittag bei einem Verkehrsunfall in Mitte schwere Verletzungen. Die Radlerin war gegen 9 Uhr 40 im Weinbergsweg in Richtung Rosenthaler Platz unterwegs, als sie mit ihrem Vorderrad in die Straßenbahnschienen geriet und stürzte. Dabei stieß sie mit dem Kopf gegen eine entgegenkommende Straßenbahn der Linie M 1. Die 42-Jährige musste mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in eine Klinik eingeliefert werden. Der 32-jährige Straßenbahnfahrer blieb unverletzt.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 4205 vom 16.11.2011 - 14:50 Uhr

Stoppt K21: Gutachten Kastanienallee

Koalitionsvereinbarung zwischen Berliner SPD und CDU zum Radverkehr

Donnerstag, 17.11.2011

Heute wurde die Koaltionsvereinbarung zwischen Sozialdemokraten und Christdemokraten in Berlin veröffentlicht. Auf insgesamt 98 Seiten wird das Politikprogramm erläutert, das die große Koalition in den nächsten fünf Jahren abarbeiten will. Unter der Überschrift “Fahrradfreundliches Berlin” findet man auf Seite 38 fünf Absätze zur Entwicklung des Radverkehrs in der Hauptstadt. Wir dokumentieren diese Passagen im Wortlaut.

“Das Fahrrad ist ein effizientes und umweltfreundliches Verkehrsmittel in der Stadt und in der Kombination mit dem ÖPNV auch für längere Strecken attraktiv. Die Koalition wirbt für eine gegenseitige Rücksichtnahme von Fußgängern und Radfahrern, wobei Fußgänger/-innen auf den ihnen zugewiesenen bzw. für sie bereitgestellten Flächen einen vorrangigen Schutz genießen.

Mit einer Sicherheitsoffensive für den Radverkehr wollen wir den Anteil der Nutzer von Fahrradhelmen steigern. Die Bedeutung intakter Beleuchtungs- und Sicherheitsanlagen sowie der gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr wird durch regelmäßige Kontrollen auch von Radfahrern unterstrichen.

Wir wollen den weiteren Weg Berlins zur „fahrradfreundlichen Stadt“ umfassend voranbringen. Den Rahmen dafür stellt eine neue Radverkehrsstrategie dar. Das derzeitige Investitionsvolumen wird fortgeschrieben. Wesentliche Elemente der Radverkehrspolitik der Koalition sind der weitere Ausbau des Radroutennetzes und der Radverkehrsinfrastruktur unter Berücksichtigung der neuen Anforderungen zur Abwicklung großer Radverkehrsmengen, die Erprobung neuer Infrastrukturelemente und verkehrsregelnder Maßnahmen sowie die Instandhaltung und Weiterentwicklung des vorhandenen Radwegenetzes.  Innerhalb des Nebenstraßennetzes muss die Instandsetzung von Fahrradroutenabschnitten Vorrang haben vor sonstigen Nebenstraßen.

Die Koalition wird einen „Masterplan Fahrradparken“ erarbeiten, der ein angemessenes und sicheres Abstellangebot für Fahrräder vor allem im öffentlichen Raum und an Stationen und Bahnhöfen des ÖPNV schafft.

Wir wollen fallbezogen prüfen, wie sich die Belange von Radfahrern am besten in Einklang bringen lassen mit einem flüssigen Gesamtverkehr und den Interessen der Fußgänger.

Bei erfolgreichem Ausgang des bis 2012 laufenden Vorhabens „Stationsgebundene öffentliche Fahrradverleihsysteme“ wollen wir ein solches System dauerhaft einrichten und auf die gesamte Innenstadt von Berlin sowie ggf. weitere Stadtteilzentren ausweiten.”

Quelle: Koalitionsvereinbarung zwischen Berliner SPD und CDU, Seite 38

Grace sucht Fahrrad-Dauertestfahrer

Donnerstag, 17.11.2011

Grace ist eine mittelständische Firma aus dem Berliner Umland, die Pedelecs und E-Bikes in Kleinserie und Einzelanfertigung herstellt. In Zukunft will der Elektrofahrradhersteller kräftig expandieren, auf der letzten Eurobike in Friedrichshafen gab Grace die Zusammenarbeit mit dem Daimler-Konzern bekannt. Im Zuge der Entwicklung von neuen E-Fahrrädern sucht Grace einen Fahrrad-Dauertestfahrer (m/w). Wer sich bewirbt, sollte enthusiastischer Radfahrer mit guter Ausdauer sein, denn die Aufgaben des Testfahrers bzw. der Testfahrerin sind nicht gerade klein:

  • Fahren mit dem Fahrrad: 100km/Tag an 5 Tagen die Woche bei jedem Wetter
  • Fahren in Berlin und Umgebung
  • Vorgegebene Aktionen am Rad regelmäßig durchführen
  • Auch mit Rekuperation fahren (lädt den Akku mit Muskelkraft auf)
  • Tägliches Ausfüllen eines Fragenkatalogs
  • Wöchentliches Treffen mit Rücksprache zum aktuellen Stand
  • Dauer der Fahrten: 15.12.11 bis 30.04.12

Weitere Details zum Job auf dem  Grace-Blog.

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Das Foto zeigt 20 E-Bike-Prototypen, die Grace an die Deutsche Post AG geliefert hat.

Taxigast verletzt Radfahrer

Mittwoch, 09.11.2011

“Beim Öffnen der Taxitür verletzte gestern Abend ein 41-Jähriger einen Radfahrer in Mitte. Der Tourist wollte gegen 19 Uhr 45 in der Prenzlauer Allee aus dem Fahrzeug steigen und bemerkte den 53-Jährigen offenbar nicht, der in diesem Moment auf dem Radfahrstreifen mit seinem Rad an dem Taxi vorbeifahren wollte. Der Radler prallte gegen die Autotür, stürzte und erlitt Verletzungen an der Wirbelsäule und am Bein. Die alarmierten Rettungskräfte der Feuerwehr brachten ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 4119 vom  09.11.2011 - 10:10 Uhr

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Auch wenn in diesem Fall rein rechtlich gesehen der Taxigast alleiniger Verursacher des Unfalls ist, trägt der Taxifahrer zumindest eine moralische Verantwortung für den schwer verletzten Radfahrer. Er hat dort zu halten, wo der Taxigast sicher aussteigen kann, ohne sich und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden oder zu verletzen. Vielleicht wird die Gefahr von Dooring-Unfällen ein wenig geringer, wenn sich Berliner Droschkenkutscher ihre Kollegen aus Boston in den USA zum Vorbild nehmen. In deren Taxis weist ein kleiner Sticker darauf hin, vorbeifahrende Radfahrer zu beobachten, bevor die Taxitür aufgerissen wird.

Lovely Bicycle: Anti-Dooring Decals in Taxi Cab

Alles klar? 2.0

Mittwoch, 09.11.2011

Radwegbeschilderung

Eine kuriose Schilderkombination in der Treskowallee Ecke Wandlitzstraße sorgte vor kurzem für Belustigung.

Nun hat man nachgebessert. Zeichen 240 ist bestehengeblieben, die zahlreichen Zusatzschilder wurden durch ein “Radfahrer Fußgängerüberweg benutzen” ersetzt.

FußgängerüberwegEin solcher ist auf der gesamten Treskowallee nicht zu finden. Denn Fußgängerüberwege sind das, was der Volksmund Zebrastreifen nennt.

Wer geradeausfahren möchte, kann an dem oben zu sehenden Schild nicht mehr erkennen, wie er das tun soll. Soll er der Fußgängerampel folgen und linksseitig auf dem Radweg fahren? Dann müsste dieser dafür freigegeben werden. Soll er auf der Fahrbahn weiterfahren? Schlechte Idee - denn hinter der Kreuzung, eigentlich zu spät zum Umkehren, erwartet ihn ein Durchfahrverbot für Radfahrer.

Soll er auf den Gehweg wechseln? So ist es gemeint - der gemeinsame Geh- und Radweg wird dort jedoch nach wenigen Metern zum “Gehweg, Radfahrer frei”.

In den Kommentaren des vorherigen Artikels über das Schild ergab sich eine kuriose Geschichte. User “cd” hatte bei der Verkehrslenkung Berlin (VLB) angefragt, was es denn mit diesem Schild auf sich habe. Diese antwortete ihm daraufhin, dass sie das Schild nicht angeordnet habe und es auch nicht für sinnvoll halte. Sie habe auf seinen Hinweis hin die Absicherungsfirma beauftragt, Zeichen 240 mit dem Zusatz “Radfahrer bitte Fußgängerfurt benutzen” anzubringen. Sollte dies nicht in einer angemessenen Frist geschehen, wollte sich die VLB eine Anzeige vorbehalten - schließlich ist das eigenmächtige Aufstellen von Verkehrsschildern untersagt.

Aber auch die Wunsch-Anordnung durch die VLB ließe die Frage offen, wie der Radfahrer geradeaus weiterfahren soll. Denn, so sagt Wikipedia: “Eine Fußgängerfurt ist in Deutschland eine durch Markierungen, hauptsächlich an Ampelanlagen, gekennzeichnete Fläche auf der Straße.” Damit kann also der geradeausführende Gehweg wiederum nicht gemeint sein, vielmehr werden Radfahrer auf die linke Straßenseite gebeten.

Fahrradweg im Schlossgarten Charlottenburg ist wieder offen

Dienstag, 08.11.2011

Nach einem Jahr Bauzeit wird heute der Spree-Uferweg im Schlossgarten Charlottenburg eröffnet. Der Fahrradweg ist Bestandteil des Spree-Radwegs, der von der Oberlausitz bis an die Havel in Spandau führt. Das Teilstück im Schlosspark eignet sich gut als Ausweichstrecke zum stark befahrenden Spandauer Damm und dem Tegeler Weg.

2007 hatte die Schlösserverwaltung ein komplettes Radfahrverbot im Schlosspark verfügt. Das Verbot stieß auf starken Protest, der dazu führte, dass die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten (SPSG) das Radfahren auf ausgesuchten Wegen wieder erlaubte. Nun ist der Uferweg umgebaut und zwei Brücken wurden neu errichtet.

ADFC: Legal Rad fahren an der Spree

Achtung: Polizei verteilt Bußgelder am Alexanderplatz

Montag, 07.11.2011

Besonders gemein, weil von der Verkehrsplanung eine untragbare Situation für Radfahrer_innen geschaffen wurde, die zu ordnungswidrigen Verhalten quasi zwingt:

Da die Rechtsabbiegespur für Fahrräder auf Höhe des Saturn-Gebäudes in Richtung Alexanderstraße fehlt, fahren viele (auch ich) auf dem Bürgersteig, um in die Grunertstraße abzubiegen.  Genau dort steht heute die Polizei und knöpft allen 15 € ab, die sich nicht zwischen die rechtsabbiegenden Autos quetschen wollen. Ein Beispiel von vielen für eine verfehlte Verkehrsplanung zu Lasten von Radfahrenden.

Tödlicher Fahrradunfall in Steglitz-Zehlendorf

Mittwoch, 02.11.2011

Am Teltower Damm auf Höhe der Andréezeile verunglückte gestern eine Radfahrerin tödlich. Laut Pressebericht der Polizei benutzte sie einen Fußgängerüberweg und wurde dabei von einem Kfz erfasst.

Update: Zunächst war unklar, ob an der Stelle ein Fußgängerüberweg - also ein Zebrastreifen - existiert. Im Tagesspiegel meldet ein User namens Venizelos, dass dies tatsächlich seit einem Jahr der Fall ist und die Google-Streetview-Ansicht, auf der es keinen solchen Überweg gibt, überholt ist.

Die Wirkung einer solchen Pressemitteilung lässt nicht lange auf sich warten - die typischen Selbst-Schuld-Diskussionen im Tagesspiegel waren zu erwarten. Hier dominiert die Ansicht, Radfahrer müssten an Zebrastreifen generell absteigen, wenn sie diesem folgend die Fahrbahn überqueren wollen. Eine so explizite Regel gibt es in der STVO nicht - einen Vorrang haben radelnde Radfahrer auf dem Zebrastreifen jedoch nicht.

Größere Kartenansicht

Pressemeldung der Polizei

Tagesspiegel: Radfahrerin stirbt nach Unfall

“Da ist ein Radweg!”

Freitag, 28.10.2011

Gerade erlebt, aus dem Hafenplatz kommend in die Schöneberger Straße abbiegend. Polizei kontrolliert Geschwindigkeit. Ich habe die Dreistigkeit, genau davor auf den Fließverkehr der Fahrbahn zu warten, statt den Radweg zu benutzen.

Polizistin: “Da ist ein Radweg!”

Ich: “Ja, ich weiß.”

Polizistin: “Dann benutzen Sie ihn auch!”

Da die Fahrbahn inzwischen frei war, bin ich dann dort eingefahren. In Berlin hatte ich nicht gedacht, dass es noch Polizisten gibt, die Verkehrskontrollen durchführen, ohne elementare Regeln zu kennen.

Chopper Fahrrad gesucht

Dienstag, 25.10.2011

Gestern Nacht wurde aus dem Hof der Köpi ein sebstgebautes Chopper Fahrrad gestohlen. Wenn es jemand sieht, bitten wir um Nachricht, wir leiten sie an den Chopperbauer weiter.

chopper-selbstgebaut.jpg

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