Sperrpfosten auf Fahrradwegen

Mein Senf macht heute auf Sperrpfosten auf Fahrradwegen aufmerksam. Es geht um eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke in Bad Oeynhausen, schön breit und ganz gut zu erreichen. Weil wohl schon mal jemand mit dem Auto drüber gefahren ist, stehen jetzt auf jeder Seite Pfosten mitten im Weg.

Auf englisch heißen die Metallstangen zynischerweise “safety posts”, für Radfahrer sind sie nicht selten gefährlich. Nach dem Bericht einer Forschungsgruppe an der Universität von Groningen verunglücken in den Niederlanden 12 Personen pro Jahr tödlich durch Unfälle mit Pfosten, die Zahl verletzter Radfahrer wird mit 12.000 pro Jahr angegeben. Insbesondere für ältere Radfahrer sind die Pfosten eine große Gefahr.

Sperrpfosten sind Verkehrseinrichtungen nach § 43 Abs. 1 StVO. Eine nähere Beschreibung, wie Sperrpfosten auszusehen haben, gibt es nicht, sie sollen lediglich gut sichtbar sein und es darf von ihnen keine Gefährung ausgehen. Meist sind sie rot-weiß gestreift, es gibt aber auch Sperrpfosten in Metallfarbe oder in Schwarz.

Mein Senf: Benutzungspflicht und unmarkierte Pfosten im Weg
Radio Nederlands Worldwide: Warning for cyclists: watch out for ‘safety’ posts

8 Kommentare zu “Sperrpfosten auf Fahrradwegen”

  1. berlinradler schreibt:

    Den “Radweg” im Bild (im zugrundeliegenden Blogeintrag) find ich fast noch krasser. Bürgersteig einfach benutzungspflichtig gemacht, ohne Sinn und Verstand.

  2. siggi schreibt:

    @berlinradler
    Zumal dort gar kein Weg, gescheige denn ein Radweg, lang geht.
    Schilder müssen in Fahrtrichtung stehen.

  3. Christoph schreibt:

    gut sichtbar. wie wird das denn getestet? an einem strahlenden August-Morgen, wenn die rot-weisse Farbe noch schön frisch ist, macht der chefplaner eine sichtprüfung, indem er sich 5m vor das ding stellt und es 20sek anstarrt. wenn er es sieht, is gut.
    in einer regennassen novembernacht, der boden spiegelt, kein licht der welt bringt erhellung, man kommt mit 25km/h an…die schöne farbe ist das letzte mal 1986 erneuert worden, man kann sie nur noch erahnen.

  4. Norbert997 schreibt:

    Ich glaube fast alle, die regelmäßig Rad fahren kennen jemanden, der gegen einen Pfosten gefahren ist. Die schwere der Verletzungen in meinem Umfeld reicht von verbogenen Teilen bis zum Schulterbruch. Gerade wenn man sich unterhält und zu häufig in Richtung der Gesprächspartner(in) schaut wie auf einer Fahrradstr. , glaubt man sich in trügerischer Sicherheit (keine Autos, Gegenverkehr ist rechtzeitig erkennbar). Meinem Rechtsempfinden nach darf kein Hindernis ohne Ankündigung mitten auf die Staße montiert werden. Anscheinend ist das Dilemma (und der gebündelte Wiederstand von Radfahrern ausbleibt) , dass diese Pfosten “gegen” Autos aufgestellt werden. Aber um welchen Preis ! Meine Forderung ist, diese “ungesicherten” wenn auch preisgünstigen Hindernisse zu untersagen.
    Auffällige und sicherere, wenn auch baulich aufwändigere Lösungen gibt es bereits.

  5. Jochen schreibt:

    Wenn der Pfostenrotz wenigstens mal ne gescheitere Zwangsbemalung erhalten würde! Dauerhaft haltbares Grellgelb zum Beispiel. Und KEIN Bestandsschutz für Altlasten.

  6. Juna schreibt:

    Ich frag mich nur grad, auf welch himmlischen Fahrradstraßen Norbert so unterwegs ist: “keine Autos, Gegenverkehr ist rechtzeitig erkennbar”.

  7. Nullbock-Horst schreibt:

    Nur Vollpfosten stellen solche Pfosten auf.

  8. Andreas schreibt:

    Nachdem ich mir heute den Weg noch einmal genauer ansah, habe ich eben eine Mail an die Verwaltung geschickt mit der Bitte um Behebung der Probleme. Es ist nicht so, dass wir ähnliches nicht kurz vorher schon mal auf der Tagesordnung hatten.

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