Die fahrradfreundlichsten Städte der Welt

Donnerstag, 30.09.2010

Ausgerechnet die Website MotorcycleInsurance.org hat de fahrradfreundlichste Stadt der Welt ermittelt. Danach führt Amsterdam die Liste velofreundlicher Städte an. Nach Portland in Oregon (USA) auf Platz zwei und Kopenhagen auf Platz drei folgen je zwei amerikanische (Boulder und Davis) und norwegische Städte (Sandness und Trondheim). San Francisco in Kalifornien kommt auf Platz acht wegen der “großen Fahrradkultur mit politischem Einfluss”. Platz neun der Liste der fahrradfreundlichsten Städte nimmt Berlin ein. Begründung: “Designated street lanes, independent bike paths, traffic signals, bike maps”. Auf Platz zehn und elf folgen Barcelona und Basel.

Auch die Kriterien zur Ermittlung der Rangfolge wurden publiziert. Danach gab es fünf Kategorien, die so genannten 5E´s, die ich mal unübersetzt lasse.

  • Engeneering: Gebaute Radinfrastruktur
  • Education: Radfahrpädagogik
  • Encouragement: Kampagnen zur Steigerung des Radverkehrs
  • Enforcement: Verkehrssicherheit und radverkehrsbezogene Gesetzgebung
  • Evaluation & Planning: Systeme zur Evaluierung laufender Programme und Pläne für die Zukunft.

Fahrradfreundlichste Staedte der Welt

Klick auf die Grafik macht das Bild groß.

MotorcycleInsurance.org: The Most Bike Friendly Cities
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Das Bondbike

Mittwoch, 29.09.2010

Hier kommt das Fahrrad, das  James Bond fahren würde. Der Kettenantrieb garantiert einen optimalen Grip, das Vorderrad mit Skiverstärkung sorgt für eine sichere Fahrt bei Tiefschnee und vermutlich funktioniert das Rad auch als Wasserfahrzeug. Besonders trickreich: der Sattel kann als (ferngesteuerter) Diebstahlschutz herauskatapultiert werden. Die Flammenwerfer im Lenker sind auch schön. Damit kann man sicherstellen, dass überholende Fahrzeuge in sicherem Abstand überholen.

Nicht bekannt wurde, ob es auch eine Ebike-Ausgabe des Bondfahrrads für senile Darsteller wie Sean Connery gibt. Das Bondbike, das als Promotionfahrrad für eine Radlerversicherung gebaut wurde, kann man auf der Cycle Show in London vom 7. bis zum 10. Oktober besichtigen.

Bondbike
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Longjohn als mobiler Klassenraum

Mittwoch, 29.09.2010

Der Künstler und Ökoaktivist Tattfoo Tan benutzt sein Longjohn Lastenfahrrad als mobiles Klassenzimmer. Er fährt damit in Gemeinden und Schulen und veranstaltet Workshops zu Umweltfragen.

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tattfooMobile Classroom
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Radfahrerin bei Verkehrsunfall verletzt - Polizei sucht Zeugen

Mittwoch, 29.09.2010

“Die Polizei sucht Zeugen zu einem Verkehrsunfall in Zehlendorf, bei dem eine Radfahrerin verletzt wurde.
Am Freitag, den 24. September 2010 befuhr die 14-jährige Radlerin den Radweg des Teltower Damms in Richtung S-Bahnhof Zehlendorf. An der Gabelung Teltower Damm in Höhe Gartenstraße kollidierte die Jugendliche gegen 7 Uhr 50 mit einem Fahrzeug, welches vom Teltower Damm nach rechts in Richtung Anhaltiner Straße abbog. Am Unfallort kümmerten sich mehrere Personen um die verletzte 14-Jährige.

Da die Unfallursache bislang ungeklärt ist, bittet die Polizei um Mithilfe und hat folgende Fragen:

  • Wer hat die 14-jährige Radlerin am 24. September 2010 gegen 7 Uhr 50 auf dem Radweg des Teltower Damms gesehen?
  • Wer kann Angaben machen, wie die Jugendliche gestürzt ist?
  • Insbesondere wird die Fahrerin eines blauen Autos gesucht, die unmittelbar nach dem Verkehrsunfall, ungefähr zehn Meter hinter dem Unfallort, angehalten und sich zur Unfallstelle begeben hat.

Hinweise nimmt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 in der Eiswaldtstraße 18 in Lankwitz unter der Rufnummer (030) 4664 - 481 352 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.”

Pressemeldung Nummer 3011 der Berliner Polizei vom 29.09.2010 - 16:15 Uhr

RadZeit Nummer 5 2010

Mittwoch, 29.09.2010

RadZeit 5 2010 Es gab schon interessantere Nummern der RadZeit. Die neue Ausgabe 5/2010 des Blattes des Berliner ADFC hat den Titel “Radverkehr in Berlin” und macht neugierig auf die Inhalte. In der Zeitschrift ist dann aber nur ein recht magerer Artikel zur Berliner Radverkehrsstrategie zu finden. Resümee: Schuld an der mangelnden Umsetzung des Radverkehrsprogramms des Senats ist die dünne Personaldecke in den Tiefbauämtern der Bezirke. “Es verwundert also nicht, dass die durchgängige Befahrbarkeit des Innenstadtnetzes, die bis Ende 2006 realisiert werden sollte sowie des Gesamtnetzes bis Ende 2010 länger auf sich warten lassen wird. Auch der Radverkehrsanteil wird bis Ende 2010 nicht auf wie geplant 15 Prozent ansteigen.” (aus dem Beitrag “Geld ist nicht alles” auf den Seiten 6 und 7).

Im Heft findet sich weiter ein Interview mit dem radelnden Fernsehkommissar Axel Prahl. Der Berliner Schauspieler ziert mit seinem vollgefederten Fahrrad auch die Titelseite des Heftes, die Fahrradlampe nicht ganz korrekt im Winkel von 45 Grad nach unten gerichtet. Andere Themen: ein Beitrag über ein Bambusfahrradprojekt an der technischen Uni, ein Portrait des Berliner Nihola-Bauers Carlos Alarcon und ein Artikel über den Fürst-Pückler-Radweg im Süden Brandenburgs.Die RadZeit gibt es kostenlos in der Geschäftsstelle des ADFC in der Brunnenstraße 28 in Berlin MItte sowie in einer ganzen Reihe von Fahrradläden , Bibliotheken, Unis, Kinos und Szenekneipen.

Link auf die Onlineausgabe wird nachgereicht.
Radzeit 05/2010 (PDF-Dokument)

Achtung! Geänderte Öffnungszeiten ab Oktober!

Dienstag, 28.09.2010

Liebe Leute,

ab Oktober 2010 haben wir in beiden Läden am Mittwoch Vormittag geschlossen und öffnen erst ab 13 Uhr!

Alle anderen Öffnungszeiten verändern sich nicht.

Vielen Dank für Euer Verständnis

das Radspannerei-Team

Wo zählt Berlin den Fahrradverkehr?

Dienstag, 28.09.2010

Seit einigen Jahren ist in Berlin eine kontinuierliche Steigerung des Radverkehrs zu beobachten. Die Frage ist: wie ermittelt die Senatsverwaltung für Verkehr eigentlich diese Daten?

Dazu werden so genannte Fahrradverkehrspegelzählungen durchgeführt. An acht Stellen in der Stadt wird monatlich einmal die Radverkehrsdichte ermittelt. Hier eine Liste der Standorte:

  • Spandau (Neuendorfer Ecke Schönwalder)
  • Charlottenburg (Joachimsthaler Ecke Lietzenburger)
  • Zehlendorf (Teltower Damm)
  • Kreuzberg (Zossener Straße Ecke Blücher)
  • Mitte (Spandauer Straße Ecke Liebknecht)
  • Prenzlauer Berg (Schwedter Straße Ecke Kastanienallee)
  • Hohenschönhausen (Falkenberger Chaussee)
  • Köpenick (Lange Brücke)

Die Ergebnisse der Zählungen werden dann mit anderen Faktoren verrechnet, zum Beispiel mit dem Wetter. Am Jahresende wird Bilanz gezogen. Die Ergebnisse der Radverkehrszählungen für das Jahr 2010 werden schließlich im Januar oder Februar 2011 veröffenticht.

Klingeln oder rufen?

Dienstag, 28.09.2010

Kurzer Auszug aus Konrads Blog: “Langjährige Untersuchungen haben ergeben: Ein prägnant gebrülltes “Ey” ist bei Autofahrern in jedem Fall wirkungsvoller als die reine Fahrradklingel.

Auch wenn ich eine besonders laute Fahrradklingel habe (in einer Unterführung gezündet bläst sie einem das Gehör weg (-; ), so wird sie von rechtsabiegenden, blinden Autofahrern gemeinhin nicht wahr genommen.

Nun kann man genüsslich darüber spekulieren, warum das so ist.

  • Ist eine Fahrradklingel zu leise?
  • Schaltet ein Autofahrergehirn bei einer Fahrradklingel sofort auf “Hm eh nur ein Radfahrer”
  • Sagt ein lauter Schrei einem Autofahrerhirn “Hui was immer das ist, es könnte meinem Phallusersatz gefährlich werden! Bremsen!”
  • Und wie würde es aussehen, wenn man anstelle einer Klingel einen in Lautstärke und Klang einer Autohupe ähnliches Akustikum verwenden würde? Würde das vermeintliche Hupen eines anderen Autofahrers zu einer noch größeren Aufmerksamkeit führen?”

Geht es euch ebenso? Ich selbst habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Konrad. Meine ganz normale Fahrradklingel wird von Fußgängern und anderen Radfahrern bemerkt und von Autofahrer ignoriert.

kLog: Fahrradklingel vs. Rufen

Mobile Fahrradbar “BRIKE“

Montag, 27.09.2010

Refunc nennt sich eine holländische Gruppe von Architekten, Designern und Künstlern, die sich dem Upcycling von Müll verschrieben haben: “Garbage architecture is providing a second life for found or thrown-away objects. We operate on the borders of architecture, art and design and create new products from old materials.”

Eines der Projekte von Refunc ist die mobile Fahrradbar Brike. Sie besteht aus einem IBC Container auf Rädern plus dem Hinterteil eines Fahrrads. Zwei dieser Fahrzeuge werden ineinander geschoben und dienen als kleine Bar, die in bunten Farben beleuchtet und im öffentlichen Raum platziert wird.

Brike

Refunc: Brike
[via]

OLG Celle: Radfahrer allgemein disziplinlos

Samstag, 25.09.2010

Der Tagesspiegel berichtete vor einigen Tagen von einem Urteil des Oberlandesgerichtes Celle, das Radfahrern eine “verbreitete und allgemein bekannte Disziplinlosigkeit” attestiert. Konkret ging es um eine Radfahrerin, die einen Radweg in falscher Richtung befuhr und dabei von einem querenden Pkw angefahren und verletzt wurde. Der Pkw-Fahrer müsse mithaften, da er wegen der bekannten Disziplinlosigkeit der Radfahrer bei einem Radweg davon ausgehen müsse, dass dieser in falscher Richtung benutzt würde.

Im Regelfall können querende Kraftfahrer nicht erkennen, ob ein Radweg in beide Fahrtrichtungen freigegeben ist, müssen also immer davon ausgehen. Üblicherweise ist dies der Grund für eine Mithaftung bei Unfällen. Die OLG-Begründung ist auffällig und es wäre interessant, ob sie auf mehr als einem Bauchgefühl der Richter beruht.

Tagesspiegel.de - Gericht schützt Kampfradler

Shweeb - die Fahrradschwebebahn

Samstag, 25.09.2010

Schon mal Schwebebahn gefahren? Für Wuppertaltouristen gehört das wohl zum Pflichtprogramm. Obwohl: Schweben ist genau genommen  falsch, weil in Wuppertal ein ständiger Kontakt zwischen Fahrweg und Fahrzeug besteht, nur eben so, dass das Fahrzeug unter der Fahrbahn hängt.

Die Erfinder von Shweeb haben sich bei der Wuppertaler Schwebebahn die Anregung für ein einzigartiges Transportsystem geholt. Sie wollen, dass Menschen in einer Art vollverkleidetem Liegerad fahren, das unter einem Einschienensystem hängt.

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Die drei wichtigsten Widerstände, die gegen ein sich bewegendes Fahrzeug wirken, sind Strömungswiderstand, Rollwiderstand und Übertragungsverluste. Ab einer gewissen Geschwindigkeit ist der aerodynamische Widerstand der bei weitem größte, er beträgt bei Radfahrern etwa 80 Prozent. Steigt der Radler auf ein Liegerad um, sinkt der Strömungswiderstand um die Hälfte. Durch eine Vollverkleidung des Fahrzeugs lässt sich noch einmal die Kraft reduzieren, die benötigt wird, um ein solches Fahrzeug auf Tempo zu bringen. Weitere Kräfte lassen sich durch harte, nicht federnde Rollen einsparen und schließlich besteht ein Einsparpotential darin, dass mehrere Kabinen des Shweebs hintereinandergekoppelt sind. Der eindeutige Nachteil des Systems sind die hohen Kosten für eine Shweeb-Infrastruktur. Dafür erhält man ein kohlendioxid-neutrales, effizientes und platzsparendes Verkehrssystem.

Das alles klingt reichlich skurril. Dennoch haben die Erfinder von Shweeb Google überzeugt. Der Suchmaschinenriese investiert im Projekt 10^100 eine Summe von zehn Millionen Dollar für Ideen, die die Welt verbessern können. Eine Million Dollar des diesjährigen Preisgeldes fließt an Shweeb. Damit soll eine Pilotanlage finanziert werden.

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Shweeb
The Official Google Blog: $10 million for Project 10^100 winners 

Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen liegt bei 10 Prozent

Donnerstag, 23.09.2010

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 345 000 Fahrräder gestohlen. Jeder dritte Fahrraddiebstahl wird von einem Jugendlichen begangen, bei jedem zehnten Fahrradklau ist der Dieb jünger als 14 Jahre. Das geht aus dem Jahresbericht des Bundeskriminalamtes hervor. Nach Angaben der Bundeskriminaler ist Bremen eine der Hochburgen des Raddiebstahls, denn dort werden im Schnitt dreimal so viele Räder geklaut wie in anderen Städten.

ADFC checkt dein Fahrrad kostenlos

Donnerstag, 23.09.2010

Von heute an bis Sonnabend, 15. September bietet der Berliner ADFC an drei Standorten einen kostenfreien Herbstcheck von Fahrrädern an:

  • Treptow-Köpenick: Köllnischer Platz (Grünauer Str./Oberspreestr.)
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Frankfurter Tor (Frankfurter Allee/Frankfurter Tor)
  • Neukölln: Rathaus Neukölln (Erkstr./Karl-Marx-Str.)

An allen drei Orten erhalten Radfahrer Reparaturen und Ersatzteile for free und Beratungsgespräche. Die Aktion soll  der Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer dien und wird unterstützt vom Senat und der Verkehrslenkung Berlin (VLB).
ADFC: ADFC-Herbst-Check 2010

Fahrradverkauf bricht weltweit ein

Mittwoch, 22.09.2010

Die Finanzkrise hat zu einem weltweiten Rückgang der Produktions- und Konsumzahlen von Fahrrädern geführt. So wurden in Deutschland im letzten Jahr lediglich 3.850.000 Räder verkauft, was einem Rückgang der Absatzzahlen gegenüber 2008 um 10,9 Prozent entsprach. Auch in den anderen 26 EU-Staaten gingen die Velokäufe nach unten. Ausnahmen: in Italien, Großbritannien und Litauen nahmen die Verkaufszahlen leicht zu. Unter dem Strich sanken die Verkäufe von Fahrrädern in der gesamten Europäischen Union wieder auf eine Marke unter 20 Millionen Stück, etwa 1,3 Millionen weniger als im Jahr 2008.

Hier eine Übersicht über die Verkäufe von Fahrrädern in der EU:

2007 2008 2009
Belgien 500.000 500.000 500.000
Bulgarien k. Angabe 210.000 180.000
Dänemark 554.000 544.000 534.000
Deutschland 4.582.000 4.320.000 3.850.000
Estland k. Angabe 30.000 25.000
Finnland 310.000 330.000 320.000
Frankreich 3.500.000 3.417.000 3.132.000
Griechenland 220.000 220.000 200.000
Irland 80.000 90.000 70.000
Italien 2.000.000 1.780.000 1.930.000
Lettland k. Angabe 50.000 30.000
Litauen k. Angabe 52.000 60.000
Luxemburg k. Angabe 5.000 5.000
Malta k. Angabe 10.000 8.000
Niederlande 1.400.000 1.388.000 1.281.000
Österreich 430.000 465.000 465.000
Polen 709.000 684.000 560.000
Portugal 330.000 350.000 300.000
Rumänien k. Angabe 150.000 120.000
Schweden 485.000 530.000 500.000
Slowakei k. Angabe 250.000 200.000
Slowenien k. Angabe 110.000 90.000
Spanien 1.000.000 900.000 750.000
Tschechien k. Angabe 370.000 320.000
Ungarn k. Angabe 300.000 260.000
Vereinigtes Königreich 3.400.000 3.311.000 3.400.000
Zypern k. Angabe 30.000 20.000
Total 19.500.000 20.396.000 19.110.000

k. Angabe: keine Zahlen verfügbar
Fahrradportal: Europäische Union: Fahrradmarkt in den 27 EU-Ländern im Jahr 2009

Fachgespräch Elektrofahrräder im Bundestag

Dienstag, 14.09.2010

Die Fraktion der Grünen im Bundestag veranstaltet am kommenden Freitag  (17.09.2010) zwischen 14 und 18 Uhr ein Fachgespräch zu Chancen und Risiken von Pedelecs und Co. Dabei sollen folgende Fragen aufgeworfen werden:

  • Welche Potenziale haben Elektrofahrräder und wie relevant sind sie für die Entwicklung des Fahrradverkehrs?
  • Welche – auch neuen - Nutzergruppen können durch Elektrofahrräder für den Radverkehr erschlossen werden?
  • Wie ökologisch sind elektrisch angetriebene Fahrräder?
  • Welche Erfahrungen gibt es aus laufenden Pilotprojekten?
  • Welche Sicherheitsaspekte sind auf Grund der höheren Geschwindigkeiten und der Akku-Technologie zu berücksichtigen?
  • Welche verkehrspolitischen Instrumente und Rahmenbedingungen zur Förderung der Elektrofahrräder sind erforderlich?

Teilnehmen werden Winfried Hermann (Grünen MdB und Vorsitzender des Verkehrsausschusses), Jan Mücke (FDP MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium), Sarah Stark (ADFC Berlin), Siegfried Neuberger (Zweirad-Industrie-Verband e. V.) und weitere Experten.

Wann: 17.09.2010, 14:00 - 18:00
Wo: Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, E 600, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin

Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigst du einen Personalausweis, Pass oder ein gleichwertiges Ausweisdokument. Eine namentliche Anmeldung mit Angabe des Geburtsdatums ist erforderlich.

Bündnis 90 / Die Grünen: Elektrofahrräder - neue Chancen und Herausforderungen für den Radverkehr
via BikeBlogBerlin

Rückenwindtunnel

Samstag, 11.09.2010

“Nichts hilft besser gegen eine Herbstdepression als ein Rückenwindtunnel.”

rueckenwindtunnel

Die Quatschtronauten: Rückenwindtunnel

Fahrraddemo gegen Kohlenstoffdioxidendlagerung

Freitag, 10.09.2010

Die CCS-Methode (Carbon Capture and Storage) wird als als Klimaretter Nr. 1 gehandelt, doch das ist falsch. CO2, das durch Verbrennen von fossilen Energieträgern in enormen Mengen in die Atmosphäre gelangt, unsere Erde aufheizt und das Klima  verändert, soll vor den Schornsteinen (von z.B. Kohlekraftwerken) aufgefangen und unterirdisch entsorgt werden. Nachteile sowie Gefahren werden jedoch verschwiegen. Ähnlich wie bei der Atommüllendlagerung sind die Risiken unkalkulierbar.

Unsere Region ist kein CO2-Endlager. Deshalb steigen wir gemeinsam auf das Rad. 19.09.2010, 12 Uhr, Beeskow Hbf

Mehr Info bei Greenpeace Berlin: CO2 - Endlager stoppen

CO2 - Endlager stoppen

Dorfpolizist verbietet Radwegbenutzung

Donnerstag, 09.09.2010

In der Newsgroup de.rec.fahrrad gefunden, bezugnehmend auf einen Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung:

In Bad Rothenfelde wurde eine Straße mit Radweg in eine Tempo-30-Zone einbezogen. Der Dorfpolizist muss nun “viel Aufklärungsarbeit leisten”, da wegen der 30er Zone ja nach seiner Auffassung der Radweg gar nicht mehr benutzt werden darf. Tatsächlich verbietet er Radfahrern die Benutzung des Radwegs und verweist sie auf die Fahrbahn! Die Zeitung scheint den Aussagen des Polizisten zu vertrauen und gibt sie unwidersprochen weiter.

Radverkehrskonferenz Lichtenberg

Mittwoch, 08.09.2010

Der Bezirk Lichtenberg veranstaltet am 21. September in Kooperation mit ADFC Lichtenberg, der Bürgerinitiative „Berliner Luft“ und der UmweltKontaktstelle Lichtenberg eine Radverkehrskonferenz. Baustadtrat Andreas Geisel: „Diesmal steht die Konferenz unter dem Motto ‚Radverkehr als bezirklicher Beitrag zum Klimaschutz’ und ich erhoffe mir eine enge Verflechtung zu dem vor kurzem präsentierten Klimaschutzkonzept des Bezirkes.“ Bei dem Klimaschutzkonzept spielt auch der Radverkehr eine wichtige Rolle. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen.

Wann: Dienstag, 21. September, von 16 bis 20 Uhr
Wo: Kiezspinne Frankfurter Allee Süd, Schulze-Boysen-Straße 38, 10365 Berlin
Bezirk Lichtenberg: Radverkehrskonferenz am 21. September in Lichtenberg

Fahrradstraße Prinzregentenstraße

Mittwoch, 08.09.2010

Lange Jahre wurde über die Einrichtung einer Fahrradstraße als Schnellverbindung zwischen der City West und Friedenau nur geredet. Seit Juli 2010 ist die Prinzregentenstraße als erste innerstädtische Fahrradstraße in Wilmersdorf Realität. Sie beginnt gleich hinter dem Prager Platz und endet 1,7 Kilometer südlich davon an der Ecke Varziner und Prinzregenten.

Der erste Eindruck: viel Geld wurde nicht investiert. An ein/zwei Stellen wurden an Kreuzungen Vorstreckungen gebaut, die die Straße optisch verkleinert. Dann wurden einige Schilder aufgestellt, das Fahrradsymbol auf die Straße gemalt und fertig war die Fahrradstraße.

Verglichen mit der Linienstraße bietet die Prinzregentenstraße eine deutlich breitere Fahrbahn. In der Linienstraße bereitet schon das Passieren eines entgegenkommenden Autos Probleme, in der Prinzregentenstraße geht das ohne weiteres. Das führt auch dazu, dass man als Radler in der Prinzregentenstraße häufig von Kraftfahrzeugen schwungvoll überholt wird. Die Tempo-30-Regelung macht auf die Autofahrer wenig Eindruck. Darüber hinaus wird das Anlieger-frei-Schild von den Kraftfahrzeugführern eher großzügig interpretiert. Besonders im Bereich des Volksparks Wilmersdorf ist die Prinzregentenstraße eine vielbefahrene Durchgangsstraße. Hier wäre es ein Leichtes für den Bezirk, die Durchfahrt durch
die Grünanlagen zu unterbinden. Für den Radverkehr wäre damit viel getan.

Auffällig ist, dass die Fahrradstraße an jeder Kreuzung aufgehoben wird. Ob an Günzel, Berliner oder Badenscher Straße, immer wieder endet die Fahrradstraße und beginnt nach der Kreuzung neu. Insgesamt ist die Prinzregentenstraße aber ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn man die Anbindung zwischen Zoo und Prager Platz besser gestalten und die Fahrradstraße über die Handjerystraße verlängern würde, könnte das eine schnelle, attraktive und grüne Verbindung zwischen der westlichen City und Steglitz ergeben.

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GPS-Tracks für Berlins Fahrradrouten

Dienstag, 07.09.2010

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung stellt GPS-Tracks für die Radrouten durch das Berliner Stadtgebiet zum Download zur Verfügung. Bedient werden bisher zwölf Fahrradrouten. Unter den sternförmig nach außen führenden Radialrouten sind die Wannseeroute (RR1), die Gatowroute (RR2), die Spandauroute (RR3), die Hellersdorfroute (RR8) und die Teltowroute (RR12) vertreten. Neben dem Mauerradweg sind auch die Tangentailrouten Nordspange (TR2) und Südspange (TR4) downloadbar. Ebenfalls im Angebot: der Europaradweg R1 sowie die Radfernwege Berlin - Kopenhagen und Berlin - Usedom.

GPS-Tracks für die Radrouten durch Berlin

Fehmarnbeltbrücke mit Fahrradweg?

Dienstag, 07.09.2010

Mitte 2007 vereinbarten die Verkehrsminister Dänemarks und Deutschlands den Bau einer festen Verbindung zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland. Denkbar sind eine Brücke, ein Tunnel oder eine Kombination aus beidem. Das Projekt soll laut Staatsvertrag von dänischen Investoren bis zum Jahre 2017 gebaut werden und wird sich danach über Mautgebühren refinanzieren. Auf deutscher Seite wird eine feste Fehmarnbeltquerung von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt.

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In Dänemark ist das Meinungsbild der Menschen nicht so eindeutig. Zwar werden auch hier die Stimmen lauter, die eine 18 Kilometer lange Verbindung zwischen den Inseln aus Umweltschutzgründen ablehnen, aber es gibt auch eine starke Lobby für einen Brückenbau. Copenhagenize berichtet, dass sich die Gemeinden von Lolland, Langeland und Svendborg für einen Fahrradweg im Zuge der festen Beltquerung einsetzen. Der Bau eines Radweg über den Fehmarnbelt würde etwa 47 Millionen Euro kosten, etwa ein Prozent der Gesamtbaukosten in Höhe von 4,7 Milliarden Euro. Der Radweg soll mit einem Windschutz ausgerüstet werden, denn in 70 Meter Höhe über dem Meer kann es schon mal zugig werden.

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Wikipedia: Fehmarnbeltbrücke
Copenhagenize: Bike Lane to Germany Across the Sea?
mitsvendborg: “Fra omvej til smutvej” (deutsch:”Vom Umweg zur Abkürzung” in dänischer Sprache mit deutscher Zusammenfassung - pdf-Dokument)
Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbelt-Querung

RBB Abendschau: Berlin will Fahrradfahrerstadt werden

Montag, 06.09.2010

Die Abendschau des RBB widmete sich gestern dem Thema Fahrradstraßen. Der Berliner Senat will weitere solche Straßen einrichten - ein guter Anlass, um über die Erfahrungen zu berichten.

Abendschau vom 5.9.2010: Berlin will Fahrradfahrerstadt werden

Sunday Ride

Samstag, 04.09.2010

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Noch mehr Getriebe von der Eurobike

Samstag, 04.09.2010

Endlich gibt es noch ein Getriebe ohne Schalter und zwar von Sturmey Archer. Neben dem Schlumpf 2-Gang Tretlagergetriebe. Diese Firma hat einige interressante und innovative Neuheiten vorgestellt. Der Umzug von England nach Taiwan - und die Übernahme des alten englischen Traditionsbetriebes von SunRace hat Schwung in diese Firma gebracht. Eine sehr interressante Nabe ist diese 2-Gang Kickshift Nabe. Eine Neuauflage der alten Duomatic von Fichtel und Sachs. Damit kann der SingleSpeeder wieder umgerüstet werden von einem auf zwei Gänge. Denn auch die Einbaubreite der Nabe ist 120 mm und da sie ohne Ansteuerung auskommt braucht man auch keine Gegenhalter oder sonstige Zugführungen. Geschaltet wird einfach durch einen Rückwärtstritt der Kurbel. Der Preis wird  wahrscheinlich weit unter € 100,- liegen. Erhältlich in silber oder schwarz mit Freilauf oder Rücktrittbremse:

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2Gang SturmeyArcher

Die Firma Schlumpf war auch wieder vertreten mit ihren 2-Gang Tretlagergetrieben. Der Speeddrive wurde überarbeitet und macht einen sehr guten und stabilen Eindruck. Leider sind die Lizens Nachbauten von der Firma Truvativ Metropolis:

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und das Truvativ Hammerschmidt Getriebe:

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nicht Ansteuerungslos. Sie werden beide mit einem linken Alfine Trigger Schalter geschaltet. Nicht ganz so schön und unkompliziert wie der Schlumpf aber trotzdem eine Alternative zu einem klassischen Umwerfer. Nur ein bischen Preisintensiver. Alle Tretlager Getriebe sind nicht unter € 400,- zu bekommen.

Doch auch Shimano kommt mit einer neuen Getriebenabe auf dem Markt. Was Rohloff vorgemacht hat, geht auch an dieser japanischen Firma nicht vorbei. Die neue 11 Gang Alfine ist in einem Ölbad gelagert und nicht schwerer als die 8 Gang Alfine. Im Gegenteil: Angeblich sogar 15 Gramm leichter (1,6 kg) und das bei 3 zusätzlichen Gängen und einem Gesamtübersetzungbereich von 409% und einem Preis von ca. einem Drittel einer Rohloff Nabe. Noch ist sie nicht zu bekommen - ist aber schon in vielen Fahrrädern verschiedener Hersteller verbaut zu sehen gewesen.

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Ein ganz anderen Weg ist die Firma Nuvinci eingegangen mit ihrem stufenlosen Getriebe. Auch dieses wurde weiter überarbeitet und sie haben inzwischen eine neu überarbeitete Version ihrer Nabe herausgebracht. Der Übersetzungsbereich beträgt 360 % und das bei 2450 Gramm. Auch die Ansteuerung wurde komplett überarbeitet und macht einen sehr soliden Eindruck.

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Der Preis ist ähnlich der Shimano 8 Gang Nabe. Sie läßt sich auch problemlos in die meisten Räder nachträglich einbauen.  Erhältlich für Scheiben-, Roller- oder Felgenbremse in silber oder schwarz, 32 oder 36 Loch. Einen Fahrkomfort, den keine Kettenschaltung bieten kann.

18-Gang-Getriebe von Pinion

Freitag, 03.09.2010

Auf der Eurobike ist der Gemeinschaftsstand des Stuttgarter Fahrradherstellers Endorfin und der Firma Pinion dicht umlagert. Grund ist eine Neuvorstellung: Pinion, eine kleine Tüftlerfirma ebenfalls aus Stuttgart, präsentiert die ersten Vorserienmodelle eines 18-Gang-Getriebes. Anders als etwa die Nabenschaltungen von Rohlofff oder von Shimano ist das Getriebe von Pinion nicht in der Fahrradnabe untergebracht, sondern sitzt direkt im Tretlager. Das bedeutet, dass das beachtliche Gewicht des Getriebes von etwa 2,5 Kilogramm optimal untergebracht ist: weit unten und ziemlich genau in der Mitte des Fahrrads. Nachteil: so ein Getriebe kann nicht in einen Standardrahmen eingebaut werden.  Stattdesen ist es erforderlich, Rahmen neu zu konstruieren, die die Aufnahme des Getriebes erlauben. Auf der Messe werden zwei Fahrräder mit der neuen Pinion gezeigt. Neben einem Endorfin-Rahmen wird auch ein Modell von Chili Bikes gezeigt. Dennoch wird es recht lange dauern, bis die ersten Modelle mit dem neuen Getriebe auf den Markt kommen. Die Ingenieure von Pinion rechnen mit September/Oktober 2011, es kann aber auch bis 2012 dauern.

Die ersten Exemplare des Pinion-Getriebes, das ein sagenhaftes Gesamtübersetzungsverhältnis von 634 Prozent besitzt, wurden in diesem Sommer im Himalaja getestet. Das Rad wird auf der Eurobike gezeigt und sieht reichlich ramponiert aus. Der Prototyp des Getriebes soll aber die Tour über die höchsten Berge der Welt unbeschadet überstanden haben. Preise konnten die Leute von Pinion nicht nennen, aber ganz sicher wird das Getriebe nicht unter 2000 Euro kosten.

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Pinion

Eurobike 2010

Donnerstag, 02.09.2010

Seit gestern findet in Friedrichshafen am Bodensee die 19. Eurobike statt, Europas führende Messe für alles, was man aus Stahl, Alu und Carbon bauen kann und mit zwei Rädern ohne Benzinmotor fährt. Auf der Messe sind 1100 Aussteller aus 42 Ländern auf mehr als zehn Hektar Ausstellungsfläche vertreten. Es werden mehr als 35.000 Fachbesucher aus 69 Ländern erwartet.

Angesichts von tausenden Neuvorstellungen ist es fast willkürlich, Trends auszumachen. Uns fiel aber auf, dass das Design von Rädern sich immer stärker am klassischen Fahrraddesign der 40er und 50er Jahre orientiert, kombiniert mit aktuellen Komponenten und vielen bunten bobonmäßigen Farben. Verglichen mit der letzten Eurobike zeigen die Hersteller in diesem Jahr deutlich mehr Räder aus Stahl, was uns als Stahlrahmenfreunde natürlich freut. Besonders italienische Rennradbauer werden 2011 eine ganze Serie von Stahlbikes im Angebot haben, wo  es bisher außer Carbon- und Aluvelos meist nur ein Alibirad aus Stahl gegeben hat. Ebenfalls ein Trend sind riemengetriebene Fahrräder. Waren im letzten Jahr die Riemenantriebe noch die Exoten, so sind es nun Dutzende von Fahrradbauern, die ein oder mehrere Modelle mit Riemenantrieb präsentieren. Die dazugehörenden Fahrradrahmen orientieren sich an gewöhnlichen Fahrradrahmen für Kettenantrieb, haben aber natürlich eine Möglichkeit, den Rahmen zu öffnen. Nahezu jeder Hersteller zeigt dafür eine Eigenentwicklung, entweder lässt sich der Rahmen am Ausfallende öffnen oder an der Hinterbaustrebe.

Ob die Kettenschaltung über kurz oder lang ausstirbt, bleibt die Frage, sicher aber sind Nabenschaltungen im Vormarsch. Shimano zeigt die 11-Gangnabe, kleinere Hersteller haben sogar Nabenschaltungen mit bis zu 18 Gängen im Angebot.

Wir stürzen uns nun wieder ins Messegetümmel, am ersten Tag haben wir nur zwei von elf Messehallen geschafft.