Tödlicher Rechtsabbiegeunfall durch LKW

Montag, 30.08.2010

“Nach einem Verkehrsunfall starb heute Morgen in Zehlendorf ein Radfahrer. Gegen 7 Uhr 50 war nach ersten Erkenntnissen ein LKW-Fahrer von der Machnower Straße kommend verbotswidrig nach rechts in den Teltower Damm abgebogen. Dabei übersah er den 40-jährigen Radler, der den Teltower Damm an der Ampel überqueren wollte. Kurz nach 8 Uhr erlag der Mann noch am Unfallort seinen Verletzungen. Zwei Schülerinnen hatten den Unfall beobachtet und kamen anschließend unter Schock ins Krankenhaus. Dort werden sie von einem Seelsorger betreut.”
Pressemeldung der Berliner Polizei vom 30.08.2010 - 12:15 Uhr


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Berliner Verkehrssicherheitsbericht 2010

Samstag, 28.08.2010

Die Berliner Stadtentwicklungsverwaltung, der ADAC und der ADFC stellten am Freitag den Verkehrssicherheitsbericht 2010 vor. Dieser seit 2005 jährlich erscheinende Bericht soll die Fortschritte bei der Senkung der Unfallzahlen auf der Grundlage des Programms “Berlin Sicher Mobil” dokumentieren. Ziel dieses Programms ist eine Senkung der Verletzten- und Totenzahlen gegenüber 2005 um 30%.

Die Anzahl der verletzten oder getöteten Personen nahm im Zeitraum 2004-2009 bei den Autofahrern um 13%, bei Fußgängern um 7 % ab, stieg bei Radfahrern hingegen um 21%. Pkw und Lkw waren mit zusammengerechnet 87,9% in die meisten Unfälle verwickelt, Radfahrer in 3,1% der Unfälle. Noch deutlicher wird das Ungleichgewicht, wenn man den Modal Split und die Zahl der Verletzten und Getöteten heranzieht:

Art der Verkehrsbeteiligung Anteil am Modal Split 2009 Anteil an Verkehrs- unfällen Verletzte und Tote (Anteil, 2007-2009)
Pkw + Lkw 31% 87,9% 26,2% + 16,1% Mitfahrer
Fahrrad 13% 3,1% 28,7%
Fußgänger 30% 1,1% 13%
ÖPNV 26% 2,1% 0,2%

(Rest: motorrisierte Zweiräder und Sonstige)

Obwohl Radfahrer und Fußgänger in wenige Unfälle verwickelt sind, stellen sie einen großen Anteil der Verletzten und Getöteten. Ihr Hauptunfallgegner sind jeweils motorisierte Fahrzeuge. Mit Abstand am sichersten ist man im ÖPNV unterwegs.

Als Hauptunfallursachen der Radfahrer im mehrjährigen Mittel werden genannt: Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr (genannt werden Einbiegen und Kreuzen), Benutzung falscher Fahrbahnteile (konkret werden Gehwege und Radwege in falscher Richtung genannt), anders herum (welche durch Dritte verursachte Unfallursachen betreffen Radfahrer und Fußgänger?) gibt es keine Angaben.

Die Auswertung zeigt deutlich, dass das oben genannte Ziel von -30% im Jahre 2010 eher nicht zu erwarten ist. Im Jahr 2009 gab es 5,5% weniger Verletzte und Getötete, dies liegt wohl in der statistischen Schwankungsbreite, jedoch haben die Anteile der Verkehrsgruppen sich verschoben - zu Ungunsten von Radfahrern und motorisierten Zweirädern.

Ein “Aktionsprogramm 2010″ zeigt 12 Punkte auf, mit denen man die Unfallzahlen verringern möchte, viele beziehen sich dabei auf organisatorische Maßnahmen. Nennenswert ist ein “Radverkehrsstreifenprogramm” für besonders unfallträchtige Strecken, Knotenpunkte und Routen, die Erweiterung der Geschwindigkeitsüberwachung und eine sogenannte “Partnerkampagne für den Radverkehr” - übrigens der einzige Punkt im Programm, den man nicht weiter konkretisiert.

Interessant im Nachspann des Berichtes ist eine “vertiefende Untersuchung” zu den Radverkehrsunfällen, die unter anderem feststellt, dass Unfälle mit Getöteten überwiegend von den Radfahrern selbst verursacht wurden. Weiter stellt man fest, dass auf Radwegen im Bereich von Kreuzungen und Ausfahrten häufig Unfälle zu verzeichnen waren, auf Radfahrstreifen und Schutzstreifen eine solche Häufung allerdings nicht auftrat.

Der Tagesspiegel sortiert seinen Artikel über den Bericht unter “Radfahrer” ein und widmet diesen einen Großteil des Textes. Dementsprechend groß ist die Resonanz, bis jetzt sind 53 Kommentare eingegangen, die ein wenig vorteilhaftes öffentliches Bild der Radfahrer zeichnen.

Sicherheitsbericht 2010 (mit zwei PDF-Links)

Tagesspiegel: Verkehrssicherheit in Berlin: Zeigefinger statt Stinkefinger

Werbung für Radfahren

Freitag, 27.08.2010

Transport of London macht wieder positive Werbung für die innerstädtische Fortbewegung via Fahrrad, nicht ideologisch, nicht mit dem Zeigefinger.

via de.rec.fahrrad

Radfahrerübergang Torstraße

Freitag, 27.08.2010

Die Frage, ob die Fahrradstraße Linienstraße von den Radlern angenommen wird, steht und fällt mit der Möglichkeit, die “Barriere” Torstraße zu überwinden. Zur Zeit sind die Übergangsmöglichkeiten am Rosenthaler Platz, an Acker- und Gormannstraße noch schlecht.

Aber es tut sich was. In den letzten Tagen wurde an der Torstraße in Höhe der Gormannstraße eine akzeptable Querungshilfe gebaut. Drängelgitter sollen gewährleisten, dass die Straßenbahnschienen sicher überquert werden. Im Moment ist die Gormannstraße noch Einbahnstraße Richtung Norden, aber sobald das Einbahnstraßenschild abgebaut ist, haben Radfahrer aus dem Bezirk Pankow über Choriner Straße, Gormannstraße und Linienstraße eine gute Verbindung zum Zentrum.

radfahreruebergang-torstrasse.jpg

Vielzahl von Radfahrern alkoholisiert

Freitag, 27.08.2010

Gestern Nacht hat eine Einsatzhundertschaft von 21 bis 3 Uhr in Prenzlauer Berg Autos, Lastwagen, Motor- und Fahrräder kontrolliert. Dabei wurden Atemalkoholmessungen und Drogenschnelltests durchgeführt. Die Polizei beklagte, “dass eine Vielzahl überprüfter Radfahrer alkoholisiert am Straßenverkehr teilnahm, die gemessenen Werte jedoch unter der strafrechtlich relevanten Grenze lagen, so dass die Radler nun entsprechenden Ordnungswidrigkeitenanzeigen entgegen sehen.”
Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 2622 vom 27.08.2010 - 09:30 Uhr

Street View Trike in der Lüneburger Heide

Donnerstag, 26.08.2010

Die Aufregung um Street View scheint sich ein wenig zu legen. Derweil ist Google weiter dabei, Straßen zu scannen. Parks, Zoos, Fußgängerzonen, Unicampus und andere Orte, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind, werden mit einem Google-Dreirad absolviert, wie hier im Vergügungszentrum Heidepark. Die ganze Dreiradkonstruktion samt Kamera wiegt 114 Kilogramm, da braucht es schon kräftige Oberschenkel.
Google Watch Blog: Street View Trike in Deutschland (…) gesichtet

google-dreirad.jpg

Senat stellt “Sonderuntersuchung Radverkehrsunfälle” vor

Mittwoch, 25.08.2010

Kommenden Freitag stellt die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer zusammen mit Vertretern von ADAC und ADFC den Verkehrssicherheitsbericht 2010 vor. Zur Fahrradverkehrssicherheit wird es eine Sonderuntersuchung Radverkehrsunfälle geben. Die Pressekonferenz findet am Freitag, 27. August 2010, 11:30 Uhr im Ausstellungs- und Presseraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin statt.

Freitag am Heinrichplatz: Critical Mass

Dienstag, 24.08.2010

Auf dem Foto sieht man, wie die Critical-Mass-Fahrer im vergangenen Juni artig an einer roten Ampel halten. Wenn das am kommenden Freitag (Treff um 18:00 Uhr auf dem Heinrichplatz) alle machen würden, hätte die Polizei einen Grund weniger, die CM aufzulösen. Aber dann bleibt ja immer noch der Vorwurf des Fahrens im Verband.

Foto: critical mass at stop light
Fotograf: Andrew Ciscel

Trend zum Zweitfahrrad

Dienstag, 24.08.2010

Johannes Hampel entdeckt den Trend zum Neuntfahrrad und macht das an Restaurantleiter Andreas Lindner (42) aus Friedrichshain fest, der in der Bildzeitung bekennt, dass er einen Fuhrpark von neun Fahrrädern besitzt, darunter ein Cannondale-Rennrad zum Preis von 3800 Euro. Hampel zählt bei sich im Hof nach und kommt auf vier Fahrräder. Ich selbst bin jahrzehntelang mit einem Fahrrad für alle Zwecke ausgekommen, seit letztem Winter habe ich neben meiner Kiezgurke ein Reiserad. Ist es wirklich so, dass mensch mehrere Räder benötigt?
Johannes Hampel: Trend zum Neuntfahrrad bereits eindeutig erkennbar?

18. September: Kreisfahrt und Anti-Atom-Fahrraddemo

Montag, 23.08.2010

Die Bundesregierung will die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängern und darüber noch im September im Bundestag abstimmen lassen. Dem widersetzt sich die Anti-Atom-Bewegung und plant für den 18. September eine Umzingelung des Regierungsviertels. Auch eine Fahrraddemo ist zur Unterstützung der Anti-Atom-Aktionen geplant. Die Fahrraddemo wird pünktlich um 13:10 Uhr starten und vor dem eigentlichen Demo-Zug fahren. Spätestens um 13:40 Uhr wird die Demo am Pariser Platz ankommen, so dass alle interessierten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer sowohl ihren Protest gegen die Atomenergie, als auch ihre Forderungen im Rahmen der ADFC-Kreisfahrt zeigen können.
Anti-Atom-Fahrraddemo
Kreisfahrt 2010

Ai WeiWei: Forever Bicycles

Montag, 23.08.2010

Ai WeiWei ist einer der bekanntesten chinesischen Künstler. Im Jahr 2003 hat Ai WeiWei die Installation Forever Bicycles geschaffen, die er aus 42 Fahrrädern zusammensetzte. Forever Bicycles ist ebenfalls der Name einer chinesischen Fahrradmarke, die im Jahre 1940 in Shanghai gegründet wurde und noch heute zu den wichtigsten Fahrradherstellern des Landes zählt. Fahrräder der Marke Forever Bicycles waren ein Prestigeobjekt in China. Wer ein fahrendes Statussymbol besitzen wollte, der kaufte sich im China der 60er und 70er ein Forever Bicycles. Das neue Statussymbol in China ist ein Auto. Ai WeiWeis Installation als Abgesang der Fahrradkultur in China.

chineast: Forever Bicycles, Bicycles Forever

Foto: Forever Bicycles
Fotograf: Peter Bellars

Dienstrad statt Dienstauto

Montag, 23.08.2010

dienstrad-winterthur.jpg

Der Stadtpräsident von Winterthur in der Schweiz besitzt zwar ein Dienstauto, benutzt hat er es aber zuletzt im Jahre 2004. Gefahren wird das Auto vor allem von der Polizei. Nun erhält der Stadtpräsident ein Dienstfahrrad. Bei dem Zweirad handelt es sich um ein Fundstück ohne ermittelbaren Besitzer, das ihm die Stadtpolizei überlassen konnte.
[via]

Radskeller

Samstag, 21.08.2010

radskeller.jpg

Fahrradladen Radskeller
Gotenstraße 74
10829 Berlin
0178 52 000 75

Startschuss heute ab 16:00 Uhr!

Velotaxi-Weltmeisterschaft im Olympiapark

Samstag, 21.08.2010

Heute wird auf dem Gelände des Olympiaparks der kräftigste Velotaxifahrer gesucht. Normalerweise geht es mit den Touristenrikschas eher gemütlich vom Brandenburger Tor bis zur Spreeinsel und es kommt eher auf die Stadtführerkompetenz als auf starke Waden an. Heute brauchen die Kandidaten aus 40 Ländern Kraft, Ausdauer und schnelle Rundenzeiten. Ab 12:30 Uhr vor dem Olympaistadion, der Eintritt ist frei.

Foto: Velotaxi in Berlin
Fotograf: alex.ch

Video von der Green Music Fahrrad Disko

Freitag, 20.08.2010

Drei Leihfahrräder der Deutschen Bahn und das Transportrad Yuba Mundo haben gestern für Energie gesorgt auf der ersten Green Music Fahrrad Disko. Vom Treff an der Bar 25 machte sich eine Fahrradkolonne auf den Weg Richtung Treptower Park.

“Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, bei denen kurz die Musik ausging, wenn die Leute auf den Fahrrädern wechselten, hatten wir den Dreh raus.

Jedem, der sich für die Party aufs Bike schwang, wurde mit Applaus gedankt. Und so fanden sich immer wieder neue Freiwillige. Die Idee, mit der eigenen Muskelkraft den Strom für die Bassbox zu erzeugen, kam super an. Und viele fragten sich, ob nicht viel mehr Parties so klimafreundlich sein könnten.

Die Fahrrad Disko wurde dann auch nicht wegen müder Beine beendet - sondern vom Ordnungsamt. Aber wir sind Wiederholungstäter. Die nächste Aktion kommt bestimmt!”

reset: So war das bei der ersten grünen Fahrrad-Disko

Keirin: Lieblingslastenrad gestohlen

Freitag, 20.08.2010

Vom cycle culture cafe Keirin erreicht uns folgende Suchmeldung:

“Letztes Wochenende wurde unser Lastenrad geklaut.

Wir würden uns natürlich sehr darüber freuen das Rad wiederzubekommen. Es handelt sich um ein schwarzes Damen Lastenrad, auch Bäckerfahrrad oder Shortjohn gennant. Es hat schwarze Campagnolo MTB Kurbeln, nur auf der Antriebsseite, sowie Schwalbe Reifen. Es ist ca.40-50 Jahre alt und hat diverse Roststellen, sowie einen Knick im Korb oben links, das wohl auffälligste Merkmal.

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Es gibt eine Belohnung von 150 Euro Cash im Keirin! Keine Fragen! Falls Ihr das Rad sehen solltet, schickt uns eine Mail an
info@keirinberlin.de
oder ruft uns an unter 030-84 85 76 66″

KEIRIN: Our favourite cargo bike got stolen !!!
Oberbaumstr.5
10997 Berlin - Kreuzberg

Radfahrer, Go!

Freitag, 20.08.2010

Foto: Radfahrer, Go!
Fotograf: Bildbunt

Fahrrad-Sound-Ereignis FLOOD durch Hamburg

Donnerstag, 19.08.2010

Am kommenden Sonntag (22. August) wird es zwischen 19 und 22 Uhr ein Fahrrad-Sound-Ereignis in Hamburg geben:

“Wir übernehmen die Straßen von Hamburg. Inspiriert von Schwärmen und ihrer kollektiven Intelligenz wollen wir uns auf dem Fahrrad den städtischen Raum wieder aneignen - so ungreifbar wie eine Schallwelle.Mit Lautsprechern, Ghettoblastern und tragbaren Radios, Fahrrädern, einem mobilen Radio-Sender und Sounds, die sich je nach Umgebung ändern.

Die Route verbindet verschiedene Orte aktueller politischer Auseinandersetzungen. Orte, an denen sich die sozialen und ökologischen Auswirkungen einer von oben durchgedrückten Stadtplanung und der Widerstand dagegen zeigen.”

Probeläufe für Choreographie, Soundcheck und das Ausschwärmen mit dem Fahrrad finden am Freitag (20. August) und Sonnabend (21. August) jeweils ab 19 Uhr auf Kampnagel statt, bevor dann am Sonntag (22. August) Hamburg geflutet wird.

Kampnagel
Jarrestr. 20
Hamburg, 22303

“Schreberspacken”: FLOOD - das Fahrrad-Sound-Ereignis mit dem ‘Lab of ii’ durch Hamburg

Forschungsprojekt: Bedürfnisse von Radfahrern

Donnerstag, 19.08.2010

Das Verkehrswesenseminar an der TU Berlin führt ein Forschungsprojekt zu Bedürfnissen von Radfahrern durch. Dazu werden noch Radfahrer für ein ausführliches Interview bis zum Herbst 2010 gesucht:

“Für unser Forschungsprojekt zu Erfahrungen und Wünschen von Radfahrerinnen und Radfahrern suchen wir Interviewpartnerinnen und -partner!

Schildern Sie uns Ihre Fahrrad-Erfahrungen! Welche Routen nutzen Sie am liebsten? Worüber haben Sie sich beim Radfahren zuletzt geärgert? Wo gibt es Ihrer Meinung nach die meisten Konflikte zwischen Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern? Was halten Sie von der aktuellen Radverkehrsplanung? Welche Verkehrsregeln halten Sie für schwierig?

In einem rund 90-minütigen Interview möchten wir Ihre Erfahrungen aufnehmen.

Voraussetzungen sind, dass Sie

  • das Fahrrad ganzjährig als Hauptverkehrsmittel nutzen,
  • vornehmlich in der Berliner Innenstadt unterwegs sind und
  • zwischen 18 und 65 Jahre alt sind.

Für unsere letzten Interviews suchen wir vor allem Radfahrerinnen mit Kindern im Grundschulalter, Radfahrer zwischen 45 und 65 Jahren oder Radfahrer und Radfahrerinnen mit besonderen Fahrrädern wie z.B. Lasten-, Liege-, Sport-, Fixed-Gear- oder besonders teuren Fahrrädern.

Außerdem würden wir Sie gerne mit Ihrem Fahrrad fotografieren.

Selbstverständlich wird der Datenschutz gewährleistet. So werden die Daten anonymisiert und ausschließlich einzelne Interviewpassagen veröffentlicht, so dass eine Rückverfolgung zu einzelnen Personen nicht möglich ist.
Ziel

Ziel der Forschungsarbeit ist es, das aktuelle Planungsinstrumentarium der Radverkehrsplaner zu überprüfen und gegebenenfalls Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Darüber hinaus möchten wir ermitteln, inwiefern Regelverstöße von Radfahrern vermindert werden können.”

Anmelden könnt ihr euch auf der folgenden Webseite.
TU Berlin: Forschungsprojekt: Bedürfnisse von Radfahrern

Wieviele Räder sind auf dem Foto?

Mittwoch, 18.08.2010

wieviele-raeder-sind-auf-dem-foto.jpg

Vorgestern vor einem der größeren Fahrradhändler Berlins.
Dank an Conrad für das Foto.

Radverkehr auf Rekordniveau, in Berlin und anderswo

Mittwoch, 18.08.2010

Ein großer Hemmschuh für den Aufbau einer korrekten Radverkehrsinfrastruktur sind die völlig realitätsfremden Szenarien der Verkehrspolitiker. So erwartet die Gesamtverkehrsprognose Berlin 2025 für den Radverkehr eine lächerlich kleine Steigerung von 12,1% auf 15,7%, bezogen auf das Jahr 2006. In Wirklichkeit hat der Radverkehr in Berlin in den letzten vier Jahren so stark zugelegt, dass bereits heute der Anteil der Radler am Modal Split nahe an 16 Prozent liegt. Wenn man also den Prognostikern in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung glauben will, dann dürfte es in den nächsten 15 Jahren keine nennenswerte Steigerung mehr geben. Die Sache mit den 16 Prozent kann ich nicht mit Zahlen belegen, aber der Augenschein lehrt, dass der Radverkehr in diesem Sommer noch einmal gut zugelegt hat.

Dass es sich dabei um einen bundesweiten Trend handelt, zeigt eine Radverkehrsmessung der Stadt Köln. Die hatte im Oktober 2008 an vier Stellen in Köln Dauerzählstellen für Radfahrer eingerichtet. Die Zählpunkte befinden sich auf der Hohenzollernbrücke, der Deutzer Brücke, am Neumarkt und auf der Zülpicher Straße. Durch diese Zählstellen lassen sich Tageswerte, Wochenwerte und Monatswerte für den Radverkehr in Köln ermitteln.

Die Ergebnisse belegen einen starken Anstieg des Radverkehrs innerhalb von nur zwei Jahren. “Der bisherige Spitzenwert des Radverkehrs in Köln stammt aus dem August 2009. Dieser Höchstwert ist nun im Juni und Juli 2010 gleich zweimal hintereinander übertroffen worden. Waren es im August 2009 insgesamt 530.000 Radfahrerinnen und Radfahrer in einem Monat, so sind im Juni 2010 580.000 und im Juli 2010 sogar 610.000 Radfahrerinnen und Radfahrer an den vier Zählstellen erfasst worden.”

Stadt Köln: Radverkehr auf Rekordniveau

“Schwarzer Montag” auf Polens Strassen

Dienstag, 17.08.2010

Gestern kamen in Polen 21 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Darunter waren 6 mit dem Fahrrad unterwegs.

“Der Pressesprecher des Polizeihauptamtes in Warschau, Sokolowski, nannte als Hauptursache für die zahlreichen Unfälle überhöhte Geschwindigkeit, Nichtbeachtung der Vorfahrt und Überholen trotz Gegenverkehrs. Die Nichtbeachtung der Vorfahrt durch Kfz-Lenker wird vor allem häufig Fahrradfahrern zum Verhängnis. Überholen trotz Gegenverkehr ist ein Phänomen, dem man gerade im dichten Urlaubsverkehr auf den breiten aber zweispurigen Nationalstrassen begegnet.

Sokolowski sieht auch weiterhin im Fahren unter Alkoholeinfluss ein grosses Problem. Gestern wurden 553 alkoholisierte Kfz-Lenker ermittelt.”

aus Infoseite-Polen: “Schwarzer Montag” auf Polens Strassen

Green Music 25 Fahrrad Disko

Dienstag, 17.08.2010

Vor einem halben Jahr hatten wir schon mal das 1. Berliner Fahrradkino, das nur lief, wenn genügend Leute auf stationären Rädern in die Pedale traten, um mit Dynamos den Strom für den Projektor zu produzieren. In dieser Woche gibt es das gleiche in der Geschmacksrichtung Disko.

Die Green Music 25 Fahrrad Disko hat Premiere am Donnerstag, den 19. August 2010 in Berlin. Treffpunkt ist um 17 Uhr die Bar 25. Von dort startet die gemeinsame Radtour zu einem geheimen Ort. Und dort dann die Disko mit Bar-25-DJs. Musik gibt es nur, wenn mindestens vier Menschen dafür mit Ihren Fahrrädern Energie geben. Die Party endet, wenn es nicht mehr genug Energie gibt.

greenmusicinitiative: Green Music 25 Fahrrad Disko

Fahrradhof Altlandsberg

Dienstag, 17.08.2010

fahrradhof-altlandsberg.jpg

Der Fahrradhof in Altlandsberg kurz vor Strausberg hat ungefähr 120 Fahrradrahmen an der Fassade hängen. Witzige Videowerbung machen die Opas Jungs auf ihrer Seite auch.
Fahrradhof Altlandsberg
[via]

Fahrradcodieraktion in Wedding und Mitte

Dienstag, 17.08.2010

Die Berliner Polizei wird in dieser Woche im Wedding und in Mitte Fahrradcodieraktionen durchführen. Morgen am 18. August bietet sie in der Zeit von 11 bis 15 Uhr vor dem Eingang des Kombibades in der Seestraße 80 interessierten Radfahrern die Möglichkeit, einen persönlichen Sicherheitscode in den Fahrradrahmen einzugravieren. Darüber hinaus gibt es Tipps und Hinweise rund um die Sicherheit des Fahrrads.

Einen Tag später wird die gleiche Aktion auf dem Sportplatz in der Auguststraße in Mitte stattfinden. In der Zeit von 13 bis 16 Uhr wird die Polizei hier einen Informationsstand einrichten und fleißig weitercodieren.

Pressemeldungen Nummer 2475 und 2482 der Berliner Polizei

Neue BUMM-Lampen pushen Tagfahrlicht

Montag, 16.08.2010

Die neuen Lampen der Lumotec IQ Serie von Busch & Müller kommen mit Tagfahrlicht. Zusätzlich zum Hauptscheinwerfer haben die Fahrradlampen superhelle Signal-LEDs. Im Tagmodus leuchten die LEDs maximal hell, während der Hauptscheinwerfer nur gedimmt leuchtet. Anders im Nachtmodus: hier leuchtet der Hauptscheinwerfer mit voller und die LEDs mit verminderter Kraft. Zwei LEDs übernehmen zusätzlich die Standlichtfunktion.
Busch & Müller

100 Tage Meldeplattform Radverkehr in Frankfurt

Montag, 16.08.2010

Im Rahmen ihrer Radverkehrsoffensive hat das Fahrradbüro des Rhein-Main-Gebietes eine Meldeplattform Radverkehr eingerichtet. Ziel war es, Problemstellen und Qualitätsmängel im Radwegenetz aufzudecken und zu lösen. Nach den ersten hundert Tagen wurde Bilanz gezogen. Zwischen dem 29. April und 28. Juli waren 398 Meldungen eingegangen, also fast vier pro Tag. In der folgenden Grafik wird gezeigt, worauf sich die Meldungen bezogen:

meldeplattform-frankfurt-torte.gif

In einem großen Teil der Meldungen werden Oberflächenprobleme von Radwegen angeführt, wuchernde Pflanzen, Wurzelschäden, Pfützenbildung, Schlaglöcher usw. Weiterhin wurden Behinderungen und Probleme bei der Verkehrsführung genannt.

Auf einem Dutzend Fotos werden die Erfolge des Meldesystems dokumentiert. Dabei liegt es auf der Hand, dass sich einzelne eher marginale Probleme schneller und leichter lösen lassen, ein einzelnes Schlagloch etwa und das Geraderücken einen Spiegels. Andere, vor allem die Verkehrsführung betreffende Probleme wiederum machen den Mitarbeitern des Fahrradbüros “noch eine Weile Kopfzerbrechen”.

Bei de.rec.fahrrad kommt die Meldeplattform nicht gut weg: “Ich finde es mutig, wie die Stadt hier an ein paar nachrangigen Symptomen herumdoktort und das Ergebnis als Verbesserung präsentiert.”

Fahrradportal Frankfurt Main: Unsere Etappensiege
Meldeplattform Radverkehr Frankfurt

Martin Wollenberg von “Berlin on Bike” im taz-Interview

Montag, 16.08.2010

In manchen Bezirken gehören die geführten Radtouren von Berlin on Bike zum alltäglichen Straßenbild. Erkennbar an den knallgelben Schildern am Gepäckträger radeln sie in Gruppen von bis zu 15 Touristen durch die Stadt, mal locker und entspannt, mal unsicher schwankend, aber immer langsam. Im taz-Montagsinterview wird der ehemalige taz-Redakteur und heutige Macher von Berlin on Bike Martin Wollenberg befragt zum Nervfaktor der Fahrradtouris aus unterschiedlichen Ländern, zum rasanten Wachstum des Velotourismus in Berlin und darüber, wie Berlin grade dabei ist, sein Image als kreative Stadt kaputt zu machen.
taz: “Um in Berlin Fahrrad zu fahren, sollte man auch Fahrrad fahren können”

Foto: Berlin on bike
Fotograf: ana gasston

Apple-Patentantrag zur Fahrrad-Datenerfassung

Montag, 16.08.2010

Die Firma Apple hat letzte Woche einen Patentantrag für ein Smart Bicycle System gestellt. Das Patent hat den Titel Systems and Methods for Integrating a Portable Electronic Device with a Bicycle und beinhaltet, dass sich an verschiedenen Stellen des Fahrrades Sensoren befinden, die Daten via Kabel oder über drahtlose Systeme zum iPhone gesendet. Zusammen mit den Daten, die im iPhone selbst anfallen (GPS, Bewegungssensoren oder das Gyroskop)  ergibt sich ein vielfältiges Datenbild des Radfahrers: “speed, distance, time, altitude, elevation, incline, decline, heart rate, power, derailleur setting, cadence, wind speed, path completed, expected future path,  and pace”. Natürlich hilft die App auch bei der Navigation, Video- und Audio-Aufnahmen können ebenfalls möglich sein.

Möglich ist auch die Verknüpfung mit anderen iPhones. So können Gruppen von Radfahrern über die App und das Smartphone miteinander kommunizieren, wenn es Schwierigkeiten gibt. Gesteuert wird das Smart Bicycle System über Touchscreen oder über Sprachbefehle.
Patently Apple: Apple Introduces us to the Smart Bike

Wie man in Antwerpen ein Fahrrad ohne Werkzeug stehlen kann

Samstag, 14.08.2010

“Nachdem mir das dritte Rad gestohlen wurde, entdeckte ich, wie leicht man ein Fahrrad in Antwerpen klauen kann”, sagt pieterdefietser und fügt hinzu: “In diesem Video stehle ich als Beipiel mein eigenes Rad”.

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