Ungesalzene Hauptstraßen
Die Salzvorräte der Berliner Stadtreinigung (BSR) sind erschöpft, deutschlandweit sind die Lager leer. So wird man in diesem Winter ab sofort nur noch die Autobahnen mit Salz enteisen. Auf Hauptstraßen kommt Split mit einem geringen Salzanteil zum Einsatz. Für die wenigen auf den Straßen verbliebenen Radfahrer dürfte das eine Komforteinschränkung bedeuten, seit Jahresbeginn profitieren sie von vereisten Radwegen und dürfen daher auf der Fahrbahn fahren.
Mittwoch, 03.02.2010 um 11:02
ich bin guter hoffnung das der spuk bald ein ende hat. dann braucht man auch kein salz mehr auf den strassen
Mittwoch, 03.02.2010 um 11:02
hatte mich heute morgen schon gewundert… wenig Schneefall und trotzdem
die Strassen voll mit dem weißen Zeug.
Mittwoch, 03.02.2010 um 15:02
Ganz subjektiv habe ich diesen Winter nicht nennenswert weniger Radfahrer gesehen, als ich auch weniger Autofahrer gesehen habe. Ich hab eher den Eindruck, dass gerade durch den langen Schneefall sich mehr Leute entschlossen haben, trotzdem zu fahren. Man hatte dann ja auch Zeit, sich auszuruesten, bevor der Winter schon wieder vorbei war.
Mittwoch, 03.02.2010 um 17:02
gestern abend war der Hammer auf Berlins Hauptstrassen.. hatte Lastentransport mit Kinderanhänger zu bewerkstelligen.. absolut grenzwertig, aber auch selten so leicht, als Radfahrer das Tempo der Hinterherfahrenden zu bestimmen
Mittwoch, 03.02.2010 um 23:02
Tja, es ist eben Deutschland hier. Woanders ist mensch schlauer: Salt Shortage - Priority for Bicycles
(Was jetzt nicht heißen soll, dass ich unbedingt wieder auf die Radwege zurück möchte.)
Mittwoch, 03.02.2010 um 23:02
Wie knapp die Vorräte tatsächlich sind bleibt etwas unklar. Einerseits gibt es die Meldungen, dass eben kaum noch Salz da sei. Andererseits gibt es, wie z. B. unter http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/detail_ddp_2651930950.php zu lesen, auch ein Dementi.
Allerdings ist schon aufgefallen, dass die Straßen heute “anders” aussahen als an den Vortagen. Und offenbar nicht direkt ab Arbeitsbeginn des Winterdienstes, sondern erst zwischendurch auf “reduziertes Winterprogramm” umgestellt wurde. So war beispielsweise auf der Kreuzbergstraße deutlich zu sehen, dass diese zwar in West-Ost-Richtung gut vom Winterdienst versorgt worden war, in der Gegenrichtung jedoch nur sehr behelfsmäßig. Weiter außerhalb war die Situation bereits deutlich kritischer, z. B. in Lankwitz die vierspurige und nicht gerade schwach befahrene Kaiser-Wilhelm-Straße war morgens erstmalig gar nicht gescheit geräumt, dort gab’s Dreckschlacht pur.