Radfahrkampagne in Berlin

Donnerstag, 31.12.2009

Berlin gehört neben den vier Städten Freiburg, Braunschweig, Kiel und Herzogenaurach zu den Gewinnern des Wettbewerbs “Emissionsfreie Mobilität in Kommunen”. Aus ursprünglich 55 Bewerberstädten wurden diese Kommunen ausgewählt, um dort im Jahr 2010 die Kampagne “Kopf an - Motor aus” des Bundesumweltministeriums zur Förderung CO2-freier Mobilität aus Kurzstrecken umzusetzen.

In den fünf ausgewählten Orten werden im kommenden Jahr etwa eine Million Euro für Öffentlichkeitsarbeit für den Fuß- und Radverkehr ausgeben. In Berlin soll die Imagekampagne für nachhaltigen Verkehr hauptsächlich in den Bezirken Mitte und Treptow-Köpenick laufen. Dort wird es vom Frühjahr bis zum Herbst 2010 eine Fülle von Aktivitäten geben, von Kinospots über Plakataktionen bis zu Events im öffentlichen Raum.

Die Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer wertete die Entscheidung als großen Erfolg für Berliner Verkehrspolitik: “Wir werden den Schwung der Kampagne nutzen, um die umweltfreundlichsten Verkehrsarten, das Zu-Fuß-Gehen und das Radfahren weiter zu fördern. Das dient nicht nur dem Klima­schutz, sondern der Lebensqualität in der Stadt insgesamt.”

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Großer Erfolg für Berliner Verkehrspolitik: Sieg bei Wettbewerb um Kampagne für den Fuß- und Radverkehr

Velo als Waffe

Mittwoch, 30.12.2009

Wozu man ein Fahrrad auch benutzen kann, zeigt dieser chinesische Mann, der sein Rad zwei auf einem Motorrad flüchtenden Räubern entgegenschleudert. Ich bin nicht sicher, ob ich das ebenfalls tun würde, wenn ich mein neues Fahrrad dabei hätte, das seit Weihnachten im Keller steht.
[via]

schönes fahrradflash

Mittwoch, 30.12.2009

jetzt in der kalten Jahreszeit ein kleiner Film mit Sommerbildern von der Designerin Nora Tomm:

Hier zum Film

Mit dem Fahrrad ins Hochhaus

Montag, 28.12.2009

In Zukunft soll es möglich sein, in New Yorks Hochhauslandschaft Manhattan sein Fahrrad mit an den Arbeitsplatz zu nehmen, egal ob der im 20. oder im 50. Stockwerk liegt. Nach einem kurz vor Weihnachten in Kraft getretenen Gesetz werden Hochhausbetreiber verpflichtet, Angestellten die Mitnahme ihres Rads zu erlauben, sofern in dem Wolkenkratzer ein separater Warenlift vorhanden ist.

In der Hudson Street stellte das Immobilien-Unternehmen Trinity vor kurzem sogar ein komplettes Geschoss zur Verfügung, um 100 Räder parken zu können.
Süddeutsche Zeitung: Mit dem Fahrrad ins Hochhaus

Öffnungszeiten zwischen den Jahren

Donnerstag, 24.12.2009

Zwischen Weihnachten und Silvester haben wir regulär geöffnet. Heute und am 31. Dezember sind Werkstatt und Laden bis 14:00 Uhr offen. Montag (28. Dezember), Dienstag (29.) und Mittwoch (30. Dezember) ist geöffnet wie normal. Am Sonnabend, dem 2. Januar steht ihr bei uns vor verschlossenen Türen. Ab Montagmorgen (4. Januar) 10:00 Uhr (Werkstatt) und 11:00 Uhr (Laden) starten wir ins neue Jahr.
Schöne Tage wünscht Euch die Rad-Spannerei

Das alte Stadtrad wird neu erfunden.

Mittwoch, 23.12.2009

Die meisten Auguren der Fahrradbranche sind sich ja einig: Stadt und Tourenräder sind die nächsten Jahre der Renner. Klar, viele Städte bauen ihre Verkehrsinfrastruktur mehr oder weniger stark um und promoten das Fahrrad als ideales innerstädtisches Verkehrsmittel. Jetzt haben auch US-amerikanische Fahrradbauer das Cityrad entdeckt. Im nächsten Jahr gibt es in diesem Segment eine Reihe interessanter neuer Fahrräder aus den USA. Hervorzuheben ist die Kategorie der leichten Lasten-Fahrräder mit speziellen Gepäckträger-Systemen.

Am Besten gefallen hat mir das Modell von Trek:

trek belleville

Zwei Gepäckträger, ein langer Kettenschutz, Dreigang-Nabenschaltung mit Freilauf, das Frontlicht im Gepäckträger untergebracht und dazu sieht alles sehr solide aus. Darüber hinaus ist es auch noch hübsch gestaltet. Abstriche gibts nur beim zu kurzen Vorderschutzblech und den spiddeligen Bremsgriffen. Ein gelungenes Alltagsrad.

Specialized hat auch ein interessantes Stadtrad am Start, es heißt Live und ist leider aus Aluminium:

specialised live

Eine neu-Interpretation vom schnellen Zeitungsausträger-Fahrrad der 20er bis 60er Jahre in Frankreich und den USA. Sehr schöne und auch funktionale Schutzbleche, endlich mal in einer ausreichenden Länge! Stabiler Vorderradgepäckträger zum Mitlenken. Zusammen mit dem nach hinten gekröpften Lenker ergibt sich ein sehr gutes handling fürs schnelle Fahren mit Last. Stabiler Doppelständer und Lenkungsdämpfer sorgen für einen sicheren Stand. Scheibenbremsen und Zahnriemenantrieb gibts auch noch dazu, die sind zwar schlechter selbst zu reparieren, aber im Optimalfall recht wartungsarm. Minuspunkte für fehlende Lichtanlage und natürlich das Rahmenmaterial. Ansonsten ein tolles Rad für die Stadt!

Gary Fisher hat ein ganz ähnliches Rad im Programm, das Design des Simple City ist nicht ganz so gelungen wie bei Specialised, wieder fehlt die Lichtanlage und der Rahmen ist aus Aluminium. Doppelständer ist angebaut, aber wo ist der Lenkungsdämpfer? Beim Schutzblech der gleiche Fehler wie beim Trek. Abgekupfert, aber nicht richtig hingeschaut! Trotz der kleinen Schwächen aber ein Fahrrad, das für den täglichen Gebrauch in der Stadt geeignet ist.

gary fisher simple city

Fahrrad im Ohr

Dienstag, 22.12.2009

Temporäre Kunsthalle:

Zeigen.
Eine Audiotour durch Berlin von Karin Sander.
05.12.2009 - 10.01.2009

NUMMER 267

Eintritt frei!

Johannes Hampel sucht sein Fahrrad

Samstag, 19.12.2009

johannes-hampels-fahrrad-200x130.jpgJohannes Hampel, Vorsitzender der Bezirksgruppe Kreuzberg-Friedrichshain des ADFC, wurde am Donnerstag Opfer eines Fahrraddiebes. Das Fahrrad war in der Schützenstraße (vermutlich im Bezirk Mitte) geparkt, als es gestohlen wurde. Wie und woran das Rad abgeschlossen war, schreibt Johannes nicht, lediglich, dass er es “ordnungsgemäß abgestellt hatte”.

Hier noch einige Details zum geklauten Rad. Es handelt sich um ein Citirad Arcadia TS. 08, die Rahmennummer ist D184174. Neu gekauft war es am 30. Mai 2006 in Kreuzberg zum Kaufpreis von 499.- Euro. Ein Klick auf das Foto zeigt das Fahrrad in groß.

Ich kann gut verstehen, dass so ein Verlust schmerzt. Johannes: “Genau durch dieses Rad habe ich den endgültigen Übergang zum Fahrrad als Hauptverkehrsmittel geschafft. Weg vom Auto, weg von der BVG. Es hat mich zu einem freieren, gesünderen, entspannteren, glücklicheren Menschen gemacht.”

Wer das Fahrrad sieht, informiert bitte erst die Polizei und dann Johannes.
Johannes Hampel: Verlustmeldung Fahrrad, oder: “Das findest du am Wochenende am Mauerpark!”

LandArt im Kottbusser Park

Freitag, 18.12.2009

Ist es eine permanente Ausstellung oder doch nur temporär?

Land

Benno Koch bald nicht mehr Fahrradbeauftragter

Donnerstag, 17.12.2009

Die Pressestelle der Stadtentwicklungssenatorin teilte heute mit, dass Benno Koch sein Amt als Berliner Fahrradbeauftragter aufgibt. “Koch und die Senatsverwaltung einigten sich in beiderseitigem Einvernehmen darauf, die langjährige Zusammenarbeit zu beenden.”

Staatssekrekärin Krautzberger würdigte die mehr als sechs Jahre lange Arbeit von Koch. “Ohne Benno Koch hätte der Radverkehr in Berlin heute nicht den Stellenwert, den er mittlerweile auch in der Politik und den Medien erworben hat”, so die Staatssekretärin. Dass das Fahrrad in Berlin immer stärker als Alltagsverkehrsmittel genutzt wird, sei nicht zuletzt auch Kochs Verdienst.

Abschließend teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit, dass sich die Arbeit des Fahrradbeauftragten bewährt habe und deshalb fortgeführt werden solle. Eine geeignete Nachfolgeregelung werde vorbereitet.
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Staatssekretärin Maria Krautzberger würdigte großes Engagement des Fahrradbeauftragten Benno Koch

Kopenhagen: Autos sind ein Teil des Problems, Fahrräder sind ein Teil der Lösung

Donnerstag, 17.12.2009

Der Europäische Radfahrer-Verband (abgekürzt: ECF für European Cyclists’ Federation) hat einen Brief an die Delegierten der Europäischen Union beim Klimagipfel in Kopenhagen geschrieben. Darin betont der ECF, dass der Verkehr 40 Prozent aller CO2-Emissionen verursacht. Der Transport von Personen und Gütern ist also ein Teil des Problems, vor dem die Klima-Konferenz in Kopenhagen steht.

Fahrräder sind ein Teil der Lösung. Eine Verdreifachung des Radverkehrs in Europa auf Kosten des indivduellen Automobilverkehrs würde zur Einsparung von 49,1 Millionen Tonnen CO2 führen, was einer fünfprozentigen Senkung der Verkehrsemissionen entspricht.
[via]
ECF: Brief des ECF an die EU-Delegation

Polizei walzt Fahrraeder in Kopenhagen platt

Mittwoch, 16.12.2009

Heute stand der Protest gegen die Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen unter dem Motto “Reclaim Power!”. Ziel war es die Verhandlungen zu unterbrechen, um einen Raum fuer die Anliegen derjenigen zu schaffen, die am staerksten vom Klimawandel betroffen sind, aber gleichzeitig am wenigsten Gehoer in der Diskussion finden: die Menschen aus dem sogg. globalen Sueden. Zwei normale Demonstrationen und eine “Bike-Block” betitelte Fahrraddemo bewegten sich heute Morgen aus verschiedenen Richtungen zum Kongess-Zentrum, um dort vor der Tuer mit kritischen Delegierten aus der Klimakonferenz zusammen zu treffen. Dort sollte dann eine Peoples Assembly die alternative Agenda verhandeln. Doch dazu sollte es nicht kommen: Daenische Polizei attakierte die Demonstranten mit Traenengas und Knueppeln und verpruegelte auch die Delegierten, die aus dem Kongess-Zentrum zu der Peoples Assembly gelangen wollten vor den Kameras der versammelten Weltpresse. Mindestens vier Fahrraeder wurden auf der Demonstration von Mannschaftswagen der Polizei gezielt plattgefahren.
Wie der Klimawandel zu haendeln ist, das entscheiden in dieser Woche die Staatschefs. Andere Stimmen werden zumindest in der Naehe des Kongess-Zentrums nicht geduldet. Ein erstaunlich unentspannter Umgang mit abweichenden Meinungen im Staate Daenemark.

“Ausstieg Links - exit leftside”

Mittwoch, 16.12.2009

Heute mal was ganz anderes. Ein kleines Video über das Reisen mit der S-Bahn. Wer von euch schon mal bei uns in der Werkstatt oder im Laden war, dem kommt vielleicht das eine oder andere Schauspielergesicht bekannt vor.

Tödlicher Abbiegeunfall in Pankow

Montag, 14.12.2009

Erneut wurde heute eine Radfahrerin Opfer eines rechtsabbiegenden Lastkraftwagens. Die Polizei teilt mit, dass gegen 12:15 Uhr eine 28-jährige Radfahrerin auf der Radspur der Greifswalder Straße in Pankow fuhr. Ein 25-jähriger LKW-Fahrer, der mit seinem Auflieger von der Greifswalder Straße in die Grellstraße abbiegen wollte, übersah die Radfahrerin. Die Radfahrerin kam unter den LKW und wurde lebensgefährlich verletzt. Kurze Zeit später starb sie in einem nahegelegenen Krankenhaus an ihren Verletzungen.

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 3308 vom 14.12.2009 - 18:05 Uhr.

Von den neun Radfahrerinnen und Radfahrern, die bisher in Berlin im Jahr 2009 ums Leben gekommen sind, waren allein drei Fälle, bei denen die Unfallursache lautet: rechtssabbiegender LKW.

Berliner Verkehr – Benimmregeln

Montag, 14.12.2009

Folgende Situation: man hat gerade mit dem Auto aus triftigem Grund einen Radfahrer eng überholt und der zuckt rum. Was tun?

Man hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten: weiterfahren und den Radfahrer verhöhnen, z.B. durch Gesten (drohender Zeigefinger, Achselzucken) oder verbal (”was willst Du denn?”). Zweite Möglichkeit: Aggressivität, z.B. durch ausbremsen und anbrüllen, aussteigen oder Drohen mit körperlicher Gewalt.

Wichtig: Auf jeden Fall hat der Radfahrer schuld, da muss man zur Not etwas kreativ werden:

  • “Fahr’ auf dem Radweg” ist der Klassiker. Das Schöne daran: man muss sich nicht darum kümmern, ob dort ein Radweg existiert oder nicht.
  • “Was fährst Du auch so langsam rum” ist schwächer, aber beliebt und wird allgemein akzeptiert.
  • “Ich muss schnell [nach Hause|zum Krankenhaus|hier durch]” ist nicht zu bevorzugen, da hier die Schuld des Radfahrers nicht deutlich genug artikuliert wird.
  • Fällt einem gar nichts ein, geht immer noch ein “Die Radfahrer fahren alle bei Rot”. Das ist eine bei allen Verkehrsteilnehmern, der Presse und dem ADAC anerkannte Schuldzuweisung, die keine Fragen offen lässt.

Ergänzung 1: ist man Berufskraftfahrer, sollte man das durch besonders enges Vorbeifahren demonstrieren, da man ja die Fähigkeit dazu langjährig erworben hat. Gleiches gilt für Leute, die beruflich auf ihren Führerschein angewiesen sind.

Ergänzung 2: ist der Radfahrer eine Frau, hat man noch die vielfältigen Möglichkeiten der sexuellen Beschimpfung, die man tunlichst verwenden sollte. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ein romantischer Abend?

Der Beitrag ist bei Rauhe Sitten unter dem Titel Berliner Verkehr – Benimmregeln: Teil 1 erschienen. Weitere Benimmregeln Teil 2 und Teil 3.

Zwölfjähriger von Fahrrad angefahren

Montag, 14.12.2009

Bereits gestern hat sich ein Verkehrsunfall in Kreuzberg ereignet, bei dem ein zwölfjähriger Junge von einem Fahrrad angefahren und schwer verletzt wurde. Nach Erkenntnissen der Polizei stieg der Junge gegen 12:00 Uhr aus einem Auto in der Adalbertstraße aus und wollte vor dem Auto die Straße überqueren. “Hier übersah der Knabe offensichtlich einen 45-jährigen Radfahrer. Trotz eines Ausweichmanövers und einer Vollbremsung konnte der Radler den Zusammenstoß nicht verhindern. Der Zwölfjährige erlitt bei dem Unfall eine Schienbeinfraktur und wurde durch Einsatzkräfte der Feuerwehr zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gefahren. Der Radfahrer blieb unverletzt.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 3301 vom 13.12.2009 - 16:50 Uhr

Bericht von der Klimademo in Kopenhagen

Sonntag, 13.12.2009

Oje, jetzt muss ich erstmal mit der dænischen Tastatur klarkommen… Ich bin nach auch Kopenhagen gefahren, um fuer eine andere Verkehrspolitik zu demonstrieren, weg vom Fetisch des motorisierten Individualverkehr, dem Flæchenfrass immer neuer Strassen und der Meinungsfuehrerschaft der Autobauer. Das Fahrrad, gerade in seiner puristischen Ausfuehrung ohne Gangschaltung, ist in Kopenhagen ueberaus hæufig anzutreffen und genau das sollte uns auch in der Diskussion ueber Elektrobikes zu denken geben. Das Fahrrad der Zukunft ist meines Erachtens vor allem stabil, und falls doch etwas kaputt geht møglichst ohne Aufwand selbst zu reparieren. Vielleicht so æhnlich wie ein typisches “Kopenhavn Cycler”

Es war eine unueberschaubar grosse Masse verschiedenster Menschen, die sich gestern in Kopenhagen versammelte, um parallel zum UN-Klimagipfel auf die Strasse zu gehen. Optisch dominiert durch schwarz-gelbe Schilder mit Aufschriften wie: “planet not profit” oder “change the politics not the climate”, aber auch mit vielen selbstgemachten Transparenten und Schildern bot sie einen guten Ueberblick der verschiedenen Motivationen von Menschen aus ganz Europa und darueber hinaus gegen Klimawandel zu demonstrieren. Fahrræder gab es natuerlich auch eine Menge sowohl am Rand der Demo als auch mitten drin (was tatsæchlich immer etwas etwas nervt). Das Schild “burn fat not oil” mit der Abbildung eines Fahrrades kam mir gleich mehrere Male vor die Nase.

Kopenhagen ueberlæsst RadfahrerInnen anders als in Berlin voellig selbstverstændlich, wie es mir scheint, deutlich mehr Raum auf den Strassen als in Berlin. Der Platz ist hier vielleicht anders als in Berlin nie verloren gegangen. Die Verkehrsplanung hat zweispurige Radwege auf jeder Seite der Strasse und auch Abstellmøglichkeiten fuer Fahrræder flæchendeckend realisiert, echt beeindruckend!

LEDs gegen Rechtsabbiegerunfälle

Samstag, 12.12.2009

Die Stadt Kopenhagen hat an vier Kreuzungen LEDs angebracht, um rechtsabbiegende Kraftfahrer vor Radfahrern zu warnen. Die LED-Lichter werden von Sensoren unter dem Asphalt angesteuert. Sobald sich Radler auf den letzten Metern vor der Kreuzung befinden, beginnen die Lichter zu leuchten.
[via]

Radfahrerin bei Verkehrsunfall in Tempelhof-Schöneberg tödlich verunglückt

Donnerstag, 10.12.2009

Ein Verkehrsunfall in Marienfelde hat heute Mittag das achte Todesopfer unter den Radfahrern in diesem Jahr gefordert.

Aus dem Bericht der Polizei: “Die 49-Jährige war gegen 12 Uhr 45 mit ihrem Rad im Richard-Tauber-Damm unterwegs. An der Kreuzung Buckower Chaussee übersah ein neben ihr befindlicher Lkw-Fahrer die Frau, als er nach rechts in Richtung Nahmitzer Damm abbog. Die Radlerin geriet hierbei unter die Räder der Zugmaschine und zog sich schwerste Verletzungen zu. Ein alarmierter Notarzt versuchte noch, die Frau zu reanimieren, konnte aber letztendlich nur noch den Tod feststellen.”

Nach Angaben der Polizei erlitt der 53-jährige Fahrer des MAN-Lastwagens einen Schock und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 3286 vom 10.12.2009 - 14:25 Uhr

Nicht komplett verkehrstauglich

Mittwoch, 09.12.2009

Berlinfixed wurde heute von der Polizei erwischt. Ein flüchtiger Blick auf die Mängelliste (in groß nach dem Klick auf das Foto) zeigt, dass sie einiges an seinem Fahrrad auszusetzen hatte. Berlinfixed: “Rechnung für den Spaß kommt noch, da ich da noch so ein gewisses Lichtzeichen zur falschen Zeit überfahren hab, meinte der nette Man in grün das ich wohl mit guten 200 Tacken rechnen darf.”
Berlinfixed: Just An Example

maengelliste.jpg

Winterpause für Call a Bike

Mittwoch, 09.12.2009

Das Fahrradmietsystem Call a Bike der Deutschen Bahn geht in die Winterpause. An den Standorten Berlin, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Köln und München werden 6 000 Räder aus dem Verkehr gezogen und in die DB-Werkstätten verfrachtet. Dort werden sie auf Herz und Nieren geprüft und ab März 2010 wieder frisch auf die Straße gebracht. Echte CallBike-Fans müssen in diesen fünf Städten aber auch während der Wintermonate nicht auf ihr rot-silbernes Mietfahrrad verzichten: Sie können sich ihr persönliches Exemplar während der drei Wintermonate für pauschal 60 Euro mieten.
DB: Call a Bike geht in die Winterpause

Berliner Schwarzbuch Fahrradfallen

Mittwoch, 09.12.2009

Claudia Hämmerling, grünes Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus, sammelt zur Zeit Beispielorte in der Stadt, die Radfahrern eigentlich nicht zuzumuten sind. Ihr Schwarzbuch Fahrradfallen will sie dem Senat zukommen lassen und damit die Belange der Radfahrer unterstützen. Das berichtet die taz heute.

In der Papierausgabe der tageszeitung werden ein halbes Dutzend Beispiele für Fahrradfallen in der Stadt dokumentiert. Die von den Grünen erstellten Fotos zeigen verwaiste Fahrradständer hinter einem Einkaufszentrum und unvermittelt auftauchende Baustellen in Zehlendorf, zugeparkte Fahrradwege und unklare Verkehrsführungen in Mitte. Claudia Hämmerling sucht weiter Gefahrenstellen für Radler. Hinweise nimmt sie unter
claudia.haemmerling@gruene-fraktion-berlin.de entgegen.

taz: Das macht radlos

Fahrradinfrastruktur in Kopenhagen

Mittwoch, 09.12.2009

Berlinradler hat hier im Blog mal geschrieben, gute Fahrradinfrastruktur sei fast kostenlos zu erreichen: “Sperren von Nebenstraßen für den Durchgangsverkehr durch Barrieren und Ausschildern sinnvoller Routen. Schaffung echter Fahrradstraßen.”

kopenhagen-hafen.jpg

Kopenhagen geht einen anderen Weg. Hier wird viel Geld ausgegeben, um eine optimale Verkehrsführung für den Radverkehr zu erhalten. Anfang des Jahres hat die Stadt Kopenhagen einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um das Hafenviertel besser an das Stadtzentrum anzuschließen. Das Gebiet war früher geprägt von maritimem Gewerbe, heute beherbergt es vorwiegend Kunst- und Kultureinrichtungen und wird entsprechend häufig mit dem Fahrrad angesteuert. Wie man auf dem oberen Foto sehen kann, ist eine Serie von Fußgänger- und Fahrradbrücken über das Hafengebiet geplant.

kopenhagen-schmetterlingsbruecke.jpg

Die Schmetterlingsbrücke befindet sich an einer Stelle, an der verschiedene Kanäle kreuzen. Sie verbindet Wege in drei verschiedene Richtungen und überspannt zwei Hafenbecken. Zwei der drei Brückenarme sind durch einen diskret unter der Brücke situierten Hydraulikmechanismus zu öffnen und ermöglichen die Durchfahrt von großen Segelbooten. Dort, wo die Brückenarme zusammentreffen, wird ein kleiner Platz auf dem Wasser gebildet, der neue Perspektiven und Ausblicke auf die Stadt und ihren Hafen bietet. Die Schmetterlingsbrücke wurde von Dietmar Feichtinger Architects aus Pais/Wien entworfen, die auch schon andere spektakuläre Fußgänger- und Radfahrerbrücken gebaut haben.
Foto Luftbild: copenhagenize
Brückenfotos: Dietmar Feichtinger Architects
copenhagenize: New Bicycle Bridges Over Copenhagen Harbour

Mumia Abu-Jamal Fahrraddemo

Mittwoch, 09.12.2009

Heute findet eines der letzten Fahrraddemos des Jahres statt. Anlässlich der Verhaftung Mumia Abu-Jamals am 8. Dezember 1981 soll ein weltweiter Aktionstag auf die drohende Hinrichtung des Journalisten und Schriftstellers hinweisen. Die Fahrraddemo beginnt um 16:00 Uhr auf dem Boxhagener Platz in Friedrichshain und führt zur Botschaft der USA am Pariser Platz. Dort wird um 17:30 Uhr eine Abschlusskundgebung durchgeführt.
Mumia Abu-Jamal

Batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung ist ab Januar 2010 erlaubt

Mittwoch, 09.12.2009

Nach einer Meldung des ADAC ist eine ausschließlich batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung ab dem 1. Januar 2010 erlaubt. Dann haben Radfahrer die Wahl, ob sie ihr Fahrrad mit einem Dynamo oder mit batteriebetriebenen Scheinwerfern und Rückleuchten ausstatten. Zur Zeit ist eine Batterieleuchte nur bei Rennrädern unter 11 Kilogramm legal, andere Räder ohne Dynamolicht gelten als nicht verkehrstauglich.
auto.de: Batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung ab 2010 erlaubt

Numminen: Fahrradfahren ist notwendig

Dienstag, 08.12.2009

Mauri Antero Numminen ist ein finnischer Sänger, Komponist, Entertainer, Schriftsteller und Filmemacher. Sein Musikstil bewegt sich seit vielen Jahrzehnten zwischen finnischem Tango, Jazz, Rock und abstrakter Musik.In Deutschland wird Numminen gelegentlich mit Helge Schneider verglichen, was vor allem in einer gewissen Ähnlichkeit im optischen und stimmlichen Erscheinungsbild begründet sein dürfte. Eine weitere Gemeinsamkeit beider Künstler ist die Affinität zum Jazz sowie der humoristische, aber doch ehrfurchtsvolle Umgang damit. In seinem Heimatland Finnland hat Numminen immer wieder Skandale ausgelöst. Sein Song Naiseni kanssa eduskuntatalon puistossa (Mit meiner Braut im Parlamentspark ) bleibt sechs Jahre lang im Radio verboten, da der Text das finnische Parlament verunglimpfe und zum Alkoholmissbrauch aufrufe. Ein Auftritt, bei dem Numminen ein Handbuch des Geschlechtslebens vertont, wird von der Polizei aufgelöst. Hier seht ihr M.A. Numminen  als Lenin in dem Stück Fahrradfahren ist notwendig.
Wikipedia über Mauri Antero Numminen
[via]

Mit Fahrrad schneller als Bus und Auto

Montag, 07.12.2009

Über Kopenhagen als Hauptstadt der Radfahrer berichtet Agnes Handwerk in einem viertelstündigen Radio-Feature bei  Deutschlandradio Kultur, das man auch lesen kann.
Zum Hören: dradio: Schneller als Bus und Auto
Zum Lesen: dradio: Schneller als Bus und Auto

Umweltminister will Fahrrad kaufen

Donnerstag, 03.12.2009

Wer erwartet hat, dass die neue Bundesregierung den Trend zum Fahrrad verschlafen würde, muss umdenken. Jetzt hat sogar der neue Umweltminister Norbert Röttgen angekündigt, sich ein Fahrrad kaufen zu wollen. Und fahren will er damit natürlich auch. Sogar ins Büro. Toll! Entlockt haben zwei Kinderreporter von Spiegel Online dem Minister das bisher gut gehütete Geheimnis:

Frage: “Wir wollen wissen, was Sie ganz privat tun.”

Röttgen: “Da strenge ich mich an, zum Einkaufen nicht mit dem Auto zu fahren, Müll zu trennen und das Licht auszuschalten, wenn ich als Letzter aus einem Zimmer gehe.”

Frage: “Fahren Sie in Berlin mit dem Fahrrad von Ihrer Wohnung ins Büro?”

Röttgen: “Ich will mir nach dem Winter ein Fahrrad anschaffen und dann manchmal damit ins Büro kommen statt mit dem Auto.”

Spiegel Online: “Wir müssen anders leben”

Doored

Mittwoch, 02.12.2009

Doored ist ein englisches Verb, das ich vorher noch nie gehört habe. Es bedeutet wohl: “Als Radfahrer Opfer einer sich plötzlich öffnenden Fahrzeugtür werden”. Die Animation lehrt: “Lieber Abstand halten! Hinter jeder Autotür kann sich ein Mensch befinden, der mehr mit sich selbst beschäftigt ist statt auf den Radverkehr zu achten.”

[via]

Parkkonzept für Fahrräder in Charlottenburg

Mittwoch, 02.12.2009

Der Doppelbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat ein Abstellkonzept für Fahrräder beschlossen. Der Bezirk hatte im Sommer die Zählung parkender Fahrräder an 225 Standorten durchgeführt und dabei an zahlreichen Orten Defizite registriert. Der Westbezirk verfügt über
9 600 Anlagen zum Fahrradparken. Zusätzlich wurden 9 200 geparkte Fahrräder an Bäumen, vor Häusern oder Mauern gezählt.

In den nächsten fünf bis sechs Jahren sollen deshalb nach und nach zunächst rund 1 700 so genannte Kreuzberger Bügel aufgestellt werden. Der Bezirk will 250 000 Euro in die Hand nehmen, um neue Fahrradparkmöglichkeiten innerhalb des S-Bahnrings und darüber hinaus in ausgewählten Gebieten wie beispielsweise am Olympiastadion zu schaffen. Baustadtrat Gröhler: “Wir wollen den Radfahrern ein Angebot machen und auch das Stadtbild verschönern”.
Berliner Zeitung: Parken am Bügel

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