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Kommentare zu: Immer weniger Autoverkehr in Berlin http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/ vom Fahrradkollektiv Admiral - und Kottbusser Straße in Kreuzberg Tue, 22 May 2012 19:56:55 +0000 http://wordpress.org/?v=2.3.1 Von: Wo Radstreifen funktionieren und wo nicht » Rad-Spannerei http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27104 Wo Radstreifen funktionieren und wo nicht » Rad-Spannerei Mon, 24 Aug 2009 14:43:21 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27104 [...] den Kommentaren zum Beitrag Immer weniger Autoverkehr in Berlin geht es zur Zeit um das Thema Radstreifen. Chris vertritt eine grundsätzlich kritische Haltung zu [...] […] den Kommentaren zum Beitrag Immer weniger Autoverkehr in Berlin geht es zur Zeit um das Thema Radstreifen. Chris vertritt eine grundsätzlich kritische Haltung zu […]

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Von: berlinradler http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27093 berlinradler Mon, 24 Aug 2009 08:29:09 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27093 Bei den Bildern auf der letzten von Chris verlinkten Seite wird einem ganz anders. Das kommt einem Radfahrverbot für alle gleich, die weder ihr Leben aufs Spiel setzen noch andauernd angehupt werden wollen. Gibt es keine Mindestbreiten für Schutzstreifen? Ich weiss, dass das in Berlin mal ein Thema war und man sich - wenn ich mich recht erinnere nach einem Unfall - auf Mindestbreiten geeinigt hat. Bei den Bildern auf der letzten von Chris verlinkten Seite wird einem ganz anders. Das kommt einem Radfahrverbot für alle gleich, die weder ihr Leben aufs Spiel setzen noch andauernd angehupt werden wollen.

Gibt es keine Mindestbreiten für Schutzstreifen? Ich weiss, dass das in Berlin mal ein Thema war und man sich - wenn ich mich recht erinnere nach einem Unfall - auf Mindestbreiten geeinigt hat.

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Von: ChrisHuebsch http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27092 ChrisHuebsch Mon, 24 Aug 2009 08:18:31 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27092 @Linda: Ja auch zu den von dir nachgefragten "Schutzstreifen" habe ich was zu sagen. (Ich werde wohl auch dazu mal einen Artikel schreiben.) Schutzstreifen werden da eingerichtet, wo für "richtige" Radfahrstreifen kein Platz ist. Dummerweise ist schon der "richtige" Radfahrstreifen das, was man eigentlich als Minimalbreite für sicheres Radfahren ansieht. Dem Autofahrer ist es eigentlich egal, ob der Streifen nun aus Strichellinien oder breiter Linie besteht. Ich würde behaupten, dass 85% aller Autofahrer da den Unterschied nicht einmal wissen. Für sie wird der Straßenraum geteilt in "ihre" Straße und den Teil für Radfahrer. Also wird entlang der Linie gefahren (egal wie die aussieht). Sehr, sehr unangenehm, wenn man dann als Radfahrer gerade einmal 80 cm Platz zugebilligt bekommt. Doof ist, wenn dann doch noch rechts ein Parkstreifen eingerichtet wird (was nicht selten der Fall ist) und dann eine öffnende Tür gleich den gesamten Streifen "sperrt". Im übrigen hat beim Anlegen von Schutzstreifen am Fahrbahnrand ein Halteverbot ausgesprochen zu werden. Haltende Autos zum drumrumfahrne sollte es eigentlich nicht geben - theoretisch... ;-) Bilder hab ich auch, wie sowas aussieht: http://www.huebsch-gemacht.de/radwege/filter.php?cmd=filter&ort[]=ssks& @Linda: Ja auch zu den von dir nachgefragten “Schutzstreifen” habe ich was zu sagen. (Ich werde wohl auch dazu mal einen Artikel schreiben.)

Schutzstreifen werden da eingerichtet, wo für “richtige” Radfahrstreifen kein Platz ist. Dummerweise ist schon der “richtige” Radfahrstreifen das, was man eigentlich als Minimalbreite für sicheres Radfahren ansieht.

Dem Autofahrer ist es eigentlich egal, ob der Streifen nun aus Strichellinien oder breiter Linie besteht. Ich würde behaupten, dass 85% aller Autofahrer da den Unterschied nicht einmal wissen. Für sie wird der Straßenraum geteilt in “ihre” Straße und den Teil für Radfahrer. Also wird entlang der Linie gefahren (egal wie die aussieht). Sehr, sehr unangenehm, wenn man dann als Radfahrer gerade einmal 80 cm Platz zugebilligt bekommt.

Doof ist, wenn dann doch noch rechts ein Parkstreifen eingerichtet wird (was nicht selten der Fall ist) und dann eine öffnende Tür gleich den gesamten Streifen “sperrt”.

Im übrigen hat beim Anlegen von Schutzstreifen am Fahrbahnrand ein Halteverbot ausgesprochen zu werden. Haltende Autos zum drumrumfahrne sollte es eigentlich nicht geben - theoretisch… ;-)

Bilder hab ich auch, wie sowas aussieht:

http://www.huebsch-gemacht.de/radwege/filter.php?cmd=filter&ort[]=ssks&

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Von: Prokrastes http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27058 Prokrastes Wed, 19 Aug 2009 10:38:04 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27058 > Oft frage ich mich aber, wozu vielbefahrene Hauptstraßen überhaupt > eine Lösung für Radfahrer brauchen, wenn diese ihre Situation nicht > verbessert. Der bessere Weg ist in manchen Fällen wohl der Verzicht > auf Radverkehrsanlagen und das Ausschildern alternativer Wege. Und da schließt sich der Kreis zu meiner Frage am Anfang: Die Umwidmung der Prinzregentenstraße zur Fahrradstraße wäre ein ebensolcher alternativer Weg. Eine Alternative zur wenige hundert Meter weiter westlich liegenden Bundesallee, die mit ihren FahrradWeg!en und dem Autorennpistencharakter nicht zum Radfahren einlädt. Was ist nun mit der Umwidmung, die bereits Anfang 2008 angekündigt wurde? Warum passiert da nichts? > Oft frage ich mich aber, wozu vielbefahrene Hauptstraßen überhaupt
> eine Lösung für Radfahrer brauchen, wenn diese ihre Situation nicht
> verbessert. Der bessere Weg ist in manchen Fällen wohl der Verzicht
> auf Radverkehrsanlagen und das Ausschildern alternativer Wege.

Und da schließt sich der Kreis zu meiner Frage am Anfang:

Die Umwidmung der Prinzregentenstraße zur Fahrradstraße wäre ein ebensolcher alternativer Weg. Eine Alternative zur wenige hundert Meter weiter westlich liegenden Bundesallee, die mit ihren FahrradWeg!en und dem Autorennpistencharakter nicht zum Radfahren einlädt.

Was ist nun mit der Umwidmung, die bereits Anfang 2008 angekündigt wurde? Warum passiert da nichts?

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Von: Linda http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27057 Linda Tue, 18 Aug 2009 21:38:21 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27057 @ Chris Hm.. sehr ausführliche Darstellung der Nachteile. Mir fällt auf, dass es sich bei den von Dir kritisierten Radstreifen um welche mit durchgängiger Linie handelt. Hast Du Erfahrungen mit gestrichelten Radstreifen gemacht? Ich kenne einen, den ich auch relativ oft nutze. Die Straße ist nicht breit genug für zwei sich entgegenkommende Autos plus Radfahrer, also zweispurig. Es gibt keinen Parkraum rechts der befahrenen Trasse. Wenn kein Radfahrer zu sehen ist, befahren die Autos den Radstreifen um bequem aneinander vorbeifahren zu können. Wenn aber ein Radfahrer unterwegs ist, dann warten die Autos hinter dem Radler bis der Gegenverkehr frei ist und sie ein normales Überholmanöver starten können. Der Radstreifen verhilft in diesem Falle dazu, gefährliche Überholmanöver zu verhindern. Es wird i.d.R. auch genug seitlicher Abstand zu den Radfahrern eingehalten, wenn man mal vom gelegentlichen Auto-Rowdie absieht. Finde ich sehr praktisch. Durch diese Gegebenheiten kann ich als Radler auch um haltende Autos herumfahren und dazu den Radstreifen verlassen. Die hinter mir fahrenden Autos müssen ja auch die Spur wechseln. @ Chris
Hm.. sehr ausführliche Darstellung der Nachteile. Mir fällt auf, dass es sich bei den von Dir kritisierten Radstreifen um welche mit durchgängiger Linie handelt. Hast Du Erfahrungen mit gestrichelten Radstreifen gemacht? Ich kenne einen, den ich auch relativ oft nutze. Die Straße ist nicht breit genug für zwei sich entgegenkommende Autos plus Radfahrer, also zweispurig. Es gibt keinen Parkraum rechts der befahrenen Trasse. Wenn kein Radfahrer zu sehen ist, befahren die Autos den Radstreifen um bequem aneinander vorbeifahren zu können. Wenn aber ein Radfahrer unterwegs ist, dann warten die Autos hinter dem Radler bis der Gegenverkehr frei ist und sie ein normales Überholmanöver starten können. Der Radstreifen verhilft in diesem Falle dazu, gefährliche Überholmanöver zu verhindern. Es wird i.d.R. auch genug seitlicher Abstand zu den Radfahrern eingehalten, wenn man mal vom gelegentlichen Auto-Rowdie absieht. Finde ich sehr praktisch. Durch diese Gegebenheiten kann ich als Radler auch um haltende Autos herumfahren und dazu den Radstreifen verlassen. Die hinter mir fahrenden Autos müssen ja auch die Spur wechseln.

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Von: berlinradler http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27053 berlinradler Tue, 18 Aug 2009 10:13:40 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27053 @Chris, in der Tat kann man mit Radstreifen die Situation verschlechtern, insbesondere indem man die Radfahrer an den parkenden Verkehr ranholt und den Nahüberholern ein gutes Gewissen gibt - spricht sie zu eng gestaltet. Generell ablehnen würde ich sie nicht, ich kenne in Berlin Beispiele, die ich als vorteilhaft erachte. Oft frage ich mich aber, wozu vielbefahrene Hauptstraßen überhaupt eine Lösung für Radfahrer brauchen, wenn diese ihre Situation nicht verbessert. Der bessere Weg ist in manchen Fällen wohl der Verzicht auf Radverkehrsanlagen und das Ausschildern alternativer Wege. @Chris, in der Tat kann man mit Radstreifen die Situation verschlechtern, insbesondere indem man die Radfahrer an den parkenden Verkehr ranholt und den Nahüberholern ein gutes Gewissen gibt - spricht sie zu eng gestaltet. Generell ablehnen würde ich sie nicht, ich kenne in Berlin Beispiele, die ich als vorteilhaft erachte.

Oft frage ich mich aber, wozu vielbefahrene Hauptstraßen überhaupt eine Lösung für Radfahrer brauchen, wenn diese ihre Situation nicht verbessert. Der bessere Weg ist in manchen Fällen wohl der Verzicht auf Radverkehrsanlagen und das Ausschildern alternativer Wege.

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Von: ChrisHuebsch http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27052 ChrisHuebsch Mon, 17 Aug 2009 08:24:28 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27052 Radfahrstreifen sind auch keine Lösung: http://www.huebsch-gemacht.de/radwege/txt/radfahrstreifen.html Radfahrstreifen sind auch keine Lösung:
http://www.huebsch-gemacht.de/radwege/txt/radfahrstreifen.html

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Von: berlinradler http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27040 berlinradler Wed, 12 Aug 2009 12:43:24 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27040 @Markus, mit Parkverkehr meine ich Fahrzeuge, die vorrangig Ein- oder Ausparken wollen. Insofern reden wir doch eigentlich vom selben Thema. P.S. Ich habe fast gewonnen - mein Zahlenfeld unten steht auf 888884. Jetzt war ich nur 4 Ziffern vom Millionengewinn entfernt ;) @Markus, mit Parkverkehr meine ich Fahrzeuge, die vorrangig Ein- oder Ausparken wollen. Insofern reden wir doch eigentlich vom selben Thema.

P.S. Ich habe fast gewonnen - mein Zahlenfeld unten steht auf 888884. Jetzt war ich nur 4 Ziffern vom Millionengewinn entfernt ;)

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Von: Markus http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27039 Markus Wed, 12 Aug 2009 12:32:08 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27039 ...es ging nicht um den Parkverkehr. Es ging um die Bevorzugung des Anliegerverkehrs in der Engstelle an der Baustelle Ecke Rosenthaler. Da gab es zwei Alternativen: Entweder Anliegerverkehr sperren (was für Anlieger bedeutet hätte, dass sie nur die Ausfahrt Richtung Alte Schönhauser hätten benutzen können), um Radverkehr in beide Richtungen zu erlauben, oder Rad- und Autoverkehr in einer Richtung sperren, um Anliegerverkehr in der anderen Richtung zu erlauben. Hier hätte ich erste Variante bevorzugt. Schliesslich handelt es sich um eine Fahrradstrasse, in der der Anliegerverkehr dem Radverkehr nachgeordnet ist. Herr Henderson entschied sich für die zweite Variante, mit dem Argument, dass die Linienstrasse in erster Linie dem Anliegerverkehr dient, trotz der Ausschilderung als Fahrradstrasse. …es ging nicht um den Parkverkehr. Es ging um die Bevorzugung des Anliegerverkehrs in der Engstelle an der Baustelle Ecke Rosenthaler. Da gab es zwei Alternativen: Entweder Anliegerverkehr sperren (was für Anlieger bedeutet hätte, dass sie nur die Ausfahrt Richtung Alte Schönhauser hätten benutzen können), um Radverkehr in beide Richtungen zu erlauben, oder Rad- und Autoverkehr in einer Richtung sperren, um Anliegerverkehr in der anderen Richtung zu erlauben.

Hier hätte ich erste Variante bevorzugt. Schliesslich handelt es sich um eine Fahrradstrasse, in der der Anliegerverkehr dem Radverkehr nachgeordnet ist. Herr Henderson entschied sich für die zweite Variante, mit dem Argument, dass die Linienstrasse in erster Linie dem Anliegerverkehr dient, trotz der Ausschilderung als Fahrradstrasse.

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Von: berlinradler http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27038 berlinradler Wed, 12 Aug 2009 11:45:51 +0000 http://www.rad-spannerei.de/blog/2009/08/11/immer-weniger-autoverkehr-in-berlin/#comment-27038 Pragmatisch betrachtet hat Herr Henderson ja sogar Recht. Die fahrbaren Metallkisten müssen 23 Stunden am Tag irgendwo abgestellt werden können, dafür wird jede einzelne Straße in Berlin gebraucht. Echte, autofreie Fahrradstraßen kann es daher leider nicht flächendeckend geben. Dass der Parkverkehr aber in der Form bevorzugt werden muss, dass Radfahrer am Ende gar nicht mehr fahren können, ist schon seltsam. Pragmatisch betrachtet hat Herr Henderson ja sogar Recht. Die fahrbaren Metallkisten müssen 23 Stunden am Tag irgendwo abgestellt werden können, dafür wird jede einzelne Straße in Berlin gebraucht. Echte, autofreie Fahrradstraßen kann es daher leider nicht flächendeckend geben.

Dass der Parkverkehr aber in der Form bevorzugt werden muss, dass Radfahrer am Ende gar nicht mehr fahren können, ist schon seltsam.

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