Niederlande größter Fahrrad-Hersteller Europas

Freitag, 31.07.2009

In der  Europäischen Union wurden im Jahr 2008 Fahrräder für insgesamt 1,8 Milliarden Euro produziert. Führender Fahrradproduzent ist die Niederlande mit Rädern im Wert von 577 Millionen Euro. Nächstgrößter Hersteller auf der Liste der Fahrradproduzenten ist Deutschland mit mehr als 300 Millionen Euro. Danach kommen auf Platz drei bis sechs die Länder Frankreich, Italien, Polen und Portugal, deren Produktionsvolumen alle über 100 Millionen Euro liegt.
CBS: Nederland grootste fietsproducent in Europa
via: Fietsnieuws

Schwedter Steg

Donnerstag, 30.07.2009

Originaltitel: Prenzlauer Berg
Fotograf: abbilder

Radfahrer in Spandau tödlich verunglückt

Donnerstag, 30.07.2009

Gestern hat der fünfte Radfahrer in diesem Jahr seine Fahrt mit dem Leben bezahlt. In Spandau kam ein älterer Radfahrer offenbar ohne Fremdeinwirkung zu Fall und zog sich dabei so schwere Verletzungen am Kopf zu, dass er kurze Zeit später verstarb.

Die Meldung der Polizei zu diesem Unglück im Wortlaut: “Aus bislang ungeklärter Ursache ist gestern Nachmittag gegen 14 Uhr 30 ein 77-Jähriger in Spandau mit seinem Fahrrad gestürzt. Bei dem Sturz auf der Straße am Schaltwerk zog sich der Mann schwere Kopfverletzungen zu, denen er gegen 17 Uhr 30 in einem Krankenhaus erlag. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 2120 vom 30.07.2009 - 14:30 Uhr

Das ist bereits der dritte Fall, bei dem ein Radler zu Tode kam, ohne in einen Verkehrsunfall mit anderen Verkehrsteilnehmern verwickelt zu sein. Auffällig ist ebenfalls, dass in allen Fällen die Radler nicht die jüngsten waren: 59 Jahre und 66 Jahre bei den Unglücken Anfang des Monats und gestern 77 Jahre.

Nochmal Fahrradpolizei, diesmal Bottrop

Dienstag, 28.07.2009

Auf Derwesten.de wird über den einzigen Fahrradpolizisten in Bottrop, Herrn Bernhard Schmidt, berichtet. Der wirkt so, als ob er das bereits mehrere Jahre tut. Schmidt:

Klar, das (Fehlverhalten der Radfahrer) habe ich natürlich im Auge. Aber wichtig ist auch, wie sich Autofahrer gegenüber Radfahrern verhalten.

Klingt sympathisch. Das “Dienstrad” ist ein Privatfahrrad mit einem selbstgemachten Polizei-Aufkleber, auch der Helm ist mit einem solchen Aufkleber versehen - wovon Hersteller allerdings abraten.

Zum Artikel

Hightech im Fahrradhemd

Dienstag, 28.07.2009

Um den Rücken von Radfahrern bei Unfällen zu schützen, hat das schwedische Unternehmen POC ein Trikot entwickelt, dessen Rückenteil einen eingearbeiteten Prallschutz besitzt. Dieser versteift sich bei einem Unfall und schützt so den Rücken. Der Aufprallschutz besteht aus Kammern, die mit einem speziellen Polyurethan-Schaum gefüllt sind. Dieser Schaum kann seine Festigkeit ändern. Die im Schaum enthaltene Luft kann bei einer leichten und langsamen Verformung durch winzige Kanäle entweichen und das Trikot bleibt weich. Bei einem harten Stoß hingegen kann die Luft nicht schnell genug entweichen und versteift das Material.

Wenn man der Nachricht Glauben schenken kann, halten die Protektoren mehrere Stürze aus, da sie nach dem Aufprall ihre ursprüngliche Form wieder annehmen.

heise.de: Aufprallschutz im Hemd
Dank an Daniel für den Hinweis.

Das perfekte Verbrechen

Dienstag, 28.07.2009

Wie begeht man das perfekte Verbrechen? Ganz einfach: Man nutzt eine Tatwaffe, die fast immer dafür sorgt, dass man allenfalls wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt wird.

In einem Beitrag in de.rec.fahrrad ist das beschrieben. Ein Radfahrer fuhr in Berlin auf der Fahrbahn  der Tiergartenstraße aus Richtung Potsdamer Platz kommend in Richtung Hofjägerallee. Offenbar ärgerte das einen Autofahrer so sehr, dass er ihn erst nah überholte und dann ausbremste. Da der Autofahrer sein Manöver nach der nächsten Ampelkreuzung wiederholte und die Beifahrerin auf einen angeblich vorhandenen Radweg hinwies, ist nicht von einem Versehen, sondern von einer absichtlichen Handlung auszugehen. Der Radfahrer erstattete Anzeige, die zuständige Behörde (nicht genauer genannt) erkannte aber lediglich eine Ordnungswidrigkeit.

Die Tatbeschreibung wirft die Frage auf, wie viele tätliche Angriffe mit dem Auto zu Unfällen führen und letztendlich nur als solche, nicht aber als Straftaten behandelt werden? Selbst der Autofahrer, der auf einen Fußgänger zurast, weil dieser bei Rot über die Ampel geht, ist in Wirklichkeit ein Krimineller. In der Polizeimeldung heisst es dann lediglich, dass der Fußgänger nicht auf den Verkehr geachtet hat.

Kennzeichen am Fahrrad

Dienstag, 28.07.2009

Immer wieder wird in Diskussionen die Meinung vertreten, dass Kennzeichen böse Radfahrer zur Räson bringen würden und nach Unfällen, bei denen angeblich besonders Radfahrer durch Fahrerflucht auffallen, vorteilhaft wären. Zwar wären Kennzeichen für Radfahrer keine Katastrophe, doch wären sie wohl nichtsbringender Aktionismus.

In meinen Beiträgen weise ich immer wieder darauf hin, dass die öffentliche Wahrnehmung nicht unbedingt den Unfallgefahren entspricht. Ein besonders geeignetes Beispiel ist immer wieder die Stadt Münster, die einen gleich hohen Anteil an Rad- und Autofahrern hat. Ideale Bedingung, um Unfallzahlen zu vergleichen - Autos sind dort in mehr als 10x so viele Unfälle verwickelt wie Radfahrer.

Auch zeige ich immer wieder anhand von Beispielen auf, dass die Mär des sich wohlverhaltenden Autofahrers und des rüpelhaften Radfahrers nicht zutrifft, sondern dass in beiden Gruppen erhebliche Defizite in der Regelwahrnehmung bestehen. Die Häufigkeit des Regelbruchs ist dabei schwer zu messen, da sich die Verstöße unterscheiden. Fahren Radfahrer “generell” bei Rot oder auf dem Bürgersteig, so fahren Autofahrer “generell” zu schnell und achten beim Rechtsabbiegen nicht auf Radfahrer.

Dass sie ein Kennzeichen haben, hindert sie daran übrigens nicht - dabei ist das eines der Hauptargumente der Befürworter einer Kennzeichenpflicht für Radfahrer.

Im übrigen besteht in Deutschland keine Halterhaftung - das bedeutet, dass der anhand des Nummernschildes ertappte Radler sich ebenso herausreden kann wie der ertappte Autofahrer, derartige Stories kann man täglich neu unter radarforum.de nachlesen (Taschentuch nicht vergessen, meist sind die Geschichten rührselig ausgeschmückt).

Wollen wir wirklich eine weitere Bürokratie, die am Ende nichts bewirkt? Eine Art Dosenpfand für den Straßenverkehr? Ich sage nein. Als Radfahrer, der sich an die Regeln hält, helfen solche Nebelkerzen nicht, wenn ich danach weiterhin von Fahrzeugen mit Kennzeichen in Engstellen überholt oder auf dem Radweg gefährdet werde.

Wann kommt endlich der öffentlich diskutierte Vorschlag, der die Situation regelkonform fahrender Radler verbessert?

Berlinradler

Alex Marco:The Bike

Montag, 27.07.2009

Fahrradpolizei Wien

Sonntag, 26.07.2009

In der Fahrradnewsgroup de.rec.fahrrad wird gerade über diesen Zeitungsartikel auf diepresse.com über die Wiener Fahrradpolizei diskutiert. Der Artikel gefällt mir ganz gut, weil die übliche Generalkritik an Radfahrern fehlt. Die Diskussion auf de.rec.fahrrad ist dennoch lesenswert, weil dort geübte Kritiker alle belustigenden und vor allem -  zumindest aus deutscher Sicht - STVO-widrigen Elemente an der Fahrradausstattung benennen.

Schnellspanner und Radsicherung zusammen

Samstag, 25.07.2009

zefal-lock-n-roll.gif

Gerade Menschen mit schnellen Fahrrädern wollen häufig nicht auf die Vorteile von Schnellspannern verzichten: die schnelle, extrem stabile Befestigung und eine Montage ohne Werkzeug. In einer Stadt wie Berlin kannst du ein Fahrrad mit Schnellspannern aber quasi nicht auf der Straße stehenlassen. Klar, es gibt Inbus, Fünfklant- und Pitlock-Diebstahlsicherungen für die Laufräder. Aber dafür ist eben doch immer ein Werkzeug extra nötig und gerade bei der Pitlock-Sicherung ist extrem auf das Anzugs-Drehmoment zu achten. Zuviel Schwung beim Festziehen der Radsicherung führt schnell zu einer gerissenen Achse. Die französiche Firma Zéfal hat sich Gedanken gemacht und einen Schnellspanner entwickelt, der sich nur öffnen lässt wenn das Rad auf dem Kopf steht. Ist dein Rennrad an einen festen Gegenstand angeschlossen, lässt sich das Rad in der Regel nicht mehr auf den Kopf drehen- die Laufräder sind gesichert! Das Ganze funktioniert mit einem kleinen beweglichen Stift im Innern des Schnellspanners. Eine Radsicherung völlig ohne zusätzliches Werkzeug mit der Stabilität eines herkömmlichen Schnellspanners.

via zéfal

Fahrradfreundliche Städte

Freitag, 24.07.2009

Auf Copenhagenize wurde gerade eine Liste fahrradfreundlicher Städte weltweit veröffentlicht. Diese bei weitem nicht vollständige Liste vereint sehr große (z.B. Tokio mit 8,5 Millionen Einwohnern) und kleine Städte (Davis, Californien mit knapp 65.000 Einwohnern). Deshalb ist die Vergleichbarkeit der Zahlen begrenzt. Copenhagenize hat aus Deutschland vier Städte in seine Liste aufgenommen: Münster, Tübingen, München, Berlin. Ergänzt habe ich die Orte Bremen, Oldenburg, Freiburg, Erlangen. Gibt es weitere größere Städte in Deutschland (und weltweit) mit hohem Fahrradanteil?

Kopenhagen, Dänemark - 55%
Groningen, Niederlande - 55%
Assen, Niederlande - 40%
Amsterdam, Niederlande - 40%
Münster, Deutschland - 40%
Utrecht, Niederlande - 33%
Ferrara, Italien - 30%
Malmö, Schweden - 30%
Linköping, Schweden - 30%
Västerås, Schweden - 30%
Göttingen, Deutschland - 28%
Freiburg , Deutschland - 26%
Odense, Dänemark - 25%
Basel, Switzerland - 25%
Osaka, Japan - 25% [geschätzt]
Bologna, Italien - 25%
Parma, Italien - 25%
Bamberg, Deutschland - 22%
Bremen, Deutschland - 22%
Oldenburg, Deutschland - 22%
Oulu, Finnland - 20%
Rotterdam, Niederlande - 20-25%
Bern, Schweiz - 20%
Aarhus, Dänemark - 20%
Potsdam, Deutschland - 20%
Tübingen, Deutschland - 20%
Tokio, Japan - 20% [geschätzt]
York, Großbritannien - 18%
Kiel, Deutschland - 17%
Erlangen, Deutschland - 16%
Graz, Österreich - 16%
München, Deutschland - 15%
Davis, USA - 15%
Cambridge, Großbritannien - 15%
Berlin, Deutschland - 15%
Turku, Finnland - 11%
Stockholm, Schweden - 10%

copenhagenize.com

Hugo & Treats: Keep Pedalling

Donnerstag, 23.07.2009

Das Video Keep Pedalling von Hugo und den Treats wurde an einem einzigen Tag in Brunswick, North Melbourne in Australien aufgenommen. Dort fand Ende März der Brunswick Free Ride statt, eine Mischung aus Critical Mass und Karneval auf Rädern. Musik: entspannter Hiphop, ab 3:30 Minuten wird “Bicycle Race” von Queen zitiert. Text: “No politics, just Bicycles.”
The Brunswick Free Ride
Hugo bei Myspace
via: Cyclelicious

Berlin Wedding: Fahrradunfall mit Fahrerflucht

Mittwoch, 22.07.2009

Ein 79-jähriger Radfahrer wurde gestern in Berlin Wedding verletzt. Er befuhr die Genter Straße auf dem Gehweg und kollidierte dort mit einem aus einer Tiefgarage ausfahrenden Fahrzeug. Ohne sich um den Verletzten zu kümmern, entfernte sich der Fahrzeugführer vom Unfallort. Eine Zeugin konnte sich allerdings sowohl die Gesichter merken als auch das Kennzeichen notieren.

Zur Polizeimeldung

MyBikeLane

Dienstag, 21.07.2009

Das Internetprojekt MyBikeLane will Verstöße gegen das Park- und Halteverbot auf Radwegen weltweit dokumentieren. Untertitel: “Bike Lane Violations from Around the World”. Einige Tausend Reports sind bereits zusammengekommen und es werden täglich mehr. Nach einem Klick ist man registriert, ein weiterer Klick führt einen zu einem Formular, auf dem man ganz leicht Übertretungen dokumentieren sowie Fotos hochladen kann. Die Leute von MyBikeLane haben auch eine API eingebaut, sodass man die Daten der Seite leicht auf anderen Internetseiten einbinden kann. Leider sind in Berlin noch keine Fälle dokumentiert, aber das kann sich ja ändern.

Das Foto zeigt einen Fake-Verstoß gegen das Halteverbot auf Fahrradwegen, schließlich ist heute der 40. Jahrestag der Mondlandung.

MyBikeLane
Foto: MyBikeLane

mybikelane.jpeg

Verkehrsmittelwahl von Verkehrsministern

Dienstag, 21.07.2009

Die Allianz pro Schiene hat eine Umfrage unter deutschen Umwelt- und Verkehrsministern zu ihrer Wahl der Verkehrsmittel gemacht. Danach sind viele Minister sind mit der eigenen Verkehrsmittelwahl nicht zufrieden. “Gefragt waren Angaben zur Verkehrsmittelwahl bei der Fahrt ins Büro, bei Dienstreisen und im Urlaub, während gleichzeitig Kriterien für die Wahl bewertet werden sollten. „Sachzwang“ kreuzte die große Mehrheit der Minister an, wenn es darum ging, die Fahrt mit dem Dienstwagen zu begründen. Andere Kriterien wie „Preis“ oder „Gewohnheit“ waren den Angaben zufolge wenig ausschlaggebend, „Umweltverträglichkeit“ und „Bequemlichkeit“ kamen häufig erst an zweiter oder dritter Stelle. „Prestige“ als Grund für die Wahl des Verkehrsmittels landete weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.”

Die Antworten der Minister fielen sehr unterschiedlich aus. Während Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) 60 Prozent seiner Fahrten im Auto verbringt (Flugzeug: 20 %, Bahn: 15 % und zu Fuß 5 %), schätzt  Bremens Verkehrssenator seinen persönlichen Modal Split so ein: (50 % ÖPNV, 30 % Fahrrad, 10 % Fuß, 10 % Auto). Berlins Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hat eine Antwort dezidiert abgelehnt.
Allianz pro Schiene: Mein Urlaub ist Urlaub von der Mobilität
via: Fahrradportal

Zwei Fahrradunfälle

Dienstag, 21.07.2009

In Pankow “übersah” heute früh ein Autofahrer einen vorfahrtberechtigten Radfahrer. Der Unfall ereignete sich an der Dunker- Ecke Wichertstraße. Der Radfahrer wurde verletzt.

Zur Polizeimeldung

Zum Stadtplan

Ein weiterer Unfall ereignete sich gestern in Buckow. Beim Linksabbiegen “übersah” eine Autofahrerin den ihr entgegenkommenden Radfahrer und verletzte ihn schwer. Die Autofahrerin wollte von der Rudower Chaussee in die Lipschitzallee abbiegen.

Zur Polizeimeldung

Zum Stadtplan

Ab sofort keine Fahrräder in der S-Bahn

Montag, 20.07.2009

Weil immer weniger Züge auf der Berliner S-Bahn fahren, dürfen Fahrräder ab sofort nicht mehr mitgenommen werden. In einer Sonderausgabe des Kundenmagazins Punkt 3, das die S-Bahn ab Montag verteilt, heißt es fettgedruckt: “Die Fahrradmitnahme in den Entlastungszügen RE 7, RB 14, RE 1 und RE 6 sowie im gesamten S-Bahn-Netz und in den Ersatzverkehren ist derzeit leider nicht möglich.” Damit soll Platz geschaffen werden für mehr Fahrgäste. Das Nahverkehrsunternehmen schränkt den Verkehr ab Montag weiter ein. Insgesamt 19 S-Bahnhöfe sind vom S-Bahnverkehr komplett abgehängt.
taz: S-Bahn versinkt im Chaos

Bahnhof Südkreuz

Montag, 20.07.2009

 

Originaltitel: gwb | passion
Fotograf: stoha

Internationales Festival des Fahrrad-Videos

Montag, 20.07.2009

Das Internationale Festival des Fahrrad-Videos (ICVF) findet in diesem Jahr in Bochum/Herne vom 2. bis zum 4. Oktober statt. Alljährlich im Spätsommer trifft sich die internationale Szene des Fahrrad-Videos auf dem ICVF, um den Stand der Kunst zu demonstrieren und den Preis - die Goldene Kurbel - abzuräumen. Der im Jahr 2009 zum vierten Mal laufende Wettbewerb hat sich über die Jahre einen festen Platz im Kalender der Fahrradkultur und der Kurzfilmfestivals erarbeitet. Noch kann man Videos für den Wettbewerb einreichen, der Einsendeschluss für Filmbeiträge wurde auf den 15. August 2009 verschoben.

Neben den Film-Award gibt es auch einen sportlichen Wettstreit: In diesem Jahr wird zum ersten Mal als ein Sprintrennen über 800 Meter ausgetragen. Es findet auf der Bochumer Radbahn statt und bildet den sportlichen Abschluss des International Cycling Video Festivals.

Internationales Festival des Fahrrad-Videos

Fahrradkirche

Samstag, 18.07.2009

biketemple.jpgIn Portland in Oregon (USA) gibt es eine Fahrradkirche. Mit Kirche meinen wir nicht ein sakrales Bauwerk des Christentums, eine popelige Dorfkirche oder so, sondern Kirche steht hier für Gemeinschaft religiöser Menschen. Die Biketemple genannte Kirche verehrt das Fahrrad als Ausdruck des heiligen Gottes (respektive Allahs, Buddhas, etc.). Auf der Fahrradkirchenwebsite heißt es: “The Bike Temple is a non-profit, pan-faith movement that seeks to heal the world by having fun and deepening people’s relationship with their venerated transportation form. Welcoming devotees and divinity doubters alike.” Auf deutsch etwa: “Die Fahrradkirche ist eine panreligiöse Non-Profit-Bewegung, die danach strebt, die Welt zu retten, indem sie Spaß hat und die Beziehungen des Menschen zur verehrten Transportform vertieft. Wir heißen Anhänger des göttlichen Glaubens und Zweifler gleichermaßen willkommen!”

Was kommmt als nächstes? Von Opfergaben an den Fahrradgott in Form alter Räder müssen wir abraten. Schließlich ist jedes, auch das älteste Fahrrad verehrungswürdig und verdient ein Gnadenbrot in der Garage. Wenn die Fahrradreligion die Katholische Kirche und die vielen Spielarten Protestantischer Kirchen in den USA überholt oder ihnen den Rückstrahler zeigt, dann sollte man an einen Fahrradfriedhof denken. Statt der Grabsteine stehen dann Mountainbikes oder Fixed-Gear-Maschinen, Kiezcruiser oder Hollandräder auf den Gräbern, je nach persönlicher Ausprägung der Fahrradglaubens. Und natürlich wird die Fahrradkirche bald Missionare entsenden, damit die Menschheit auf dem richtigen Weg radelt. Wir warten auf die Ankunft der ersten Fahrradprediger in Berlin.

biketemple.org
via: BikePortland

Leptosom & the Evolution: Pony

Samstag, 18.07.2009

Fahrradpolizei Falkensee - erste Erfahrungen

Freitag, 17.07.2009

Ad-hoc-news.de widmet sich mit einem Artikel der neuen Fahrrad-Polizeistaffel aus Falkensee. Am 2.7. hatten wir darüber berichtet. An dieser Stelle nur einige Zitate von Polizisten:

“Entweder sie kennen die Regeln gar nicht. Und wenn doch, dann ignorieren sie sie einfach.”

“Besonders die Älteren nehmen uns überhaupt nicht für voll.”

“Radfahrer neigen ohnehin dazu, Regeln großzügig auszulegen. Wenn aber die Gefahr gering ist, erwischt zu werden, nimmt das natürlich irgendwann Auswüchse an.”

Zum vollständigen Artikel

Falkensee ist Start- und Endpunkt der Radialroute 3 des Berliner Fahrradnetzes. (Fahrradkarte)

Tödlicher Fahrradunfall am 16.7.2009

Freitag, 17.07.2009

Am 16.7.2009 befuhr ein 44-jähriger Radfahrer den Radweg der Sonnenallee und musste wegen eines unachtsamen Fußgängers, der die Straße überqueren wollte, stark abbremsen. Dabei stürzte er und zog sich schwere Verletzungen zu, denen er erlegen ist. Nach dem Fußgänger, der sich vom Unfallort entfernte, wird gesucht.

Zur Pressemeldung

Leider ist dies kein seltenes Problem. Radwege werden von Fußgängern nicht wahr- oder ernstgenommen, sie werden oft überquert, ohne dass auf ihnen mit Verkehr gerechnet wird. Auf der Fahrbahn hingegen wird meist mit Verkehr gerechnet, Fußgänger überzeugen sich im Regelfall von der Überquerbarkeit.

Berlin: Kein S-Bahn-Verkehr zwischen Ostbahnhof und Zoologischer Garten

Donnerstag, 16.07.2009

Zwischen Berlin Ostbahnhof und Zoologischer Garten wird ab Montag der S-Bahn-Betrieb eingestellt. Das Thema “Fahrradmitnahme” dürfte sich damit weitgehend erledigt haben. Zwischen Potsdam und Ostbahnhof fahren im Regionalverkehr etwa 4 Züge pro Stunde. Die Sperrung soll in etwa zweieinhalb Wochen dauern.

Quelle: Tagesspiegel

S-Bahn-Seite zum Verkehr ab 20.7.

Update:

Ebenso eingestellt werden die Teilstrecken:

- Springpfuhl - Wartenberg

- Westreuz - Nikolassee (wegen Bauarbeiten)

- Mühlenbeck-Mönchmühle - Blankenburg

- Adlershof - Schönefeld

- Strausberg - Strausberg Nord (m.W. derzeit schon Ersatzverkehr mit Bussen)

In einer Sondersendung im rbb sagt Betriebsratschef Heiner Wegener, dass er den 2,5-Wochen-Plan für unrealistisch hält. Erst nach einem Austausch aller Räder, die eine Laufleistung von mehr als 650.000 km hinter sich haben, dürfen die Züge wieder fahren. Es ist schwer vorstellbar, dass die Räder hunderter Züge innerhalb weniger Wochen getauscht werden können. Von 552 im Normalverkehr benötigten Viertelzügen (je 2 Wagen) stehen ab Montag nur noch 165 zur Verfügung. Die verbleibenden Strecken dürften somit überwiegend mit Kurzzügen (4 Wagen) bedient werden.

Transportservice mit Fahrradanhänger

Donnerstag, 16.07.2009

Fahrradanhänger kommen wieder in Mode. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis der Fahrradanhänger sein altbackenes Image als klobiges und schwergängiges Transportmittel für Arme loswurde. Immer mehr schnelle, leichte und leicht zu verstauende Modelle kommen auf den Markt, die dennoch für eine große Nutzlast ausgelegt sind.

Jüngstes Beipiel für die Renaissance des Fahrradanhängers ist das Businiess, das der Brüsseler Damien Lesca (30) aufgemacht hat. Damien hat einen Umzugs- und Transportservive in der belgischen Hauptstadt eröffnet, mit Fahrradanhänger natürlich. Auf seinen Rechnungen ist genau aufgeführt, wieviel CO2 die Kunden durch seine Dienstleistung gespart haben. Daniel zeigt sein Auftragsbuch: “Ein Kunde hat etwa drei Kilo CO2 gespart, weil ich einige leere Kisten ins Geschäft transportiert habe und volle zurück zum Kunden. Wenn ich ein herkömmliches Fahrzeug genommen hätte, wäre ich etwa 20 Kilometer unterwegs gewesen, was der Menge von drei Kilogrammm Kohlendioxid entspricht.”

Die Preise für Damiens Transporte können sich sehen lasssen: bis zu 20 Kilo kosten 5,- Euro, zwischen 20 und 40 Kilogramm 8,- Euro und bei mehr als 40 kg sind es 12,- Euro, die Damien für einen Transport innerhalb von 5 Kilometern um das Zentrum von Brüssel anbietet. “Aber meine Kunden kommen nicht wegen des Geldes zu mir, sie kommen, weil ich etwas für die Umwelt tue.”
Fietsniews: Verhuisdienst per fiets: na Lyon nu ook in Brussel

Die Seele des Stahls

Dienstag, 14.07.2009

Anima D’Acciaio (Die Seele des Stahls) ist eine Doku von Daniel Leeb über den italienischen Rahmenbauer Giovanni “Ciocc” Pelizzoli. Der ganze Film wird im Sommer in den vielen Bicycle Film Festivals in den USA gezeigt.
via: Urban Velo

Anima D’Acciaio Trailer Ver5.1 from Cinecycle on Vimeo.

Gartenumzug mit Lastenfahrradparade

Dienstag, 14.07.2009

Rosa Rose ist ein Nachbarschaftsgarten in Friedrichhain. Seit Mai 2004 kümmern sich einige BewohnerInnen der Kinzigstraße um ein brach liegendes zugemülltes Grundstück und treffen sich zum gemeinsamen Diskutieren, Arbeiten, Organisieren, Bauen, Pläne schmieden, Pflanzen, Gießen, Feiern und Kuchen essen. Gemüse wird natürlich auch gepflanzt und geerntet.

Nach über 5 Jahren blühendem Nachbarschaftsgartendasein bauen private Bauherren die Lücken, auf denen der Garten gewachsen ist, nun komplett zu. Wir müssen umziehen! Darum werden wir mit einer großen bunten Lastenfahrrad-Parade am Sonnabend den 18. Juli 2009 ab 16 Uhr in der Kinzigstraße starten und die Obstbäume und anderen Pflanzen woanders hinbringen. Hoffentlich gelangen wir an einen Ort, der wie die Rosa Rose in der Kinzigstraße eine grüne Oase ist und offen für alle ist, die den Garten dann nutzen wollen.

Wir laden alle ein, mit uns zu ziehen, mit zu helfen, mit Lastenfahrrädern, Bollerwägen, Schubkarren, Fahrräder mit Anhänger, Kutschen und sonstigen unmotorisierten Gefährten sowie mit Hilfsbereitschaft und Buddeldrang den Garten umzupflanzen. Auch am Tag zuvor und am Tag darauf freuen wir uns über jede eingebrachte Hilfe! Es muss noch ganz viel gegraben werden. Kommt vorbei, macht mit!

lastenfahrrad-album-cover.jpg

Auch willkommen: Lastenfahrrad mit Weidenkorb, hier auf dem Cover des Albums Chinese Democracy der Guns N’ Roses von 2008.

Garten Rosa Rose

Schwerer Verkehrsunfall mit Fixie

Montag, 13.07.2009

Schwere Verletzungen erlitt heute ein Fixie-Radler bei einem Verkehrsunfall in Berlin Mitte. “Gegen 9 Uhr 20 befuhr der 32-Jährige mit seinem Rad, dass lediglich mit einer Vorderradbremse ausgerüstet war, die Friedrichstraße in Fahrtrichtung Unter den Linden. Nach bisherigen Erkenntnissen radelte der Mann mit hoher Geschwindigkeit auf einen Fahrzeugstau zu, der sich an einer Fahrbahnverengung gebildet hatte. Da er offensichtlich nicht rechtzeitig bremsen konnte, wich er zunächst in den Gegenverkehr aus und versuchte über eine Mittelinsel die verkehrsbedingt haltenden Autos zu umfahren. Hierbei löste sich das Vorderrad und der 32-Jährige stürzte mit seinem Rad gegen einen wartenden „Chrysler“ eines 66-jährigen Mannes. Der Fahrradfahrer kam mit schweren Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.”

Die Polizei veröffentlichte in ihrer Pressemelkdung zusätzlich zur Beschreibung des Unfalls folgende Sätze: “Von der Berliner Polizei wurden wiederholt im Rahmen von Verkehrsüberwachungen sogenannte Fixie-Fahrräder in den Innenstadtbezirken festgestellt, die nur unzureichend ausgerüstet sind und üblicherweise über keinerlei Sicherheitsausstattungen verfügen. Der Gebrauch dieser Räder ist daher objektiv hochgradig gefährlich und bedroht trotz etwaiger Übung und Erfahrung der Nutzer auf jeder Fahrt Leib, Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer und des Fahrers selbst.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 1979 vom 13.07.2009 - 16:00 Uhr

Bilanz der Verkehrskontrollen

Montag, 13.07.2009

Die Polizei hat in der Zeit vom 1. bis 12.7. berlinweit verstärkte Fahrradkontrollen an Unfallschwerpunkten vorgenommen. Heute wurde Bilanz gezogen.

Es wurden - und das wird in der Pressemeldung zuerst genannt - 1030 Kraftfahrzeuge angehalten, deren Fahrer sich falsch gegenüber Radfahrern verhalten haben. Davon haben 45 beim Rechtsabbiegen den Vorrang von Radfahrern missachtet, 133 die rote Ampel. Was die anderen angehaltenen 852 Kraftfahrer falsch gemacht haben, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor.

Zudem wurden 8036 Radfahrer nach einem Fehlverhalten angehalten - gegen 3482 davon wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet. 1616 Radfahrer fuhren bei Rot, 870 Radfahrer auf Fußwegen, 394 auf Radwegen in falscher Richtung. Einige Fahrräder wiesen erhebliche technische Mängel auf.

Auf die sonst übliche Kommentierung bezügl. des besonders hohen Verständnisses der Autofahrer und des besonders unausgeprägten Verständnisses der Radfahrer für die Kontrollen wird, zumindest in der Pressemeldung, verzichtet. Das steht dann sicher morgen in den Zeitungen. Die geringe Zahl “ertappter” Autofahrer steht im Widerspruch zu den Unfallstatistiken und legt die Vermutung nahe, dass entweder das Hauptaugenmerk auf Radfahrer-Fehlverhalten gelegt wurde, oder dass typische Fahrrad-Verkehrsverstöße oft “ungefährlicher” sind.

Alte und neue StVO für Radfahrer

Montag, 13.07.2009

Am 1. September 2009 treten Änderungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Verwaltungsvorschriften zur StVO (VwV-StVO) in Kraft. Der ADFC nimmt eine Art Synopse zwischen alter und neuer StVO vor und hat den Änderungen, die den Radverkehr betreffen, die bisherigen Regelungen in einer Tabelle gegenübergestellt. Dabei sind besonders wichtige Änderungen in roter Schrift dargestellt, während Passagen in grauer Schrift den Radverkehr nur am Rande berühren.
ADFC: Gegenüberstellung bisherige und neue StVO
ADFC über die Straßenverkehrsordnung

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