Fahrrad-Seilbahn über die Fulda

Die erste Selbstbedienungs-Fahrrad-Seilbahn Deutschlands wurde heute in Malsfeld in Hessen eröffnet. Dieses ungewöhnliche Transportmittel besteht aus einem offenen Stahlkorb, in den vier Räder plus den dazugehörenden Fahrern passen. In der Mitte der Gondel sind zwei Kurbeln installiert, die von den Passagieren bedient werden müssen. Die Kraft wird mit Ketten an den Antrieb am Drahtseil oberhalb der Gondel übertragen. So kurbeln sich die Radfahrern in fünf Minuten über die Fulda. Die Fahrradseilbahn verbindet zwei Enden des hessischen Radwegs R1 und kostete 134.000 Euro, von denen das Land Hessen etwa drei Viertel der Kosten trug.
FAZ: Kurbeln über die Fulda
SpON: Hessen eröffnet Deutschlands erste Fahrradseilbahn

8 Kommentare zu “Fahrrad-Seilbahn über die Fulda”

  1. Philip schreibt:

    Lob für die Anlage zollte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). “Dies ist ein hervorragendes Beispiel, wie das Radfahren attraktiver und sicherer gemacht werden kann”, sagte der Vorsitzende des örtlichen ADFC-Kreisverbands, Wolfgang Fehling.

    äääh, bitte was?
    attraktiv und sicher wären jeweils eine rad- und eine fußgängerbrücke gewesen

  2. Philip schreibt:

    aber zugegeben: besser als nichts und etliche km umweg allemal :)
    und billiger wars auch.

  3. ze rather evil Kohl schreibt:

    ich kann dazu nur eines sagen WTF???!?!???

  4. move schreibt:

    Zitat Wolfgang Fehling (ADFC) aus SPON:
    “Dies ist ein hervorragendes Beispiel, wie das Radfahren attraktiver und sicherer gemacht werden kann”

    Stimmt, Radfahren ist immer noch am sichersten, wenn man nicht Radfährt :D

  5. Anke schreibt:

    Wieso nicht attraktiv?…Ist doch ne nette Einlage und man kann die tauben Hände mal ein wenig beschäftigen ;).
    Im FAZ-Artikel ist die Rede davon, dass eine Brücke mit Kosten von 800.000 € nicht finanzierbar gewesen wäre. Ich persönlich halte die Seilbahn für ein gute Lösung, aber ich weiß auch, dass es nicht wenige Menschen gibt, denen schwankende Seilbahnen nicht behagen, schon gar nicht, wenn die Fußsohlen auf einem Gitter stehend eine schöne Aussicht auf das darunterligende Gewässer haben (Überwindung also inklusive).

    Ich hoffe inständig, dass die Kosten für die Wartung mit geplant wurden, nicht dass das schöne Vorzeigewirtunwasfürdenradverkehr-Projekt (Fahrradstraße *hüstel*) in zwei Jahren mit einem beliebten “Außer Betrieb”-Schild verziert vor sich hin rostet.

  6. kalle schreibt:

    Nach dem Lesen der Artikel von Frankfurter und Spiegel ist mir nicht klar, was passiert, wenn sich die Kabine gerade auf der anderen Seite des Flusses befindet. Muss man dann solange warten, bis jemand von drüben angegondelt kommt oder kann sich die Gondel auch aktiv selbst holen?

  7. Captcha schreibt:

    Beim Hessischen Rundfunk gibt es einen Bericht über die Seilbahn:

    hr-online

    Inklusive Video mit stolzen Politikern, immerhin habe man die Radfahrer von der gefährlichen Straße entfernt und das auch noch zum Schnäppchenpreis.

    In der Bildergalerie kann man sehen, dass an den Uferpfeilern ebenfalls Kurbeln angebracht sind.

  8. MarKo schreibt:

    Zitat aus der Frankfurter Rundschau:

    Die Fahrt mit der Seilbahn kostet nichts. Sie ist von 1. April bis 1. November in Betrieb und darf nur bei Tageslicht genutzt werden. Bei Hochwasser ist die Nutzung allerdings untersagt.

    Quelle:
    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/?em_cnt=1767245&

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