Radfahren und Sex

Donnerstag, 30.04.2009

Mal wieder ein Werbevideo, diesmal für ein Parfüm mit dem Namen “Mormon”, einige Sachen sind mir dabei aber nicht klar. Lässt der Radfahrer die Schlaufen seines Helmes deshalb locker herabhängen, weil er auf Gott vertraut? Soll das Hochreißen des Vorderrads ein Potenzsymbol sein? Führt Radfahren automatisch zum Sex oder nur die Verwendung des beworbenen Duftwassers?

Radfahrer und rote Ampeln

Donnerstag, 30.04.2009

Viele Einschätzungen im Straßenverkehr kommen aus dem Bauch heraus. Eine sachliche Auswertung von Unfallstatistiken und Studien findet selten statt. Da jeder Bürger in der einen oder anderen Form Verkehrsteilnehmer ist, meint er, Sachverhalte objektiv einschätzen zu können.

Eine häufige Fehlannahme ist, dass Radfahrer, die bei Rot fahren, sich besonders gefährden würden und verrückt seien. Diese Aussage impliziert, dass Radfahrer bei Grün besonders sicher unterwegs seien. Das stimmt nicht generell!

Schauen wir uns die Unfallstatistik Radfahrer der Berliner Polizei für das Jahr 2007 an, so finden wir die rote Ampel nicht einmal als eine der Hauptunfallursachen. Stattdesen verursachen Radfahrer Unfälle durch falsche Fahrbahnbenutzung (1282 Unfälle), ungenügenden Sicherheitsabstand (771 Unfälle) und Fehler beim Einfahren in den Fließverkehr (639 Unfälle). Der kleinste explizit genannte Unfallanteil ist “Falsches Verhalten beim Abbiegen” mit 186 Unfällen. Schlussfolgern kann man, dass das Missachten der roten Ampel also in weniger als 186 Unfällen zum Tragen kam und damit keine Hauptunfallursache ist.

Von anderen Verkehrsteilnehmern wurden 1268 Unfälle durch “Falsches Verhalten beim Abbiegen” verursacht - eine Unfallursache, die besonders häufig in Zusammenhang mit Radwegen auftaucht. Man kann wohl davon ausgehen, dass ein großer Anteil dieser Unfälle genau dort geschehen ist, wo Radfahrer auf dem Radweg bei grün gefahren sind - welcher Radfahrer kennt dieses Problem mit unachtsam rechtsabbiegenden Kfz nicht?

Und nun?

Man kann gerne anprangern, dass viele Radfahrer bei Rot fahren. Man sollte aber die Behauptung unterlassen, dass es für Radfahrer generell sicherer ist, bei Grün zu fahren - denn das ist nicht der Fall.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei dem berlinradler

“Die unverschämten Radler”

Donnerstag, 30.04.2009

In der zur FAZ gehörenden Rhein-Main-Zeitung erschien gestern ein Artikel über eine Polizeikontrolle von Radfahrern. Solche verschärften Fahrradkontrollen werden offensichtlich im Frühling in jeder größeren Stadt durchgeführt. Es geht um den immer gleichen Vorwurf: Überfahren der roten Ampel beziehungsweise Nutzen des Fußgängergrüns, obwohl die Radfahrerampel noch Rot zeigt. Dem Artikel  kann man entnehmen, dass die Frankfurter Polizei innerhalb von zwei Stunden dreizehn Radfahrer kostenpflichtig verwarnt hat.

So weit so normal. Kaum ist der Zeitungsartikel im Netz, da gibt die Leserin Monika Jansen (MoniJansen) folgenden Kommentar ab: “Mir fahren die unverschämten Radler auch immer vor’s Auto beim Rechtsabbiegen. Und meine Schwiegermutter wurde sogar vor 2 Jahren von einem Fahrradkurier umgerissen: Oberschenkelhalsbruch.”

Radhaus Erfurt

Dienstag, 28.04.2009

Am vergangenen Wochenende wurde am Erfurter Hauptbahnhof ein Radhaus eröffnet. In der neuen Fahrradstation können 260 Fahrräder kostenlos abgestellt werden. Zusätzlich werden gegen eine Gebühr 32 verschließbare Boxen angeboten. Ergänzt wird das Radhaus durch eine Reparaturwerkstatt mit Radverleih. In das Obergeschoss zieht die Erfurter Geschäftsstelle des ADFC ein. Finanziert wurde der zweigeschossige Bau mit rund 1,2 Millionen Euro, die im Wesentlichen aus Mitteln der Städtebauförderung sowie aus Landesmitteln der Gemeindeverkehrsfinanzierung stammen.

Weshalb steht am Berliner Hauptbahnhof nicht schon lange so ein Radhaus? Es wäre der erste Anlaufpunkt für Fahrradtouristen, die Berlin besuchen. Hier könnte man Fahrräder abstellen, ausleihen, reparieren lassen, von hier aus könnten geführte Fahrradtouren angeboten werden. Weitere fahrradnahe Dienstleistungen könnten in ein Radhaus integriert werden. Wegen der größeren Dimensionen würde die Radstation am Berliner Hauptbahnhof vielleicht drei- oder viermal soviel kosten wie in Erfurt, hätte sich aber bereits nach wenigen Jahren amortisiert.
Thüringen: Radhaus-Eröffnung am Hauptbahnhof Erfurt

Abus Wand- und Bodenanker

Montag, 27.04.2009

abus-wand-und-bodenanker.jpgViele Berliner Miethäuser besitzen noch einen klassischen Innenhof mit relativ guten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder es gibt einen bequem erreichbaren Fahrradkeller. Da, wo diese Möglichkeit der Fahrradunterbringung nicht gegeben ist, wird im Straßenraum häufig jeder Baum, jede Straßenlaterne und jedes Verkehrsschild zum sicheren Fahrradparken genutzt. Aufgabe der Kommune wäre es, die Hauseigentümer zu animieren, Fahrradstellmöglichkeiten zu schaffen. Eine relativ kostengünstige Lösung ist der WBA 100 Granit Befestigungsanker, der das sichere Anschließen von Fahrrädern in Garagen, in Kellern und an Hauswänden ermöglicht. Der zwei Kilo schwere Anker kann entweder am Boden oder an der Wand montiert werden. Aufgrund der flachen Bauform und Kunststoffabdeckung ist ein Überfahren des WBA 100 ohne Probleme möglich. Durch die wetterfeste Ausführung steht einem Einsatz im Außenbereich nichts entgegen. An der Befestigungsöse mit 65mm lichter Öffnung lässt sich ein Fahrrad sicher anschließen. 16mm dicker Bügel, der einen hohen Widerstand gegen jegliche Art von Aufbruchsversuchen bietet. Der Preis liegt bei knapp siebzig Euro.

Elektrik & Restaurierung der Decke

Samstag, 25.04.2009

elektrik-grundierung.JPG

Morgen ist Critical Mass!

Donnerstag, 23.04.2009

Wie jeden letzten Freitag im Monat ist auch Morgen wieder das Motto: Wir sind der Verkehr! Treffpunkt ist wie immer der Heinrichplatz in Kreuzberg. Gestartet wird allerdings seit neuestem erst um 18 Uhr! Viel Spaß!

Siehe auch: Critical Mass Berlin

Geekhouse Werbevideo

Donnerstag, 23.04.2009

Hier zeigen wir das Werbevideo eines Rahmenbauers in Boston, Massachusetts. Geekhouse wurde 2002 gegründet und entwarf ursprünglich lediglich das Design der Geekhouse-Räder, während die Herstellung von externen Rahmenbauern übernommen wurde. Heute werden alle Fahrräder in der kleinen Firma komplett selbst entworfen und in der eigenen Werkstatt gebaut. Das Video zeigt den Reiz der Handarbeit beim Bau eines Fahrrads. Da lohnt sich wirklich ein Klick auf den Vollbildmodus.
Geekhouse


Geekhouse Movie from Geekhouse Bikes on Vimeo.

Neuberliner-Touren

Mittwoch, 22.04.2009

Am kommenden Sonnabend bietet der ADFC Radtouren in verschiedenen Bezirken für alle an, die Neues entdecken und die Möglichkeit nutzen wollen, Kontakte zu knüpfen und Berlin als fahrradfreundliche Stadt kennenzulernen. Es soll gezeigt werden, dass viele Wege selbst in einer Großstadt wie Berlin gut ohne Auto zuzückzulegen sind. Das Fahrrad ist oftmals die bessere Alternative zum motorisierten Verkehr.

Aktive MItglieder der ADFC-Stadtteilgruppen führen mit gemütlichemn Tempo zu Orten, die versteckt, skurril, historisch oder einfach ein Muss sind. Es wird bevorzugt auf grünen Wegen gefahren und ab und an mal ein Stopp eingelegt. Alle Touren sind kostenlos, eine Ameldung ist nicht erforderlich.

Touren am Sonnabend, 25. April 2009:

  • Mitte, Treffpunkt Treffpunkt Rotes Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin
  • Neukölln, Treffpunkt  Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Straße 83, 12043 Berlin
  • Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10820 Berlin
  • Spandau, Treffpunkt Rathaus Spandau, Carl-Schurz-Straße 276, 13597 Berlin

Weitere Neuberliner-Toruren finden am 20. Juni und am 22. August 2009 statt.
ADFC: Neuberliner Touren

Flashmob in Münster

Dienstag, 21.04.2009

Der Ludgerikreisel liegt am Innenstadtring von Münster und ist einer der größten Kreisverkehre in der Region. Im Juni letzten Jahres wurde hier ein Flashmob mit Radfahrern durchgeführt. Nach Lübeck wieder ein schönes Beispiel dafür, wie man mit begrenztem Aufwand maximale Wirkung erzielen kann.
via. Velowahnsinn

Radfahren in Schrittgeschwindigkeit

Dienstag, 21.04.2009

verkehrszeichen-241.jpgEin Radfahrer fuhr mit etwa 15 kmh auf dem Radweg mit angrenzendem Gehweg und sah eine Frau, die sich an einer Bushaltestelle mit anderen unterhielt. Er klingelte in etwa zehn Metern Entfernung, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Fußgängerin bewegte sich jedoch in Richtung Radweg. Dadurch sah sich der Radfahrer zur Vollbremsung gezwungen, bei der er über den Lenker stürzte.

In diesem Fall entschieden die Richter des Düsseldorfer Oberlandesgerichts im Jahre 2007, dass Radfahrer auf einem getrennten Rad- und Fußweg nicht verpflichtet seien, auf Fußgänger in gleicher Weise Rücksicht zu nehmen wie auf einem gemeinsamen Fuß- und Radweg. Der Bundesgerichtshof hob diese Entscheidung nun auf. Den Radfahrer trifft bei dem Unfall also eine Teilschuld. In letzter Konsequenz bedeutet das Urteil, dass Radfahrer auf einem gemeinsamen und lediglich durch eine Linie getrennten Rad- und Fußweg nur in Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen, um jederzeit auf einen unversehens auf den Radweg tretenden Fußgänger reagieren zu können.

Der ADFC kritisierte das Urteil des BGH und bezeichnete die höchstrichterliche Entscheidung eine Verwischung der von der Straßenverkehrsordnung vorgegebenen Unterschiede zwischen getrennten und gemeinsamen Geh- und Radwegen.
ADFC: Innerstädtische Radwege bergen Gefahren

Protest gegen A 100 wächst

Sonntag, 19.04.2009

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Mehr als 1500 Menschen haben heute auf einer Fahrrad- und Skate-Demo gegen den geplanten Weiterbau der Autobahn 100 von Neukölln nach Friedrichshain protestiert. Die Route führte von der geplanten Autobahnauffahrt direkt am S-Bahnhof Treptower Park zum Roten Rathaus und mit ein paar Schlenkern zum Sitz der Verkehrsverwaltung am Köllnischen Park. Von dort ging es zurück zum Treptower Park in die Beermannstraße. Hier fand die Abschlusskundgebung statt weil drei Häuser der Straße für die Autobahn abgerissen werden sollen. Die BewohnerInnen zeigten ihre Ablehnung dieser Pläne mit Transparenten an den Fassaden.  Auf der Demo wurden geschätzte 200 Einwendungen gegen den Weiterbau der A 100 gesammelt, die Frist zur Einsendung der Einwendungen läuft am Donnerstag den 23.4.09 ab. Muster der Einwendungen gibt es hier.

Organisiert von der Bürgerinitiative Stadtring Süd, war es insgesamt eine bunte, lustige Ausfahrt an einem sonnigen Sonntagnachmittag. Das macht Lust auf mehr Proteste gegen die Autobahn.

RBB Abendschau: Rad gegen Autobahn

“Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit?”

Sonntag, 19.04.2009

Diese Frage stellte die Berliner Morgenpost am vergangenen Wochenende. Die Leser antworteten so:

Ja, täglich: 45 %
Gelegentlich: 17 %
Selten: 8 %
Nie: 15 %
Ich habe kein Fahrrad: 8 %
Ich habe keine Arbeit: 9 %

Die hohe Zahl der täglichen Fahradpendler wundert mich, wobei in der Umfrage offen bleibt, ob die Teilnehmer der Abstimmung Ganzjahrespendler oder nur die Saisonpendler meinen. Allerdings ist die Umfrage nicht ganz repräsentativ, weil lediglich 186 Stimmen abgegeben wurden.
Berliner Morgenpost: Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit?
via: Hauptstadtblog

Andere Sommer-Öffnungszeiten!

Freitag, 17.04.2009

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Unsere aktuellen Umstrukturierungs- und Erweiterungs-vorhaben lassen uns keine Wahl: Wir haben schlicht keine Kapazitäten für den Worker’s Day Mittwochs und Donnerstags. Natürlich haben wir trotzdem aber wie gehabt von Montag bis Samstag ab 10 Uhr auf.

Danke für euer Verständnis.

Aktion “Faires Radfahren” der Polizei

Freitag, 17.04.2009

Ab kommenden Montag sind Polizeibeamte in Mitte verstärkt bei Fahrradkontrollen im Einsatz. Unter dem Motto „Fairrad, faires Verhalten von und gegenüber Radfahrern“ richten die Polizisten täglich bis zum 24. April ihr Augenmerk auf verkehrswidriges Verhalten von Radfahrern.

Fair wäre es von der Polizei, wenn sie die wirklichen Ursachen der vielen Radfahrerunfälle bekämpfen würden. Um die Hauptursachen auszumachen, würde ein Blick in die Pressemeldungen der eigenen Behörde reichen. Beispiel von heute:

“Mit schweren Verletzungen musste heute Nachmittag eine Frau nach einem Verkehrsunfall in Oberschöneweide in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die 50-Jährige war gegen 15 Uhr 15 mit ihrer 6-jährigen Enkelin in der Rummelsburger Straße in Richtung Wuhlheide unterwegs. An der Kreuzung Edisonstraße hielten die beiden Radfahrerinnen an der „roten Ampel“. Als das Lichtzeichen auf grün wechselte, bog der 49-jährige Fahrer eines Lkw nach rechts in die Edisonstraße, übersah die Frau und erfasste sie mit seinem Sattelzug. Die Radlerin zog sich schwere Rückenverletzungen zu und wurde stationär in einer Klinik aufgenommen. Dem Vernehmen nach besteht jedoch keine Lebensgefahr.

Das Mädchen blieb indes unverletzt. Sie wurde kurz vor dem Aufprall von ihrer Oma beiseite geschubst, so dass es zu keiner Berührung mit dem Lkw kam.”

Pressemeldung der Berliner Polizei Nummer 1140 vom 17.04.2009 - 19:00 Uhr

13-Jährige angefahren und vergewaltigt

Mittwoch, 15.04.2009

SpiegelOnline berichtet von einem unglaublichen Verbrechen in Minden in Ostwestfalen. Dort hat ein 30-jähriger Autofahrer gestanden, eine 13-jährige Radfahrerin angefahren zu haben, um sie anschließend zu vergewaltigen. “Die Tat ereignete sich am Ostermontagabend, als das Kind mit dem Rad unterwegs war und vom Auto des 30-Jährigen angefahren wurde. Nach dem Unfall gab der Mann vor, sich um die Schülerin zu kümmern, lud sie in sein Auto und fuhr zu einem Parkplatz. Dort missbrauchte er das Mädchen. Der Mann hat die Tat gestanden und sitzt in Untersuchungshaft. Der Polizei sagte er, schon seit längerem den Plan gehabt zu haben, ein junges Mädchen zu vergewaltigen.”
SpiegelOnline: Mann fährt 13-Jährige an und vergewaltigt sie

Fahrradbildungsurlaub an der Müritz

Mittwoch, 15.04.2009

In der Region der mecklenburgischen Seenplatte, dort, wo heute Wasser-, Wander- und Radsport betrieben wird, arbeiteten während der NS-Zeit ZwangsarbeiterInnen in Ravensbrück und seinen Außenlagern. Juden und Jüdinnen wurden systematisch ermordet und der Todesmarsch nach Schwerin zog hier vorbei. Auf unserer Reise von Ravensbrück nach Waren/ Müritz wollen wir uns mit den Kontrasten dieser Region auseinandersetzten.

Mit dem Fahrrad begeben wir uns auf 180 km historische Spuren der NS-Zeit. Wir besuchen Gedenkstätten und Gedenkorte in Ravensbrück, Rechlin, Röbel und Malchow. Wir führen Gespräche mit ExpertInnen und ZeitzeugInnen über die NS-Geschichte, Zwangsarbeit in den Außenlagern an der Müritz (Rechlin-Retzow/ Malchow) sowie jüdisches Leben in der Region vor und nach 1933. Unsere Route führt uns über die ehemalige Todesmarschstrecke schließlich nach Waren/ Müritz. Dort werden wir von der Mobilen Beratungsstelle für demokratische Kultur über den Neo-Nazismus in der Region informiert und diskutieren mögliche gesellschaftspolitische Gegen-Strategien.

Spuren der NS-Geschichte entlang der Müritz
Mit Silke Chorus  und Kirsten Wolf
Bildungs- und Gedenkreise von Ravensbrück nach Waren/ Müritz
Bildungsurlaub mit dem Fahrrad vom 22.6. bis 26.06. 2009
Teilnahmebeitrag: 380,-€/ erm. 300,-€
incl. Frühstück + einfache Unterkunft (DZ-Aufschlag: 20€)

Weitere Infos und weitere Fahrradbildungsurlaubsvorschläge bei
Fahrradbildungsurlaub

Projekt “Beauty and the Bike”

Mittwoch, 15.04.2009

beauty-and-the-bike.jpg

Das Radfahren wird von Menschen in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich wahrgenommen. Während in Bremen das Rad für Jugendliche als alltägliches Verkehrsmittel zählt, halten britische Mädchen das für ungewöhnlich und “unfashionable”. Viele britische Teenager geben das Fahrrad fahren auf - ganz im Gegensatz zu Mädchen und jungen Frauen in Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden.

Um für die Kultur des Radfahrens zu werben, wurde das Projekt “Beauty and the Bike” in Darlington in England gegründet. Sieben Teilnehmerinnen des Projekts waren in der letzten Woche in Bremen zu Besuch und wollten das Radfahren in einer fahrradfreundlichen Stadt kennenlernen. Die Erfahrungen und Motivationen der Mädchen werden in Fotos und Videobotschaften dokumentiert und können auf der Homepage von beauty and the bike betrachtet werden.

Zusätzlich wurde in Darlington der Club Velodarlo gegründet. Es funktioniert wie Car Sharing: Hollandräder und City Cruiser können für wenig Geld ausgeliehen werden. So können Frauen Stadträder testen, und es fahren auf einmal viele interessante Räder durch Darlo. Die Frauen sind begeistert!

Beauty and the Bike
Beauty and the Bike: Mobilitätskultur in städtischen Siedlungsräumen und die Rolle junger Mädchen (pdf-Dokument)
via: adfc-bremen weblog

Toyosu Blue Monday

Montag, 13.04.2009

Nettes Filmchen aus Japan von Jun Iwai.
via: Urban Velo


コビッチ 其の十二  from jun iwai on Vimeo.

Mehrere verletzte Radfahrer

Montag, 13.04.2009

Bei schweren Verkehrsunfällen in Tempelhof, Friedrichshain und Marzahn wurden gestern drei Radfahrer verletzt und kamen in Krankenhäuser.

“Schwere Verletzungen erlitt gestern Vormittag ein 74-jähriger Radler bei einem Verkehrsunfall in Tempelhof. Eine 37-jährige Autofahrerin hatte gegen 10 Uhr 50 ihren „Smart“ in dem Einödshofer Weg geparkt und öffnete, offenbar ohne auf den Verkehr zu achten, die Fahrertür. Der 74-Jährige wollte Ausweichen, verlor dabei die Kontrolle über das Fahrrad und stürzte zu Boden. Er kam mit schweren Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.”

Die Ursache dieses Unfalls war also eine sich öffnende Autotür.

“Eine 22-Jährige erlitt gestern Vormittag in Friedrichshain bei einem Verkehrsunfall mit einem BVG-Bus schwere Gesichts- und Schulterverletzungen. Ein 52-jähriger Busfahrer fuhr gegen 11 Uhr die Petersburger Straße in Richtung Besarinplatz. Als er an der, in die gleiche Richtung, radelnde Frau vorbeifuhr, kam es zum Zusammenstoß. Die Frau stürzte zu Boden. Der Busfahrer erlitt einen Schock und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Die 22-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.”

Die Ursache dieses Unfalls war vermutlich zu geringer Abstand beim Überholen.

“Bei einem Verkehrsunfall in Marzahn erlitt gestern Nachmittag eine 25-jährige Radlerin schwere Verletzungen und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Offensichtlich missachtete ein 52-jähriger Autofahrer gegen 12 Uhr 45 die Vorfahrt der Frau, als er aus dem Blumberger Damm kommend geradeaus fuhr. Die Radfahrerin befuhr den Blumberger Damm in Richtung Mehrower Allee, als sie von dem Fahrzeug erfasst wurde.”

Die Ursache dieses Unfalls war missachtete Vorfahrt.

Drei schwere Unfälle, drei Mal scheinen die Radfahrer nicht Schuld gehabt zu haben. Aber was nützt einem Radfahrer die Gewissheit, unschuldig zu sein? Opfer ist er in jedem Fall.

Quelle: Pressemeldungen der Berliner Polizei Nummern 1080, 1081 und 1082 vom 13.04.2009 - 11:10 Uhr.

Ufos an der Decke…

Sonntag, 12.04.2009

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David Byrne schreibt Fahrradtagebuch

Freitag, 10.04.2009

david-byrne-fahrradbiegel.jpgDavid Byrne, ehemaliger Sänger der Musikgruppe Talking Heads, ist bekennender Fahrradfreak. Im September wird sein Buch “Bicycle Diaries” erscheinen, eine Art Radlerreisebericht. “Bicycle Diaries is Byrne’s travelogue chronicling his urban bicycle journeys through London, Berlin, Istanbul, Buenos Aires, Paris, Belgrade, Sydney, Manila and New York.” Im Cyclelicious Bike Shop kann das Buch bereits jetzt zum Preis von $17.13 vorbestellen.

Im letzten Jahr hatte Byrne an einem Designwettbewerb des New York City Department of Transportation teilgenommen. Damals hatte er eine Reihe von Fahrradbügeln als Teil der New Yorker Straßenmöblierung entworfen.

via: cyclelicio.us
Copyright der Zeichnungen: David Byrne

Abwrackprämie für Räder in Mannheim

Mittwoch, 08.04.2009

SpiegelOnline berichtet, dass die Stadt Mannheim Radfahrern, die ein altes Fahrrad abgeben und sich dafür ein neues Rad im Fachhandel kaufen, eine Abwrackprämie in Höhe von 50,- Euro zahlt. Dafür gab es bundesweite Aufmerksamkeit in den Medien, dafür wurde der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurtz bei SpiegelOnline interviewt, kein schlechter Deal also für die Mannheimer. Allerdings ist diese Prämie auf die ersten hundert Antragsteller beschränkt. Im schlechtesten Fall zahlt die Stadt also 5000,- Euro, das entspricht gerade mal der Prämie für zwei abgewrackte Autos. Wie hieß es noch vor drei Tagen in der Presse? “Das Bundeskabinett hat die neuen Regeln für die Abwrackprämie beschlossen. Das Gesamtvolumen wird auf fünf Milliarden Euro aufgestockt. Die Summe soll für insgesamt zwei Millionen Prämien reichen.”
SpiegelOnline: Abwrackprämie: Jetzt auch für Fahrräder
siehe auch Johannes Hampel und ADFC Dresden

It’s Your Ride

Mittwoch, 08.04.2009

Dieser Kurzfilm wurde von Daniel Leeb als Werbung für den Fahrradreifenhersteller Hutchinson  gedreht. Es zeigt einen Mann und eine Frau auf dem Weg durch den Großstadtdschungel. Sie sind beide allein unterwegs und sich dennoch der Präzenz des jeweils anderen bewusst. Im Film soll die Harmonie mit der Umgebung ausgedrückt werden, die auf einer Radfahrt durch die City erlebt werden kann.


It’s Your Ride from Cinecycle on Vimeo.

Fahrrad- + Skaterdemo gegen Autobahnplanung

Dienstag, 07.04.2009

Die Bundesregierung und der Berliner Senat planen, ab dem Jahre 2010 eine neue Autobahn vom Dreieck Neukölln nach Treptow zu bauen. Das vorläufige Ende der Autobahn wird am Treptower Park nahe der Elsenbrücke liegen und viel Zugangsverkehr in die Bezirke Treptow und Kreuzberg-Friedrichshain ziehen. Der Autobahn sollen 300 Kleingärten und vier Wohnhäuser zum Opfer fallen. Die 3,2 Kilometer lange Autobahn soll 442,8 Millionen Euro kosten und wird damit zum teuersten Autobahnstück Deutschlands.

Bis Donnerstag, dem 9. April 2009 können die Bürger in den Rathäusern Treptow (Neue Krugallee 4, R. 22) und Neukölln (Karl-Marx-Straße 83, Raum N6006) die Pläne zum Autobahnbau einsehen. Einwendungen gegen die Planung können bis Donnerstag, dem 23. April 2009 eingereicht werden.

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Um den Protest gegen die Autobahn zu stärken, wird es am Sonntag, dem 19. April eine Skater- und Radfahrerdemo gegen die Autobahn geben. Die vorläufige Demoplanung sieht so aus:

15:00 Uhr Start am S-Bahnhof Treptower Park (Hoffmannstr./ An den Treptowers)
durch Friedrichshain
16:00 Uhr Rotes Rathaus Zwischenkundgebung
durchs Brandenburger Tor, um die Siegessäule herum über den Potsdamer Platz
17:00 Uhr Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, Gebt hier Eure Einwendungen ab!
Über Kreuzberg zurück nach Treptow
17:30 Uhr Abschlusskundgebung in der Beermannstr., Nähe S-Bhf. Treptower Park
Hier sollen 4 Häuser wegen der A100 abgerissen werden.

Bürgerinitiative Stadtring Süd BISS Berlin
Forum STOPT DIE A100
Stralau: 31,25 m und die Kilometerpauschale
Spreeblick: Zurück zum Beton

Die 7-fach Cassette stirbt aus!

Dienstag, 07.04.2009

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Schneller, höher, weiter heißt das Prinzip. Und folgerichtig werden Schaltsysteme, deren Produktionsbeginn mehr als 15 Jahre zurück liegt zum alten Eisen gelegt. Das 7-fach Steckritzelsystem von Shimano, erstmals 1986 an der Dura-Ace Gruppe verwendet, wird ab sofort nicht mehr produziert. Die ersten 7-fach Ritzelpakete von Shimano hatten das Uniglide-(UG) System, im Vergleich zu dem heute verwendeten, im Jahre 1990 neu eingeführten Hyperglide-(HG) System war es bedeutend stabiler gebaut und mit dem Vorteil ausgestattet die einzelnen Ritzel mit Ausnahme des Abschlussritzels, welches auf den Cassettenkörper geschraubt wird umdrehen zu können, wenn die Ritzel verschlissen sind. Ein UG-Ritzelpaket hielt mit dieser Methode mehr als doppelt so lange wie die nachfolgenden schaltfreundlicheren HG Kränze! Das UG System ist schon lange Geschichte, wir finden es aber immer wieder an alten Rädern die in unserer Werkstatt repariert werden und freuen uns wie lange es hält. Das HG-Schaltsystem hat bedeutend schlankere Zähne, welche das Schalten unter Last erlauben. Mittlerweile ist Shimano bei 10 Ritzeln am Hinterrad angekommen, der Wahn- und Unsinn einer derartigen Modellpolitik schlägt sich in der Gegenbewegung der Fahrräder mit nur noch einem Gang nieder.

Besitzer_innen eines Fahrrades mit einer 7-fach Ritzelaufnahme am Hinterrad müssen nach Produktionsende der 7-fach Cassette nicht unbedingt auf ein 8-fach System umsteigen (was den Kauf eines entsprechenden Schalters und eines neuen Hinterrades bedeuten würde) wenn ihr Antrieb verschlissen ist, denn die meisten Zahnkränze lassen sich zerlegen. Mit den Spacern des alten Zahnkranzes ausgestattet und um das größte Ritzel erleichtert, passt der 8-fach Zahnkranz auf das 7-fach Schaltsystem.

Bild: 7-fach HG 70 Ritzelpaket

4 Jahre Rad-Spannerei-Blog

Dienstag, 07.04.2009

Einmal im Jahr holen wir die Fahrradtorte aus dem Bildarchiv, stauben sie kurz ab und stellen sie nach 2006, 2007 und 2008 wieder auf die Startseite. Der Grund heute ist der vierte Geburtstag des Fahrradblogs. Torte essen können wir heute leider nicht, denn wir bereiten gerade ein großes neues Projekt vor. Näheres dazu in den nächsten Tagen (Wochen).

In der deutschsprachigen Fahrradbloggerszene hat sich inzwischen viel getan. Hier eine ganz sicher unvollständige Liste von Seiten, die wir in unserem Feedreader haben: ADFC Dresden, ADFC Bremen, anarchitect, Andreas Edler, Bike-Blog, Bike Planet, Critical Mass Austria, Critical Mass Berlin, CruiserKing, Cycleride, Da isser…, Fahrradportal, Johannes Hampel, Johanns Fahrradblog, Kinderfahrradblog, Les Lanternes rouges, Light Bikes, Mit dem Fahrrad in und um Köln, Mountainbike Blog, r2-bike, phil´s velo blog, Radfahrers Lust & Frust, Radgefahren, RadLE, Rauhe Sitten, Svenies Blog, Yeahpope. Über weitere Links in den Kommentaren freuen wir uns.

Straßenverkehrsordnung geändert

Montag, 06.04.2009

Der Bundesrat hat letzte Woche eine Novelle der Straßenverkehrsordnung beschlossen. Laut Focus soll danach die bestehende Radwegebenutzungspflicht ab September auf ein erforderliches Maß beschränkt werden und die Ampeln auf Fahrbahnen sollen auch für Radler gelten. Fußgängerampeln müssen dann nicht mehr beachtet werden. Der ADFC sagte dazu: “Der Gesetzgeber erkennt damit an, dass Radfahrer ein Fahrzeug haben und keine Fußgänger sind. Radfahren wird so schneller, komfortabler und sicherer.” Weitere Änderung: der Radstreifen auf der Fahrbahn wird dem Radweg gleichgestellt.
Focus: Erleichterungen für Radverkehr ab September

Papergirl

Sonntag, 05.04.2009

Papergirl ist der Name eines Kunstprojekts, das einmal im Jahr im Sommer in Berlin stattfindet.

Ganz im Stile amerikanischer Zeitungsjungs (Paperboys) werden Kunstrollen vom Fahrrad aus verteilt. Das Projekt hat seit 2006 bereits dreimal in Berlin stattgefunden und ist dabei von Jahr zu Jahr stetig angewachsen. So haben 2008 zum Beispiel 77 Künstler aus 9 verschiedenen Ländern teilgenommen. Die Grundidee ist, Kunst auf andere Weise als üblich in die Öffentlichkeit zu bringen, Leute zu überraschen und in ihrem Alltag mit Kunst in Kontakt zu bringen. In wenigen Worten ist Papergirl: partizipativ, analog, unkommerziell und impulsiv.

Papergirl jetzt mit neuem 12 Minuten langem Video und neuer Website.
Papergirl
Papergirl alt


Papergirl #3 from Papergirl on Vimeo.

S-Bahn setzt auf Kombi Zug + Fahrrad

Samstag, 04.04.2009

Die Berliner S-Bahn schafft mehr Platz für radfahrende Kunden. In Kürze sollen die Züge der Baureihe 481 so umgebaut werden, dass in Mehrzweckabteilen eine Reihe Klappsitze wegfällt. Stattdessen gibt es mehr Stellplätze für Räder. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Fahrradmitnahmen um 50 Prozent gestiegen, teilte die S-Bahn mit. Der Trend hielt im letzten Jahr unverändert an. Von April bis Oktober 2008 stieg der Fahrradticketverkauf je nach Tarif um elf bis 40 Prozent an,  während der normale Fahrkartenverkauf nur ganz leicht anzog. Die S-Bahn profitiert davon, dass eine Fahrradmitnahme in Berlin rund um die Uhr möglich ist. Anders als in anderen großen Städten wie Hamburg, München, Paris, London und Kopenhagen gibt es in Berlin keine Sperrzeiten für die Fahrradmitnahme.
ADFC-Newsticker: Fahrradmitnahme in Berliner S-Bahn um 50 Prozent gestiegen
Morgenpost: S-Bahn schafft Platz für Fahrräder
Benno Koch: Mehr Fahrradtickets in Berlin-Brandenburg verkauft

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