Zugticket fürs Fahrrad online buchbar
Donnerstag, 31.07.2008Ab dem 1. August können Fahrkarten für die Fahrradmitahme im Fernverkehr auch online gekauft werden. Man kann das neun Euro teure Ticket inklusive der Stellplatzreservierung zusammen mit der normalen Fahrkarte auf den Seiten der Bahn buchen, bezahlen und ausdrucken.
Die Bahn kündigte außerdem an, dass auf der IC-Linie Nürnberg-Karlsruhe ab dem 15. September für drei Monate Fahrräder kostenlos transportiert werden. Das Ziel des Pilotprojekts: Die Bahn will herausfinden, wie viele radelnde Kunden sie beim Wegfall der Fahrradkarte zusätzlich in den IC locken kann.
Die Bahn stellte klar, dass es auch in Zukunft keine Fahrradmitnahme im Hochgeschwindigkeitszugverkehr geben werde. Der ICE-3 bleibt für Radfahrer tabu. Die Kunden werden auf den Kuriergepäckservice der Bahn verwiesen, der Fahrräder in zwei bis drei Tagen von Haus zu Haus transportiert. Hin- und Rücktransport eines Fahrrads innerhalb Deutschlands kosten 24,90 Euro plus 5,90 Euro für die Verpackung.
FR: Ein bisschen Bike im Zug
In Cork, der zweitgrößten Stadt Irlands, wird in der nächsten Woche das Festival der radfahrenden Künste veranstaltet. Auf dem Programm stehen Ausstellungen, Konzerte, Fahrradworkshops, ein Fahrradpicnic und ebenfalls eine Critical Mass.
Es gibt viele Argumente, die für den Radverkehr sprechen, aber erst die Rekordpreise an den Tankstellen bringen auch eingefleischte Autofahrer ernsthaft ins Grübeln. Bei der Sensibilisierung breiter Bevölkerungsschichten setzt die Plakataktion des Verbundes Selbstverwalteter Fahrradbetriebe (
Der Dokumentarfilm Sportsfreund Lötsch erzählt die Geschichte des Ausnahmeradfahrers Wolfgang Lötsch, genannt Der Lange. Bereits im Alter von 12 Jahren gewann er Spartakiaden und Radsportmeisterschaften in der DDR. Wegen seiner Weigerung, in die SED einzutreten und weil er den Kontakt zum im Westen lebenden Familienmitgliedern nicht abbrechen wollte, wurde Lötsch als Zwanzigjähriger von der Stasi verfolgt und an der Ausübung seines Sports gehindert. Lötsch wurde aus dem staatlichen Förderungssytem ausgeschlossen und durfte nur innerhalb der Betriebssportgemeinschaft Motor Ascota Karl-Marx-Stadt an bestimmten Rennen innerhalb der DDR teilnehmen. Wichtige internationale Rennen wie die Friedensfahrt oder die Straßenrad-WM blieben ihm dagegen versperrt. Das Jahrhunderttalent Lötsch blieb dem Radsport verbunden und arbeitet heute als Mechaniker beim Team Milram. Die Dokumentaion Sportsfreund Lötsch kommt ab dem 17. Juli in die Kinos.