Critical Mass am 30.März 2007

Donnerstag, 29.03.2007

Critical Mass ist ein weltweiter Zufall. Es fällt uns zu, fällt auf und gefällt. Es taucht in allen Städten der Erde auf, wo das Auto die Menschen verdrängt. Critical Mass ist eine Gruppe von Individuen, die mit alternativen Verkehrsmitteln zufälligerweise zum gleichen Zeitpunkt die gleiche Strecke fahren. Critical Mass bedeutet Lebensfreude, Solidarität und frischer Mut, denn hier trifft mensch sich zu einer gemütlichen Fahrt durch die Stadt mit vielen gleichgesinnten, friedlichen Menschen. Critical Mass wurde in San Francisco gegründet und seither gibt es Kritische Massen über den ganzen Globus verstreut. Alle finden mindestens einmal pro Monat statt, meistens an einem Freitagabend oder an einem Samstag. So bildet sich ein globales Bewusstsein, ein anderes als wir es sonst von der Globalisierung gewöhnt sind – anstatt Konsum als Lebensziel ist die Natur als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen gefragt.
(Zitiert aus “Was ist Critical Mass?“)

In Berlin gibts Critical Mass jeden letzten Freitag im Monat ab 16 Uhr.
Start ist am Heinrichplatz in Kreuzberg!

Stufenloses Getriebe für das Fahrrad

Mittwoch, 28.03.2007

Der Fahrradhersteller Ellsworth hat einen Cruiser mit stufenlosem Getriebe vorgestellt. Das Nu-Vinci-Antriebskonzept wurde in seinen Grundzügen bereits von Leonardo DiCaprio Da Vinci im Jahre 1490 entworfen. Anstelle eines herkömmlichen Planetengetriebes mit vielen kleinen Zahnrädern sind es in der Nuvinci-Nabe rotierende Kugeln, die das Übersetzungsverhältnis verändern. Sie ermöglichen ein stufenloses Schalten bei guter Kraftübertragung! Nachteil ist in meinen Augen vor allem das hohe Gewicht von 4 Kilo.
Das Video demonstriert das NuVinci-Prinzip.
Ellsworth: The Ride
via: Cruiserking

Ey, pass doch auf, Du Penner!

Dienstag, 27.03.2007

Ey, pass doch auf, Du Penner!

Foto: anders deutsch

Fahrraddemo gegen Stadtumstrukturierierung

Montag, 26.03.2007

Kommenden Freitag findet nahezu gleichzeitig mit der Critical Mass (Heinrichplatz 16:00 Uhr) eine Fahrraddemo “… noch wütender … gegen die ugly gentrification” statt. Treffpunkt: Yorckstr 59 15:30 Uhr. Näheres zu dieser Fahrraddemo hier.
via: Critical Mass Berlin

... noch wütender ... gegen die ugly gentrification

Fahrraddiebstahl bleibt wichtiges Thema

Montag, 26.03.2007

Laut der letzte Woche vorgestellten Kriminalitätsstatistik 2006 für Berlin bleibt der Fahrraddiebstahl eine Plage der radfahrenden Menschheit. Relativ zum Vorjahr sind die Raddiebstähle zwar um 3,7% gesunken, die absolute Zahl der gestohlenen Fahrräder in Berlin lag jedoch mit 18.775 Fällen skandalös hoch. Zur Bekämpfung des Fahrraddiebstahls fordert der ADFC deshalb qualitative und quantitative verbesserte Fahrradabstellanlagen. Heute hat es übrigens ein Fahrraddieb nach langer Zeit mal wieder in die Pressemeldungen der Berliner Polizei gebracht. Zivilbeamte ertappten ihn auf frischer Tat mit Seitenschneider und diversem anderen Werkzeug.
Polizei Berlin: Kriminalstatistik Berlin 2006 (pdf)
ADFC: Fahrraddiebstahlzahlen 2006 leicht rückläufig
Pressemeldung der Berliner Polizei: Fahrraddieb gefasst

Google verschenkt 2000 Räder an Mitarbeiter

Donnerstag, 22.03.2007

Zum Frühlingsanfang bekommt jeder der 2000 europäischen Mitarbeiter der Suchmaschine Google ein Fahrrad geschenkt. Google hat seine Mitarbeiter aufgefordert, zum heutigen “Alternative Transportation Day” mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen. Als Überraschung wartete dann für jeden Mitarbeiter ein mit dem Google Logo beschriftetes Fahrrad am Arbeitsplatz. Jeder Mitarbeiter konnte zwischen einem Cruiser, einem Mountain-Bike oder einem kompakten Klapprad wählen, das man auch mal in die Bahn mitnehmen kann. Es wurde sogar an passendes Zubehör, wie passende Fahrradhelme, Schutzwesten und Schlösser gedacht.
via: GoogleWatchBlog

Update:
Nach dem Klick gibt es Fotos der Googlebikes. Den ganzen Eintrag lesen »

Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht

Donnerstag, 22.03.2007

Die Zahl der Unterstützer der Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht wächst rasant. Vor einigen Tagen dümpelte der Zähler noch bei 2000, heute sind es bereits 5212 Menschen, die den Bundestag auffordern, die Radwegebenutzungspflicht abzuschaffen. Noch bis zum 27. April habt ihr Gelegenheit, den Volksvertretern zu zeigen, dass hinter der öffentlichen Petition von Sven Ledebrink viele Radfahrer stehen. Einfach auf den untenstehenden Link gehen, deine persönlichen Daten eintragen und auf “Mitzeichnen” klicken!
Öffentliche Petition: Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht

Rad&Touren 2007 erschienen

Mittwoch, 21.03.2007

Rad&Touren 2007Lust auf eine Entdeckungsreise? Das neue Heft Rad&Touren 2007 des ADFC bietet vielfältige Möglichkeiten, die Region Berlin/Brandenburg aktiv und gesund mit dem Fahrrad zu entdecken. Als vor elf Jahren das erste Heft erschien, zählte es kaum 70 Touren. Für die Saison 2007 stehen 500 geführte und von 60 Aktiven geleitete Fahrradtouren zur Auswahl. Sehr schön ist wieder die TOM-Karikatur auf dem Titelblatt, diesmal mit Fahrradtouris und zeternden Gärtnern in Rheinsberg. Das randvolle Heft mit vielen Infos auf 128 Seiten gibt es kostenlos bei der Geschäftsstelle des ADFC in der Brunnenstraße 28 im Bezirk Mitte oder als pdf im Netz.
Rad&Touren 2007 (pdf)

Risikoreiche Unachtsamkeit von Autofahrern

Mittwoch, 21.03.2007

Wieder einmal erlitt ein Radfahrer in Berlin schwere Verletzungen, weil ein Autofahrer unaufmerksam war. Aus dem Polizeibericht: “Bei einem Verkehrsunfall in Kreuzberg ist gestern Abend ein 29-jähriger Radfahrer schwer verletzt worden. Der Mann war gegen 19 Uhr 50 auf dem Radweg der Urbanstraße unterwegs, als ein 31-Jähriger mit seinem Opel aus einer Parkplatzausfahrt fuhr und nicht auf den 29-Jährigen achtete. Die Feuerwehr brachte den Radfahrer mit einer Fraktur des linken Unterschenkels zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.”
Pressemeldung der Berliner Polizei vom 21.03.2007

Radwege als Unfallrisiko?

Dienstag, 20.03.2007

Die Qualität vieler Radwege lässt zu wünschen übrig, wir er-fahren es tagtäglich. Dass das Fahren auf der Straße aber sogar sicherer ist als das Fahren auf dem Radweg, beweisen diverse Studien, selbst die Bundesanstalt für Straßenwesen, sonst sicherlich nicht unbedingt Anwältin der RadfahrerInnen, ist dieser Ansicht. Um endlich eine einheitliche Regelung durchzusetzten hat die “Initiative Cycleride” eine Petition an den Bundestag verfasst. Sie fordert, der Bundestag möge beschließen die Benutzungspflicht von Radwegen als Konsequenz der Studien generell aufzuheben.

Radfahrer in Cambridge

Montag, 19.03.2007

Velorution denkt bei diesem Video an die Formationsflüge von Staren im Herbst. Mir kommen die Bilder eher vor wie das Gewusel auf einem Ameisenhaufen. Nur mit dem Unterschied, dass anders als in der Tierwelt die dicken Brummer von den Ameisen nicht attackiert werden.
Via: velorution

Räder mit Permanentlicht sind sicherer

Montag, 19.03.2007

Bei Autos setzt sich europaweit das obligatorische Taglicht in der dunklen Jahreshälfte durch. Folge: die Zahl der Unfälle sinkt. Eine großangelegte Studie der Universität Aalborg mit 2000 Radfahrern hat nun ergeben, dass das Tagesfahrlicht auch Räder sicherer macht. Die Zahl der Unfälle lag um 32% niedriger als die der Kontrollgruppe ohne Tagesfahrlicht. Die Räder waren mit batterielosen Lampen ausgestattet, die ihre Energie aus zwei an den Speichen angebrachten Magneten bezogen und die nicht ausgeschaltet werden konnten. Erstaunlich: im Sommer reduzierte sich die Zahl der Unfälle bei Fahrrädern mit Tagesfahrlicht sogar um 40 Prozent.
ELTIS: Permanent light on bicycles reduces accidents significantly

Fahrradbarometer

Samstag, 17.03.2007

FahrradbarometerIn skandinavischen Ländern sind Fahrradbarometer häufiger zu sehen, in Stockholm etwa oder in Kristiansand (Norwegen) und Odense (Dänemark). Nun ist auch in Bozen in Italien ein Fahrradbarometer installiert worden. Das Gerät steht an einer vielbefahrenen Fahrradstrecke und zählt die Radfahrer in beiden Richtungen. Angezeigt wird die aktuelle Zahl der Radfahrer, die an diesem Tag die Zählstelle passiert haben und zusätzlich die Gesamtzahl aller Radler seit Beginn der Zählung.

FahrradbarometerDas ist auch für Berlin eine gute Idee. Hier könnten Fahrradbarometer etwa “Unter den Linden” oder an anderen stark frequentierten Stellen den Sinn dafür schärfen, dass immer mehr Menschen auf eine freundliche Mobilität umsteigen.

ELTIS: First Italian “bicycle barometer” to promote bike mobility
Fotos: ELTIS
via: BikePortland.org

Muskelbetriebene Achterbahn

Freitag, 16.03.2007

Sky CircleDie Zukunft eines grünen Freizeit- und Erlebnisparks zeigt uns die Achterbahn The Skycycle im Washuzan Highland Park in Okayama, Japan. Dort kann man sich pedalgetrieben zu spektakulären Ausblicken über Meer, Inseln, Brücken und Stadt treten. Viele weitere beeindruckende Bilder seht ihr nach dem Klick auf den ersten Link.
Sky Circle (englische Übersetzung der Originalseite)
via: Treehugger
Foto: Copyright Sky Circle

Autotürunfälle: Radspuren sollen sicherer werden

Freitag, 16.03.2007

Nach zwei schwerwiegenden Unfällen durch sich plötzlich öffnende Autotüren sollen die Berliner Fahrradspuren sicherer werden. Das kündigte der für den Radverkehr zuständige Referatsleiter bei der Senatsverwaltung Heribert Guggenthaler am Mittwoch an. Zur Zeit haben etwa 80 Kilometer Hauptstraßen in Berlin Fahrradmarkierungen. In diesem Jahr sollen weitere zehn Kilometer hinzukommen. Künftig sollen Radspuren mit einem zusätzlichen Schutzstreifen von etwa 50 Zentimeter Breite zum Parkstreifen besser gesichert werden.
Tagespiegel

fahrrad.markt.zukunft. mit Fahrradakademie

Donnerstag, 15.03.2007

Am 17. und 18 März findet im Karlsruher Messezentrum die nächste Ausstellung fahrrad.markt.zukunft. statt. Bestandteil der Publikumsmesse wird die Fahrradakademie mit Vorträgen und Workshops sein. Namhafte Referenten geben aktuelle und nützliche Informationen zu Fahrradtechnik und Ergonomie, Gesundheit und Fitness, Fahrradtourismus und Radfahren im Alltag.

Themen der Fahrradakademie sind unter anderem: schmerzfrei Radfahren, Auswahl des passenden Fahrradtyps, Unterschiede von Ketten- oder Nabenschaltung, geeignete Fahrradbekleidung sowie interessante Fahrradreisen, wie z.B. eine Tour mit Blinden von Bremen bis nach Singapur.
Programmübersicht Fahrradakademie 17. und 18. März 2007

Geöffnete Autotür verletzt Radfahrerin schwer

Donnerstag, 15.03.2007

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wird eine Radfahrerin in Berlin durch eine sich plötzlich öffnende Autotür schwer verletzt. “Die Frau fuhr auf dem Radweg der Wilhelmstraße in Richtung Voßstraße. Ein 62-jähriger Autofahrer öffnete die Fahrertür und achtete dabei nicht auf die Radfahrerin. Es kam zum Zusammenstoß. Die 39-Jährige kam mit einem Nierenriss zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus” (aus dem Polizeiticker).
Liebe Radfahrer, fahrt weiter links! Ihr braucht einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos von mindestens einem Meter! Ich weiß, dass man sich als Radfahrer dumme Kommentare von Autofahrern anhören muss, aber das ist immer noch besser als ein Zusammenstoß mit der Mordmaschine “öffnende Autotür”.
Pressemeldung der Berliner Polizei vom 15.03.2007

Fahrradparken auf Schweizer Art

Mittwoch, 14.03.2007

Der Film zeigt eine Person, die ihr Fahrrad in einem Fahrradbaum parkt. Eine Karte mit RFID-Chip bringt die Anlage dazu, die Aufhängevorrichtung herunterzufahren und nach dem Einhängen des Rades wieder nach oben zu fahren, sodass das Fahrrad diebstahlsicher und regengeschützt parken kann.
via: Martino’s Bike Lane Diary

Regenschutz für Radfahrer

Mittwoch, 14.03.2007

Veltop RegenschutzDer Regenschutz von Veltop kostet 250,- €, wiegt zwei kg und lässt sich teilweise versenken, wenn man ihn nicht mehr benötigt.

Würdest Du mit so einem Schutz durch die Stadt fahren? Ich selbst würde ein schlichtes und billiges Regencape allemal vorziehen.

Allein der Wind-Widerstand des Veltops muss gigantisch sein. Nicht umsonst ist auf dem Foto die Batterie für den Elektroantrieb zu sehen.

Veltop Regenschutz
Foto: richardmasoner
via: cyclelicious

Rechtsabbiegeunfall: 65-jährige Radfahrerin tot

Dienstag, 13.03.2007

Vor einigen Wochen schrieb Jochen in einem Kommentar zur Verkehrsbilanz in Berlin: “Das Ziel muss Vision Zero sein, also null Verkehrstote.” Das Ziel ist für 2007 leider nicht mehr erreichbar, denn gestern starb eine Frau unter den Reifen eines abbiegenden Lasters. Laut Tagesspiegel ist die Radfahrerin am Montag gegen 11:40 Uhr in Treptow bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. “Beim Rechtsabbiegen von der Kiefholzstraße in die Elsenstraße übersah ein 34-jähriger Lkw-Fahrer aus Neukölln die 65-jährige Treptowerin, die auf dem Radweg der Kiefholzstraße in gleiche Richtung fuhr. Sie wurde vom Lkw erfasst und erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen.”
Tagesspiegel zum Unfall
via: yeahpope

Autotür geöffnet, Radfahrerin schwer verletzt

Dienstag, 13.03.2007

Pressemeldung der Berliner Polizei: “Eine 34-jährige Radfahrerin ist gestern Abend in Friedrichshagen bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden.

Gegen 18 Uhr 30 öffnete in der Bölschestraße eine 45-jährige „Opel“-Fahrerin nach dem Einparken die Fahrertür ihres Fahrzeugs und übersah dabei die von hinten kommende Radfahrerin, die gegen die Tür prallte. Sie erlitt Beinverletzungen, die stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.”
Pressemeldung der Berliner Polizei vom 13.03.2007

Radfahrer in den Knast

Dienstag, 06.03.2007

“Weil sie mit Fahrrädern über die für Fußgänger reservierten Wege im Grand Canyon fuhren, sind drei junge US-Touristen zu zwei Tagen Haft verurteilt worden. Darüber hinaus müssen die jungen Männer eine Geldstrafe von 500 Dollar zahlen und dürfen bis 2012 den Nationalpark nicht mehr betreten.

Sowas müßte hier auch eingeführt werden für Gehweg- und Fahrbahnradler. Das würde diese Rowdies disziplinieren. Und damit es für uns normale Staatsbürger nicht so teuer wird, sollten die Verurteilten für die Kosten der Unterbringung aufkommen müssen.

Das war doch was. Da lacht das Herz jedes ehrlichen Verkehrsteilnehmers.”

Arne Luft in der Newsgroup de.soc.verkehr

Love Your Bike

Dienstag, 06.03.2007

KetteVor wenigen Jahren war England noch ein Fahrradentwicklungsland, die Zahl der Radfahrer lag weit unter dem europäischen Durchschnitt. Doch auch hier hat man erkannt, welche Vorteile das Radfahren bringt. Eine restriktive Autopolitik sorgt für einen Aufschwung des umweltfreundlichen Verkehrs. So sind seit der Einführung der City-Maut für Autos 72% mehr Radfahrer seit 2000 auf den Hauptstraßen unterwegs. In Manchester soll die Kampagne “Love Your Bike” die Menschen zum Umsteigen aufs Rad bewegen. Die schön gemachte Seite bringt Tipps rund ums Rad.
Love Your Bike
Foto Copyright by Love Your Bike

Respekt für Radler

Montag, 05.03.2007

Rad-Spannerei AnzeigeUnter der Überschrift “Respekt für Radler” kann man in der neuen RadZeit 1/2007 ein erstaunlich fahrradfreundliches Interwiev mit Berlins oberstem Verkehrspolizisten lesen. Polizeidirektor Wolfgang Klang ist im Stab des Polizeipräsidenten für den Sachbereich Verkehr zuständig und wurde von Irina Itschert und Benno Koch vom ADFC befragt:

RadZeit: Was hat sich seit der StVO-Novelle auf den Berliner Straßen geändert? Gibt es weniger Unfälle?

Klang: In den ersten Jahren kamen die Veränderungen nur sehr zögerlich. Aber dann nutzten immer mehr Radfahrer das Angebot, auf der Fahrbahn zu fahren, auch wenn alternativ baulich angelegte Radwege hätten benutzt werden können. Aus unserer Sicht ist dies ein vernünftiges und sicheres Verhalten, so werden Radfahrer von den Abbiegern besser gesehen. Unfälle mit schwerwiegenden Folgen können verhindert werden. Das war auch der Hauptanlass für die Novelle. Insgesamt haben circa 80 Prozent der baulich angelegten Radwege das blaue Schild verloren, das den Radfahrer dazu verpflichtet, den Radweg zu benutzen. Die Anzahl der verletzten und getöteten Radfahrer hat sich seit der StVO-Novelle leicht reduziert, wobei allerdings der inzwischen deutlich gestiegene Radfahreranteil zu berücksichtigen ist.

RadZeit: Was waren weitere Ziele der Änderung der StVO?

Klang: Insgesamt ist gewollt, dass der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen steigt. Dies kann nur erreicht werden, indem das Rad fahren attraktiver wird. Dazu muss mehr sicherheitsorientiert gedacht werden. Fahrbahnmarkierungen zu Gunsten von Radfahrern erhöhen deren Sicherheit. Die Regelung, dass nun einige Einbahnstraßen von Radfahrern in beiden Richtungen befahren werden dürfen, wirkt hauptsächlich nur gegen die “Umwegempfindlichkeit” mancher Radfahrer. Zu bemerkenswerten Unfällen kam es hier übrigens nicht.”

Das ganze Interwiev in der RadZeit 1/2007 Seite 16 (pdf)
Das Bild zeigt die neue Rad-Spannerei-Anzeige (Seite 36)

Fahrrad vor Restaurant in Tokyo

Sonntag, 04.03.2007

Das Foto stammt von der Fotografin Eye-Woh, die es mit einer “Canon EOS 350D Digital” aufgenommen und Ende Dezember bei flickr hereingestellt hat. Eye-Woh fotografiert deshalb Fahrräder so gern, weil sie ihrer Meinung nach Geschichten über das Land und die Menschen, die Fahrräder nutzen, erzählen. Das Foto zeigt den Eingang eines Restaurants in Tokyo.
Fotografin: Eye-Woh

Fahrrad vor Restaurant in Tokyo

Gleichzeitig ist das Foto ein kleiner Geburtstagsgruß an Gina, die heute heute ihren vierten Geburtstag feiert.

Raketenfahrrad im Selbstbau

Freitag, 02.03.2007

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