LaneLights - mehr Sicherheit für Radfahrer?

Mittwoch, 31.01.2007

Im November 2006 wurde in Wien ein Pilotprojekt für mehr Sicherheit für Radfahrer gestartet. Eine neue, telematikgestützte Warnanlage soll brenzlige Situationen zwischen Autofahrern und Radfahrern an Kreuzungen entschärfen.

An der Ecke Margaretenstraße/Paulanergasse wurden parallel zur Fahrbahn dynamische LED-Markierungen namens LaneLights in die Fahrbahn integriert. Radarsensoren erfassen den am Radweg herannahenden Radfahrer, dadurch wird ein Signal an die Steuerung übertragen, die dann die LaneLights aktiviert. Ziel ist es, den Autofahrer durch Blinken der LaneLights auf den herannahenden Fahrradfahrer aufmerksam zu machen und so das Unfallrisiko zu schmälern. Das Projekt läuft bis April 2007.
Mehr Info: swarco.com

Physisch getrennte Fahrspuren für Radfahrer

Dienstag, 30.01.2007

Die Autoren dieses Films treten vehement für die Einrichtung separater Fahrradspuren ein. Meine eigene Meinung ist nicht so eindeutig, aber ich denke, dass die Frage physisch abgetrennter Fahrspuren für Radler in unterschiedlichen Städten auch mit der jeweiligen Fahrkultur zusammenhängt. Sprich: in einer Verkehrskultur, in der die Autofahrer rücksichtslos um die Vorherrschaft kämpfen, sind abgetrennte Radspuren sinnvoller als in eher defensiven und kooperativeren Verkehrskulturen.

Eine-Million-Dollar-Radrennen

Montag, 29.01.2007

Das Radrennen selbst ist gar nicht so spektakulär, drei kurze Etappen an vier Tagen. Doch die Preisgelder haben es in sich. Eine Million Dollar erhält der Sieger des “Cycling Race of Champions” in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten vom 6. bis zum 9. November 2007. Eingeladen werden die Teams der Gewinner der Tour de France, des Giro d’Italia und der Vuelta a España, ergänzt um drei weitere Teams, die bei diesen Rennen am besten abgeschnitten haben. Drei Wildkarts mit ihren Teams vervollständigen das aus insgesamt 72 Startern bestehende Feld, das um das Rekordpreisgeld strampeln wird.
via: cycle·licious

Fahrradballett

Sonntag, 28.01.2007

Das Fahrradballett ist eine dreißígminütige Performance, die von sechs Artisten und mit bis zu hundert weiteren Teilnehmer durchgeführt wird. Die Choreographie des Fahrradballetts soll die schiere Freude zum Ausdruck bringen, die man spürt, wenn man auf einem Fahrrad sitzt und sich bergab rollen lässt, den Wind im Rücken und die Sonne im Gesicht. Eine erste Aufführung des Fahrradballetts fand am 22. September 2006 in Brighton in England statt.

Bicycle Ballet
Photograph: raysto

Bicycle Ballet

96. Berliner Sechstagerennen

Sonntag, 28.01.2007

Ganz so brutal wie vor hundert Jahren ist ein Sechstagerennen nicht mehr. Damals waren die Zweierteams noch rund um die Uhr auf dem Velodrom unterwegs. Heute wird nur noch in den Abendstunden gefahren, aber auch das ist hart genug. Zu schweren Stürzen kommt es auf der nur sieben Meter breiten Bahn immer wieder mal. Nicht verändert hat sich der Showcharakter des Radrennspektakels. Noch bis kommenden Dienstag wird zu den Klängen des Sportpalastwalzers und Frank Zanders Schnulzen im Velodrom an der Landsberger Allee gefeiert.

Aus Anlass der Sixdays rekonstruiert Dagny Lüdemann eine Katastophe im Jahre 1909 auf der neuerbauten Radrennbahn im Sportpark “Alter Botanischer Garten” in Berlin. Damals explodierte ein Motorrad, sechs Menschen kamen beim Bahnspektakel ums Leben.

Berliner Sechstagerennen
Feuer auf der Radrennbahn

Vater und Tochter

Samstag, 27.01.2007

Vom niederländischen Filmemacher Michael Dudok De Wit stammt die Videoanimation “Father And Daughter”. Ein Vater radelt mit seiner Tochter auf dem Deich. Dann steigt der Vater in ein Boot und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Immer wieder kehrt die Tochter auf dem Fahrrad zurück an diesen Ort des Verschwindens ihres Vaters. Die Jahre vergehen, die Tochter wird älter und bekommt Kinder. Als alte Frau kehrt sie noch einmal zurück an den Deich. Sie wird zum Mädchen von damals und trifft ihren Vater wieder.

Für “Vater und Tochter” hat Dudek de Witt im Jahr 2000 den Oscar für den besten animierten Kurzfilm erhalten.

Biken auf der gefährlichsten Strecke der Welt

Freitag, 26.01.2007

Gravity BoliviaEin bolivianischer Reiseveranstalter bietet Touren an, für die man im Deutschen erst einmal ein Wort suchen muss. Auf englisch heißen sie “Gravity Assisted Mountain Biking”, also vielleicht schwerkraftunterstütztes Mountain Biking. Bei diesen Touren geht es um vorwiegend nach unten führende Touren über Straßen und Schotterpisten durch die bolivianischen Anden. Auf dem Programnm steht unter anderem auch die gefährlichste Straße der Welt, das “All-Inclusive-Package” dieser atemberaubenden 11-Stunden-Tour kostet 75 Dollar.
www.gravitybolivia.com/
via: bikingbis

Rote Ampel: Radfahrer schwer verletzt

Donnerstag, 25.01.2007

Aus dem Ticker der Berliner Polizei:
“Schwere Verletzungen erlitt gestern Abend ein 24-jähriger Mann bei einem Unfall in Moabit. Der Mann aus demselben Ortsteil war gegen 19 Uhr 45 auf seinem Fahrrad in der Kirchstraße unterwegs und überquerte bei „Rot“ die Straße Alt-Moabit. Dort erfasste ihn der „Toyota“ eines 27-jährigen Brandenburgers. Der Radfahrer kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.”

Reifen mit Grip bei Eis und Schnee

Donnerstag, 25.01.2007

KabelbinderWer ein Fahrrad bei Schnee und Eis fahren will und keine Spikes besitzt, ist häufig aufgeschmissen. BikePortland.org hat nun eine superbillige Do-It-Yourself-Lösung für drei Euro vorgestellt, die schnell und effektiv ist. Allerdings funktioniert diese Lösung nicht bei Fahrrädern mit Felgenbremse hinten!

Was brauchst Du?
- Fahrrad mit Naben- oder Scheibenbremse hinten
- 20+ Kabelbinder etwa 15 Zentimeter lang für 3,- Euro
- einen großen Nagelclip

Wie gehst Du vor?

  1. Nur das Hinterrad (natürlich ohne Felgenbremse) wird mit Kabelbindern ausgerüstet.
  2. Leg einen Kabelbinder zwischen zwei Speichen um die Felge, ziehe den Binder mittelstark an, fixiere ihn so, dass das Verbindungsstück exakt auf der Felge liegt und schneide den überstehenden Rest des Kabelbinders mit einem Nagelclip ab.
  3. Dann teste, ob sich das Rad frei drehen lässt und nirgends am Rahmen scheuert. Mach einen kurzen Fahrtest.
  4. Geh nun Stück für Stück vor und rüste das Hinterrad mit weiteren Kabelbindern aus. Der zweite Kabelbinder kommt exakt an die gegenüberliegende Position des ersten.
  5. Arbeite Dich so um das ganze Rad. Trimme das Rad, indem Du weitere Kabelbinder anbringst.
  6. Beim Fahren auf Schnee und Eis gilt: gebremst wird nur hinten!

via: BikePortland.org
Photo: Todd Boulanger

Biken in Köpenick

Mittwoch, 24.01.2007

Das Handschuhwetter hat die Radfahrer fest im Griff. Da tut es gut, daran zu denken, dass in einigen Monaten die T-Shirts wieder herausgeholt werden. Einen kleinen Vorgeschmack auf den nächsten Sommer bietet das Video aus Köpenick. Der “Bicycle Song” kommt von Red Hot Chili Pepper: “How could I forget to mention the bicycle is a good invention.”
Red Hot Chili Pepper: Bicycle Song Lyrics

Critical Mass in Berlin

Montag, 22.01.2007

Endlich auch wieder bei uns: Die weltweite Fahrraddemo für die Rechte der RadfahrerInnen.
Erfunden in San Francisco in den frühen 90er Jahren, verbreitete sich die Idee schnell rund um den Globus. Das Prinzip ist so: Es gibt keine AnmelderInnen, alle sind selbstverantwortlich, wir nehmen uns den Platz auf der Straße, indem wir einfach gemeinsam Radfahren. Bei rot wird angehalten und wir zeigen allen weiteren VerkehrsteilnehmerInnen unsere Fahrräder indem wir sie in die Höhe halten. In Berlin liegt die Zeit größerer Critical Mass schon einige Jahre zurück.
Macht aber sehr viel Spaß!
Weltweit jeden(?) letzten Freitag im Monat, dieses mal also am 26.1.07.
Start in Berlin ab 16 Uhr am Heinrichplatz in Kreuzberg.

Kommt alle! We are the traffic!

critical-mass.org

Stereo-Fahrrad

Samstag, 20.01.2007

Stereo-FahrradDamit kannst du auf der nächsten Sternfahrt noch punkten: ein mobiles Soundsystem auf dem Fahrrad. Die Teile bekommst du für weniger als 100 Euro im Baumarkt und Elektronikhandel, die Bauanleitung steht hier:
instructables: Bike Stereo

Bellezze in bicicletta

Freitag, 19.01.2007

Die Schönheit auf dem Fahrrad besingen die italienischen Filmmusikschreiber Giovanni D’Anzi und Marcello Marchesi. Wohin Du auch radelst, du Schönheit auf dem Rad, radelst mit Eile und Anmut ….

Quando, a primavera, per le strade
passa il “Giro” gridan tutti ai corridor:
Dai, dai, dai, dai, dai, dai!
Dai, dai, dai, dai, dai, dai!
Ma se una maschietta in bicicletta
passerà vedrai che ognuno, là per là
la testa girerà e allegro canterà

Ma dove vai bellezza in bicicletta,
così di fretta pedalando con ardor?
Le gambe snelle tornite e belle
m’hanno già messo la passione dentro al cuor!

Text: Bellezze in bicicletta von Giovanni D’Anzi und Marcello Marchesi
via: velorution

Musik: Bellezze in bicicletta

Radfahren in Amsterdam

Mittwoch, 17.01.2007

Ein kleines Filmchen über das Radfahren in Amsterdam aus der Perspektive eines Amerikaners.

Kinderfahrrad-Blog

Montag, 15.01.2007

Seit drei Monaten kümmert sich das Kinderfahrrad-Blog um das Thema “Kids und Mobilität”. Kinder brauchen Spiel und Bewegung. Fahrräder, Laufräder und andere Kinderfahrzeuge bieten dazu vielfältige Möglichkeiten. Das Blog will Erfahrungen und Entwicklungen auf dem Kinderfahrradmarkt transparent machen und gute Produkte empfehlen.
Kinderfahrrad-Blog

“The green light for Ulle”

Sonntag, 14.01.2007

“Freie Fahrt für Ulle!” und “Keine Sündenböcke mehr: Lasst Jan Ullrich fahren!” fordert eine Website, die seit dem letzten Spätsommer relativ unbemerkt von der Radsportöffentlichkeit ihr Leben fristet. Umso erstaunlicher, dass sich dort schon mehr als 6000 Leute auf der virtuellen Unterschriftenliste gesetzt haben, darunter ganz viele Radsportfans aus Japan.
Website: Freie Fahrt für Ulle

Fahrradständer mit Luftpumpe

Samstag, 13.01.2007

HekluchtHeklucht ist ein herkömmlicher Fahrradständer, der gleichzeitag als Luftpumpe dienen kann. Ausgeführt in rostfreiem Stahl ist dieser Luftpumpenständer Bestandteil eines Kunstprojekts in Ypenburg in den Niederlanden. Jeroen Bruls und Krijn Christiaansen verbinden mit den auf Hochglanz polierten Objekten Design und Funktionalität auf perfekte Weise.
Heklucht Bikestand: www.heklucht.nl
via: velorution

Fahrradblog läuft wieder rund

Freitag, 12.01.2007

Es hat ein wenig gedauert, aber nun sind beim Fahrradblog wieder alle Speichen geputzt und alle Schrauben angezogen. Und weil Ihr solange warten musstet, gibt es als Entschädigung Fahrradmucke vom Feinsten. Die japanische Hip-Hop-Gruppe Rip Slyme mit “Blow”, einem Titel von Oktober 2006.

Fahrradfieber

Dienstag, 09.01.2007

Der türkische Fotograf Ilker Maga fotografiert seit vielen Jahren Fahrräder. Für ihn das Fahrrad ein in höchstem Maße humanes Mittel, das keine Generations-, Geschlechts- und Klassenunterschiede kennt. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte eine Demokratisierung ein und das Fahrrad begann seinen Platz im Alltag der Menschen einzunehmen. Heute ist es nicht aus unserem Leben wegzudenken. Mal tritt es uns als Transport- oder Verkehrsmittel entgegen, mal als Mittel des Spiels, des Sports oder der Darbietung. Maga hat diese unterschiedlichen Facetten eingefangen und zeigt sie in seiner Ausstellung "Fahrradfieber" noch bis zum Sonntag.
Neuköllner Werkstatt der Kulturen
Wissmanstraße 32
Bis zum 14.01.2007 Eintritt frei! (12:00 bis 19:00 Uhr)
Ausstellung Fahrradfieber

Verfluchte Platten!

Donnerstag, 04.01.2007

Den absoluten Schutz gegen die gefürchteten Sylvesterscherben gibt es nicht.
Im Moment werden wir wie jedes Jahr um diese Zeit von Reifenreparaturen in der Werkstatt überschwemmt.

Natürlich gibt es Reifen die anfälliger sind und Reifen die weniger schnell ein Loch bekommen.
Abgefahrene Lauffläche des Reifens erleichtert das eindringen von spitzem Material.
Risse in der Decke sind auch ideal für kleine Steinchen und Scherben. Sie setzen sich fest und werden mit jeder Umdrehung des Rades weiter in die Karkasse gedrückt, bis sie den Schlauch erreichen- PFFFF.
Schon länger im Handel sind Einlegebänder- im Prinzip nichts anderes als der gute alte Trick mit dem Reifen im Reifen. Einfach nochmal ein innenliegender Zusatzschutz wenn die Scherbe durch den Reifen durch ist. Nachteil: Muss immer mit hohem Luftdruck gefahren werden, sonst verrutscht es und kann so Schlauch und Decke im nu zerstören. Die Flanken der Reifen werden manchmal von den spitzen Kanten des Bandes aufgeribbelt.

Eine Weiterentwicklung und im letzten Jahr der große Renner war der Schwalbe Marathon Plus, ein Reifen mit einer extrem dicken Lauffläche. Scherben und sonstige Stachel müssen sich erst durch eine ca. 1 cm dicke Schicht arbeiten, bevor der Schlauch beschädigt werden kann. Im Prinzip (s. o.) keine neue Idee, aber von Schwalbe besonders gut vermarktet. Nachteil: das hohe Gewicht und die relativ schlechten Laufeigenschaften. Trotzdem für Hollandräder und generell für Leute die nicht gerne Fahrradbasteln und denen das Gewicht nicht so wichtig ist die Empfehlung von uns. Du hast einfach deutlich seltener einen Platten.

Pannensicherheit lässt sich aber auch anders erziehlen. Bessere Laufeigenschaften und geringeres Gewicht haben Fahrradreifen mit sehr dichtem Gewebe.
EPI (ends per inch), die Dichte der Fäden pro Inch ist hier die Maßeinheit für die Karkasse.
Reifen mit mehr als  60 epi sind schon relativ Pannensicher, kombiniert mit Materialien wie Aramid oder Kevlar ergibt sich ein Pannenschutz, der sich mit dem des Marathon Plus messen kann. Diese Edelreifen kosten dann aber auch meistens über 30 €.

Aber auch diese Reifen sind kein absoluter Plattenschutz.

Die einzige wirklich sichere Lösung gegen Löcher im Schlauch sind Vollgummireifen!
Sie fahren sich nicht so gut wie luftgefederte Reifen, wiegen eine ganze Menge, aber es gibt mit Flat-Free Tires es eine Firma die sie zumindestens in den USA und GB mit Erfolg vertreibt.

Blog muss in die Werkstatt

Donnerstag, 04.01.2007

Nein, wir wollen nicht aufhören mit dem bloggen, Tür und Tor waren auch für uns verschlossen, und zwar für zwei Wochen! Jetzt geht es zumindest eingeschränkt wieder. Freut euch auf Berichte rund ums Fahrradfahren auch im Winter.

Schönes Neues
wünschen die Radspinner