Gürtel vom Schlauch
Montag, 30.01.2006
Cruiserking meint, das sei eine coole Idee jenseits mediengehypter Pimpstyles: Gürtel aus alten Fahrradschläuchen vom Schlauch-Shop. Finden wir auch. Hier geht´s zum Schlauch-Shop. via: Cruiserking
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Als Radfahrer ist man immer auf der Suche nach dem nächsten Laternenpfahl oder Zaun, um sein Rad sicher abzustellen. Eine englische Firma bietet schick designte Stadtmöbel, die das Abstellproblem elegant und platzsparend lösen. Die Cyclepods sind zu 95 % aus recycletem Aluminium, ein Baldachin schützt die Räder zusätzlich vor dem Wetter. Die ersten Cyclepods werden in London und Nottingham aufgestellt. In Vorbereitung ist eine geschlossene Version der Fahrradabstellanlage. Hier klicken.
Carolyn Oei arbeitet für Radio Singapore International in Peking. Lange hat sie sich nicht getraut, in einer Stadt mit zweieinhalb Millionen Autos und geschätzten zehn Millionen Fahrrädern auf Rad zu steigen, aber als sie ihre Skepsis überwand und aufs Rad stieg, fühlte sie sich wie befreit. Hier ein Artikel über Oeis Coming-Out als Radfahrerin und hier ihr Radiobeitrag zum Radfahren in Peking.
Das Photo ist von der Photografin Lucy in London und zeigt einen radfahrenden Massai-Krieger. Lucy in London schreibt zu dem Bild: "Die Massais machen das Beste aus ihren Rädern. Hier ein gut bewaffneter Massai, ausgerüstet mit Speer und Jagdkeule. Das schwerstbewaffnete Rad, das ich sah, hatte drei Leute, drei Speere, eine Jagdkeule, aber nur ein Pedal." Hier ist die große Version des Photos.
via: cyclelicious
Fausto Coppi ist es, der den Radrennsport in die Goldenen Zeiten nach dem zweiten Weltkrieg führt. Er verkörpert den sozialen Aufstieg, er bringt es vom süditalienischen Botenjungen zum Millionär. Er ist aber auch die Verkörperung unendlicher Arroganz. Ein Photo zeigt ihn beim Giro neben seinem Rad, während ein verzweifelter Mechaniker sich abmüht, sein Vorderrad zu fixen. Bildunterschrift: “Gebt mir einen Revolver, damit ich den Trottel erschießen kann.“
Fausto Coppi, zweifacher Tour-Sieger und fünffacher Giro-Gewinner, Stunden-Weltrekordler und Weltmeister, verursacht im streng katholischen Italien der Fünfziger Skandale, weil er eine Liebesaffäre zu einer verheirateten Frau unterhält. Er stirbt 1960 im Alter von 40 Jahren an Malaria, nachdem er zu einem Einladungsrennen nach Burkina Faso gefahren war und sich dort infiziert hatte. Den ganzen Eintrag lesen »
Nun ist es offiziell: Der Start der Tour de France 2007 wird in Großbritanniens Hauptstadt stattfinden, wie Londons Bürgermeister Ken Livingstone heute mitteilte. Livingstone sagte: "Ich möchte, dass London eine der Top-Fahrradstädte wird. Unsere Ausgaben für das Radfahren sind von 5,5 Millionen Pfund im Jahr 200 auf 24 Millionen Pfund in diesem Jahr gesteiegen." Die genaue Route der Tour de France wird am 9. Februar bekanngegeben.
Mint Sauce ist eine Comicfigur des Cartoonisten Jo Burt. Das Schaf erlebte viele Jahren in der Zeitschrift Mountain Biking UK Abenteuer auf dem BMX-Rad. Nun kann das "lustige, melancholische, symbolische, unterschwellige, spirituelle, erhebende, scharfsinnige oder einfach nur schräge" Schaf auf dem Fahrrad auf diesen Webseiten wieder betrachtet werden.
Das weltweite Freecycle-Netzwerk organisiert in lokalen Gruppen den Austausch kostenlos abzugebender Gegenstände. Was für den einen wertlos geworden ist, kann ein anderer vielleicht noch gut gebrauchen. Mit Freecycle kannst du zu verschenkende Sachen anbieten oder suchen. Das Berliner Verschenk-Netz existiert seit knapp zwei Jahren und ist hier zu erreichen.
Die Helmträger kennen das. Nimmt man den Radfahrerhut nach kurzem Ritt wieder ab, stehen die Haare zu Berge. Nun gibt es endlich die Zauberformel HH für das Problem. Hauptsache, die Haare liegen! Hier klicken.
Lance Armstrong glaubt, dass Jan Ullrich die Tour de France 2006 gewinnen wird. "Ich sehe außer Ullrich niemanden, der die Tour in diesem Jahr gewinnen könnte", sagte Armstrong. "Ich sah die Bilder der T-Mobile-Team-Präsentation vor einigen Tagen und er scheint in guter Verfassung zu sein. Er ist der talentierteste Fahrer, den ich je gesehen habe, und wenn er so fit ist wie er aussieht, dann kommt keiner an ihm vorbei, nicht mal Ivan Basso." Weitere Sympathiebekundungen von Armstrong an Ullrich hier.
Die Krankenversicherung AOK und der ADFC haben eine Initiative gegründet: Mit dem Rad zur Arbeit, siehe hier. Auf der Internetstartseite der Initiative heißt es: “Die Radelzeit beginnt am 01. Juni und endet am 31. August 2006. Innerhalb dieses Zeitraums ist es das Ziel, an mind. 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.” Also lasst Euer Fahrrad noch knapp viereinhalb Monate im Keller, bevor es dann endlich losgeht mit dem Radfahren im Jahre 2006.
Google Video wäre eine feine Sache, wenn Google nicht versuchen würde, Zuschauer aus Deutschland außen vor zu halten. Wenn man z.B. nach dem Suchwort "biking" googelt, erhält man zur Zeit 258 Videos, siehe hier. Aber die Enttäuschung ist groß, denn wenn man ein Video anklickt, kommt nur die Meldung: "Currently, the playback feature of Google Video isn’t available in your country." Auf deutsch: Google-Video ist in ihrem Land zur Zeit nicht verfügbar. Aber es gibt einen Trick. Einfach den Link kopieren und in den Google-Übersetzungsdienst (hier) gehen und den Links ins deutsche übersetzen lassen. Dann klappt es, zum Beispiel hier. Dort seht ihr ein Video aus der Bikerszene von Neuseeland.
Als ich den Kommentar von Diamant auf den gleichnamigen Beitrag von vorgestern las, dachte ich an einen vergilbten Zeitungsausriss, der seit Jahren am Schreibtisch eines Mitbewohners hängt. Da ist von einer Firma die Rede, die Schnellstraßen für Radfahrer mit eingebautem Rückenwind plant. Ich hab mal gegoogelt, die Internetseite der Firma Bicycle Transportation Systems, Inc. findet man hier. Dort stellt man sich die Zukunft des Massenverkehrs wirklich revolutionär vor. Die Fahrradtransportsysteme bestehen aus zwei unabhängigen Richtungsröhren und werden über bestehende Straßen oder neben Bahngleisen gebaut. Gebläse sorgen für einen ständigen Rückenwind, sodass die Durchschnittsgeschwindigkeit für Radfahrer bei 40 kmh liegt. Da 90 % der Kraft eines Radfahrers dafür aufgewendet wird, den Luftwiderstand zu überwinden, wird das Fahren auch viel effektiver sein. Der Haken an der Sache: die Website ist von 1997 und es sieht nicht so aus, dass so etwas je gebaut wurde. Aber die Fahrradautobahnbilder sind schön.
Seit 2002 sind Fahrräder mit Elektromotor auf den Straßen der chinesischen Hauptstadt verboten. Begründet wurde dieser Beschluß mit der schwierigen Entsorgung der eingesetzten Hi-Tech-Batterien. Nun hat sich die Stadtverwaltung erweichen lassen und E-Bikes sind wieder erlaubt. Die Elektroräder sollen künftig den dichten Stadtverkehr entzerren helfen, denn die Zahl der Autos in Peking hat sich in den letzten Jahren dramatisch erhöht.
Der französische Radrennfahrer Louison Bobet kann in den Jahren von 1953 bis 1955 als erster Fahrer dreimal in Folge die Tour de France gewinnen. Allerdings braucht Bobet volle sechs Anläufe, bis er zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen steht. Neben der Tour gewinnt Bobet, der von seinen Fans Bäckerlehrling gerufen wird, zahllose Klassiker und alle wichtigen Eintagesrennen, Mailand-San Remo, die Lombardeirundfahrt, Paris-Roubaix und viele weitere Rennen.
Das Karriereende kommt ganz plötzlich. Bei einem Autounfall 1961 bricht sich Bobet den Oberschenkel und wird danach nie wieder richtig fit. Der Bretone Bobet stirbt 1983 im Alter von 58 Jahren. Den ganzen Eintrag lesen »
Die neue RadZeit Nr. 1/2006 ist erschienen. Themenschwerpunkt ist das Radfahren bei Schnee und Eis. Weitere Artikel: Benno Koch befragt Radfahrer, die bei Rot über die Ampel fahren. Ein Bericht stellt den Berliner Abschnitt des Radfernwegs Berlin-Kopenhagen vor und im Touristikteil werden Tourleiter des ADFC porträtiert. Die Radzeit kann man wie immer kostenlos in der Geschäftsstelle des ADFC in der Brunnenstraße 28 in Berlin Mitte bekommen.
Der Architekt Chris Hardwicke will Toronto in Kanada zur Fahrradsuperstadt machen. Er schlägt ein Hochgeschwindigkeitssystem für Radfahrer über der Stadt vor. Die Plexiglasröhren sollen sich wie ein U-Bahnnetz über die Stadt legen und ein Ganzjahresradfahren ermöglichen. Hier findet man eine halbstündige Radiosendung mit Hardwicke und hier entwickelt er seine Vision von der Velo-City.
Albert Hofmann, der Forscher, der das LSD zufällig fand, ist gerade hundert Jahre alt geworden. Den letzten Trip nahm er im Alter von 97 Jahren, den allerersten an einem Freitagnachmittag im April 1943. Er setzte sich anschließend auf sein Rad, fuhr nachhause und erlebte stundenlange Halluzinationen.
via: Biking Bis
So sieht der Jumper aus, das neue Laufrad aus der LIKEaBIKE-Familie. Auf der Firmenseite findet man diese Kurzinfo: "Er ist komplett aus Aluminium gefertigt, ausgestattet mit einer gefederten Hinterradschwinge." Über Preise wird noch nichts gesagt. Mehr und größere Bilder gibt es hier.
Graham Bergh bastelt kleine Kunsthandwerke aus alten Fahrradteilen. Eine alte Kette macht er zu einem Flaschenöffner (siehe Bild, 10,- Dollar) oder zu einem Bilderrahmen (32,- Dollar), ein Kettenblatt wird unter seiner Hand zur Wanduhr (28,- Dollar). Hier klicken.
Eine putzig-nette Flash-Animation zeigt diese Seite.
via velorution
Vom 5. bis zum 10. März 2006 wird in Kapstadt in Südafrika die Velo Mondial veranstaltet. Diese riesige Konferenz zum Thema Fahrrad richtet sich an Regierungsvertreter, Planungsfachleute und Hersteller und Nutzer von Fahrrädern. Ziel ist die Förderung der Fahrradbenutzung
in allen Bereichen des Lebens.
Weitere Infos hier.
Mit dem Amerikaner Greg Lemond kommt 1986 der erste Nicht-Europäer auf den Thron der Rennradfahrer. Nach seinem Tour-de-France-Triumph wird Lemond von einem Verwandten beinah mit der Schrotflinte erschossen. Das setzt ihn lange Zeit Schachmatt, aber Lemond kommt zurück.
Unvergessen bleibt die Tour 1989. Lemond schlägt den fast sicheren Sieger Laurent Fignon beim Zeitfahren auf den Champs-Elysées und entreißt ihm das Gelbe Trikot. Greg Lemond gewinnt diese Tour mit einem Vorsprung von acht Sekunden, die knappste Entscheidung in der Geschichte der Tour de France. Das Einzelzeitfahren nach Paris ist auch ein Kampf der Welten. Lemond fährt in einem futuristischem Outfit mit Triathlonlenker und aerodynamischem Helm, während Fignont klassisch fährt, ohne Helm und auf einem fast normalen Rad.
Auch 1990 heißt der Sieger der Tour de France Greg Lemond, der durch diesen Sieg einen Platz in den Top Ten der besten Radfahrer aller Zeiten ergattert. Den ganzen Eintrag lesen »
Das Blog bicycle design habe ich schon einige Male verlinkt. Lohnt sich immer, dort hereinzuschauen, James kann jeden Tag mit Ideen zum Fahrraddesign aufwarten. Nun gibt es ein zweites Blog zu den ästhetischen Aspekten des Radfahrens, das Bicycledesignblog.
Der Radroutenplaner Nordrhein-Westfalen hilft bei der Planung von Radausflügen und macht das aufwändige Suchen in Radwanderkarten überflüssig. Der Planer ermöglicht die Berechnung einer Radroute durch Angabe von Start, Zwischen- und Zielpunkten. Dadurch ist ein adressscharfes Routing auf der Basis einer digitalen Karte möglich. Für die Route werden weitere Informationen, wie z. B. Länge, Fahrzeit, Höhenprofil, Fahrtanweisung, GPS-Tracks oder auch Sehenswürdigkeiten zur Verfügung gestellt. Die Informationen können auch unterwegs mit einem online-PDA abgerufen werden. Hier klicken.
In amerikanischen Wisenschaftsmuseen läuft zur Zeit der Film Wired to Win. Der Streifen spielt während der Tour de France 2003. Grundaussage scheint zu sein: "Radrennen gewinnen ist Kopfsache!" Die Protagonisten des Films sind der australische Radprofi Baden Cooke und sein französischer Teamkollege Jimmy Caspar. Hier ist der Trailer des Films, schaut Euch aber auch die weiteren Seiten an, hochinteressant!
In Bremen wurde heute das neuformierte Team Milram um die Top-Sprinter Erik Zabel, Alessandro Petacchi und Mirko Celestino präsentiert. Das erste Rennen fährt Milram bei der Tour Down Under vom 17. bis zum 22. Januar. Hier ein ZDF-Videoschnipsel von der Präsentation.
Der KlausnerPlatz zeigt hier Bilder von Charlottenburger Fahrradwegen im Winter. In den anderen Bezirken sieht es manchmal noch übler aus.
Weil heute Montag ist, gibt es noch einen weiteren Fahrradsong. Lex Zaleta klingt ein bisschen wie Bob Dylan und er beschreibt seinen Song I Like Bike als "semi-komische Lösung der Benzinkrise". Hier klicken und dann den MP3_Player in der Mitte mit Play starten.