Bike Shorts in Berliner Kinos

Mittwoch, 16.05.2012

Heute und am kommenden Sonntag können Fahrradfilmfreunde in Berliner Kinos Bike Shorts auf großer Leinand betrachten. Bike Shorts ist ein bunter Strauß von Fahrradkurzfilmen, von denen einige bereits hier im Blog zu sehen waren (zum Beispiel hier und hier und hier), aber das Filmvergnügen auf einem kleinen Monitor ist doch begrenzt verglichen mit dem richtigen Kinogenuss. Eine Übersicht über alle 16 Kurzfilme gibt es hier.

Mittwoch, 16. Mai um 20:00 Uhr im Kino Babylon
Sonntag, 20. Mai um 20:00 Uhr in den Passage-Kinos

Das Programm Bike Shorts wird bundesweit gezeigt, weitere Aufführungsorte in den nächsten Wochen sind Bremen, Nürnberg, Magdeburg, München, Essen, Dresden und Hamburg.

Teil des Bike Shorts Programms ist der 12 Minuten lange Kurzspielfilm “Faster!” von Marie Ullrich aus dem Jahre 2009. Er zeigt das Leben einer Fahrradkurierin in Chicago. Stress pur, kaum Geld, die Kunden hetzen und Pförtner nerven. Wenn da mal alles gut geht … Hier der 48-Sekunden-Trailer zum Film:

Bike Shorts

Autofahrer muss für Tötung von zwei Radfahrern 4800 Euro Geldstrafe zahlen

Dienstag, 15.05.2012

Im August 2011 wollte ein 57-jähriger Autofahrer im ostfriesischen Burhafe in einer Kurve eine aus 50 Personen bestehende Radfahrergruppe überholen. Ein entgegenkommendes Auto musste wegen des Überholvorgangs ausweichen und schleuderte in die Gruppe. Zwei Radfahrer wurden getötet, weitere 15 Radfahrer wurden verletzt.

Das Amtsgericht Wittmund hat den 57-Jährigen nun zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.800 Euro verurteilt. Der Autofahrer hatte jede Schuld bestritten.

Auch der zweite Autofahrer, dessen Auto in die Radfahrergruppe geschleudert war, hatte jede Schuld von sich gewiesen. Ein Gutachten ergab, dass die Geschwindigkeit des entgegenkommenden Autos “technisch realistisch” bei 137 Stundenkilometer lag. Erlaubt sind an dieser Stelle 100 Kilometer pro Stunde. Der Richter maß der Geschwindigkeit des entgegenkommendes Autos keine Bedeutung zu. Ursächlich für den Unfall sei allein die Fahrweise des ersten Autofahrers gewesen. “Sie hätten nur überholen dürfen, wenn eine Gefährdung des Gegenverkehrs ausgeschlossen gewesen wäre”, sagte er.

Welt Online: Autofahrer muss für Tötung von zwei Radfahrern Geldstrafe zahlen

Rad-süchtig? Die Fahrrad-Comedy

Dienstag, 15.05.2012

Hat Sie auch schon der leise Verdacht beschlichen, Ihr Fahrrad könnte mehr für Sie sein als ein nützliches Gerät? Ein Begleiter, ein treuer Freund, ja, vielleicht sogar ein Partner und Geliebter? Sind Sie ‘ohne’ geradezu auf Entzug, verzehren sich und sind dem Wahnsinn nahe? Dann brauchen Sie Hilfe! RAD-SÜCHTIG? ist die Lachtherapie für all jene, die sich Ihrer Leidenschaft stellen wollen.

Was tun, wenn ich nicht mehr anhalten kann?
Wenn mich mein Rad verlassen hat?
Kann der Mensch mehrere Fahrräder gleichzeitig lieben?
Wo kann ich ein neues Rad kennen lernen?
Wie groß darf der Altersunterschied sein?

Und wussten Sie…
… dass es in Berlin Ärzte für Fahrradsucht gab?
… dass zu schnelles Radfahren zum Fahrradgesicht führt?
… dass es getrennte Radwege für Frauen und Männer gibt?

Diese und weitere Fragen beantwortet Harald-Alexander Korp in Ton und Bild, gemeinsam mit seiner Bühnenpartnerin, dem etwas anderen Fahrrad.

Freitag, 1. Juni 2012 um 20:30 Uhr
Sonnabend, 2. Juni 2012 um 20:30 Uhr
Ort: Charlottchen
Droysenstraße 1
106229 Berlin
Eintritt: 12,- Euro (ermäßigt 9,-)
Kartenvorbestellung Tel 324 38 29
www.liebesfahrrad.de

Junge auf dem Fahrrad wird zum Symbol des russischen Widerstandes

Dienstag, 15.05.2012

Ein iPhone-Schnappsschuss der Journalistin Julia Ioffe ist zum Symbol der Protestbewegung gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin geworden. Das Foto wurde am Sonntag, dem 6. Mai aufgenommen, als Tausende von Moskauern gegen die Inthronisierung Putins demonstrierten. Ioffe postete das Bild des Jungen auf dem Kinderfahrrad mit Stützrädern sofort auf Twitter und brachte es mit dem Tian’anmen-Platz in Peking in Zusammenhang, wo 1989 ein Volksaufstand gegen die chinesische Diktatur blutig niedergeschlagen wurde.

The New Yorker: The Boy on the Bicycle

The New Yorker: The Boy on the Bicycle

Norm für Fahrradabstellanlagen

Montag, 14.05.2012

Um das spannende Thema Fahrradparkanlagen geht es morgen auf einer Sitzung des Deutschen Instituts für Normung (DIN). Um den Diebstahl von Fahrrädern zu reduzieren, den Komfort beim “Parken” zu verbessern und das Fahrrad an sich zu schützen, sollen auf Anregung des ADFC Normen für Fahrradabstellanlagen erarbeitet werden. Inhalt der zukünftigen Norm(en) sollen Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit und Prüfverfahren sein.

Das DIN-Institut ruft alle interessierten Kreise (z. B. Handelsvertreter, Hersteller, Prüfinstitute, Regelsetzende Institutionen, Verbraucherorganisationen, Anwender sowie Wissenschaft und Forschung) zur Mitarbeit auf. Normalerweise kostet die Mitarbeit im Arbeitsausschuss jährlich 1.010,00 Euro zzgl. 7 % Umsatzsteuer, das Institut weist jedoch darauf hin, dass die Teilnahme an der konstituierenden Sitzung am 15. Mai 2012 kostenfrei ist.

DIN-Institut: Norm für Fahrradabstellanlagen geplant

Baden Württemberg lobt Ideenwettbewerb rund um das Fahrrad aus

Montag, 14.05.2012

Unter dem Motto “Ich habs” will das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg eine mehrjährige Kampagne für das Radfahren starten.

Grundlage der Radverkehrspolitik des Landes ist ein Landesradverkehrsplan, der 2012 erarbeitet wird. Ziel ist ein leistungsfähiges und flächendeckendes Radverkehrsnetz, das sowohl direkte und schnelle Alltagsrouten als auch touristische Radfernwege und einen sinnvollen Umweltverbund aus Radverkehr und Öffentlichem Personen-Nahverkehr (ÖPNV) einschließt. Im Haushalt 2012 stehen für den Fördertatbestand “verkehrswichtiger Radweg” erstmals Gelder bereit.

Neben den harten Zielen will das Land eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur fördern. In einem Ideenwettbewerb werden die pfiffigsten Ideen rund um die Technologie und die Nutzung des Fahrrads im Alltag gesucht. “Wir freuen uns besonders über schlaue Lösungen, die die Verkehrssicherheit beim Radfahren steigern. Gesucht werden auch Lösungen die das Fahrrad beim Abstellen und Parken vor Diebstahl besser schützen und doch pragmatisch und einfach sind. Wenn dabei noch Platz gespart werden kann, wäre dies ein zusätzlicher Nutzen, den wir natürlich gern honorieren. Im Bereich Mode suchen wir Ideen, die das Fahrradfahren nicht nur angenehmer oder sicherer machen, sondern gleichzeitig Modetrends setzen und die Freude am Radfahren erhöhen.”

Bis zum 30. September 2012 können Texte, Fotos, Skizzen, Prototypen oder marktreife Produkte zu den Themenschwerpunkten Sicherheit und Mode / Bekleidung beim Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) Baden-Württemberg eingereicht werden. Für den Ideenwettbewerb werden Preise in Höhe von 25.000,- Euro ausgelobt.

RadKULTUR Baden Württemberg

Sternfahrt Szczecin (Stettin)

Montag, 14.05.2012

Am Sonntag, dem 27. Mai ist die Großstadt  Szczecin (Stettin) das Ziel einer grenzüberschreitenden Fahrradsternfahrt. Die Demo gehört zu einem landesweiten Fahrradtag, der von einem Verein namens Städte für Fahrräder (Miasta dla Rowerów) organisiert wird und für bessere Bedingungen für das Radfahren in Polen wirbt. Zwei Hauptrouten der Sternfahrt beginnen in Mecklenburg-Vorpommern beziehungsweise in Brandenburg. Radfahrer aus dem Raum Pasewalk fahren über den Grenzübergang Linken, ein weiter Strang der Demonstration wird den weiter südlich gelegenen Grenzübergang Rosow nutzen. Alle Routen vereinigen sich um 12:00 Uhr in Szczecin zu einer Radlerdemo durch die 400.000 Einwohner große Stadt. Ziel der Radfahrerdemonstration ist ein großer Platz im Zentrum Stettins, auf dem ein buntes Rahmenprogramm mit Infos, Spielen und Wettbewerben veranstaltet wird.

Weitere Information auf deutsch auf der Internetseite:
Rowerowy Szczecin
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Bergelheim: Ich fahr’ Fahrrad

Sonntag, 13.05.2012

“Ich fahr’ Fahrrad” ist eine Single-Auskopplung aus dem Album “Bergelheim2″ der Frankfurter Band Bergelheim. Komposition, Text und Gesang: Janni Blond.
Bergelheim

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Europäische Bürgerinitiative für Tempo 30

Freitag, 11.05.2012

Der Lissabon-Vertrag der Europäischen Union sieht vor, dass Bürgerinnen und Bürger der EU ihre eigenen Themen auf die Agenda der Kommission setzen und so die Gesetzgebung mitbestimmen können. Wenn innerhalb eines Jahres 1 Million Unterstützer-Unterschriften aus mindestens 7 Ländern für das gewünschte Thema gesammelt werden, wird das Thema in der EU geprüft und eventuell beschlossen. Zur Zeit wird eine solche Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Thema Tempo 30 in unseren Städten vorbereitet.

Die Kernaussage der “EBI Tempo 30″ ist folgende: “Die reguläre Höchstgeschwindigkeit für Wohngebiete und Hauptstraßen mit erheblichem Fuß- und Fahrradverkehr in der Europäischen Union beträgt 30 km/h (20 mph). Lokale Behörden können Ausnahmen öffentlich begründen und beschildern.”

In der Begründung heißt es: “Die Vorschrift von 30 km/h für alle Wohn- und Stadtstraßen würde einen signifikanten Beitrag dazu bedeuten, dass die Straßen der EU sicherer werden und die Lebensqualität für ihre Bürger steigt. Es würde eine klare und unmissverständliche Botschaft aussenden, dass der Schutz von Leben und die Gleichberechtigung der Mobilitätsarten die Fundamente für die Verkehrspolitiken der Europäischen Union sind. Sie würde darüber hinaus eine weltweite Vorbildfunktion schaffen, die, wenn sie von sich entwickelnden Ländern übernommen wird, zum weltweit größten Einzelbeitrag zur Senkung der Unfallzahlen in der UN-Dekade der Straßenverkehrssicherheit werden würde.”

Tempo 30 in unseren Städten
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Lebenslängliches Radfahrverbot für Münsteraner

Donnerstag, 10.05.2012

Ein junger Mann aus Münster in Westfalen wurde im Jahre 2008 bei einer Alkoholfahrt mit dem Auto erwischt. Deshalb war ihm der Führerschein entzogen worden. Im März 2012 wird der Münsteraner erneut geschnappt, diesmal auf dem Fahrrad. Eine Alkoholkontrolle erbrachte 2,1 Promille sowie ein Drogenvergehen. Der Mann wurde zu einem Fahrverbot fürs Fahrrad verurteilt. Nachdem eine Klage gegen das Urteil unterblieb, ist es nun rechtskräftig und wird im Flensburger Verkehrszentralregister eingetragen. “Egal wo in Deutschland der Mann auf dem Fahrrad erwischt wird, die Polizei weiß so sofort Bescheid. Wird er nun erneut auf dem Rad erwischt, zahlt er ein Zwangsgeld von 500 Euro.”

Über elf weiteren Radfahrern in Münster schwebt ebenfalls das Schwert des Fahrradfahrverbots. Sie alle müssen die medizinisch-psychologischen Untersuchung durchlaufen, eine langwierige und mit immensen Kosten verbundene Prozedur. Sollten sie durchfallen, gehen demnächst 12 Münsteraner zu Fuß.

WDR: Lebenslänglich Rad-los in Münster
(Dank an Micha)

Ist Kopenhagens Superfahrradweg wirklich super?

Dienstag, 08.05.2012

Vor einigen Wochen wurde der erste Fahrradschnellweg in Kopenhagen eröffnet. Die dänische Zeitung Politiken hat den knapp 18 Kilometer langen Radweg getestet und ein Fünf-Minuten-Video als Zeitraffer gepostet. Der Testfahrer mit der Kamera fährt von einem Außenbezirk Kopenhagens in das Zentrum. Die Leser der Politiken bewerten den Schnellweg ambivalent. Viele kritisieren Belag, Wegeführung, Hindernisse und Rampen. Mir kommt der Weg stellenweise wie ein ganz normaler Hochbordradweg vor.

politiken.dk: Er Københavns nye cykelsti virkelig ’super’?
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www.berlin-nimmt-rücksicht.de

Montag, 07.05.2012

“Rücksicht im Straßenverkehr! Wirkt sofort. Kostet keinen Cent.”

Christophorus, Schutzpatron der Reisenden, der Verfechter von Paragraph 1 der StVO, der Mann, der Rücksicht im Straßenverkehr erfunden hat, hat ein Problem: nicht alle haben ihm sein Produkt abgekauft. Er hat noch nicht alle Verkehrsteilnehmer überzeugt, anderen mit Rücksicht, Fairness und Gelassenheit zu begegnen. Christophorus kommt in Kontakt mit Werbern, die ihm helfen, sein Produkt moderner zu präsentieren.

Das ist der Plot einer Werbekampagne in Berlin und Freiburg, mit der eine Erhöhung der Verkehrssicherheit erreicht werden soll. Finanziert wird die Kampagne. die besonders auf die Radfahrer fokussiert, vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und der Unfallforschung der Versicherer. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und soll breit gestreut werden, vom klassischen Plakat über den Hörfunkspot bis zu Facebook und Youtube.

Berlins Verkehrssenator Michael Müller betonte zum Kampagnenstart die Relevanz von Kommunikationsmaßnahmen für die Verkehrssicherheit. “Wir haben dieses Projekt auch deshalb initiiert, weil wir ein besseres Verkehrsklima in den Städten brauchen und dafür neue Wege beschreiten müssen”.

www.berlin-nimmt-rücksicht.de

Fahrradparkplatz Nordbahnhof

Montag, 07.05.2012

Gäbe es eine Hitliste der besten Fahrradparkplätze Berlins, dann landete die Anlage am Nordbahnhof mit Sicherheit auf den vorderen Plätzen. Ebenerdiger Zugang, breite automatisch öffnende Schiebetüren, ausreichend Platz zwischen den Fahrradbügeln, nachts beleuchtet, im Winter geheizt, unmittelbar neben dem Fahrstuhl zu den Gleisen gelegen. Ich wüsste nicht, was man an dieser Anlage noch verbessern könnte. Vielleicht eine elektronische Hinweistafel, in wieviel Minuten die nächste Bahn abfährt. Aber das wäre für 50 Fahrradabstellplätze doch etwas zu viel des Guten.

Fahrrad als mechanisches Musikinstrument

Sonntag, 06.05.2012

Ein Fahrrad, das gleichzeitig ein selbstspielendes mechanisches Musikinstrument sein kann, hat Samuel Goss 1899 als Patent angemeldet. Wie bei einem normalen Fahrrad treibt die Tretkurbel das Hinterrad an. Mithilfe einer weiteren Kette versetzt die Kurbel eine Walze unter dem Oberrohr in Bewegung, die ähnlich einer Spieldose Metallzungen zum Klingen bringt. “My invention relates to bicycles, and has for its object to provide a combined bicycle and musical instrument whereby the rider when so disposed may treat himself and others in his immediate neighborhood to a musical accompaniment as he rides along.” Die Erfindung von Gross hat sich nicht durchgesetzt, ist vielleicht auch ganz gut so.

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Velogistics.net - Plattform zum Ausborgen von Lastenrädern

Samstag, 05.05.2012

Lastenfahrräder sind die besseren Kleinwagen in der Stadt. Wenn ein Großeinkauf auf dem Wochenmarkt oder eine Shopping-Tour zu Ikea ansteht, wenn zum Saisonauftakt Pflanzen, Gartenmöbel und Grillkohle in den Kleingarten transportiert werden oder wenn die Kids zum Spielplatz gekarrt werden sollen, Kinder- und Transporträder leisten bei vielen Transportproblemen wertvolle Dienste. Doch nicht jeder besitzt ein Lasti oder kann sich eins beim Nachbarn ausleihen.

Hier kommt Velogistics.net ins Spiel. Auf dieser Seite können Leute, die ein Lastenrad zu verleihen oder zu vermieten haben, ihr Angebot mit einem Foto und Angaben zum Verleihort und den Verleihbedingungen machen. Alle Lastenfahrräder werden auf einer großen Google-Landkarte markiert, sodass Mietinteressierte schnell das passende Angebot in der Nähe finden können. Die Nutzung der Seite ist komplett kostenlos, sowohl für Lastenradverleiher als auch für Lastenradinteressierte. Ist das Ausleihen von Rädern auch kostenlos? Nein, besser gesagt: nicht immer, die Leihkonditionen werden vom Verfasser eines Lastenrad-Eintrages festgelegt und stehen auf der jeweiligen Detailseite.

Zur Zeit findet man auf Velogistics.net 44 Lastenräder und Fahrradanhänger. Der Schwerpunkt liegt noch auf Deutschland, lediglich 5 Nutzräder kommen aus Ländern außerhalb der Bundesrepublik. Das Berliner Angebot ist mit elf Nutzrädern schon recht breit, wenn man bedenkt, dass die Seite erst wenige Wochen im Netz ist. Viele der Berliner Lastenräder sind mit zehn Euro Miete pro Tag sehr günstig.

Es wäre sehr schön, wenn die Landkarte auf Velogistics bald übersäht wäre mit vielen kleinen bunten Stecknadeln.

Velogistics

Wie ein Fahrrad entsteht

Freitag, 04.05.2012

Die Kollegen von fahrstil haben einen hübschen Film aus den vierziger Jahren ausgegraben. “How a Bicycle is made” ist ein Viertelstundenfilm über die industrielle Produktion von Fahrrädern in England und zeigt Schritt für Schritt, wie ein Stahlfahrrad entsteht.

“Mit dem Fahrrad kommt man auf komfortable und kostengünstige Weise an sein Ziel. Das Rad ist ein großer Fortschritt für die Menschheit, ideal für das Einkaufen, einfach zu Parken und ein treuer Begleiter des Arbeiters auf dem Weg nach Hause. Auf dem Fahrrad findet der Mensch Entspannung, Gesundheit und Glück.” Auch wenn die Stimme aus dem Off für unsere Ohren ein wenig pathetisch klingt, im Grunde sagt sie nichts anderes als die vielen Imagefilmchen, die heute Youtube überschwemmen: Das Fahrrad ist eine der tollsten Erfindung, die je gemacht wurde.

Urbanophil über den E-Bike-Boom

Freitag, 04.05.2012

In keinem Wahlprogramm der bürgerlichen Parteien fehlt das Loblied auf Elektroautos, obwohl sie hier praktisch inexistent sind. Am 1. Januar 2012 waren in Deutschland 42.927.647 Pkw gemeldet, die Zahl der zugelassenen Elektroautos belief sich am Jahresanfang auf 4.541 Stück, also weit weniger als ein Promille. Prophezeit werden bis zum Jahr 2020 etwa eine Million Fahrzeuge.

Im Schatten der allseits bejubelten Elektroautomobiltät hat sich der Markt für E-Räder ganz anders entwickelt. Im letzten Jahr wurden in Deutschland 310.000 Stück verkauft, der Zweirad-Industrie-Verband e.V. (ZIV) schätzt, dass der Bestand an E-Bikes bereits heute die Millionengrenze überschritten hat.

Noch mal andere Zahlen werden aufgerufen, wenn es um den E-Bike-Boom in China geht. Zur Zeit werden jedes Jahr über 50 Millionen Elektrofahrräder in China verkauft, für das Jahr 2018 schätzt die amerikanische Marktforschungsgruppe Pike Research ein Volumen von 60.2 Millionen verkaufter Pedelecs in China.

Ein Doppel-Artikel im Urbanophil-Blog beschäftigt sich mit dem Aufschwung der Elektroräder in Deutschland und China. Wasilis von Rauch vom e-Radhafen beleuchtet im Beitrag Die (urbane) Mobilität der Zukunft fährt Elektrorad! den Wandel der Mobilität.

Nikolas Neubert, der seit 2009 in Shanghai lebt, beschreibt in China’s road to e-bike den dortigen Boom von Elektrofahrrädern.

Kamera dokumentiert Fahrradunfall

Donnerstag, 03.05.2012

Vorab: das Video kann sich jeder ansehen. Kein Blut fließt, unmittelbar nach dem Unfall sieht man beide Radfahrer wieder auf den Beinen. Der kurze Film zeigt, wie zwei Radfahrer am Mittwoch, dem 25. April in Berkeley in den USA von einem Auto angefahren werden und zu Fall kommen. Der Fahrer begeht anschließend Unfallflucht. Einer der Rennfahrer hatte eine kleine Kamera am Lenker dabei, ein Videoschnipsel des Unfalls wurde bei Youtube gepostet. Das wiederum rief die Polizei auf den Plan. Obwohl das Kennzeichen der schwarzen Limousine nur eine Zehntelsekunde im Bild war, reichte es, das Kennzeichen des Unfallfahrers zu ermitteln. Der Eigentümer des Autos behauptete, sein Fahrzeug sei gestohlen worden und er selbst hätte den Unfall nicht verursacht. Er wurde dennoch festgenommen.

Fahrradzukunft Nummer 14: Kultur der Angst

Montag, 30.04.2012

Themenschwerpunkt der gerade erschienenen Nummer 14 der Online-Zeitschrift Fahrradzukunft ist der Fahrradhelm. Im ersten Beitrag fragt sich Wolfgang Strobl, ob das Radeln so gefährlich ist, dass man alles tun muss, um sich zu schützen. Die richtige Antwort lautet: “Nein, Radfahren ist viel sicherer als andere alltägliche Weisen der Fortbewegung”. In weiteren Beiträgen zum Thema Helm geht es um die Wirksamkeit von Fahrradhelmen sowie um die Helmpflicht.

Im Technikteil des 44-Seiten-Magazins Fahrradzukunft findet man bereits zum zweiten Mal einen Nabendynamotest von Andreas Oehler. Im Testlabor werden neue Dynamomodelle von Schmidt und Shimano sowie einige exotische Modelle auf Herz und Nieren geprüft. Schließlich berichtet Juliane Neuß von der European Handmade Bicycle Show in Schwäbisch Gmünd.

Fahrradzukunft 14

Erkunde deinen neuen Kiez mit dem ADFC!

Montag, 30.04.2012

Neu nach Berlin zugezogene und Leute, die es in einen anderen Stadtbezirk verschlagen hat, können am nächsten Wochenende das neue Wohnumfeld mit dem ADFC entdecken. Acht Stadtteilgruppen des Fahrradclubs bieten am Sonntag unterhaltsame und lehrreiche Radtouren mit erholsamer Geschwindigkeit und auf möglichst fahrradfreundlichen Wegen durch einzelne Bezirke an. Die Fahrradtour erleichtert den TeilnehmerInnen die Erkundung der neuen Umgebung und zeigt günstige Wege mit dem Rad zu Alltags- und Ausflugszielen auf. Es können Kontakte geknüpft werden und der Bezirk erschließt sich von seiner fahrradfreundlichen Seite.

Startpunkte sind die Rathäuser der Bezirke:

  • Charlottenburg-Wilmersdorf (Stadtteilgruppe City-West): Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100
  • Friedrichshain-Kreuzberg: Rathaus Kreuzberg, Yorkstr. 4
  • Lichtenberg: Rathaus Lichtenberg, Möllendorffstr. 6
  • Mitte: Rathaus Wedding, Müllerstr. 146/147
  • Neukölln: Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Str. 83
  • Reinickendorf: Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215-239
  • Steglitz-Zehlendorf: Rathaus Steglitz, vor Dahlbeck, Schloßstr. 33
  • Marzahn-Hellersdorf (Stadtteilgruppe Wuhletal): Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz

Die Teilnahme an den Radtouren ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Start am Sonntag, 06. Mai 2012 um 14:00 Uhr.

ADFC: Kieztouren 2012

24-Stunden-Rennen Berlin-Kopenhagen

Samstag, 28.04.2012

Am 18. August 2012 um eine Minute nach Mitternacht wird der Startschuss für ein Jedermannradrennen über 430 Kilometer von Berlin nach Kopenhagen fallen. Auf den ersten dreißig Kilometern werden die Rennfahrer von einer Eskorte begleitet, bevor das Rennen freigegeben wird. Anschließend geht die Fahrt durch die Nacht weiter nach Rostock, hier wird die Zeit gestoppt und die Radfahrer gehen an Bord der Fähre. Es gibt um 11:00 und um 13:00 Uhr zwei Fährabfahrten in Rostock. Niemand braucht Angst zu haben, die Fähre zu verpassen, denn ein Grupetto-Bus sammelt die letzten Radfahrer ein, damit alle nach Gedser kommen. Ab hier sind es noch ca. 165 km bis zum Ziel in Kopenhagen. Das Radrennen Berlin-Kopenhagen 2012 findet seinen Abschluss um 20:30 Uhr in Dänemarks Hauptstadt mit der Siegerehrung.

Für das Rennen wird eine Renngebühr zwischen 107,- und 134,- Euro fällig, die Anmeldung läuft bereits.

Fahrradcorso Berlin-Kopenhagen 2012
[via]

Fahrradunfälle in Berlin

Donnerstag, 26.04.2012

Das Wetter wird besser und viele fahren nun wieder Rad. Leider gibt es damit einhergehend wieder einige Fahrradunfall-Berichte:

In Steglitz-Zehlendorf fuhr eine Radfahrerin nach Polizeiangaben bei roter Ampel in die Kreuzung Teltower Damm / Potsdamer Straße / Berliner Straße ein und wurde von einem Kfz angefahren und dabei schwer verletzt. Polizeimeldung 1321 vom 25.4.2012

In Kreuzberg wurde eine Radfahrerin von einem Lkw angefahren und dabei schwer verletzt. Genaueres zum Unfall, der an der Kreuzung Wilhelmstraße / Kochstraße stattfand, ist noch nicht bekannt. Tagesspiegel: Radfahrerin von Lastwagen angefahren vom 25.4.2012

Eine Radfahrerin auf dem Kurfürstendamm in Charlottenburg fuhr in die Tür eines Taxis, die von einem Gast unachtsam geöffnet wurde. Auch sie wurde schwer verletzt.  Polizeimeldung 1333 vom 26.4.2012

Onlinebefragung zur Nutzung des Fahrrads

Mittwoch, 25.04.2012

Roland Brühe von Alltag eines Radfahrers hat im Februar eine Onlinebefragung ins Netz gestellt, die sich an Radfahrer richtet. Roland will wissen, wie der gemeine Radfahrer sein Fahrrad nutzt und welche Einstellungen er zum Radfahren hat. Die Fragen beziehen sich auf das eigene Verhalten im Verkehr und auf die Einstellungen hinsichtlich der Fahrradnutzung. Die gesamte Befragung besteht aus 18 Seiten und ist in einer viertel Stunde beantwortet.

Inzwischen sind 410 Fragebögen vollständig ausgefüllt worden. Roland: “Was ich bisher sehen kann und ganz toll finde ist das Engagement der Teilnehmer: Es gibt etliche Anmerkungen in den Freitextfeldern. Die Fragen werden also wirklich sehr gewissenhaft ausgefüllt. Ich bin sehr gespannt auf die Auswertung.”

Die Befragung bleibt bis Ende Juni online, im Juli werden die Ergebnissen auf Rolands Blog veröffentlicht.

radfahreralltag.de: BeNuFa – Befragung zur Nutzung des Fahrrads
Direkt zur Onlinebefragung
[via]

Berliner Stadtmöbel von Florian Rivière

Dienstag, 24.04.2012

Zwei Fahrradbügel in passendem Abstand, ein Palette und fertig ist die “Fast Bench”, die schnell errichtete Bank. Ein Projekt von Florian Rivière, gefunden bei urbanshit.de, dem Blog für StreetArt und urbane Kultur.

Dortmund will den Radschnellweg Ruhr nicht

Dienstag, 24.04.2012

Die Pläne, eine hundert Kilometer lange Fahrradschnellverbindung zwischen den Städten Hamm und Duisburg bis zum Jahr 2020 zu bauen, stehen vor dem Aus. Eine erste Kostenschätzung hatte ergeben, dass der Radschnellweg Ruhr etwa 110 Millionen Euro kosten wird. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau sagte nach einer SPD-Fraktionssitzung, das Projekt sei angesichts der Kosten „kaum noch vermittelbar“. Die Stadt hatte zwar im letzten Jahr eine Absichtserklärung unterschrieben, aber das sei ja generell unverbindlich. Die Dortmunder SPD möchte auch keine vom Bund bezahlte Machbarkeitsstudie erstellen lassen.

Der ADFC Nordrhein-Westfalen kritisierte die Entscheidung. Das, so ADFC-Pressesprecher Thomas Rommelspacher, ist ein Rücksturz in die Verkehrspolitik der 1980er Jahre. ADFC-Landesvorsitzender Thomas Semmelmann rät der Dortmunder SPD, sich in den Niederlanden davon zu überzeugen, dass Radschnellwege einen wichtigen Beitrag zur urbanen Mobilität leisten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis, von Radschnellwegen, so Semmelmann, ist exzellent.

ADFC-Blog: ADFC NRW kritisiert den Ausstieg der SPD Dortmund aus dem Projekt Radschnellweg Ruhr

Critical Mass Budapest

Montag, 23.04.2012

Zehntausende Fahrradfahrer haben gestern den Autoverkehr in Budapest lahmgelegt, als sie laut klingelnd und hupend durch die ungarische Hauptstadt fuhren. Am Earth Day demonstrieren traditionellerweise viele Radfahrer in Budapest für bessere Bedingungen. Hier der Start der Demo.

Pendlersteuer statt Pendlerpauschale

Montag, 23.04.2012

Die Entfernungspauschale, im Volksmund auch Pendlerpauschale genannt, garantiert Steuerzahlern eine pauschalierte Minderung der Steuer, abhängig von der Entfernung des Arbeits- vom Wohnort. Praktisch bedeutet das: Großverdiener sparen eine Menge, Mittelverdiener schon deutlich weniger und Kleinverdiener gehen leer aus. Wegen der gestiegenen Kraftstoffpreise wurde vor kurzem von der FDP gefordert, die Pendlerpauschale anzuheben. Vielverdiener sollten noch mehr sparen können und Menschen mit geringem Einkommen sollten weiterhin für Sprit jeden Cent aus der eigenen Tasche zahlen.

Der Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) Thomas Straubhaar plädiert dagegen für einen radikalen Kurswechsel. Die Pendlerpauschale gehöre abgeschafft, die Pendler sollten stattdessen sogar besteuert werden. “Abgase, Verkehrslärm, Stau oder Parkplatzmangel könnten gute Gründe sein, die Pendlerpauschale abzuschaffen und sie durch eine Pendlersteuer zu ersetzen.” Damit würden Städter für das Leid entschädigt werden, das ihnen autofahrende Pendler antun, so Straubhaar.

Focus.de: Wirtschaftsexperte Straubhaar fordert Steuer für Berufspendler
[via]

Fahrradstencil

Freitag, 20.04.2012

Fahrradstencil

via uBikeBarcelona

Interview mit Jesper Pørksen vom dänischen Radfahrerverband

Freitag, 20.04.2012

Die in Berlin bereits gezeigte Ausstellung “Eine Stadt fährt Rad - Kultur -  Design - Stadtentwicklung - Beispiel Kopenhagen” macht gerade Station in Leipzig. Noch bis zum 27. April werden Bilder und Texttafeln über Kopenhagens Fahrradkultur in einem Hörsaalgebäudes an Leipzigs Augustusplatz gezeigt. Alexander John, Referent für nachhaltige  Mobilität im StudentInnenRat der Universität Leipzig: “Das beliebteste studentische Verkehrsmittel soll mit der Ausstellung  auch in Leipzig einen neuen Schwung bekommen.”

Anlässlich der Ausstellung war der Sprecher des dänischen Radfahrerverbandes Jesper Pørksen diese Woche Gastredner an der Uni Leipzig. Radio mephisto 97.6-Redakteur Alexander Hertel hat Pørksen über das Radfahren befragt, die Entwicklung Kopenhagens, und was Leipzig daraus lernen kann.

Radio mephisto 97.6: Interview Jesper Pørksen
mephisto 97.6: Leipzig auf dem Weg zur Radfahrerstadt?

App belohnt korrektes Verkehrsverhalten

Donnerstag, 19.04.2012

Eine Handy-Applikation für die Betriebssysteme iPhone und Android ist in der Stadt Breda in den Niederlanden in Arbeit und wird bald eingeführt. Nach der kostenlosen Installation der App trackt das Programm die Geschwindigkeit von Radfahrern und Automobilisten. Man kann die App lediglich nutzen, um sein eigenes Verkehrsverhalten zu überprüfen. In Verbindung mit einer Lotterie, an der man über die App zusätzlich teilnehmen kann, soll gutes Fahrverhalten belohnt werden. “Gutes Fahrverhalten” bedeutet in diesem Zusammenhang allerdings lediglich, dass man nicht zu schnell fährt. Anderes negatives Verkehrsverhalten wie zu enges Überholen, Rotlichtverstöße etc. können mit der App natürlich nicht erfasst werden.
Fietsberaad: App beloont goed verkeersgedrag

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